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Die Stromabnehmerrolle wird durch ein Speichsnrad o aus säurefester Bronze gebildet, dessen Umfangfläche so schmal ist, dass der Querschnitt des Plattierguts gerade noch Platz findet. Auf die Nabe der Rolle a ist von beiden Seiten je eine Blendscheibe baus nichtleitendem und von der Badflüssigkeit nicht angreifbarem Material aufgesetzt. Die Blendscheiben haben auf der Innenseite eine Ausdrehung, welche den Kranz der Rolle a flüssigkeitsdicht umfasst, so dass noch ein Teil der Umfangfläche der Rollen gegen das Bad abgedeckt wird. Beide Blendscheiben b stehen einander so nahe gegenüber, dass der Spalt am Rande den Querschnitt des Plattiergutes gerade frei durchlässt.
Damit die Bindestellen anstandslos über die Rollen laufen, ist das Verhältnis der Durchmesser der Rolle a und der Blendscheiben b so gewählt, dass der Blendscheibenumfang die Drahtrichtung noch unter einem so spitzen Winkel schneidet, dass selbst im Falle des Einstechens von Spitzen und Kanten, die die Bindestellen etwa aufweisen können, ohne zu grossen Kraftaufwand ein glattes Weitcrdrehen der Rolle erhalten wird, wodurch die Bindestelle über den äusseren Umfang der Blendscheiben weggehoben wird. Damit hiebei die Bindestelle nicht seitlich abgleiten
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nach dem Durchgang der Bindestelle von neuem Kontakt macht, ist die Umfangfläche beider Blendscheiben b nach innen abgeschrägt, so dass sie zusammen eine konische Rille bilden, auf deren Höhe durch die Bindestelle selbst der Draht angehoben wird.
Ebenso senkt sich dann der Draht wieder auf die Kontaktfläche, nachdem die Bindestelle vorbeigelaufen ist. An den Innenseiten der Blendscheiben b sind Haken oder Knacken c eingeschraubt, welche die Speichen der Stromabnehmerrollen a umfassen und in der gezeichneten Betriebsstellung die Blendscheiben mit den Rollen a fest verankern. Diese Befestigungsweise hat einerseits den Vorzug, dass keine
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die Blendscheiben abzunehmen, ohne dass hiezu irgend ein Werkzeug erforderlich wäre. Zu diesem Zweck braucht man nur die Blendscheibe gegenüber der Rolle im Sinne des Uhrzeigers nach Fig. 1 zu drehen, bis die Haken c von den Speichen der Rolle a abgleiten und kann sie dann axial abziehen. Durch Bronzeringe d, die am inneren Umfange der Blendscheiben eingepresst sind, wird eine gute Führung der Rolle gesichert.
In manchen Fällen genügt es, die Bronzeringe d über die ganze Dicke der Blendscheiben durchzuführen, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist, und alsdann die Blendscheibe ohne jede weitere Befestigung auf die Nabe der Stromabnehmerrolle a aufzustecken.
Die Nabe läuft auf einem Bolzen, der von einer Gabel e aus Metall getragau wird. Ein Schenkel der Gabel e ist geschlitzt, so dass er um einen Bolzen 'aufgeklappt werden kann, um die Rollen bequem aufstecken oder abziehen zu können. Der andere Schenkel p der Gabel e ist starr und ist mit einen) Zapfen versehen, welcher mit Hilfe einer Klemmschraube h in einer stromführenden
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in der gezeichneten Stellung gesperrt. Das Glenkt hat also die Wirkung, dass die Rolle a frei aufwärtsklappen kann, wenn z. B. eine ungewöhnlich sperrige Bindestelle durchgezogen wird, aber beim normalen Durchgang des Plattiergutes durch die Schwere in der gezeichneten Stellung gehalten wird.
Sollen die Strpmabnehmerroll@n aus dem Galvanisierbade entfernt werden, so
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aufklappbaren Schenkel um den Bolzen f und die Blendscheibe b et was zurück. Die Stromabnehmerrolle a ist dann vollständig frei.
In den Fig. 5 und 6 ist l der Badbehälter, M ! die gebräuchlichen ausserhalb angebrachten stromableitenden Rollen, n deren metallene Wellen, durch welche der Strom zu der Dynamomaschine zurückgeleitet wird. Durch nichtleitende in die Badflüssigkeit tauchende Rollen o werden die Drähte r ein- und ausgeführt und laufen ziwschen den Anoden q hindurch. Den Anoden q
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Drähte r von unten an die Stromabnehmer a gedrückt,.
Durch die beschriebene Konstruktion der Stromabnehmer wird die Bildung eines Niederschlages fast vollständig verhindert, so dass selbst unter den ungünstigsten Verhältnissen, also Laufenlassen der stromleitenden Rollen a zwischen den Anoden, ohne dass überhaupt ein Draht darauf liegt, neben solchen Rollen, welche Draht führen, sich noch kein nennenswerter Metallniederschlag auf den Laufflächen der Rollen absetzt. Weiter vermindern sich die Unkosten durch Fortfall des öfteren Auswechselns und Ausbesserns der Rollen und der dadurch verursachten Betriebsstörungen sowie durch Ersparnisse an Isoliermaterial.
Die Verletzung des Niederschlages auf den Drähten durch Funkenbildung wird fast vollständig vermieden, da eine Stromunterbrechung und somit Funkenbildung nur beim Durchlaufen der Bindestellen auftritt, wo eine Brand, stelle nicht in Betracht kommt, da diese Stellen sowieso nicht verarbeitet werden können.
Eine Beschädigung der Blendscheiben b ist durch ihre Form ausgeschlossen. Ebenso kann der Draht r nicht hängen bleiben und reissen.
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Ein weiterer grosser Vorteil der Erfindung besteht darin, dass bei Anwendung der beschriebenen Stromabnehmerrollen und bei der bisher gebräuchlichen Badspannung bedeutend höhere Stromdichten zugelassen werden können, als bisher möglich war, so dass bei gleich hoher Metallauflage wesentlich höhere Durchgangsgeschwindigkeiten oder unter Beibehaltung der bisher gebräuchlichen Durchgangsgeschwindigkeiten bedeutend höhere Metallauflagen erzielt werden. Dementsprechend kann man auch bei gleicher Produktion die erforderliche Länge der Anlage wesentlich herabsetzen PATENT-ANSPRÜCHE :
1.
Stromabnehmerrolle zum Galvanisieren von bewegten Drähten, Bändern oder dgl., dadurch gekennzeichnet, dass eine Rolle, deren Umfangsfläche nur wenig breiter ist als der Querschnitt des Plattierungsgutes, beiderseits mit Blendscheiben verkleidet ist, deren Durchmesser wesentlich grösser ist als der Durchmesser der Rolle.