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Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von Wasser.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren, bei dem ein chemisches Agens in fliessendes Wasser zwecks Reinigung oder sonstiger Behandlung desselben eingeführt wird. Das Verfahren soll hauptsächlich zur Reinigung des einer Stadt durch eine Wasserleitung zugeführten Wassers dienen ;
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Behandlung von Sielvässern und dem Ausfluss von Sielwasser-Reinigungsanlagen geeignet.
Gewöhnlich ist das chemische Agens flüssig oder gasförmig. Die Schwierigkeit, welcher die Erfindung begegnen soli, besteht darin, dass die Strömung in einer Wasserleitung häufigen Schwankungen unterworfen ist, wohingegen die chemische Behandlung die Einführung des Reinigungsmittels in einem gewissen, festgesetzten Verhältnis erheischt, d. h. für jede Million Liter oder eine andere festgesetzte Menge des fliessenden Wassers soll eine gewisse Gewichtsmenge des chemischen Agens eingeführt werden. Ist das chemische Agens gasförmig, so ist die Schwierigkeit sehr beträchtlich.
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ab ; die Grösse des Gewichtes pro Zeiteinheit hängt auch von der Dichtigkeit des Gases (d. i. dessen Druck und Temperatur) ab.
Aus diesen Gründen kann das Strömen des Gases in einer vorbestimmten Gewichtsmenge durch Anoralnetl einer festgesetzten Öffnung oder Leitung nicht erzielt werden. Die Strömung des Wassers durch Jus Hauptrohr ist bedeutenden Schwankungen unterworfen, und ebenso dessen Druck, und die in einer gegebenen Zeit zu liefernde Gasmenge ändert sich in Übereinstimmung mit der durchstromenden Menge bzw. Strömungsgeschwindigkeit.
Die Erfindung besteht in einem Verfahren, durch welches eine gewünschte oder vorher bestimmte Gasmenge im Verhältnis zu dem Volumen des durch das Hauptrohr zu beliebiger Zeit fliessenden Wassers, unabhängig vom Druck oder der Temperatur des Gases und dem dem Gaseintritt entgegenwirkenden Druck in das Wasser eingeführt wird.
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Gases hervorgerufene Bewegung zusammen, um den Zutritt von Gas in das Wasser zu regeln.
In praktischer Verwendung wird zunächst-welches immer das chemische Agens sein mag-ein bestimmtes Verhältnis (z. B. so und so viele Kilogramm von Chemikalien pro eine
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Das chemische Agens kann flüssig, gas-oder pulverförmig sein.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 eine Ausführungsform einer vollständigen, zur Ausübung des Verfahrens dienenden Anlage und in Fig. 2 eine abweichende Ausführungsform einer durch
Schwankungen des Gewichtsverlustes der Vorratsstelle betätigten Vorriohtung.
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w ist das Wasserleitungsrohr bzw. Hauptrohr, b ist die Flasche, welche das in flüssige Form überführte Chlorgas enthält.
Mit dem Hauptrohr w wirkt zusammen ein Strömungsanzeiger oder Messer m ; die Schwankungen in dessen Stellungen versetzen eine Sangle 10 in Bewegung, weiche-gemäss den eingezeichneten Pfeilen - hin und her gleitet ; die Lage der Stange ändert sich demgemäss entsprechend der Geschwindigkeit bzw. Menge des hindurchströmenden Mittels. Die Lagen- änderung kann auf einer Skala 80 ablesbar sein. Die Stange 10 ist mittels 11 mit einem langen Getriebe 12 verbunden, auf dessen Welle ein Reibrad 13 angeordnet ist. Das letztere wirkt mit einer Reibscheibe 14 Zl1sammu, die auf einer Welle 15 sitzt und deren Antrieb, zweckmässig mit konstanter Geschwindigkeit, von einer Kraftquelle aus, z. B. einem Motor 16 mittels Kegelräder 17, 18 erfolgt.
Auf der Welle 15 sitzt ferner eine Friktionsscheibe 19, die demnach'mit gleicher Geschwindigkeit wie die Scheibe 14 umläuft. Die Scheibe 19 treibt ein
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Lage zu jeder Zeit der in der Zeiteinheit durchtretenden Gewichtsmenge des Gases entspricht, was auf einer Skala 81 ersichtlich gemacht werden kann.
Die Betätigung der Stange kann z. B. mittels einer zum Wägen des Gasbehälters dienenden Vorrichtung in nachbeschriebener Weise erfolgen. Die Stange 71 ist mit Zähnen 75 versehen, welche in ein Zahnrad 74 eingreifen, das starr auf einem Wellenstummel sitzt, auf dem auch ein Schneckenrad 73 befestigt ist, das mit einer von einem Motor d in beiden Richtungen antreibbaren Schnecke 76 in Eingriff steht ; der Motor o ! kann beispielsweise ein Elektromotor sein, dessen Ankerwicklung von einer Stromquelle c aus konstant erregt ist und dessen Feldbewicklung zwei einander entgegenwirkende Spulen 61 und 62 aufweist.
Der Gasbehälter, Flasche b wird zwecks Wägbarkeit in einen hohlen Schwimmerf eingesetzt, der in einem Wasser enthaltenden Behälter e schwimmt. Mittels eines biegsammen rohres h ist die Flasche b an ein Gasventil g angeschlossen, das einen schieber 30 enthält, welcher die Mündung
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Schiebers 30 erfolgt mittels einer Gleitstange 29 in nachbeachri ebener Weise.
Entweicht das Gas aus der Flasche b und sinkt hiedurch das Gewicht der letzteren ; so
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Stange 71. Dies erfolgt in der Weise, dass durch den Schwimmer die Laufrichtung des : Motors d geregelt wird. Zu diesem Behufe trägt der Schwimmer (vermittelst einer Stange 51) einen elektrischen Kontakt 52, der bei 53 von der Stange isoliert ist und zwischen Kontakten 54, 55 spielt.
Die letzteren sind auf einem langsam aufwärtswandernden Träger H angeordnet, der mit ver- änderbarer Geschwindigkeit vom Reibratl 20 angetrif'b 'n wird.
Die Übersetzung erfolgt, hiebei durch ein Getriebe 21, Vorgelege 40 bis Einschliesslich 46
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Leitungen 60, 63, 64 und 65 in aus der Zeichnung ersichtlicher Weise verbunden.
Die Ventilstange 29 trägt ein Schneckenrad 28, in welches Schnecken 24, 25 eingreifen, die in entgegengesetzten Richtungen (wie durch Pfeile angedeutet) gedreht werden und von den Reibrädern 20, 13 mittels Zwischengetriebc 21, 22,23 bzw. 12, 27, 26 den Antrieb erhalten.
Laufen diese Schnecken in gleichem Verhältnis (ohne Rücksicht auf ihre tatsächliche Geschwindigkeit), so läuft das Rad 28 lose, ohne die Stange 29 in Bewegung zu setzen. Läuft hingegen entweder die Schnecke 24 oder die Schnecke 25 schneller oder langsamer als die andere, so wird mittels der schneller laufenden Schnecke die Stange 29 in der einen oder anderen Richtung bewegt und öffnet oder schliesst dementsprechend das Ventil.
Zwecks Aufhellung der Arbeitsweise sei zunächst angenommen, dass normale Arbeits-
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in vorbestimmtem Verhältnis in die Leitung w eingeführt wird, so dass zwischen der Strömung des Wassers und des Gases (oder eines anderen chemischen Äquivalentes) ein bestimmtes Verhältnis besteht. Eine Änderung der Menge bzw. Geschwindigkeit des durchströmenden Wassers in der Leitung 10 bewirkt eine Änderung der Lage der Stange 10 ; nimmt die Strömung ab. so
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Hiedurch wird die Grösse der Bewegung des Reibrades 13 vermindert, was einen Unterschied in der relativen Geschwindigkeit der Schnecken 24 und 25 zur Folge hat ; die Schnecke 24 läuft
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Bei dem soweit beschriebenen Verfahren wurde angenommen, dass die Auiwärtabewegungen des Trägers it und des am Schwimmer f befestigten Kontaktes 52 im gleichen Masse erfolgen, so dass die in der Zeichnung veranschaulichte relative Lagg, gemäss welcher der Kontakt 52 ausser
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Kontakt 55 ; hiedurch erfolgt eine Drehung des Ankers des Motors d und der Schnecke 76 in solcher Richtung, dass die Gleitstange 71 nach links sich bewegt und das Reibrad 20 mit der Reibscheibe 19 an einer näher der Mitte gelegenen Stelle in Eingriff gebracht wird ; dies verzögert das Mass der Drehung der vertikalen Welle 47 ; es erfolgt eine Trennung der Kontakte 52 und 55. Gelangt der Kontakt an den Kontakt 54, so ist Strom durch 52, 54, 60, 61, 63, x und 65 geschlossen.
Dies bewirkt eine Drehung des Ankers des Elektromotors d im entgegengesetzten Sinne, so dass die Geschwindigkeit des Rades 20 wächst. Mit anderen Worten, es ist eine Art von oszillierender Bewegung insolange vorhanden, bis das Gleichgewicht wieder hergestellt ist.
Das richtige Arbeiten der Vorrichtung hängt von dem Mass des Gewichtsverlustes des abgeführten Chlorgases ab. Die Gasflasche b enthält das Chlorgas in einer flüssigen Form. Die üblichen im Verkehr befindlichen Flaschen enthalten zirka 45 kg des flüssigen Gases. Die Flasche b wird in einem hohlen Schwimmer f von gleichmässigem Querschnitt untergebracht ; entströmt der Flasche b das Gas, so steigt der Schwimmer/im Verhältnis zum Gewicht des ausgeströmten Gases. Ist der Querschnitt des Schwimmers ungefähr = 300 cm2, so steigt der Schwimmer um ungefähr 13 m pro jedes halbe Kilogramm des ausgetretenen Gases und die gesamte Steigung des Schwimmers nach Abströmen des ganzen Gases ist ungefähr 122 cm.
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Substanzen enthaltenden Quelle, d. i. der Flasche b mittels Federn s.
Bei Verwendung einer Skala, welcht die Änderungen im Gewichtsverluste der Läeferungsquelle sichtbar macht, kann
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aus Fig. 1 ersichtlichen Weise vorgesehen sein.
Die Erfindung gestattet Abänderungen im weiten Bereich, ohne dass vom Wesen der Erfindung abgewichen würde.
Unwesentlich ist für die Erfindung, ob die strömende Flüssigkeit aus Wasser oder Siel- wässern besteht und weicher Art das mit dieser Flüssigkeit zusammenwirkende chemische Agen ist.
PATENT-ANSPRÜCHE:
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geführt, wird.