AT65452B - Verfahren zur Gewinnung von Zink. - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Zink.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Gewinnung von Zink. Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Gewinnung von Zink im elektrischen Ofen durch Reduktion von Zinkoxyd mit Kohlenstoff. Das Verfahren besteht darin, dass der elektrische Ofen lediglich mit reinem Zinkoxyd und reinem Kohlenstoff, vorteilhaft schichtenweise beschickt wird, so dass die ganze Beschickung des Ofens ohne Schlackenbildung in Dämpfe und Gase umgewandelt wird und der Reduktionsprozess bei ständiger Erneuerung der Beschickung ununterbrochen verläuft. Bei den bisher unternommenen Versuchen zur Gewinnung von Zink im elektrischen Ofen war es stets erforderlich, der Beschickung ein Flussmittel zuzufügen, damit die Rück- stände verflüssigt und aus dem Reaktionsraum entfernt werden können. Dabei ergab sich aber auch die Notwendigkeit, besonders feuerfeste und widerstandsfähige Materialien zum Aufbau des Ofens zu verwenden und es musste der Ofen zur Vornahme kostspieliger Ausbesserungen häufig ausser Betrieb gesetzt werden. Bei den bekannten Verfahren werden gewöhnlich die schwefelhältigen Erze vor der Verarbeitung geröstet. Das Rösten kann aber in Wirklichkeit nicht so weit getrieben werden, um den ganzen Schwefel zu entfernen. woraus sich Verluste bei der Reduktion und Schwierigkeiten bei der Durchführung des Verfahrens ergeben. Die Reaktion verläuft nämlich langsam, unregelmässig und unvollst : indig. Es bildet sich ferner ein Überschuss von schädlichen Gasen, welche die Kondensation erschweren. Nach dem vorliegenden Verfahren wird reines Zinkoxyd und reiner Kohlenstoff in EMI1.1 Iliebei entweichen die Reaktionsprodukte in Gas-bzw. Dampfform in dem Masse, als sie entstehen. Da bei dem Prozess kein Rückstand gebildet wird, so kann das Verfahren ununterbrochen und auf unbegrenzte Zeit durchgeführt werden. Es ist nicht gerade unbedingt notwendig, chemisch reine Beschickungsmaterialien zu verwenden, auch mit den käuflichen, technisch reinen Produkten lassen sich zufriedenstellende Resultate erzielen. Das Wasser, die Kohteuwasserstoffe, die Kohlensäure und die anderen Verunreinigungen, die in Dampf umgewandelt werden können, werden durch eine vorhergehende Erhitzung entfernt. Die Verunreinigungen. die auch dann noch in dem gewöhnlichen Zinkoxyd und der Kohle enthalten sind, bestehen ans Schwefel, Silizium, Kalk, Asche und dgl., doch sind die Mengen. in welchen diese Bestandteile vorhanden sind, so gering, dass sie die oben angeführten Ergebnisse nicht beeinträchtig können. Falls Blei-und Kadmiumoxyd im Zinkoxyd enthalten sind, so ist dies ohne nachteilige Wirkung, nachdem auch diese Oxyde durch Kohlenstoff reduziert werden. Kadmium entweicht als Dampf, während Blei zum geringsten Teil destilliert und als flüssiges metallisches Blei auf der Ofensohle zurückbleibt, von welcher es teicht abgegossen werden kann. Sollte es sich aber vielleicht dennoch als notwendig erweisen, die aus verschlackter Asche bestehenden Rückstände aus dem Ofen zu entfernen, so wäre der Zeitraum, nach welchem dies jeweilig erfolgen müsste, mit Wochen oder Monaten zu bemessen. Die Verwendung von reinem Zinkoxyd und reiner Kohle hat überdies den Vorteil, dass für eine gegebene Ausbeute an Zink die Chargenmenge und die notwendige elektrische Energie ein Minimum sind, dass die Kondensation der Zinkdämpfe, infolge der geringeren Menge von mitzubehandelndtn Gasen, vereinfacht wird und dass durch das Fehlen eines <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 Das Zinkoxyd kann mit der zerkleinerten Kohle vor dem Beschicken gemischt werden, doch ist es zweckmässiger, den Ofen schichtenweise mit den unvermischten Materialien zu beschicken. Das Zinkoxyd kann vor dem Einbringen in den Ofen stark erhitzt und in warmem Zustande eingebracht worden. Der für das Verfahren verwendete elektrische Ofen kann beliebiger Art sein und können in gleicher Weise Widerstands-, Lichtbogen-und Induktionsofen oder Kombinationen eines Widerstands-und Lichtbogenofens in Anwendung kommen. Im allgemeinen ist aber der elektrische Widerstandsofen den anderen Systemen vorzuziehen. Für diese Ofenform kommen die Vorteile in Betracht, dass die Temperatur leicht reguliert werden kann und dass es leicht möglich ist, Luft von dem Inneren der Charge abzuhalten. Auch ist der Betrieb sowie die Aufstellung dieser Öfen am einfachsten und billigsten. Die Anwendung des elektrischen Widerstandes erfolgt dabei in der Weise, dass die Hitze von unten auf die Beschickung einwirkt, d. h. es wird die Beschickung über dem Widerstand angeordnet. Es wird dadurch insofern eine leichtere oder günstigere Abführung der entwickelten Dämpfe oder Gase erzielt, als die unten von der Beschickung abziehenden Dämpfe und Gase feste Bestandteile der Beschickung nach den Kondensatoren mitreissen und die Gewinnung von reinem metallischen Zink beeinträchtigen würden. Die entweichenden Zinkdämpfe können in Form von Metall, als Zinkstaub odcr als stark raffiniertes Zinkoxyd kondensiert werden. Das Verfahren erfordert bei der Durchführung keine besondere Sorgfalt, nachdem die einzelnen Verfahrensstufen von grosser Einfachheit sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH ; Verfahren zur Gewinnung von Zink im elektrischen Ofen durch Reduktion von Zinkoxyd mit Kohlenstoff, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Ofen lediglich mit reinem Zinkoxyd und reinem Kohlenstoff, vorteilhaft schichtenweise beschickt wird, so dass die ganze Beschickung des Ofens ohne Schlackenbildung in Dämpfe und Gase umgewandelt wird und der Reduktionsprozess bei ständiger Erneuerung der Beschickung ununterbrochen verläuft.
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