AT7586U1 - Einrichtung zur bestimmung von längenmassen an schlachtkörpern von schlachtvieh - Google Patents
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Abstract
Eine mobile Einrichtung zur Bestimmung von Längenmaßen an Schlachtkörpern von Schlachtvieh, insbesondere des Speck- und Fleischmaßes umfasst eine digitale Kamera (7), die an eine Datenverarbeitungseinrichtung (5) angeschlossen ist, und eine Messleiste (9), die im Abstand zur Kamera (7) gehalten ist und die zur Durchführung einer Messung zur Bestimmung des Längenmaßes in einer Längsausrichtung entsprechend der Längserstreckung des zu ermittelnden Längenmaßes an den Schlachtkörper anzusetzen ist.
Description
AT 007 586 U1
Die Erfindung betrifft eine mobile Einrichtung zur Bestimmung von Längenmaßen an Schlachtkörpern von Schlachtvieh, insbesondere des Speck- und Fleischmaßes.
Bei Schlachtvieh werden zu Klassifizierungszwecken verschiedene Längenmaße ermittelt, beispielsweise zur Ermittlung des Muskelfleischanteils. Beispielsweise werden bei einer üblichen 5 Messmethode für Schweine an den Schlachtkörpern das sogenannte "Speckmaß" und "Fleischmaß" ermittelt. Herkömmlichenweise erfolgt die Bestimmung von solchen Längenmaßen durch Längemessgeräte in Form von Linealen und Schiebelehren, die auch elektromechanisch ausgebildet sein können. Nachteilig hierbei ist es unter anderem, dass bei rein mechanischen Messungen für eine Auswertung und Erfassung der so ermittelten Werte diese in der Folge manuell in eine io Datenverarbeitungseinrichtung eingegeben werden müssen. Bei elektromechanischen Längenmessgeräten kann das Messergebnis durch das Andrücken der Schiebelehre am Speck verfälscht werden. Außerdem ist der Messvorgang komplizierter.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte mobile Einrichtung der eingangs genannten Art bereitzustellen. Erfindungsgemäß gelingt dies durch eine Einrichtung mit den Merkmalen des 15 Anspruchs 1.
Bei einer erfindungsgemäßen Einrichtung erfolgt die Bestimmung der Längenmaße über eine digitale Kamera, deren aufgenommenen Bilddaten von einer angeschlossenen Datenverarbeitungseinrichtung ausgewertet werden. Hierbei wird die Messleiste am Schlachtkörper angesetzt, und zwar in einer Längsausrichtung entsprechend der Längserstreckung des zu ermittelnden 20 Längenmaßes und im Bereich dieses zu bestimmenden Längenmaßes. Mindestens ein Bild wird mit der Kamera aufgenommen und zur Bestimmung des Längenmaßes von der Datenverarbeitungseinrichtung ausgewertet, wobei mindestens ein Endpunkt des Längenmaßes durch diese Auswertung erfasst wird.
Vorteilhafterweise ist an der Messleiste ein unverschiebbarer Messzeiger angebracht, der be-25 vorzugterweise außerhalb des Aufnahmebereichs der Kamera liegt. Wenn dieser unverschiebbare Messzeiger an einen Endpunkt des zu bestimmenden Längenmaßes angelegt wird, so muss bei der Auswertung des Bildes nur der andere Endpunkt des zu bestimmenden Längenmaßes erfasst werden, um das Längenmaß zu ermitteln. Der unverschiebbare Messzeiger kann hierbei an einem Endpunkt angelegt werden, der durch eine Bildauswertung nur schwer erfassbar wäre. Es können 30 daneben auch andere Messungen durchgeführt werden, bei denen dieser unverschiebbare Messzeiger nicht benutzt wird und beide Endpunkte durch die Bildauswertung erfasst werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass an der Messleiste ein Anlageteil verschiebbar gelagert ist, welches beim Anlegen der Messleiste an den Schlachtkörper auf diesem aufliegt und mit einem Messzeiger verbunden ist, der sich bei einer Verschiebung 35 des Anlageteils mit diesem mitbewegt, wobei bei der Durchführung einer Messung zur Bestimmung eines Längenmaßes das Anlageteil in einer Position auf den Schlachtkörper aufgesetzt wird, in der der mit dem Anlageteil verbundene Messzeiger auf einen Endpunkt des zu bestimmenden Längenmaßes zeigt, und der Messzeiger von der Kamera aufgenommen wird.
Der auf den einen Endpunkt des zu bestimmenden Längenmaßes zeigende Messzeiger wird 40 dann mittels der Kamera aufgenommen und das Bild wird ausgewertet. Es können dadurch Endpunkte eines Längenmaßes, welche an Übergängen zwischen verschiedenen Körperstrukturen des Schlachtviehs liegen und deren direkte Erfassung mit der Kamera problematisch ist, zuverlässig erfasst werden. Durch die Verschiebbarkeit des Messzeigers kann unter anderem der Aufnahmebereich der Kamera optimal ausgenutzt werden. 45 Wenn, wie dies bevorzugt ist, an der Messleiste ein weiterer Messzeiger unverschiebbar angebracht ist, kann in Verbindung mit dem verschiebbaren Messzeiger eine sehr vorteilhafte Bestimmung eines ansonsten nur schwer mittels einer Kamera bestimmbaren Längenmaßes durchgeführt werden, wie dies in der Figurenbeschreibung noch genauer erläutert wird.
Eine erfindungsgemäße Einrichtung zeichnet sich durch einen einfachen Messvorgang und ein 50 genaues Messergebnis aus.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden im Folgenden anhand der beiliegenden Zeichnung erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Einrichtung;
Fig. 2 eine Ansicht eines Schlachtkörpers eines Schlachtviehs; 55 Fig. 3 eine Vorderansicht der Messleiste; 2 AT 007 586 U1
Fig. 4 eine Ansicht von unten;
Fig. 5 einen Schnitt entlang der Linie A-A von Fig. 3;
Fig. 6 und 7 von der Kamera aufgenommene und von der Datenverarbeitungseinrichtung auszuwertende Bilder zur Bestimmung der Längenmaße. 5 Mit einer erfindungsgemäßen Einrichtung können beispielsweise das Speckmaß a und das Fleischmaß b eines Schlachtkörpers eines Schweins bestimmt werden. Es handelt sich hierbei um herkömmliche bei Schlachtkörpern von Schweinen zu bestimmende Längenmaße, insbesondere zur Ermittlung des Muskelfleischanteils. Diese Maße sind in Fig. 2 eingezeichnet. Das Speckmaß a entspricht der Speckdicke (inklusive Schwarte) an der dünnsten Stelle des Specks über dem 10 Lendenmuskel, senkrecht zur Schwarte gemessen. Die Endpunkte 1, 2 liegen hierbei einerseits an der äußeren Oberfläche der Schwarte, andererseits an der Übergangsstelle zwischen der Fettschicht und der Muskelfleischschicht. Das Fleischmaß b wird zwischen dem oberen Seitenrand des Wirbelkanals, der den einen Endpunkt 4 dieses Längenmaßes darstellt, und dem vorderen Ende des Lendenmuskels (musc. glut. med.) gemessen, welches den anderen Endpunkt 3 dieses Län-15 genmaßes darstellt.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Einrichtung ist in den Fig. 1 und 3 bis 5 dargestellt. Die als mobiles Handgerät ausgebildete Einrichtung umfasst eine Datenverarbeitungseinrichtung 5, die in Fig. 1 nur teilweise dargestellt ist und eine in das Gehäuse 6 der Datenverarbeitungseinrichtung 5 integrierte digitale Kamera 7. Die Datenverarbeitungseinrichtung 20 5 umfasst einen Mikroprozessor. Solche Datenverarbeitungseinrichtungen 5 mit integrierter Kame ra 7 sind bekannt und sind als "Imaging Handheld Terminal·' kommerziell erhältlich.
Am Gehäuse 6 der Datenverarbeitungseinrichtung 5 ist ein Halter 8 angebracht, mittels dem eine Messleiste 9 in definiertem Abstand zur Kamera 7 gehalten ist. Der Halter 8 weist eine Auflageplatte 10 mit einer Durchtrittsöffnung für die Linse der Kamera 7 auf, an der die Oberseite des 25 Gehäuses 6 übergreifende Haltelaschen 11 angebracht sind. An der Auflageplatte 10 sind weiters zwei Befestigungsstäbe 12 festgelegt, an deren von der Auflageplatte 10 abgelegenen Enden die Messleiste 9 befestigt ist.
Die Datenverarbeitungseinrichtung 5 besitzt ein Display 13 und eine Tastatur (die sich im in Fig. 1 nicht dargestellten Teil des Gehäuses befindet). 30 An der Messleiste 9 ist ein leistenförmiges Anlageteil 14 in Längsrichtung der Messleiste 9 verschiebbar gelagert. Das leistenförmige Anlageteil 14 befindet sich auf der von der Kamera 7 abgewandten Seite der Messleiste 9.
Das Anlageteil 14 ist bei der Durchführung einer Messung auf die Oberfläche des Schlachtkörpers aufsetzbar. Hierzu ist bevorzugterweise die von der Messleiste 9 abgewandte, zur Anlage am 35 Schlachtkörper vorgesehene Anlagefläche 15 des Anlageteils 14 geriffelt oder gezahnt ausgebildet, um den Halt auf dem Schlachtkörper zu verbessern.
Zur verschiebbaren Führung des Anlageteils 14 an der Messleiste 9 ist das Anlageteil 14 an einem mittels Kugellagern 16, 17 verschiebbar in der Messleiste 9 gelagerten Verschiebeteil 18 befestigt. Das Anlageteil 14 ist weiters mit einem Messzeiger 19 starr verbunden, der sich bei einer 40 Verschiebung des Anlageteils somit mit diesem mitbewegt.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel wird der Messzeiger 19 von einem plattenförmigen Teil gebildet, welches zwei winklig zueinander stehende Abschnitte 20, 21 aufweist, die in einer Vertiefung 22 der Messleiste 9 angeordnet sind. Die Seitenränder der Vertiefung 22 bilden Anschläge zur Begrenzung der Verschiebung des Messzeigers 19 bzw. Anlageteils 14. Der Messzeiger 19 ist mit 45 einem Markierungsstrich 23 versehen, der sich über die beiden Abschnitte 20, 21 bis zu einem Messrand 24 der Messleiste 9 erstreckt.
Der Aufnahmebereich der Kamera in Bezug auf die Längsrichtung der Messleiste 9 ist in Fig. 1 durch die beiden strichlierten Linien 25, 26 angedeutet. Vorzugsweise befindet sich der Messzeiger 19 über seinen gesamten Verschiebebereich im Aufnahmebereich der Kamera 7. so An der Messleiste 9 ist ein weiterer Messzeiger 27 angebracht, der gegenüber der Messleiste 9 unverschiebbar ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel wird dieser von einem auf der von der Kamera 7 abgewandten Seite über die Messleiste 9 vorragenden und senkrecht zur Längsausdehnung der Messleiste 9 stehenden Plättchen gebildet, welches an der Messleiste 9 an einem Ihrer Längsenden angebracht ist und sich außerhalb des Aufnahmebereichs der Kamera 7 befindet. 55 Vorzugsweise schließt der erste Abschnitt 20 mit der optischen Achse der Kamera 7 einen 3 AT 007 586 U1
Winkel ein, der im Bereich zwischen 45° und 135* liegt, um den über den ersten Abschnitt 20 verlaufenden Markierungsstrich 23 für die Kamera gut erfassbar zu machen. Der zweite Abschnitt 21 nähert sich ausgehend vom ersten Abschnitt 20 der Messebene, in der die Anlagefläche 15 des Anlageteils 14 liegt. Es wird dadurch eine exakte Messung vereinfacht. 5 Im Folgenden wird der Messvorgang anhand der Messung des Speckmaßes a und des Fleischmaßes b beschrieben. Zur Messung des Speckmaßes a wird das Anlageteil 14 so auf die Oberfläche des Schlachtkörpers aufgesetzt, dass der Messzeiger 19 mit seinem Markierungsstrich 23 auf den Endpunkt 2 zeigt (vgl. Fig. 6), wobei die Messleiste 9 senkrecht zur Schwarte steht. Das Anlageteil 14 wird hierbei so innerhalb seines Verschiebebereichs verschoben, dass sich der io Endpunkt 1 im Aufnahmebereich der Kamera 7 befindet. In der Folge wird mit der Kamera ein Bild aufgenommen. Das aufgenommene Bild ist schematisch in Fig. 6 dargestellt. Es wird nunmehr von der Datenverarbeitungseinrichtung eine Bildauswertung durchgeführt, wobei diese Bildauswertung im gezeigten Ausführungsbeispiel entlang von zwei Scanlinien 28, 29 durchgeführt wird, die in Fig. 6 durch strichlierte Linien angedeutet sind. Die erste Scanlinie 28 verläuft parallel zur Mess-15 leiste 9 in einem Abstand von weniger als 5 mm, beispielsweise in einem Abstand von 1 bis 2 mm, von deren Messrand 24. Durch die Auswertung entlang dieser Scanlinie 28 wird der Endpunkt 1 erfasst. Ein am Rand des Schlachtkörpers liegender Punkt zeichnet sich in dem aufgenommenen Bild klar und deutlich ab und kann leicht durch die Bildauswertung erfasst werden. Der Endpunkt 2 am Übergang zwischen zwei unterschiedlichen Körperstrukturen wäre dagegen durch diese Bild-20 auswertung nur schwer oder nicht erfassbar. Zur Erfassung des Endpunktes 2 wird eine Bildauswertung entlang der zweiten Scanlinie 29 durchgeführt, durch welche der Punkt erfasst wird, an der sich der Messzeiger 19 bzw. genauer gesagt der Markierungsstrich 23 des Messzeigers 19 befindet. Durch die Erfassung dieses Punktes ist somit auch der Endpunkt 2 festgelegt und aufgrund der Eichung der Einrichtung kann damit der Abstand zwischen den beiden Endpunkten 1, 2 und 25 somit das Speckmaß a ermittelt werden.
Zur Bestimmung des Fleischmaßes b wird das Anlageteil 14 derart an den Schlachtkörper angelegt, dass der Messzeiger 19 (d. h. der Markierungsstrich 23 des Messzeigers 19) auf den Endpunkt 3 zeigt (vgl. Fig. 7). In der Folge wird die Messleiste 9 gegenüber dem Anlageteil 14 verschoben, bis der weitere Messzeiger 27 an den Messpunkt 4 angelegt ist (er ragt hierbei in den 30 Wirbelkanal und liegt an dessen Seitenwand an), die Messleiste 9 steht hierbei senkrecht zum Wirbelkanal. In der Folge wird ein Bild aufgenommen, welches schematisch in Fig. 7 dargestellt ist. Es folgt eine Bildauswertung mittels der Datenverarbeitungseinrichtung, wobei zumindest eine Auswertung entlang der zweiten Scanlinie 29 erfolgt, wodurch die Position des Messzeigers 19 erfasst wird. Aufgrund der Eichung der Einrichtung kann daraus direkt das Fleischmaß b ermittelt 35 werden. Eine zusätzliche Bildauswertung entlang der ersten Scanlinie 28 ist ebenfalls möglich, wobei durch Erfassung des Endpunktes 30, der der äußeren Oberfläche der Schwarte entspricht, zusätzlich das gesamte Längenmaß zwischen dem Seitenrand des Wirbelkanals und der Oberfläche der Schwarte bestimmt werden kann. Das Fleischmaß kann in diesem Fall auch durch Subtraktion des Längenmaßes zwischen den Endpunkten 4 und 30 vom Längenmaß zwischen den 40 Endpunkten 3 und 30 ermittelt werden.
Die Eichung der Einrichtung kann in unterschiedlicher Weise erfolgen. So kann beispielsweise zunächst eine Lineal an den Messrand 24 angelegt werden, welches sich über den gesamten Aufnahmebereich erstreckt und ein Bild aufgenommen und entlang der ersten Scanlinie 28 ausgewertet werden. Es kann dadurch die erste Scanlinie 28 mit einem Längenmaß verknüpft werden. In 45 der Folge können vom Messzeiger 19 an seinen beiden Randstellungen jeweils Bilder gemacht und diese Bilder entlang der zweiten Scanlinie 29 ausgewertet werden, wodurch ein Bezug des Längenmaßes der ersten Scanlinie 28 zur zweiten Scanlinie 29 hergestellt werden kann.
Durch eine solche erfindungsgemäße Einrichtung können auch andere Längenmaße als das beschriebene Speck- und Fleischmaß an Schlachtkörpern von Schlachtvieh erfasst werden. Insbe-50 sondere können solche Längenmaße erfasst werden, bei denen sich zumindest einer der beiden Endpunkte des Längenmaßes an einer Übergangsstelle zwischen zwei verschiedenen Körperstrukturen befindet, z. B. an einem Übergang einer Fett- und einer Fleischschicht oder am Rand eines Knochens.
Unterschiedliche Modifikationen dieses Ausführungsbeispiels der Erfindung sind denkbar und 55 möglich, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen. So ist beispielsweise eine leistenartige 4
Claims (19)
- AT 007 586 U1 Ausbildung des Anlageteils 14 nicht zwingend erforderlich. Auch die Messzeiger 19, 27 können in einer anderen als der gezeigten Weise ausgebildet sein, beispielsweise kann der Messzeiger 19 auch stiftförmig ausgebildet sein und eine Messspitze aufweisen, wobei der Markierungsstrich 23 entfallen kann. Das Anlageteil 14 und der Messzeiger 19 können auch einteilig ausgebildet sein. 5 Denkbar und möglich ist auch ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei welchem das verschiebbare Anlageteil 14 und der mit diesem verbundene Messzeiger 19 entfallen. Zur Bestimmung des Speckmaßes a wird die Messleiste 9 wiederum in Richtung des zu bestimmenden Längenmaßes am Schlachtkörper angelegt, wobei sich die Endpunkte 1, 2 vor dem Messrand 24 der Messleiste 9 befinden, und zwar möglichst etwa in dem Abstand von der Messleiste 9, in 10 welchem der Scanvorgang entlang der Scanlinie 28 durchgeführt wird. Nach Aufnahme des Bildes wird eine Bildauswertung entlang der Scanlinie 28 durchgeführt, wobei die Helligkeitsunterschiede von der Datenverarbeitungseinrichtung 5 erfasst werden und daraus die Endpunkte 1 und 2 bestimmt werden. Eine Auswertung entlang einer weiteren Scanlinie 29 entfällt hierbei gegenüber dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel. 15 Zur Bestimmung des Fleischmaßes b wird der unverschiebbare Messzeiger 19 an den Rand des Wirbelkanals angelegt, d. h. an den Endpunkt 4 des zu bestimmenden Längenmaßes. Dieser Endpunkt 4 ist durch eine Bildauswertung entlang einer Scanlinie nicht geeignet erfassbar. Die Messleiste 9 wird so in Längsrichtung des zu bestimmenden Längenmaßes an den Schlachtkörper angelegt, dass der Endpunkt 3 etwa am Messrand 24 liegt. Die Scanlinie 28 verläuft somit über 20 den Endbereich des Lendenmuskels 31 nahe bei dessen vorderem Ende und überquert hierbei die Fascie 32 und den Übergang 33 zwischen dem Lendenmuskel 31 und der Speckschicht 34. Diese beiden Übergänge (Fascie 32 und Übergang 33) werden durch die Auswertung entlang der Scanlinie 28 erfasst und daraus wird der Endpunkt 3 bestimmt, beispielsweise wird für diesen Endpunkt die Mitte zwischen diesen beiden erfassten Übergängen festgesetzt. Auf diese Weise kann das 25 Fleischmaß b ermittelt werden. Legende zu den Hinweisziffern: 30 1 Endpunkt 18 Verschiebeteil 2 Endpunkt 19 Messzeiger 3 Endpunkt 20 Abschnitt 4 Endpunkt 21 Abschnitt 5 Datenverarbeitungseinrichtung 22 Vertiefung 35 6 Gehäuse 23 Markierungsstrich 7 Kamera 24 Messrand 8 Halter 25 Linie 9 Messleiste 26 Linie 10 Auflageplatte 27 unverschiebbarer Messzeiger 40 11 Haltelasche 28 erste Scanlinie 12 Befestigungsstab 29 zweite Scanlinie 13 Display 30 Endpunkt 14 Anlageteil 31 Lendenmuskel 15 Anlagefläche 32 Fascie 45 16 Kugellager 33 Übergang 17 Kugellager 34 Speckschicht ANSPRÜCHE: 50 1. Mobile Einrichtung zur Bestimmung von Längenmaßen an Schlachtkörpern von Schlachtvieh, insbesondere des Speck- und Fleischmaßes, gekennzeichnet durch eine digitale Kamera (7), die an eine Datenverarbeitungseinrichtung (5) angeschlossen ist, und eine Messleiste (9), die im Abstand zur Kamera (7) gehalten ist und die zur Durchführung einer 55 Messung zur Bestimmung des Längenmaßes in einer Längsausrichtung entsprechend der 5 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 AT 007 586 U1 Längserstreckung des zu ermittelnden Längenmaßes an den Schlachtkörper anzusetzen ist.
- 2. Mobile Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Gehäuse (6) der Datenverarbeitungseinrichtung (5) ein Halter (8) angebracht ist, an dem die Messleiste (9) im Abstand zur Kamera (7) angeordnet ist.
- 3. Mobile Einrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kamera (7) im Gehäuse (6) der Datenverarbeitungseinrichtung (5) integriert ist.
- 4. Mobile Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Messleiste (9) zumindest abschnittsweise im Aufnahmebereich der Kamera (7) befindet.
- 5. Mobile Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der Messleiste (9) ein gegenüber der Messleiste (9) unverschiebbarer Messzeiger (27) angebracht ist.
- 6. Mobile Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der gegenüber der Messleiste (9) unverschiebbare Messzeiger (27) außerhalb des Aufnahmebereichs der Kamera (7) angeordnet ist.
- 7. Mobile Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an der Messleiste ein beim Anlegen der Messleiste (9) an die Oberfläche des Schlachtkörpers auf den Schlachtkörper absetzbares Anlageteil (14) in Längsrichtung der Messleiste (9) verschiebbar gelagert ist, welches mit einem Messzeiger (19) verbunden ist, der sich bei einer Verschiebung des Anlageteils (14) mit diesem mitbewegt, wobei bei der Durchführung einer Messung zur Bestimmung eines Längenmaßes das Anlageteil (14) in einer Position auf den Schlachtkörper aufzusetzen ist, in der der Messzeiger (19) auf einen Endpunkt (1 - 4) des zu bestimmenden Längenmaßes zeigt, wobei der Messzeiger (19) von der Kamera (7) erfasst wird.
- 8. Mobile Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Anlageteil (14) auf der von der Kamera (7) abgewandten Seite der Messleiste (9) angeordnet ist.
- 9. Mobile Einrichtung nach Anspruch 7 oder Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Anlageteil (14) auf seiner von der Messleiste (9) abgewandten, zur Anlage am Schlachtkörper vorgesehenen Anlagefläche (15) geriffelt oder gezahnt ausgebildet ist.
- 10. Mobile Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Anlageteil (14) leistenförmig ausgebildet ist.
- 11. Mobile Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Messzeiger (19) über den gesamten Verschiebebereich des Anlageteils (14) im Aufnahmebereich der Kamera (7) befindet.
- 12. Mobile Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Messzeiger (19) einen sich über der der Kamera (7) zugewandten Seite der Messleiste (9) erstreckenden Abschnitt (20) aufweist.
- 13. Mobile Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Messzeiger (19) einen ersten Abschnitt (20), der mit der optischen Achse der Kamera (7) einen Winkel im Bereich zwischen 45° und 135° einschließt, und einen zweiten Abschnitt (21) aufweist, der winklig zum ersten Abschnitt (20) steht und sich ausgehend vom ersten Abschnitt (20) zum Anlageteil (14) erstreckt.
- 14. Mobile Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung als Handgerät ausgebildet ist.
- 15. Mobile Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Messleiste (9) an Befestigungsstäben (12) angebracht ist, welche die Messleiste (9) im Abstand von der Kamera (7) halten.
- 16. Verfahren zur Bestimmung von Längenmaßen an Schlachtkörpern von Schlachtvieh, insbesondere des Speck- und Fleischmaßes, mittels einer mobilen Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertung eines von der Kamera (7) aufgenommenen Bildes durch die Datenverarbeitungseinrichtung (5) entlang von mindestens einer parallel zur Messleiste (9) und neben dieser verlaufenden Scanlinie (28) erfolgt.
- 17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertung entlang der 6 55 AT 007 586 U1 Scanlinie (28) in einem Abstand von weniger als 5 mm neben einem Messrand (24) der Messleiste (9) erfolgt.
- 18. Verfahren nach Anspruch 16 oder Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertung eines von der Kamera (7) aufgenommenen Bildes durch die Datenverarbeitungs- 5 einrichtung (5) weiters entlang einer parallel zur Messleiste (9) und über den verschiebba ren Messzeiger (19) verlaufenden Scanlinie (29) erfolgt, wobei die Scanlinie (29) vorzugsweise über den einen Winkel im Bereich zwischen 45° und 135° mit der optischen Achse der Kamera (7) einschließenden Abschnitt des Messzeigers (19) verläuft.
- 19. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass eine io Auswertung der Helligkeitsänderung des Bildes entlang der mindestens einen Scanlinie (28, 29) durchgeführt wird. HIEZU 3 BLATT ZEICHNUNGEN 15 20 25 30 35 40 45 50 7 55
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Effective date: 20110630 |