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Ventil mit mehreren konzentrischen Ventilkörpern, insbesondere für Verbrennungskraftmaschinen.
Die Erfindung betrifft ein Ventil mit mehreren konzentrischen Ventilkörpern, insbesondere für Verbrennungskraftmaschinen, und bezweckt, bei verhältnismässig grossem Durchgangs- querschnitt für die Verbrennungsgase ein rasches Öffnen und Schliessen des Ventils zu ermöglichen, um in einem äusserst kurzen Zeitraum eine grosse Menge frischer Gase einführen zu können und
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Gemäss der Erfindung ist die Anordnung so getroffen, dass der eine der beispielsweise zwei Ventilkörper bei seinem Eröffnen.
das durch einen geeignet gestalteten Stösser erfolgen kann, zunächst gleichzeitig die Mitnahme des zweiten Ventilkörpers bewirkt, der dann durch die Ein- wirkung eines Schwinghebels geönnet wird, der sich mit seinem einen Ende gegen einen festen Anschlag stützt und von dem Ventilkörper bei seinen Bewegungen mitgenommen wird.
Zweckmässig ist es, den das Ventil bewegenden Stösser, der mit ersterem nicht verbunden ist. selbst als Ventil auszubilden, um ein Entweichen von Gasen zu verhüten, das infolge von Abnutzungen des mehrteiligen Ventils durch längeren Gebrauch eintreten könnte. Das Zurückführen des Stösserventils auf seinen Sitz kann durch Federkraft oder dgl. selbsttätig erfolgen.
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mit Vorteil verwenden.
Die Zeichnungen stellen eine Ausführungsform des Ventils dar.
Fig. 1 und 2 sind achsiale Längsschnitte durch das Ventil in geschlossenem und geöffnetem Zustande. Fig. 3 und 4 zeigen Einzelheiten.
Das Ventil 6 besteht aus einem Ventilteller 14, der auf einem Ventilsitz 15 ruht, der in üblicher Weise auf dem Ring 16 vorgesehen ist. Dieser Ventilteller 14 dient gleichzeitig dem unteren Ventilteller 6 als Sitz, wobei Durchbrechungen 77 im Sitz 14 für den Durchgang der Gase oder der Luft vorgesehen sind. Das Ventil 6 ist der Wirkung einer Feder 18 ausgesetzt, die sich einerseits gegen das Ventil 14, dessen hohle Spindel 19 der Spindel des Ventils 6 als Führung
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befestigt ist.
Auf der Spindel 19 ist ein Ring 21 vorgesehen, gegen den sich die Feder 22 des Ventils 14 legt, während sich das andere Ende dieser Feder gegen eine Schale-M abstützt. Der Rmg 27 trägt einen Lappen 24 oder dgl., auf dem ein Doppel-bzw. Schwinghebel 2 drehbar angeordnet ist, der sich gegen einen feststehenden Teil 26 entweder unmittelbar, wie Fig. 1 zeigt, oder durch Vermittlung eines Zwischenstückes 27 (Fig. 3) oder 28 (Fig. 4) oder in anderer Weise abstützt. Dieser Doppelhebel 25 lässt zwischen seinem freien Ende und dem Ende der Spindel des Ventils 6 ein geringes Spiel, um dem Ventil ein Aufliegen auf seinem Sitz zu gestatten.
Die Wirkungsweise dieses Ventils ist die folgende :
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Ventil 14, das gleichzeitig die Gesamteinrichtung mitnimmt, d. h. den Ring 21, die Spindel 19, die Feder 18 und das Ventil 6. Der Doppelhebel 25 geht daher ebenfalls nach unten. Da er sich
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Lage ein und öffnet infolgedessen das Ventil 6 und verdoppelt so augenblicklich den Durchgangsquerschnitt der Ventile.
Um ein Entweichen von Gasen zu verhindern, das infolge von Abnutzungen des mehrteiligen Ventils durch längeren Gebrauch eintreten könnte, ist der Stösser 29 als Ventilteller 30 ausgebildet,
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derart, dass das plötzliche Eintreten dieser Gaamenge in den Zylinder ein rasches Herauetreiben der verbrannten Gase bewirkt, wodurch ein Mischen der Verbrennungsrückstände mit den Frischgasen nach Möglichkeit ausgeschlossen wird.
PATENT-ANSPRÜCHE-
1. Ventil mit mehreren konzentrischen Ventilkörpern, insbesondere für Verbrennungskraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Ventilkörper (14) bei seinem durch einen geeignet gestalteten Stösser (29) erfolgenden Eröffnen gleichzeitig den zweiten Ventilkörper (6) mitnimmt, der dann durch Einwirkung eines Doppelhebels (25) geöffnet wird, der sich mit dem ersten Ventilkörper (14) bewegt, sich jedoch mit dem einen Ende gegen einen feststehenden Anschlag (26) stützt, um bei grossem Durchlassquerschnitt ein rascheres Eröffnen und Schliessen des Ventils zu bewirken.