AT7056U1 - Verwendung einer hartmetalllegierung für werkzeuge - Google Patents

Verwendung einer hartmetalllegierung für werkzeuge Download PDF

Info

Publication number
AT7056U1
AT7056U1 AT0091103U AT9112003U AT7056U1 AT 7056 U1 AT7056 U1 AT 7056U1 AT 0091103 U AT0091103 U AT 0091103U AT 9112003 U AT9112003 U AT 9112003U AT 7056 U1 AT7056 U1 AT 7056U1
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
hard metal
metal alloy
forming
binder
Prior art date
Application number
AT0091103U
Other languages
English (en)
Inventor
Michael Schretter
Daniel Falger
Original Assignee
Ceratizit Austria Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ceratizit Austria Gmbh filed Critical Ceratizit Austria Gmbh
Priority to AT0091103U priority Critical patent/AT7056U1/de
Publication of AT7056U1 publication Critical patent/AT7056U1/de
Priority to EP04029954A priority patent/EP1548137B1/de
Priority to AT04029954T priority patent/ATE353376T1/de
Priority to PL04029954T priority patent/PL1548137T3/pl
Priority to DE502004002851T priority patent/DE502004002851D1/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C29/00Alloys based on carbides, oxides, nitrides, borides, or silicides, e.g. cermets, or other metal compounds, e.g. oxynitrides, sulfides
    • C22C29/02Alloys based on carbides, oxides, nitrides, borides, or silicides, e.g. cermets, or other metal compounds, e.g. oxynitrides, sulfides based on carbides or carbonitrides
    • C22C29/06Alloys based on carbides, oxides, nitrides, borides, or silicides, e.g. cermets, or other metal compounds, e.g. oxynitrides, sulfides based on carbides or carbonitrides based on carbides, but not containing other metal compounds
    • C22C29/08Alloys based on carbides, oxides, nitrides, borides, or silicides, e.g. cermets, or other metal compounds, e.g. oxynitrides, sulfides based on carbides or carbonitrides based on carbides, but not containing other metal compounds based on tungsten carbide
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22FWORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F2998/00Supplementary information concerning processes or compositions relating to powder metallurgy

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft die Verwendung einer Hartmetalllegierung für Werkzeuge zur Umformung bei Umformtemperaturen von mehr als 600°C. Die Hartmetalllegierung besteht zu 75 bis 95 Gew.% aus einer Hartstoffphase aus im wesentlichen Wolframkarbid und zu 5 bis 25 Gew.% aus einer Bindephase die zu 60 bis 80 Gew.% aus Eisen besteht.

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft die Verwendung einer Hartmetalllegierung für Werkzeuge zur Umformung bei Umformtemperaturen von mehr als 600 C. 



   Werkzeuge zur Umformung von Werkstoffen bei erhöhten Temperaturen sind hohen mechani- schen, thermischen und tribologischen Beanspruchungen unterworfen. Die angewandten Umform- temperaturen hängen von der Art des umzuformenden Werkstoffes und des Umformverfahrens ab und liegen beispielsweise bei Messing bei etwa 600 C, bei Stahl bei über 800 C und bei Glas bei etwa 1300 C. Wichtige Umformverfahren bei erhöhten Temperaturen sind beispielsweise Druck - und Zugumformung, Strangpressen, Walzen und Ziehen. Beim Umformen bei erhöhten Tempera- turen kommt es neben dem allgemeinen Verschleiss des Umformwerkzeuges vielfach auch zu einem Bruch des Werkzeuges der durch Warmrissbildung, Temperaturschock und Adhäsionsver- schleiss hervorgerufen wird. 



   Als Werkstoff für derartige Umformwerkzeuge wurde in der Vergangenheit vielfach hochwerti- ger, gehärteter Werkzeugstahl verwendet. Umformwerkzeuge aus diesem Werkstoff wiesen jedoch nur relativ niedrige Standzeiten auf. Deshalb wurde versucht, Teile der Umformwerkzeuge oder das gesamte Umformwerkzeug aus Hartmetall herzustellen, wobei dabei in erster Linie Hartmetall- legierungen auf Wolframkarbidbasis mit Kobaltbinder, Kobalt-Nickel-Binder oder Kobalt-Nickel- Chrom-Binder zum Einsatz gekommen sind. 



   Jedoch auch bei der Verwendung dieser Legierungen wurden die Standzeiten der Umform- werkzeuge in nur unzureichendem Masse verbessert. 



   Die Ursachen dafür liegen darin, dass diese Hartmetalllegierungen bei Temperaturen über 600 C an Luft oxidieren und der Binder verzundert und angegriffen wird. Darüber hinaus neigt das Kobalt im Hartmetall dazu, sich bei höheren Temperaturen zu verfestigen und zu verspröden, wodurch die Korngrenzenfestigkeit reduziert wird. Die Folge davon ist, dass die Rissempfindlichkeit zunimmt. Weiters kommt es dazu, dass beim Umformen bei erhöhten Temperaturen auch mit zunehmender Formänderung des umzuformenden Werkstückes die Belastung der Werkzeuge extrem hoch ist. Das Versagen der bekannten Hartmetalllegierungen erfolgt in der Regel dadurch, dass sie nicht in der Lage sind, die auftretenden Spannungen im Zuge der Umformung aufzunehmen. 



   Die EP 0 062 311B1 beschreibt eine Hartmetalllegierung für Teile zur Warmformgebung auf Wolframkarbidbasis mit einer Bindephase aus Chrom, Aluminium, Nickel und Kobalt und wahlwei- se geringen Mengen an Molybdän, Bor und Zirkon, wobei die Bindephase feine Teilchen der aus- geschiedenen Ni3Al yPhase enthält. Diese Hartmetalllegierung weist jedoch noch immer nicht eine ausreichend gute Verschleissbeständigkeit bei erhöhter Temperatur auf und ist aufgrund der yPha- se im Binder aufwendiger herzustellen als herkömmliche Hartmetalllegierungen ohne eine solche Phase. 



   In der DE 24 02 518 A1 wird eine Hartmetalllegierung aus 91 bis 97 Gew.% Wolframkarbid, Rest Binder beschrieben, wobei der Binder aus 8 bis 20 Gew.% Nickel, 5 bis 15 Gew.% Kobalt, 0,8 bis 1,4 Gew. % Kohlenstoff, Rest Eisen besteht. Aus der Beschreibung geht lediglich eine beson- ders hohe Abriebbeständigkeit hervor, ein Hinweis zur Eignung dieser Legierung für Verschleissan- wendungen bei erhöhter Temperatur ist der Beschreibung nicht zu entnehmen. 



   Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Hartmetalllegierung für die Umformung bei Umformtemperaturen über 600 C zur Verfügung zu stellen, die gegenüber bisher bekannten Legie- rungen eine deutlich bessere Verschleissbeständigkeit aufweist und unkompliziert herstellbar ist. 



   Erfindungsgemäss wird dies durch die Verwendung einer Hartmetalllegierung mit 75 bis 95 Gew. % Hartstoffphase aus im wesentlichen Wolframkarbid 5 bis 25 Gew. % Bindephase, die zu 60 bis 80 Gew.% aus Eisen besteht, erreicht. 



   Bei einer derartigen Hartmetalllegierung ist bei ausreichender Härte die plastische Deformation äusserst gering. Darüber hinaus weist sie eine gute Wärmeleitfähigkeit sowie eine überdurchschnitt- liche Zähigkeit zur Aufnahme von Schubspannungen sowie von Wärmespannungen auf. Daher ist sie hervorragend für die erfindungsgemässe Verwendung für Werkzeuge zur Umformung bei Um- formtemperaturen über 600 C geeignet. 



   Besonders überraschend und keineswegs vorhersehbar war, dass die Legierung aufgrund des hohen Eisenanteiles die für die spezielle Verwendung notwendige Verschleissfestigkeit bei Umform- temperaturen über 600 C aufweist. Es hat sich herausgestellt, dass es bei der Bindephase in erster Linie auf den hohen Eisengehalt ankommt. Die weiteren Elemente die in der Bindephase 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 vorhanden sind, sind nicht mehr so wesentlich, es kommen jedoch bevorzugt Nickel mit geringen Anteilen an Kobalt in Frage. Zudem kann der Binder geringe Anteile an Chrom, Aluminium, Molyb- dän, Niob, Zirkon und/oder Bor enthalten. Auch ein vollständiger Ersatz von Nickel durch Kobalt ist denkbar. 



   Die besten Eigenschaften der erfindungsgemässen Hartmetalllegierung werden mit Wolfram- karbid als Hartstoffphase erreicht. Die Verwendung geringer Anteile an anderen Hartstoffen, bei- spielsweise von Titankarbid, Tantalkarbid oder Niobkarbid ist jedoch ebenso möglich, da dadurch die hervorragenden Hochtemperatureigenschaften der erfindungsgemässen Hartmetalllegierung nicht wesentlich verschlechtert werden. 



   Die Herstellung der erfindungsgemässen Hartmetalllegierung erfolgt durch übliche pulvermetal- lurgische Herstellungsverfahren durch Pressen der pulverförmigen Ausgangsmaterialien und anschliessendes Sintern in einem Temperaturbereich von 1. 350 bis 1.450 C. 



   Als besonders vorteilhafte Legierungen haben sich solche mit einer Hartstoffphase im Bereich von 80 bis 90 Gew. % und mit einer Bindephase im Bereich von 10 bis 20 Gew.% herausgestellt. 



   Besonders bewährt hat es sich auch als Ausgangsmaterial für die Hartstoffphase Wolframkar- bid mit einer mittleren Korngrösse im Bereich von 1,5 bis 6 um zu verwenden. 



   Des Weiteren ist es für die Bindephase von Vorteil, wenn neben Eisen noch Nickel und Kobalt vorhanden sind. 



   Eine besonders vorteilhafte Hartmetalllegierung für die erfindungsgemässe Verwendung liegt dann vor, wenn die Bindephase aus 70   Gew.%   Eisen, 20 Gew.% Nickel und 10 Gew.% Kobalt besteht. 



   Besonders bewährt hat sich die erfindungsgemässe Hartmetalllegierung zur Herstellung von Werkzeugen zum Gesenkumformen oder Fliesspressen von Gegenständen aus Stahl, wo in der Regel Umformtemperaturen von mehr als 1.000 C bis etwa 1.200 C zur Anwendung kommen. 



   Im Folgenden wird die Erfindung an Hand eines Herstellungsbeispieles näher beschrieben. 



   Herstellungsbeispiel 
Aus einer erfindungsgemässen Hartmetalllegierung, bestehend aus 88 Gew.% Wolframkarbid mit einer mittleren Komgrösse von 3 um und 12 Gew. % Binder mit 70 Gew. % Eisen, 10 Gew.% Kobalt und 20 Gew.% Nickel wurden plattenförmige Proben 1 mit trapezförmigem Querschnitt von 28 x 6 mm und einer Prismenlänge von 28 mm hergestellt. Dazu wurden die pulverförmigen Aus- gangsmaterialien vermischt und die Pulvermischung auf einer Matrizenpresse bei einem Press- druck von 180 MPa zu den plattenförmigen Rohlingen verpresst. Dann wurden die gepressten Rohlinge durch Fräsbearbeitung auf Endmass gebracht. Anschliessend wurden die Proben bei 1.400 C während 60 Minuten gesintert. Danach erfolgte eine Gasbehandlung mit Wasserstoff bei 900 C während 60 Minuten. 



   Zum Vergleich wurden auf dieselbe Weise Proben aus verschiedenen Hartmetalllegierungen hergestellt, die ausserhalb der erfindungsgemässen Zusammensetzung lagen und zwar:   @   aus einer Hartmetalllegierung, bestehend aus 94 Gew.% Wolframkarbid mit einer mittleren 
Korngrösse von 6   um,   Rest Kobalt als Probe 2   @   aus einer Hartmetalllegierung, bestehend aus 95 Gew.% Wolframkarbid mit einer mittleren 
Korngrösse von   0,8 um,   Rest Kobalt mit 0,8 Gew.

   % Chromzusatz als Probe 3   @   eine Hartmetalllegierung, bestehend aus 94 Gew.% Wolframkarbid mit einer mittleren Korn- grösse von 1,5   um,   Rest Kobalt mit 4 Gew.% Titankarbid und 6 Gew.% Tantalkarbidzusatz als Probe 4   @   eine Hartmetalllegierung, bestehend aus 93 Gew.% Wolframkarbid mit einer mittleren Korn- grösse von 6   um,   Rest Kobalt mit 0,7 Gew.% Chromkarbidzusatz als Probe 5   @   eine Hartmetalllegierung, bestehend aus 97 Gew.% Wolframkarbid mit einer mittleren Korn- grösse von 6   um,   Rest Kobalt mit 0,7 Gew.% Chromkarbidzusatz als Probe 6   @   eine Hartmetalllegierung, bestehend aus 88 Gew.% Wolframkarbid mit einer mittleren Korn- grösse von   3 um,   Rest Kobalt als Probe 7. 



   Zum Nachweis der Eigenschaften der unterschiedlichen Proben wurde der folgende Ver- suchsaufbau ausgeführt: 
Jeweils zwei plattenförmige Proben wurden hintereinander angeordnet, nachdem die Oberflä- che der Proben zuvor geschliffen wurde und in die zweite Platte jeweils eine Stufe von 0,2 mm 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 Höhe eingearbeitet worden war. Am Anfang der ersten Platte ohne Stufe wurde ein induktiv auf 1.150 C erwärmter, zylindrischer Verschleissstab mit 16 mm Durchmesser aus Stahl mit der Zusammensetzung X 55 CrMnNi mit einem Anpressdruck von 2. 700 N aufgesetzt und mit einem Schlittensystem 40 mm über die Oberfläche der hintereinander angeordneten Platten einschliesslich der eingearbeiteten Stufe in einer Vielzahl von Hüben verfahren. Die Schleifriefen der Proben waren dabei senkrecht zur Verfahrrichtung des Verschleissstabes angeordnet. 



   In der Tabelle 1 sind die Auswertungen im Hinblick auf Härte, Zähigkeit und Abrieb des Stahlbolzens der unterschiedlichen Proben zusammengefasst. 



   Tabelle 1 
 EMI3.1 
 
<tb> Probe <SEP> Bindergehalt <SEP> Vickershärte <SEP> Zähigkeit <SEP> StahlbolzenNummer <SEP> Gew. <SEP> % <SEP> HV <SEP> nach <SEP> abrieb
<tb> 
<tb> Palmquist <SEP> mm/2500
<tb> 
<tb> M <SEP> Pam1/2 <SEP> Hüben
<tb> 
<tb> 1 <SEP> 12 <SEP> 1.380 <SEP> 11,3 <SEP> 71
<tb> 
<tb> erfindungsgemäss
<tb> 
<tb> 2 <SEP> 6 <SEP> 1. <SEP> 510 <SEP> 11,5 <SEP> 61
<tb> 
 
 EMI3.2 
 
 EMI3.3 
 
<tb> 3 <SEP> 5 <SEP> 1.990 <SEP> 8,95 <SEP> 64
<tb> 
 
 EMI3.4 
 
 EMI3.5 
 
<tb> 4 <SEP> 6 <SEP> 1. <SEP> 690 <SEP> 9,25 <SEP> 56
<tb> Vergleichslegierung
<tb> 
<tb> 5 <SEP> 7 <SEP> 1. <SEP> 520 <SEP> 9,75 <SEP> 64
<tb> 
<tb> Vergleichslegierung
<tb> 
<tb> 6 <SEP> 3 <SEP> 1. <SEP> 200 <SEP> 7,2 <SEP> 71
<tb> 
<tb> Vergleichslegierung
<tb> 
<tb> 7 <SEP> 12 <SEP> 1.

   <SEP> 090 <SEP> 17 <SEP> 65
<tb> 
<tb> vergleichslegierung
<tb> 
 
Zur weiteren Analyse der Proben wurde mittels EDX-Analyse die Reaktion des jeweiligen Bin- ders mit der Stahllegierung des Verschleissstabes überprüft. Darüber hinaus wurden von den Proben Längsschliffe angefertigt, um die Rissempfindlichkeit der unterschiedlichen Proben am Lichtmikroskop bei 1. 000-facher Vergrösserung zu bewerten. Schliesslich wurden die Proben noch am Rasterelektronenmikroskop untersucht und chemische Analysen vorgenommen. 



   Die erfindungsgemässe Hartmetalllegierung weist im Hinblick auf den hohen Bindergehalt im Vergleich zur Probe 7 eine überraschend hohe Härte auf, welche plastische Deformationen, Rie- fenbildung und Materialaufschweissungen mit ausreichender Sicherheit verhindert. Die Zähigkeit der erfindungsgemässen Legierung ist im Vergleich zu den Differenzproben 2 bis 6 praktisch überall besser, nur in einem Fall etwa gleichwertig. 



   Die erfindungsgemässe Legierung weist also sowohl hinsichtlich Härte als auch hinsichtlich Zä- higkeit ausgezeichnete Werte auf. 



   Bei Prüfung auf Rissempfindlichkeit waren bei der erfindungsgemässen Hartmetalllegierung nur oberflächlich geringe Ausbrüche in Form von flachen Schollen bis zu einer Tiefe von maximal 20 um zu sehen. Bei allen übrigen Proben reichten die Schädigungen bis in einen Tiefenbereich von 40 um bis 100 um, teilweise sogar darüber hinaus. 



   Die Untersuchungen im Rasterelektronenmikroskop und chemischen Analysen ergaben, dass im Binder der erfindungsgemässen Hartmetalllegierung auch unmittelbar an der Oberfläche keine Spuren von Stahl nachzuweisen waren. Es fand beim Verfahren des Stahlbolzens auf der Oberfläche der Proben also keinerlei Diffusion von Stahl in den Binder statt. Damit ist eine vorteilhafte Verwendung der erfindungsgemässen Hartmetalllegierung auch bei Umformwerkzeugen, die ohne Schmiermittel arbeiten, möglich.

Claims (6)

  1. ANSPRÜCHE : 1. Verwendung einer Hartmetalllegierung mit 75 bis 95 Gew.% Hartstoffphase aus im we- sentlichen Wolframkarbid und 5 bis 25 Gew. % Bindephase, die zu 60 bis 80 Gew. % aus Eisen besteht, für Werkzeuge zur Umformung bei Umformtemperaturen von mehr als 600 C.
  2. 2. Verwendung einer Hartmetalllegierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hartstoffphase aus 80 bis 90 Gew. % und die Bindephase aus 10 bis 20 Gew. % be- steht.
  3. 3. Verwendung einer Hartmetalllegierung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich- net, dass als Ausgangsmaterial für die Hartstoffphase Wolframkarbid mit einer mittleren Komgrösse im Bereich von 1,5 bis 6 um verwendet wird.
  4. 4. Verwendung einer Hartmetalllegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Rest der Bindephase aus Nickel und Kobalt besteht.
  5. 5. Verwendung einer Hartmetalllegierung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bindephase aus 70 Gew. % Eisen, 20 Gew.% Nickel und 10 Gew.% Kobalt besteht.
  6. 6. Verwendung einer Hartmetalllegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 für ein Werk- zeug zum Gesenkumformen oder Fliesspressen von Gegenständen aus Stahl.
    KEINE ZEICHNUNG
AT0091103U 2003-12-22 2003-12-22 Verwendung einer hartmetalllegierung für werkzeuge AT7056U1 (de)

Priority Applications (5)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT0091103U AT7056U1 (de) 2003-12-22 2003-12-22 Verwendung einer hartmetalllegierung für werkzeuge
EP04029954A EP1548137B1 (de) 2003-12-22 2004-12-17 Verwendung einer Hartmetalllegierung für Werkzeuge
AT04029954T ATE353376T1 (de) 2003-12-22 2004-12-17 Verwendung einer hartmetalllegierung für werkzeuge
PL04029954T PL1548137T3 (pl) 2003-12-22 2004-12-17 Zastosowanie stopu twardego lanego do narzędzi
DE502004002851T DE502004002851D1 (de) 2003-12-22 2004-12-17 Verwendung einer Hartmetalllegierung für Werkzeuge

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT0091103U AT7056U1 (de) 2003-12-22 2003-12-22 Verwendung einer hartmetalllegierung für werkzeuge

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT7056U1 true AT7056U1 (de) 2004-09-27

Family

ID=32686580

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT0091103U AT7056U1 (de) 2003-12-22 2003-12-22 Verwendung einer hartmetalllegierung für werkzeuge
AT04029954T ATE353376T1 (de) 2003-12-22 2004-12-17 Verwendung einer hartmetalllegierung für werkzeuge

Family Applications After (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT04029954T ATE353376T1 (de) 2003-12-22 2004-12-17 Verwendung einer hartmetalllegierung für werkzeuge

Country Status (4)

Country Link
EP (1) EP1548137B1 (de)
AT (2) AT7056U1 (de)
DE (1) DE502004002851D1 (de)
PL (1) PL1548137T3 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2013178467A1 (de) * 2012-05-30 2013-12-05 Betek Gmbh & Co. Kg VERSCHLEIßSCHUTZELEMENT

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT16369U1 (de) * 2018-03-12 2019-07-15 Ceratizit Austria Gmbh Verfahren zur Herstellung eines sintergefügten Verbundkörpers
AT522605B1 (de) * 2019-05-23 2021-02-15 Boehlerit Gmbh & Co Kg Hartmetalleinsatz

Family Cites Families (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3746519A (en) * 1970-02-18 1973-07-17 Sumitomo Electric Industries High strength metal bonded tungsten carbide base composites
JPS5075511A (de) * 1973-11-09 1975-06-20
US4339272A (en) * 1979-06-29 1982-07-13 National Research Development Corporation Tungsten carbide-based hard metals
DE3264742D1 (en) * 1981-04-06 1985-08-22 Mitsubishi Metal Corp Tungsten carbide-base hard alloy for hot-working apparatus members
ZA818744B (en) * 1982-02-01 1982-12-30 Gec Cemented carbide compositions
US4698884A (en) * 1983-03-28 1987-10-13 Kennametal Inc. Roll for hot forming steel rod
JPS61194147A (ja) * 1985-02-22 1986-08-28 Hitachi Metals Ltd 超硬合金
SE517473C2 (sv) * 1996-07-19 2002-06-11 Sandvik Ab Vals för varmvalsning med beständighet mot termiska sprickor och förslitning

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2013178467A1 (de) * 2012-05-30 2013-12-05 Betek Gmbh & Co. Kg VERSCHLEIßSCHUTZELEMENT

Also Published As

Publication number Publication date
EP1548137A1 (de) 2005-06-29
EP1548137B1 (de) 2007-02-07
PL1548137T3 (pl) 2007-07-31
DE502004002851D1 (de) 2007-03-22
ATE353376T1 (de) 2007-02-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3016971C2 (de)
DE2407410B2 (de) Karbidhartmetall mit ausscheidungshärtbarer metallischer Matrix
EP3448603A1 (de) Hartmetall mit zähigkeitssteigerndem gefüge
DE69803332T2 (de) Hartmolybdänlegierung, verschliessfeste Legierung und Verfahren zu ihrer Herstellung
EP3409801B1 (de) Pulvermetallurgisch hergestellter, hartstoffpartikel enthaltender verbundwerkstoff, verwendung eines verbundwerkstoffs und verfahren zur herstellung eines bauteils aus einem verbundwerkstoff
DE1298293B (de) Hochverschleissfeste, bearbeitbare und haertbare Sinterstahllegierung und Verfahren zu deren Herstellung
DE2009696A1 (de) Durch intermetallische Verbindungen verbundene Massen aus Aluminiumoxid und metallischer Verbindung
WO2008006801A1 (de) Metallische pulvermischungen
DE2401849A1 (de) Verfahren zum herstellen von verformten gegenstaenden aus einer dispersionsverfestigten legierung
AT517894B1 (de) Rührreibschweißwerkzeug
DE2352620B2 (de) Pulvermetallurgisch hergestelltes Schnellarbeitsstahlerzeugnis mit hoher Härte und Zähigkeit
DE2652392A1 (de) Sinterhartmetall und verfahren zu seiner herstellung
EP0214679A1 (de) Korrosionsfeste Hartmetall-Legierung
EP1548137B1 (de) Verwendung einer Hartmetalllegierung für Werkzeuge
DE3529265C2 (de)
EP1471160A1 (de) Kaltarbeitsstahl-Gegenstand
DE102010010321A1 (de) Heißisostatisch gepresster Verbundkörper, Verfahren zu seiner Herstellung sowie dessen Verwendung
DE1210195B (de) Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern aus Karbiden oder Mischkarbiden von Vanadium, Niob und Tantal
DE1026068B (de) Verfahren zur Herstellung eines Polyamidformkoerpers
CH692201A5 (de) Kobalt-Bindemetall-Legierung für Hartmetall-Werkzeuge, sowie Hartmetall-Werkzeuge mit dieser Legierung
DE3025533C1 (de) Verfahren zum Verbundsintern
EP0719349A1 (de) Verfahren zur erzeugung einer pulvermischung und deren verwendung
DE3519710C2 (de)
DE4438464A1 (de) Praktisch porenfreie Sinterkörper auf Basis von Siliciumcarbid enthaltend grobkörnigen Graphit
DE2115999A1 (de) Verfahren zur Herstellung von gesintertem Hartmetall

Legal Events

Date Code Title Description
MK07 Expiry

Effective date: 20131231