AT58692B - Elektrische Schmelzsicherung. - Google Patents
Elektrische Schmelzsicherung.Info
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es genügt auch eine lockere Schutzschicht, z. B. aus Sand oder sonstigem Füllmaterial, wie es bei Sicherungen üblich ist, oder aus Asbestpulver oder Fäden. Man kann ferner zur erhöhten Sicherheit feste Schutzwände und ausserdem noch Füllmaterial anwenden. Natürlich lässt sich der Schutz auch durch einen entsprechenden Abstand beider Leiter, allerdings auf Kosten der Dimensionen erreichen. Man kann natürlich auch jeden Leiter mit einer eigenen Schutzhülle umgeben, welche auch dazu dienen kann, ausserdem die Flammen zu ersticken und äussere Beschädigungen durch die Flammen zu verhüten, also die Sicherung feuersicher zu gestalten. Diese Schutzhüllen, z. B.
Porzellan- oder Glasröhren, dienen gleichzeitig auch erforderlichenfalls als Schutz gegen äussere mechanische Verletzung der Haupt- und Variationsleiter.
Durch die Schutzschichten, welche sich zwischen Haupt- und Variationsleiter befinden. ist aber nicht nur der letztere gegen den zuerst eintretenden Schmelzprozess des ersteren geschützt. sondern diese Schutzschichten können zweckmässig gleichzeitig auch zur Umhüllung und feuer festen Gestaltung für beide Parallelleiter dienen und eine flammenerstickende Wirkung infolge des engen Luftabschlusses der Schmelzleiter ausüben. Diese Wirkung kann durch gleichzeitige Anwendung von Füllmaterial noch verbessert und es kann durch die Schutzhüllen auch die äussere mechanische Verletzung der beiden Leiter möglichst verhindert werden, was besonders, wie dargelegt, beim Variationsleiter wichtig ist.
Nachstehend sind einige der mannigfachen Formen derartiger Variationssicherungen beschrieben, die auch, da durch den Eisendraht infolge seiner Erhitzung eine selbsttätige Ver- ringerung oder,, Reduktion" des Stromes herbeigeführt wird, als Reduktorsicherungen bezeichnet werden können.
Ähnlich den bekannten sogenannten Schmelzsicherungspatronen. welche sonst aber nur für schwache Ströme dienen, kann man die Variationssicherungen in Röhrenform ausführen.
Man kann hiebei zwei Kammern in einem gemeinsamen Isolierkörper. z. B. aus Glas oder
Porzellan, anwenden, so dass die Zwischenwand den Hauptschmelzleiter vom Variationsleiter
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sionen werden in der Regel am kleinsten. die Anordnung am günstigsten, wenn man die Silberdrähte einzeln oder zusammen mit engen Schutzröhrchen, z. B. aus Kaolin, von wenigen Milli- metern Aussendurchmesser umgibt und den Eisendraht, der ja immer wesentlich länger ist als die Silberdrähte, spiralförmig auf diese Schutzröhrchen aufwickelt oder in einigem Abstand um die Röhrchen herum anordnet und beides, d. h. das oder die Hauptacbmelzleiter enthaltenden Röhrchen und die Eisenspirale in ein Glasrohr von z.
B. 6 bis 9 mm Dicke hineinsteckt. Die Enden des Silber- und Eisendrahtes werden dann an die ABschluss- und Stromzuführungskappen des Aussenrohres angeschlossen, wenn zwei Bohrungen konzentrisch von vornherein in einen Isolierkörper, z. B. aus Glas oder Porzellan, vorgesehen werden. Statt des Aussenrohres. welches eigentlich nur das Herumschlendern des ohne Explosion bei Kurzschluss durchbrennenden Eisendrahtes
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getrennt anzuordnen. In allen Fällen kann man feste Wände durch Umhüllungen, z.
B. aus Asbest. oder auch durch Füllmaterialschichten ersetzen und auch das Füllmaterial zur weiteren Verbesserung zwecks Flammenerstickung ausser den festen Wänden anwenden.
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brennens für einen Schutz gegen das Umherschleudern verbrannten Eisens zweckmässig gesorgt wird, braucht bei getrennter Anordnung des Variationsleiters seine Hülle nicht immer feuerfest' und unschmelzbar zu sein und genügt oftmals eine Papier-, Pappe-, Gummi-, Isolierlack- und dgl.
Hülle. Es hat sich auch gezeigt, dass selbst ein Emaille-oder sonstiger isolierender. zweckmässig feuersicherer Überzug oder ein Kitt (z. B. aus einer Mischung von Zinkweiss und Wasserglas). welcher auf den Eisendraht am besten nachdem derselbe aufgewickelt ist. aufgebracht wird. schon genügt, um ein erhebliches Umherschleudern des Eisens zu verhüten.
Es kann ferner der Variationsleiter auch als Mittel zur Anzeige des erfolgten Durchschmelzens der Sicherung dienen, so dass man für diese Anzeige einen besonderen sonst angewendeten sogenannten ,,Kenndraht" und dgl. nicht benötigt. Man verfährt z. B. derart, dass der Eisendraht innerhalb aber möglichst dicht an der Wandung des Glasröhrchens liegt, wenn man ein solches
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den verbrannten Eisendraht unterscheiden kann, oder man wendet kleine Fenster aus Glimmer oder dgl. an, durch welche die Eisendrahtwindungen ganz oder teilweise sichtbar sind, falls man z. B. im übrigen Porzellan-, Asbest-oder sonstige undurchsichtige Hüllen als Sicherungskörper benutzt.
Man kann ferner das Glühendwerden des Eisendrahtes, das ja vor dem Abschmelzen eintreten muss, also die hohe Temperatur, dazu benutzen, um z. B. eine chemische Zersetzung des Füllmateriales oder eine chemische Veränderung, z. B. Färbung der Hülle aus Asbest oder sonstigen einfachen oder geeignet imprägnierten Materialien herbeizuführen, wodurch ein deutliches Kennzeichen für das Durchschmelzen, ohne dass der Eisendraht selbst sichtbar ist. geschaffen wird. Man kann somit den Eisendraht, da sein Durchbrennen ziemlich ungefährlich ist, ähnlich wie bei den Kenndrähten bequem und ohne schwierige Abdichtungen für die Anzeige sichtbar machen. Besonders günstig wirkt die Anwendung eines geeigneten Überzuges des Eisendrahtes. z.
B. einer Verzinkung, denn durch einen solchen Überzug verändert der Eisendraht beim Durchschmelzen seine Färbung. Ferner schlagen sich auch die entwickelten Metalldämpfe des rber- zuges (Zink) auf dem Füllmate1'ial bzw. dem Glas. dadurch eine Färbung hervorrufend. nieder. wodureh wieder ein deutliches Kennzeichen für das Durchschmelzen des Eisendrahtes ge- schaffen wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schmelzsicherung mit Hauptsclmelzleiter und Nebenschmelzleiter. dessen. Material einen hohen positiven Temperaturkoeffizienten besitzt, dadurch gekennzeichnet. dass der dem Hauptschmelzleiter parallelgeschaltete Nebenschmelzleiter von bohem positivem Temperatur-
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