<Desc/Clms Page number 1>
Steuerung für trockene Gasmesser.
Das die sogenannten, trockenen Gasmesser kennzeichnende Element besteht aus einer Membran aus Leder oder Gewebe, die in einem metallischen Behälter angeordnet ist und durch den Gasdruck abwechselnd in entgegengesetzten Richtungen verschoben wird und bei jeder Bewegung eine bestimmte Gasmenge fördert und eine Zählvorrichtung betätigt.
Die Wirkungsweise dieser Gasuhren ist derjenigen der Maschinen mit hin und her gehende Bewegung ähnlich, die durch ein Druckmittel bewegt werden. Man kann also sämtliche in solchen Maschinen üblichen Steuerorgane, nämlich Flachschieber, Ringschieber, Kolbenschieber. Ventile usw. zur Steuerung der Gasuhren verwenden. Zurzeit bedient man sich fast ausschliesslich der Flachschieber, da die anderen Steuervorrichtungen keine günstigen Ergebnisse gehabt haben.
Fig. 1 und 2 sind schaubildliche Darstellungen der bekannten Gassteuerungen.
Fig. 3 ist eine schaubildliche Darstellung der den Gegenstand der Erfindung bildenden Einrichtung.
Fig. 4 ist eine schaubtidliche Darstellung einer nllt der neuen Steuerung versehene Gasuhr.
Fig. t) ist eine ähnliche schaubildliche Darstellung, in der einzelne Teile geschuitten sind
Fig. 6 ist eine schaubildliche Darstellung der Schieberkanale im Schnitt
Die Einrichtung, die zurzeit allgemein Verwendung findet. ist in Fig. 1 dargestellt.
Sie besteht aus Flachschiebern, von denen m) allgemeinen entsprechend der Anzahl der messkammern zwei vorgesehen sind.
Die Schieber a lassen abwechselnd auf der Vorderseite und Rückseite der Membrane der Messkammern eine gewisse Gasmenge ein und nach dem Auslass der Gasuhr ausströmen. Dies erfolgt in derselben Weise, wie der Schieber einer Dampfmaschine dem Zylinder eine gewisse Dampfmenge zuströmen und nachher durch den Auspuff ausströmen lässt
Bei den zurzeit verwendeten trockenen Gasmessern liegen die durch die Bewegung der Membrane bewegten Flachschiel) el a auf den sorgfältig bearbeiteten voneinander un-
EMI1.1
mit einem gewissen Spiel erfolgen, damit die Stange e nicht auf den Schieber a drücken oder diesen anheben kann.
Aus diesen Tatsachen ergibt sich, dass der Schieber a infolge der Richtung und der Lage des Angriffspunktes der ihn verschiebenden Kraft die Neigung lat. sich gelegentlich
EMI1.2
stand findet. Ein solcher Widerstand tritt aber nach einer gewissen Betriebszeit unbedingt ein, da sich das Gas und das Schmieröl In mehr oder weniger dickflüssiger Schicht auf der Schieberfläche absetzen.
<Desc/Clms Page number 2>
Um diesen Übelstand zu vermeiden und um ausserdem die Gasverteilung zu verein fachen, hat man die beiden Flachschieber durch einen einzigen Ringschieber a ersetzt, der in Fig. 2 getrennt von seinem Sitz dargestellt ist. Dieser Schieber lässt sich indessen infolge der erforderlichen grossen Abmessung nicht dicht halten. Seine Kreisbewegung hat infolge der verschiedenen Geschwindigkeit der in steigendem Abstande vom Drehungmittelpunkt befindlichen Teile der Schieberfläche einen ungleichmässigen Verschleiss zur Folge.
Die Erfindung besteht in einer Vereinigung der dem Flachschieber und dem Ringschieber zugrundeliegenden Gedanken, so dass die gekennzeichneten Mängel vermieden werden. Ausserdem werden die wesentlichen Teile der Steuerung, nämlich die Schieber, ihre Sitzflächen und die Ein-und Auslasskanäle miteinander vereinigt und dadurch die Bauart der Gasuhr wesentlich vereinfacht.
Die Steuerung besteht im wesentlichen aus zwei Schiebern, die sich um eine feste Achse f drehen und von den Membranen der Messkammern eine hin und her gehende Bewegung erhalten. Die Schieberfläche besitzt eine Anzahl ! on Öffnungen und Kanälen.
Das zur Bewegung der Schieber dienende Getriebe steuert gleichzeitig die Zählvorrichtung.
Die Arme, welche einen Teil dieses Betriebes bilden und durch die Bewegung der Membranen abwechselnd in entgegengesetzten Richtungen einen Teil einer Kreisbewegung ausführen, bewegen sich nicht in verschiedenen Ebenen, wie bei ähnlichen Gasuhren üblich ist, sondern sie kreuzen sich. Obwohl die sämtlichen zur Verteilung dienenden Organe auf engen Raum zusammengedrängt sind, können diese Arme, die zugehörigen Pleuelstangen und die Kurbeln hinreichend lang ausgeführt werden, um die bekannten Übelstände zu vermeiden, nämlich die Veränderlichkeit des Druckes, den schräg gerichteten Druck, der zur Reibung Veranlassung gibt, die unregelmässige Gasverteilung infolge von Verschleiss usw. Diese überstände treten bei Gasuhren auf, deren Arme Pleuelstangen und Kurbeln kurz ausgeführt werden müssen.
Jeder Punkt der Schieber a beschreibt einen Kreisbogen. Da aber die Achse f sich in einem gewissen Abstande von der Schieberfläche befindet, ist der Unterschied in der
Geschwindigkeit der der Achse zunächstliegenden und der am weitesten von ihr entfernten
Punkte nicht so gross, dass ein ungleichmässiger Verschleiss eintreten könnte, wie bei Rmgschiebern, deren Geschwindigkeit im Mittelpunkte gleich Null und am Umfang sehr gross ist.
Da die Achse J kein Spiel zu haben braucht, um die freie Bewegung des Schiebers zu ermöglichen, und da In dem Getriebe nur die geringfügige durch Drehung der Achse hervorgerufene Reii'ung auftritt, kann eine unregelmässige Schieberbewegung und eine
Veränderung der Gasverteilung nicht eintreten.
EMI2.1