<Desc/Clms Page number 1>
Minenzündmaschine.
Zu den wesentlichen Teilen einer Minenzündmaschine gehört insbesondere auch der Antrieb. Infolge der meist sehr beschränkten Räume in den Bergwerken muss an eine gute, brauchbare Minenzt1ndmaschine die Anforderung gestellt werden können, dass sie, un-
EMI1.1
fach gebaut ist. Diesen Forderungen kann auf folgende Weise entsprochen werden :
Die Ankerwelle der wagnetelektrischen oder dynamoelektrischen Maschine wird direkt angetrieben, indem auf die aus dem MaschinengehÅause herausragende Ankerwelle ein Zahnrädchen oder eine Rolle aufgesetzt und dieses Rädchen bzw. diese Rolle mit einem Gehäuse umgeben ist, welches zum Schutz gegen Verschmutzung und Beschädigung sowie zum Führen des Trieborganes dient.
Als Trieborgan wird gemäss vorliegender
EMI1.2
Rolle eine Schnur verwendet. In beiden Fällen ist das Trteborgan biegsam und elastisch und darin beateht die Erfindung.
Eine solche Minenzündmaschlue ist in der Zeichnung in zwei beispielsweisen Aus- führangsformen schematisch dargestellt ; die eine Ausführungsform mit der Spiralfeder bzw. Schraubenfeder und dem dazugebongen Zahnrädchen in den Fig. i bis 5. die andere mit der Schnur und der dazugehörigen Rolle in der) Fig 6 bis 10.
Was zunächst die erste Ausführungsform anbetrifft, so tritt die Aukerwelle aus dem
EMI1.3
von dem Führungsgehäuse e umgeben i & t. Das Fäbrangsgehänse hat eineL Kanal r, in weichen die Schraubenfeder b eingeführt wird. Der Kanal c ist nicht länger als zum Führen der Feder über dem Zahnradchen unbedingt erforderlich ist Die Feder hat an dem einen Ende eine Lederschlaufe oder sonstige geeignete Handhabe ; sie wird in das
EMI1.4
wird sie dann mittels der Handhabe kräftig ans dem Führungsgehäuse herausgerissen.
Die wirtschaftlichen Vorteile dieser Erfindung zeigen sich am besten bei einem Vergleich mit den zurzei ! bekannten Bauarten von Minenzundmaschinen. Zunächst ist bei der vorliegenden neuen Bauart jede Übersetzung vermieden. Das Trieborgan bewegt, ohne Zwischenräder, unmittelbar die Ankerachse. Der Verzicht auf jede Übersetzung ist nur durch die Eigenart des Trieborganes möglich. Die Schraubenfeder passt sich mit ihren Windungen ohne Reibung und Klemmung den Zähnen des Ankerrades an und das gleiche ist bei der Schnur und der ? ugehörigen Rolle der Fall ; beide Trieborgane kommen mit einer ausserordentlich kurzen Führung aus, da es gleichgiltig ist, ob sie geradlinig in der Richtung der Tangente aus dem Fllhrungsgehäuse gezogen oder sie dabei nach der Seite abgebogen werden.
Sowohl die Schraubenfeder als auch die Schnur ersparen, also den 7 Raum für ein langes Führungsgehäuse und jedes dieser Trieborgane ermöglicht die volle Ausnutzung der Kraft des Bergmanns, da er es ohne Vorsieht mit aller Gewalt aus dem Gehäuse reissen darf. Dadurch wird die erforderliche Umdrehungszahl der Ankerwelle mit Sicherheit erreicht und die Verwendung einer Übersetzung unnötig gemacht. Für den Vergleich mit dem Erfindungsgegenstand scheiden also von vornherein alle diejenigen Bauarten aus, die eine Übersetzung nicht entbehren können, weil dabei das Trieborgan eine rücksichtslose Kraftäusserung nicht gestattet.
<Desc/Clms Page number 2>
Mineuz1Uldmasehinon ohne Übersetzung sind allerdings bereits hergestellt worden, darunter solche, bei denen die Ankerwelle mittels einer Schnur nach Art eines Kreisels angetrieben wird ; eine andere bekannte Bauart ist diejenige mit Zug-oder Druckstange, bei der ebenfalls eine Übersetzung wegfallen kann.
Es ist offenbar, dass die neue Bauart gegenüber dem Kreiselantrieb mit aufgewickelter Schnur handlicher, einfacher und sicherer ist. per neue Antrieb gewährt gegenüber dem Kreiselantrieb aber auch einen grösseren Nutzeffekt ; mit der Schraubenfeder bzw. der
EMI2.1
verhältnismässig lange Zeit, welche erforderlich ist, eine auf die Kreiselankerachse auf- gewickelte Schnur abzuziehen, fällt weg.
Was die neue Bauart von dem bekannten Zug-oder Druckstangenantrieb unter- scheidet, ist, dass die Schnur bzw. die Spirale biegsam ist, während die Zugstange einen starren Maschinenteil darstellt. Es besteht keine Gefahr, dass die Schnur oder die Spirale dadurch zerbricht, weil etwa der Bergmann nicht genau in der Richtung der Führung abzieht. Die Führung kann auf das äusserste Mass beschränkt werden und ist nur soweit erforderlich, dass die Spirale gegen die Zähne des Ankerachsenrades gehalten wird. Bel dem Zug-und Druckstangenantrieb aber muss die Zahnradstange eine lange und sichere
Führung haben, damit sie beim Herausziehen oder Niederstossen nicht bricht oder sich verbiegt.
Kleine Maschinen mit kleinerer Schusszahl sind in Form des Zahnradstangenantriebes gar nicht zu verwenden, denn man kann eine kleine Maschine durch eine lange, sperrige
Antriebsstange nicht unnötig unhandlich machen. Aber selbst bei grossen Maschinen bietet die Spirale Vorteil ; das hinter der Führung stehende Stuck der eingeschobenen Spiral- feder kann zwecks Raumersparnis durch geeignete Form der Führung nach irgend einer freien Seite abgebogen werden ; die Maschine braucht also nicht grösser zu sein, als die zur Erzeugung des elektrischen Stromes nötigen Maschinenteile unbedingt erfordern.