AT69382B - Ultraviolettabsorbierende Gläser und Verfahren zu ihrer Herstellung. - Google Patents

Ultraviolettabsorbierende Gläser und Verfahren zu ihrer Herstellung.

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 Spektrum erzielen. Vielfach ist die Ultraviolettauslöschung nur dann möglich, wenn zu gleicher Zeit eine überaus starke Dämpfung der sichtbaren Strahlen bewirkt wird, enthalten doch diese Gläser vielfach neben den genannten Verbindungen als   Dämpfungamittel   andere färbende Substanzen, die die Wirkung der Metallverbindungen unterstützen. Es sei hier von derartigen Dämpfungsmitteln an Nickel (grau färbend) und Kobalt (blau färbend) gedacht. 



   Bei dem Versuche, Gläser herzustellen, welche die gerügten Mängel nicht besitzen und welche eine merkbare Färbung im sichtbaren Spektrum nicht aufweisen, dabei aber eine vollkommene Absorption der schädlichen Strahlen jenseits von   350 ## bewirken,   hat sich nun gezeigt, dass diese Aufgabe sich durch Verwendung der sogenannten seltenen Erden als Zusatz zu passenden   GlasflÜ88en   lösen lässt. Gewöhnliches Glas, wie es beispielsweise für Brillengläser, Lampenglocken usw. benutzt wird. besitzt erst in sehr dicken Schichten die   Eigentümlichkeit, im genannten   Bezirk das Ultraviolett partiell zu absorbieren. Dünne, bis etwa 10 mm dicke, Schichten der 
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 Sie verschlucken also die schädlichen Strahlen nicht.

   Setzt man aber bei solchen   Glasnüssen   seltene Erden hinzu, die beispielsweise teilweise den Kalkgehalt ersetzen oder neben dem nötigen Kalkgehalt vorhanden sind, so kann man bei passender Auswahl derselben eine vollständige Absorption im Ultraviolett de genannten Bezirkes erreichen, ohne den Glasflüssen eine für praktische Zwecke bemerkbare oder gar auffällige Färbung zu geben. Bekanntlich besitzen die seltenen Erden zum Teil in ihren Verbindungen sehr merkwürdige Absorptionsspektren, die im sichtbaren Teil durch eine Reihe von scharfen Absorptionslinien gekennzeichnet sind, im unsichtbaren Teil in bezug auf ihre Absorption bisher noch kaum studiert waren.

   Wie festgestellt wurde, ist die Absorption zahlreicher dieser Körper im Ultraviolett überaus charakteristisch, die Absorptionsstreifen sind zu breiten Lücken   zusammengeschmolzen,   die sich, für jede einzelne Erde im Spektrum charakteristisch, an ganz   bestimmten Punkten   desselben finden.

   Für die Glastechnik sind begreiflicherweise diese ultravioletten   AbsorptlOD88treifen,   wie man   sie m   wässerigen Lösungen der Salze der seltenen Erden beobachtet, nicht an sich ausschlaggebend : in einem Glasfluss liegen die   Absorptionsstreifen   nach bekannten physikalischen Gesetzen anders als in   wässerigen   Lösungen, weil das Lösungsmittel - in diesem Falle also der Glasfluss-die Linien der Absorption je nach der   Zusammensetzung merkbch verschiebt.   



   Durch passende Kombination von seltenen Erden aber   lässt   sich das Gebiet der schädlichen ultravioletten Wellen vollkommen abschliessen, wobei solche Mischungen der seltenen Erden zur Verwendung kommen müssen, die bei feststehender Wahl des betreffenden Glassatzes mit ihren Absorptionszonen aneinander schliessen und gewissermassen wie die Einzelsteine eines Mauerwerkes eine   grössere   Öffnung verschliessen. 



   Die hiernach zweckmässigste Mischung der seltenen Erden für den Zusatz richtet   sich daher   nach der Art und Zusammensetzung des betreffenden Glassatzes. Ihre Wahl kann von dem erfahrenen   Glastechniker   in jedem Einzelfalle ohne jeden Aufwand erfinderischer Tätigkeit leicht getroffen werden. 



   In Frage kommen für den vorliegenden Zweck seltene Erden aus der Reihe des   Neodyms.   



  Praseodym, Erbiums. Samariums, des Cers. des Lanthans, des Thors. Alle diese   Körper m   passender chemischer Verbindung den Glasflüssen zugesetzt, zeigen neben den teils bet ihnen auftretenden   ganz schmalen Absorptionshnien   im sichtbaren Teil des Spektrum mehr oder minder starke, für den gewünschten Zweck   geebnete Ultra violettabsorption.   



   Bei   der Mischung der geniumten Substanzen   und ihrer Einverleibung in den   Glasfluss,   die ohne jede Schwierigkeit erfolgen kann. ergibt sich nun infolge der selektiven Absorption dieser 
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 diese Färbung ist einerseits sehr schwach und kann andererseits durch passende Massnahmen vollkommen unmerklich gemacht werden. Es sei hier nur daran erinnert, dass z. B.

   Mischungen 
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Man hat ferner ein sehr wirksames Mittel zur vollständigen oder technisch vollständigen Entfärbung   der Glasflüsse   in passendem Zusatz komplementär färbender   Schwermetall.   verbindungen ; so wird beispielsweise ein neodymhaltiger   Glaatluss   durch entsprechenden Zusatz eines Eisenoxydulsalzes in sehr kleinen Mengen seine   violetüisshe   Färbung verlieren und farblos erscheinen. Auch Chrom, Vanadin, Molybdän, Titan und Wolfram, vor allen Dingen auch Uran und Selen vermögen diese Eigenschaft zu entwickeln, wobei ausdrücklich betont wird, dass der Zusatz dieser komplementär färbenden Schwermetallsalze hier nur für den Zweck der Entfärbung, nicht wie in den älteren Verfahren zum Zweck der Färbung und der   AbsorptMn gemadtt wird.   



    Kurz gesagt kommt es also bei den gemäss der Erfindung für technische Zwecke zu verwendenden ultraviolett absorbierenden Gläsern darauf an, dass ihre Ultraviolettsbsorption durch seltene   

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 Erden in geeigneten Mengen-und Mischungsverhältnissen hervorgebracht wird, wobei eventuell zugleich als entfärbendes Mittel Schwermetallsalze in so kleinen Mengen zugesetzt sind, dass ihre Eigenfärbung und Absorption nicht zum Ausdruck kommt. 



     Viü   man aus irgend einem Grunde einen bestimmten Farbeneffekt oder eine passende   Lichtdampfung   mit diesen   ultraviotettabsorbierenden Gläsern   hervorbringen, so kann man dies durch den Zusatz grösserer Mengen geeignet färbender Schwermetallverbindungen erreichen. 



  Dabei kann man im Gegensatz zum Bekannten ganz beliebig gefärbte ultraviolettabsorbierende Gläser erzeugen, eben weil der die   mtraviolettabsorption bedingende   Zusatz keine oder doch nur ganz unbedeutende Färbung hervorruft, und man daher in der Wahl des färbenden Zusatzes ganz frei ist. 



    PATENT-ANSPRÜChE:  
1. Praktisch farbloses Augen- oder Brillenglas, hergestellt aus einem Glasfluss, welcher durch eine geeignete Kombination von seltenen Erden sämtliche ultravioletten Strahlen von einer gewünschten Wellenlänge an lückenlos absorbiert.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung ultraviolettabsorbierender, mehr oder minder farbloser Gläser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass passenden, praktisch farblosen Glasflssen eine solche Kombination seltener Erden zugesetzt wird, dass das hergestellte Glas sämtliche uttra- violetten Strahlen von einer bestimmten Wellenlänge an (insbesondere zischen 290 und 350 p. ; i) lückenlos absorbiert.
AT69382D 1912-04-04 1913-04-02 Ultraviolettabsorbierende Gläser und Verfahren zu ihrer Herstellung. AT69382B (de)

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