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Verfahren zur Herstellung von aus einzelnen zusammengeklebten Schichten bestehenden
Dichtungsplatten.
Die sogenannten It-Platten für Abdichtungszwecke werden bekanntlich in der Regel aus mehreren dünnen Schichten hergestellt, die unter Zuhilfenahme eines Klebemittels durch Pressen miteinander verbunden werden.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren, um derartige Dichtungsplatten mit beliebig angeordneten Rippen zu versehen, die das Eindringen des Dichtungsmaterials in die Unregelmässigkeiten der abzudichtenden Flächen erleichtern.
Die Erfindung besteht nun darin, dass die einzelnen Schichten vor dem Zusammenfügen mit regel-oder unregelmässig angeordneten Rippungen versehen werden, die auf der einen Seite als Vertiefungen und auf der anderen Seite als Erhöhungen erscheinen. Danach wird der Klebstoff aufgetragen und die Vereinigung der dünnen Schichten durch Pressen herbeigeführt.
Fügt man glatte Schichten in der bekannten Weise zusammen, um sie nachträglich mit den Rippungen zu versehen, danu wird bei dem erforderlichen hohen Pressdruck der Klebstoff (meist Gummi) zwischen den Schichten verdrangt. so dass er : seitlich am Rande der Platte au, ; tfltt. Jedenfalls gelingt es auf diese Weise nicht, die wünschenswerte Menge des Klebstoffes zwischen den Schichten der Platten festzuhalten, so dass kerne so vollkommen innige Verbindung der Schichten zu erzielen ist, welche dem nachfolgenden Prägen im genügenden MaMo Widerstaud bietet und auf eine im Gebrauch dauernd einheitlich bleibende, mit gepragten Rippen vorsehene Platte hinwirkt.
Es kommt hinzu, dass bei der
Vereinigung glitter Schichten die P : atte eine gewisse Starrheit annimmt, so dass ihr nur
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daraus. dal3 zwischen je zwei Schichten eine vollkommen einheitliche Klebfäche vorhanden ist. Gerade die Bieg- und Schmegsamkeit der Dichtungsplatten ist aber für viele Ver- wendungsfälle von grosser Bedeutung, weil sich die Platten den oft ungenau bearbeiteten Dichtungsnachen io hohem Grade anpassen müssen.
Wenn gemäss der Erfindung die einzelnen Schichten vor der Vereinigung geprägt werden, so dass sich die Rippen beim Zusammenfügen ineinanderschachteln, dann gelingt es selbst bei sehr hohem Pressdruck dem Klebstoff nicht, seitlich zu entweichen. Er wird durch die wie Nute und Feder ineinandergreifenden Rippen und Vertiefungen festgehalten, so dass zwischen den einzelnen Schichten mit Sicherheit dib für eine innige Verbindung erforderliche Klebstoffmenge untergebracht werden kann und dadurch eine Dichtungsplatte entsteht, welche auch bei langem Gebrauch widerstandsfähig und einheitlich bleibt. Durch die ineinandergreifenden Rippungen wird die Platte überdies in viel höherem Masse biegund schmiegsam, als diese Eigenschaften bei den jetzt bekannten aus Einzelschichten zusammengefügten It-Platten vorhanden sind.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung in Fig. 1 im Querschnitt und in Fig. 2 in einer Draufsicht dargestellt, bei welcher die Rippen in Wellenlinien verlaufen, die in regelmässigen Abständen voneinander und parallel angeordnet sind.
Die Dichtungsplatte setzt sich aus vier Schichten a1, a2, a3, a4 zusammen. Jede einzelne Schichte ist vor dem Zusammenfügen zur Platte mit Rippen versehen, die auf der einen Seite als Vorsprünge b und auf der anderen Seite als Vertiefungen c in Erscheinung
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treten. Die Rippen der einzelnen Schichten sind so ausgebildet, dass sie sich beim Zu- sammenfügen der Schichten zur Platte in die Vertiefung der voraufgehenden Platte einlegen können. Die Schichten werden je durch eine Klebstoffschichte d vereinigt, wobei diese Schichte über die ganze Plattenfläche von gleichmässiger Stärke ausfällt, da selbst bei starkem Pressdruck der Klebstoff durch die wie Nute und Feder wirkenden Vertiefungen bzw.
Er- höhlungen festgehalten wird, Es entsteht somit ein Gebilde, welches an allen Stellen von gleichmässiger Zusammensetzung ist.
Schliesslich ist noch darauf hinzuweisen, dass bei der Herstellung der hauptsächlich aus einer Mischung von Asbest und Gummi bestehenden Schichten, die in bekannter Weise auf Walzen ähnlich wie bei der Papierfabrikation vor sich geht, häufig in die Schichten Fremdkörperchen, wie Metallteile und dgl., gelangen. Vereinigt man solche mit Fremdkörperchen durchsetzte Schichten auf dem bisher üblichen Wege im glatten Zustande, dann entsteht eine fehlerhafte Dichtungsplatte. Die Fehler machen sich z. B. beim Herausstanzen der Dichtungsringe oder dgl. durch Zerstörung der Stanzwerkzeug schon bemerkbar, häufig jedoch, was viel schlimmer ist, erst viel später, nachdem das Material schon zum Abdichten verwendet worden ist.
An den Stellen, wo sich die Fremdkörperchen befinden, findet keine vollkommene Abdichtung statt, weil hier die erforderliche Elastizität fehlt.
Demgegenüber werden beim Ausprägen der Rippen in den einzelnen dünnen Schichten vor dem Vereinigen derselben zur Dichtungsplatte die Fehler sofort bemerkbar, so dass sich ein Ausschalten der fehlerhaften Schichten ermöglicht und nur vollkommen homogene
Dichtungsplatten entstehen.