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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum
Montieren einer verschwenkbaren Türe an einem Rahmen bzw. Grund- körper bzw. an einem insbesondere im wesentlichen nach Anbringen der Türe allseitig geschlossenen Behälter, beispielsweise einem
Postkasten bzw. Postfach, wobei die Türe an einer Seitenkante schwenkbar an dem Rahmen bzw. Behälter über eine Schwenkachse an- gelenkt wird und insbesondere an einer gegenüberliegenden Seite über ein Verriegelungselement, insbesondere ein Schloss, mit dem Rahmen bzw. Behälter verriegelt wird. Die Erfindung bezieht sich weiters auf einen Behälter, insbesondere Postkasten bzw.
Postfach, welcher einen von im wesentlichen ebenen, plattenförmigen Elemen- ten begrenzten Grundkörper aufweist, welcher mit einer verschwenk- bar angelenkten Türe verschliessbar ist, wobei die Türe an einer Seitenkante über eine Schwenkachse an dem Grundkörper bzw. einem Rahmen des Gehäuses angelenkt ist und insbesondere an einer gegen- überliegenden Seite über ein Verriegelungselement, insbesondere ein Schloss, mit dem Grundkörper bzw. Rahmen des Behälters verrie- gelbar ist, sowie auf eine eine Mehrzahl von derartigen Behältern aufweisende Postfachanlage.
In grösseren Wohnhäusern bzw. an der Aussenfront von grösseren Wohnhäusern ist es üblich, Postfach- bzw. Brieffachanlagen anzu- bringen, in welchen in einem Grundkörper der Postfachanlage eine Mehrzahl von einzelnen, getrennten Postfächern angeordnet ist, wo- bei die gesamte Postfachanlage bzw. grössere Teile derselben durch eine gemeinsame, grössere Zugangstüre für autorisierte Postvertei- lungsunternehmen zugänglich ist bzw. sind und die einzelnen Post- fächer jeweils gesondert über gesonderte Entnahmetüren durch den bzw. die Inhaber des jeweiligen Postfachs zugänglich sind. Der- artige Anlagen sind sowohl mit Postfächern bekannt, bei welchen die im Wesentlichen quaderförmigen Postfächer mit ihrer grösseren Länge horizontal angeordnet eingebaut sind, als auch mit Postfä- chern, bei welchen ihre grössere Länge senkrecht angeordnet ist.
Im Zuge von Harmonisierungsbestrebungen der Europäischen Union wurde nunmehr beschlossen, dass eine Postverteilung nicht nur
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gesondert autorisierten Unternehmen, wie der Post, gestattet sein soll, sondern dass auch Dritte bzw. alternative Anbieter spezielle
Poststücke zustellen dürfen und derartige Poststücke auch in die Postfächer einwerfen dürfen bzw. müssen oder dem Empfänger über sein ihm gehörendes Postfach zustellen dürfen, wobei bei einer derartigen Zustellung die Sicherheit gegeben sein muss, dass jeg- liche Poststücke nicht bzw. nur äusserst schwer widerrechtlich aus den jeweiligen Postfächern entnommen werden können.
Im Zusammenhang mit einem zur Umsetzung der obengenannten Be- stimmungen der Europäischen Union vorzunehmenden Tausch bzw. Er- satz oder Umbau von bestehenden Brief- bzw. Postfachanlagen ergibt sich zunehmend das Problem, dass Postfächer bzw. Brieffächer je- weils mit speziellen Schlössern versehen sind, wobei diese Schlös- ser beispielsweise durch Schlüssel betätigbar sind, welche nicht nur das jeweilige Postfach sperren sollen, sondern nach Art eines Gruppenschlüssels auch beispielsweise für eine Wohnung, Gemein- schaftsräume oder Kellerabteile einer grösseren Wohnanlage etc. eingesetzt werden.
Nach einer vorzunehmenden Umrüstung von be- stehenden Postfachanlagen werden gemeinsame bzw. zentrale, grössere Zugangstüren für autorisierte Postverteilungsunternehmen nicht mehr vorgesehen sein, so dass jedes Postfach einen in sich ge- schlossenen bzw. abschliessbaren Behälter ausbildet und auch nicht von autorisierten Postunternehmen beispielsweise eine Mehrzahl von derartigen Postfächern gleichzeitig geöffnet werden kann. Derart müssen derartige neue Postfächer einen entsprechenden Einwurf- schlitz an der Tür aufweisen, um ohne Öffnen des Postfachs, wie dies bei derzeitigen Anlagen der Fall ist, zuzustellende Post- stücke in das Postfach einwerfen bzw. einbringen zu können.
Bei einer Umrüstung bzw. einem Ersatz bestehender Postfachan- lagen wird es somit erforderlich sein, anstelle bestehender Anla- gen, welche über einen Zentralschlüssel autorisierter Postunter- nehmen geöffnet werden können, so dass ein Zutritt zum Inneren sämtlicher Postfächer und dadurch ein Ausbau beispielsweise von Schlössern, welche weiter zu verwenden sind, möglich wird, in wei-
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terer Folge jeweils voneinander getrennte Postfächer gegebenen- falls in einem Verbund bzw. gemeinsamen Rahmen zu montieren, wobei sichergestellt werden muss, dass nach der Umrüstung mit den ur- sprünglich vorgesehenen Schlüsseln einzelner Wohnungsbesitzer bzw.
Parteien wiederum ein Zutritt zu dem jeweiligen Postfach möglich ist. Hiebei ist weiters davon auszugehen, dass üblicherweise nicht nur bestehende Schlösser weiterverwendet werden sollen, sondern dass während einer derartigen Umrüstung die überwiegende Mehrzahl von Wohnungsbesitzern nicht anwesend ist, so dass auch die für ein Versperren der Schlösser nach einem Einbau erforderlichen Schlüs- sel nicht verfügbar sind, da derartige Schlüssel beispielsweise aufgrund ihrer auch Zutritt zu anderen Räumlichkeiten ermöglichen- den Sperrfunktion an Montageunternehmen nicht ausgehändigt werden, ohne dass die jeweiligen Wohnungsbesitzer anwesend wären.
Es ist jedoch bekannt, dass Schlösser, beispielsweise Zylin- derschlösser, üblicherweise zwei Lagen, eine offene Stellung und eine Schliessstellung, aufweisen, wobei eine Montage derart erfol- gen muss, dass nach Festlegung des Verriegelungsglieds bzw. Schlos- ses an einer Türe diese ohne Schlüssel von aussen nicht mehr ver- sperrt und/oder geöffnet werden kann.
Die vorliegende Erfindung zielt somit darauf ab, ein Verfah- ren zur Verfügung zu stellen, um eine schwenkbare Türe an einem Rahmen bzw. Grundkörper bzw. allseitig geschlossenen Behälter, beispielsweise einem Postkasten oder Postfach, derart montieren zu können, dass bei Verwendung und Anordnung eines bestehenden Schlos- ses ein ordnungsgemässer Ausbau eines derartigen Schlosses aus einer bestehenden Anlage und nachträglicher Einbau in ein neues Postfach möglich wird und das zugehörige Postfach bzw. der Behäl- ter in einem ordnungsgemäss verschlossenen Zustand zurückgelassen werden kann, ohne Zugriff auf einen Schlüssel für das Verriege- lungselement, insbesondere Schloss, zu besitzen. Die Erfindung zielt weiters auf die Bereitstellung eines entsprechenden Behäl- ters, insbesondere eines Postkastens bzw. Postfachs, ab, mit wel- chem ein derartiges Montieren bzw.
Verschliessen gelingt.
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Zur Lösung der obengenannten Aufgaben ist ein Verfahren der eingangs genannten Art im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass die Türe mit dem in einer Verriegelungsposition befindlichen Ver- riegelungselement an dem Rahmen bzw. Behälter angeordnet bzw. mit diesem in Eingriff gebracht wird, worauf an der gegenüberliegenden Seitenkante ein die Schwenkachse definierendes Element zwischen der Türe und dem Rahmen bzw. Behälter insbesondere im Wesentlichen unlösbar angeordnet bzw. festgelegt wird. Dadurch, dass erfindungs- gemäss im Gegensatz zu einem üblichen Montageverfahren eines Tür- elements bzw. einer Klappe an einem Rahmen bzw. Grundkörper oder auch Behälter die Türe zuerst mit einem in der Verriegelungsposi- tion befindlichen Verriegelungselement an dem Rahmen bzw.
Behälter angeordnet bzw. mit einem komplementären Verriegelungselement in Eingriff gebracht wird und nachträglich ein die Schwenkachse defi- nierendes Element zwischen der Tür und dem Rahmen insbesondere un- lösbar angeordnet bzw. festgelegt wird, gelingt es, nach einem Öffnen einer bestehenden Postfachanlage über einen Zentralschlüs- sel, welcher einen Zutritt zu den einzelnen Postfächern von innen und somit auch zu den Verriegelungselementen, insbesondere Schlös- sern, erlaubt, jeweils ein Schloss aus einer bestehenden Türe eines Postfachs auszubauen, dieses nachfolgend an der Türe des neuen Postfachs zu montieren und in eine Schliessstellung von der Innen- seite des neuen Postfachs zu bringen, worauf das Verriegelungsele- ment in Eingriff mit dem zugehörigen Rahmenteil gebracht wird und erst nachfolgend die Schwenkachse montiert bzw. ausgebildet wird.
Durch ein im wesentlichen unlösbares Anordnen eines die Schwenk- achse definierenden Elements nach erfolgtem Einrasten bzw. Verrie- geln des Verriegelungselements wird durch das Einbringen des die Schwenkachse definierenden Elements unmittelbar die Türe an dem Rahmen bzw. Grundkörper festgelegt und verriegelt. Nach einer der- artigen Montage ist es somit in weiterer Folge lediglich für den Besitzer des Schlüssels für das Verriegelungselement bzw. das Schloss möglich, die Türe zu seinem eigenen Postfach wiederum zu öffnen, so dass selbst bei Nichtverfügbarkeit des Schlüssels für
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ein Verriegelungselement bzw. Schloss einer derartigen Türe bei einem Umbau und Nichtanwesenheit eines entsprechenden Wohnungsbe- sitzers ein unversperrtes Zurückbleiben bzw. Zurücklassen insbe- sondere eines Postfachs nicht befürchtet werden muss.
Dies ist ins- besondere von Bedeutung, da zu keinem Zeitpunkt beispielsweise nach einer Umrüstung bzw. Montage derartiger Postfachanlagen im Verlauf eines Tags jeweils gegen Ende des Tagsein derartiges neues Postfach unversperrt und somit für jeden Dritten gegebenenfalls auch für einen längeren Zeitraum zugänglich zurückgelassen werden darf.
Für eine besonders einfache und zeitsparende Montage bzw. Um- rüstung einer verschwenkbaren Tür an einem Rahmen bzw. Grundkörper oder Behälter, insbesondere Postkasten bzw. Postfach, wird gemäss einer bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, dass das die Schwenkachse definierende Element zwischen Scharniergliedern des Rahmens bzw. Behälters und/oder der Türe aufgenommen wird. Ein derartiges die Schwenkachse definierendes Element kann zwischen vorbereiteten Scharniergliedern bzw.-elementen an der Tür als auch an dem Rahmen bzw. Grundkörper oder Behälter in einfacher Weise eingesetzt werden, so dass der Arbeitsaufwand für eine Mon- tage einer derartigen Tür in einem verschlossenen Zustand entspre- chend verringert wird.
Für eine im Wesentlichen unlösbare Festlegung des eine Schwenkachse definierenden Elements wird gemäss einer weiters be- vorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, dass das eine Schwenkachse definierende Element nach einem Einbringen zwischen die Türe und den Behälter bzw. Rahmen vernietet wird. Ein derartiges Vernieten kann mit einfachen und einfach handhabbaren Werkzeugen rasch und zuverlässig durchgeführt werden, so dass nicht befürchtet werden muss, dass im Sinne einer zum Montagevorgang entgegengesetzten Betä- tigung nach einer Montage das die Schwenkachse definierende Ele- ment wieder von der Türe gelöst bzw. entfernt wird.
Gemäss einer abgewandelten Ausführungsform wird vorgeschlagen, dass das eine Schwenkachse definierende Element über eine in der
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Türe vorgesehene Öffnung an dem Rahmen bzw. Behälter über ein- bringbare Festlegungselemente festgelegt wird. Ein derartiges Ein- bringen von Festlegungselementen über eine in der Türe vorgesehene Öffnung, welche im Fall eines Postfachs zum Einwerfen bzw. Ein- bringen von Poststücken dient, ist in einfacher Weise ebenfalls eine Möglichkeit, um das erfindungsgemäss vorgeschlagene Verfahren im Hinblick auf eine Montage einer Türe in versperrtem Zustand ohne Bereitstellen eines Schlüssels zu ermöglichen.
Wie oben bereits angedeutet, ist bei Postfachanlagen davon auszugehen, dass im Wesentlichen eine Mehrzahl von derartigen Post- fächern bzw. Postkästen nebeneinander bzw. übereinander angeordnet ist. In diesem Zusammenhang wird gemäss einer weiters bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens vorgeschlagen, dass eine Mehrzahl von mit jeweils einer Türe zu versehenden Rahmen bzw. Behälter übereinander bzw. nebeneinander entsprechend der Orientierungsrichtung des die Schwenkachse definierenden Elements angeordnet wird und dass in der Anordnungs- bzw. Einsetzrichtung des eine Schwenkachse definierenden Elements nacheinander die Türen an den Rahmen bzw. Behältern angeordnet werden und dass das in Anordnungsrichtung letzte, eine Schwenkachse definierende Ele- ment unlösbar bzw. unentfernbar an dem jeweiligen Rahmen bzw. Be- hälter festgelegt wird.
Für den Fall einer derartigen Anordnung mehrerer im Wesentlichen beispielsweise horizontal angeordneter Postfächer übereinander ist es somit ausreichend, nach einem Ein- setzen der Türen gemäss dem erfindungsgemässen Verfahren ausgehend von einer untersten Türe lediglich das die Schwenkachse definie- rende Element der obersten bzw. letzten Tür entsprechend unlösbar festzulegen, da selbstverständlich zu darunterliegenden, üblicher- weise im wesentlichen bündigen bzw. flächig angeordneten, weiteren Postfächern ein Zugriff auf die bereits vorher eingesetzten, die jeweiligen Schwenkachsen definierenden Elemente nicht möglich ist.
Zur Lösung der eingangs genannten Aufgaben ist ein Behälter der obengenannten Art im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass ein die Schwenkachse definierendes Element insbesondere im V/esent-
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lichen unlösbar zwischen der Türe und dem Rahmen bzw. Grundkörper des Behälters nach einem Anordnen des Verriegelungselements der
Türe in einem komplementären Verriegelungselement des Rahmens anordenbar ist. Auch mit einer derartigen Konstruktion gelingt eine einfache und zuverlässige Montage einer Türe in einem im we- sentlichen versperrten Zustand an einem Rahmen bzw. Grundkörper ohne Bereitstellen des für das Verriegelungselement bzw. Schloss erforderlichen Sperrglieds bzw. Schlüssels.
Für eine besonders einfache und zuverlässige Festlegung der Türe an dem Rahmen bzw. Grundkörper wird darüber hinaus vorge- schlagen, dass das eine Schwenkachse definierende Element von einem Splint gebildet ist, wie dies einer weiters bevorzugten Ausfüh- rungsform des erfindungsgemässen Behälters entspricht. Ein derarti- ger Splint kann nicht nur kostengünstig und entsprechend den Ab- messungen des auszurüstenden Behälters hergestellt werden, sondern erlaubt auch ein einfaches und rasches Einsetzen zur Festlegung der Türe im Bereich der Schwenkachse sowie eine einfache Handha- bung zur Ausbildung einer unlösbaren bzw. nicht entfernbaren Fest- legung desselben im Bereich der Schwenkachse.
Für eine besonders zuverlässige und rasch durchzuführende Festlegung des die Schwenkachse definierenden Elements wird gemäss einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, dass das eine Schwenkachse definierende Element durch ein Vernieten unlös- bar zwischen der Türe und dem Rahmen bzw. Grundkörper des Behäl- ters anordenbar ist.
Wie oben bereits ausgeführt, ist es darüber hinaus möglich, bei Einsatz bei einem Postfach bzw. Postkasten an einer vorzu- sehenden Öffnung Festlegungselemente, wie beispielsweise Schar- nierglieder, nach dem Einrasten im Bereich der Verriegelung sicher und zuverlässig festzulegen, wobei in diesem Zusammenhang gemäss einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen wird, dass die Türe eine durch eine teilweise verschwenkbare Klappe ver- schliessbare Öffnung aufweist, über welche wenigstens ein Festle- gungselement zur Festlegung des eine Schwenkachse definierenden
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Elements zwischen der Türe und dem Rahmen bzw. Grundkörper des Be- hälters einbringbar ist.
Wie oben bereits erwähnt, bezieht sich die vorliegende Erfin- dung auch auf eine Postfachanlage, welche eine Mehrzahl von neben- einander und/oder übereinander angeordneten Behältern der obenge- nannten Art umfasst.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der beiliegenden Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In dieser zeigen: Fig. 1 eine Explosionsdarstellung eines ersten, erfindungsgemässen Behälters, insbesondere Postfachs, welcher(s) unter Verwendung des erfindungsgemässen Verfahrens zusammengebaut wird; Fig. 2 eine schematische Ansicht einer erfindungsgemässen Postfachanlage, welche eine Mehrzahl von übereinander angeordneten Behältern, insbesondere Postfächern, gemäss Fig. 1 aufweist ; und Fig. 3 in einer zu Fig. 1 ähnlichen Darstellung eine abgewandelte Ausführungsform eines erfindungsgemässen Behälters, an welchem das erfindungsgemässe Verfahren ausführbar ist.
In Fig. 1 ist allgemein mit 1 ein im wesentlichen bis auf eine Zutrittsöffnung geschlossener Behälter, insbesondere ein Postfach, bezeichnet, wobei an der mit 2 bezeichneten Öffnung, welche durch einen entsprechenden Rahmen 3 begrenzt ist, eine Türe 4 festlegbar ist. Die Türe 4 weist hiebei eine Öffnung 5 für eine Anordnung bzw. Festlegung eines nicht näher dargestellten Verrie- gelungselements, insbesondere eines Schlosses, auf, wobei eine Zu- trittsöffnung 6 für ein Einbringen beispielsweise von Poststücken in den ein Postfach 1 bildenden Behälter durch eine schwenkbare Klappe 7 abschliessbar ist.
Bei einer Montage eines derartigen Behälters bzw. Postfachs 1 wird in die Öffnung 5 ein bestehendes Verriegelungselement, insbe- sondere Schloss, aus einer zu ersetzenden Postfachanlage des jewei- ligen Wohnungsbesitzers angeordnet bzw. festgelegt, wobei, wie oben mehrfach erwähnt, üblicherweise kein Schlüssel zum Betätigen des Schlosses von aussen zur Verfügung steht. Nach einer an sich
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bekannten Festlegung des Schlosses an der Innenseite der Türe 4 wird dieses in eine Verriegelungslage bzw.
Verriegelungsstellung gebracht, wobei bei nachfolgendem Festlegen der Türe 4 an dem Be- hälter 1 bzw. dessen Grundkörpers das in die Öffnung 5 eingesetzte Verriegelungselement im Bereich der Seitenwand bzw. des Seitenrah- menteils 8 mit einem komplementären Verriegelungselement in Ein- griff gelangt, welches in Fig. 1 schematisch mit 9 angedeutet ist.
Für eine Montage der Türe 4 wird nunmehr vorgeschlagen, zu- erst das im Bereich der Öffnung 5 festzulegende Verriegelungsele- ment in Eingriff mit einem komplementären Verriegelungselement 9 bzw. in Anlage an die Seitenwand 8 zu bringen, worauf in weiterer Folge nach einem vorhergehenden Festlegen von Scharnierelementen 10 im Bereich der der Seitenwand 8 gegenüberliegenden Seitenwand 11 über schematisch angedeutete Schrauben 12 die Türe 4 in Anlage an den Rahmen 3 gebracht wird. Für die endgültige Fixierung und Festlegung der Türe 4 in versperrtem Zustand an dem Behälter 1 wird nachfolgend ein die Schwenkachse der Türe definierender Splint bzw.
Bolzen 13 im Bereich der Scharnierelemente 10 sowie entsprechend komplementärer Führungen an der Innenseite im Bereich der Seitenwand 14 der Türe 4 eingesetzt, wobei ergänzend im Be- reich der Seitenwand 11 ein zusätzliches Führungsglied 15 für den Stift bzw. Splint 13 angedeutet ist.
Es ist unmittelbar ersichtlich, dass somit nach einer Montage eines Verriegelungselements, insbesondere Schlosses, im Bereich der Öffnung 5 und nach einer Positionierung des Verriegelungsele- ments von der Innenseite der Türe 4 in seiner Verriegelungslage zuerst eine Festlegung der Türe 4 entgegen einem üblichen Montage- vorgang im Bereich des Verriegelungselements bzw. Schlosses 5 an der Seitenwand 8 bzw. einem komplementären Verriegelungsglied 9 erfolgt, worauf nach einem planen Anliegen der Türe 4 an den Grundkörper bzw. Behälter 1 die Schwenkachse durch ein Einsetzen des Stifts bzw. Splints 13 definiert und endgültig festgelegt wird.
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Um ein Entfernen des Bolzens bzw. Splints 13 zu verhindern, kann dieser beispielsweise in seinem im Wesentlichen oberen Be- reich vernietet werden.
Es ist einsichtig, dass nach Einsetzen des Splints bzw. Bol- zens 13 in eine nicht entfernbare Lage der Behälter 1 bzw. das Postfach 1 nur nach Öffnen bzw. Entriegeln des im Bereich der Öff- nung 5 festgelegten Verriegelungselements, insbesondere Schlosses, durch einen Berechtigten unter Zuhilfenahme eines Sperrglieds, insbesondere eines Schlüssels, vorgenommen werden kann.
Es ist somit möglich, eine bestehende Postfachanlage, zu wel- cher über einen zentralen Schlüssel ein Zutritt zum Inneren des Postfachs und somit zum Ausbau des Verriegelungselements möglich wird, ohne Vorhandensein des Schlüssels für das in der Öffnung 5 festzulegende Verriegelungsglied umzubauen und in weiterer Folge sicherzustellen, dass ein Ersatz der Schlösser sowie der erforder- lichen Sperrglieder, insbesondere Schlüssel, welche gegebenenfalls einen Zutritt zu weiteren Räumlichkeiten ermöglichen, nicht not- wendig wird. Weiters ist auch die Anwesenheit eines Wohnungsbe- sitzers während eines Umbaus nicht erforderlich.
In Fig. 1 ist ergänzend eine Möglichkeit einer Anbringung eines Namensschilds mit 16 angedeutet.
In Fig. 2 ist schematisch eine gesamte Postfachanlage 17 an- gedeutet, wobei eine Mehrzahl von Postfächern 1 im wesentlichen übereinander angeordnet ist. Bei der Darstellung gemäss Fig. 2 sind die unteren drei Postfächer bereits mit festgelegten Türen 4 ver- sehen, während im Bereich des obersten Postfachs 1 angedeutet ist, dass ein wiederum mit 13 bezeichneter Splint bzw. Bolzen für eine Definition der Schwenkachse einer nicht dargestellten, festzule- genden Türe einzusetzen ist.
Bei einer derartigen Anordnung einer Mehrzahl von Postfächern 1 übereinander ist es im allgemeinen aus- reichend, lediglich dafür zu sorgen, dass der jeweils oberste Ver- riegelungsstift bzw. das oberste, eine Schwenkachse definierende Element 13 nicht entfernbar ist, da in zusammengebautem Zustand
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jeweils ein Zugang zu jeweils eine Schwenkachse definierenden Ele- menten darunter liegender Postfächer 1 nicht möglich ist.
Ebenso wie bei der in Fig. 2 dargestellten, im Wesentlichen horizontalen Anordnung einer Mehrzahl von Postfächern 1 übereinan- der kann bei im wesentlichen horizontaler Schwenkachse der Türen 4 eine Mehrzahl von nebeneinander angeordneten Postfächern vorge- sehen sein, wobei es wiederum entsprechend der Montagerichtung der jeweils eine Schwenkachse definierenden Elemente 13 ausreichend ist, das in Montagerichtung letzte bzw. aussenliegende, eine Schwenkachse definierende Element 13 gegenüber einer Entnahme zu sichern.
In Fig. 3 ist eine abgewandelte Ausführungsform eines ein Postfach bildenden Behälters 1 angedeutet.
Es ist wiederum eine Türe 4 vorgesehen, wobei nach einer An- ordnung von Scharnierelementen 10 im Bereich der Seitenwand 11 und nach einem Festlegen eines Verriegelungselements bzw. insbesondere Schlosses im Bereich der Durchtrittsöffnung 5 die Montage der Türe 4 in der Verriegelungsposition des Verriegelungselements ohne Be- reitstellen des Schliessglieds bzw. Schlüssels vorgenommen wird, indem zuerst das in die Öffnung 5 einzusetzende Verriegelungsglied im Bereich der Seitenwand 8 mit einem wiederum mit 9 angedeuteten, komplementären Verriegelungselement in Eingriff gebracht wird, worauf im Bereich der Seitenwand 11 eine Festlegung bzw. Anordnung eines eine Schwenkachse definierenden Bolzens bzw. Splints 13 er- folgt. Eine Sicherung des Splints 13 kann wie bei der Ausführungs- form gemäss Fig. 1 beispielsweise durch ein Vernieten vorgenommen werden.
Anstelle der in Fig. 1 vorzusehenden Anordnung bzw. Einbrin- gung eines eine Schwenkachse definierenden Elements, insbesondere eines Bolzens bzw. Splints 13, welches durch entsprechende Festle- gungsglieder, insbesondere Scharnierglieder, hindurchtritt, kann vorgesehen sein, nach einem Eingreifen des im Bereich der Durch- trittsöffnung 5 festzulegenden Verriegelungsglieds im Bereich der Seitenwand 8 durch die Durchtrittsöffnung 6 als auch die Öffnung
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16 für das Namensschild mit entsprechend einfachen Befestigungs- werkzeugen beispielsweise nachträglich die Scharnierelemente 10 im Bereich der Seitenwand 11 zu vernieten,
so dass wiederum die Türe 4 in versperrtem Zustand fertig montiert wird und nach fertiger Mon- tage lediglich durch den Besitzer des Sperrglieds für das im Be- reich der Durchtrittsöffnung 5 festzulegende Verriegelungselement geöffnet werden kann.