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Elastische Stossdämpfvorrichtung.
Um die beim plötzlichen Entspannen von Federn (beispielsweise der Tragfeder von Automobilfahrzeugen) auftretenden Stösse aufzuheben, ist es bereits bekannt, mit diesen Federn eine hydraulische Bremse zu verbinden, welche nach der einen Richtung hin unwirksam bleibt. so dass also die Bremsvorrichtung der Feder ein freies Zusammendrücken gestattet, während das Entspannen zur Dämpfung der Stösse gebremst wird.
Wird auf diese Weise die Tragfeder unter Einschaltung einer zweiten Feder mit dem hydraulischen Bremszylinder verbunden, so ist es nötig, diesen geschlossenen Bremszylinder mit einer Abdichtung nach aussen zu versehen und besteht der Nachteil, dass beim Undichtwerden dieser Abdichtung die Wirkung der hydraulischen Bremse beeinträchtigt, wird und versagt, wenn nicht die Dichtung von neuem hergestellt wird, welche naturgemäss eine unerwünschte Reibung hervorruft.
Um die Nachteile zu vermeiden, ist die Stossdämpfvorrichtung gemäss der vorliegenden Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die beim Spiel der Dämpfvorrichtung nach der einen Richtung komprimierte Feder bei ihrer Entspannung durch einen im Innern der Flüssigkeit unterhalb des freien Niveaus auftretenden Bremswiderstandes gehemmt wird. so dass die ausserhalb der Bremskammer befindliche Flüssigkeit keinen Oberdruck erfährt und Druckdichtullgen dieses Behälters nach aussen vermieden werden.
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und zwar in Fig. l diejenige, wo die hydraulische Bremsvorrichtung im Innern des Flussigkeitsbehälters liegt, während die Fig. 2 die Ausführungsform zeigt, wo die hydraulische Brems- vorrichtung am Boden des Flüssigkeitsbehälters ausgebildet ist.
Die Fig. 3 zeigt ferner die
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einer gewöhnlichen Tragfeder.
Die Stossdämpfvorrichtung besteht im wesentlichen aus der metallischen Feder a, welche
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fernung vom Boden 8 des Pumpenkörpers, während das Niveau der Flüssigkeit über dem Kolben hegt.
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Flüssigkeit kann nur durch die engen Öffnungen 7. 2 erfolgen, die im Ventil oder in den Wänden des Umpenkörpers vorgesehen sind. Die Entspannungsbewegung der Feder a wird auf diese Weise gehemmt. Der Druck, der in der eo eingeschlossenen Flüssigkeitsmenge entsteht, bleibt
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aber auf diese Menge beschränkt, so dass der übrige Teil der Flüssigkeit, in welchen der Pumpenkörper eintaucht, nicht veranlasst wird, aus dem Apparat auszutreten.
Die Flüssigkeitsbewegungen treten im Innern der ganzen Flüssigkeitsmenge zwischen der Kammer 11 und dem Behälter auf. Ein Teil der in der oberen Kammer 13 des Pumpenkörpers enthaltenen Luft kann bei der Kompression der Feder durch den Kanal 14 nach aussen entweichen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 bildet der Stützteil b einen mittels einer abgedichteten Verschlusskappe 15 luftdicht verschlossenen Pumpenkörper, der mit Flüssigkeit 6 vollständig gefüllt ist. Der andere Stützteil c wird durch einen Teil eines mit einer Aufhängestange cl ein Stück darstellenden Kolbens cz gebildet. Zwischen den Teilen c und cl des Kolbens ist eine Lederstulpe c oder Segment eingeklemmt. Die Stange cl gleitet ohne Abdichtung in dem Pumpenkörper b. Der Stützteil c ist mit einer zentralen Öffnung 16 versehen, die durch ein Ventil 9 je nach der Bewegungsrichtung geschlossen oder geöffnet wird.
Wenn bei einer Kompression der Feder c der Pumpenkörper bin bezug auf die fest angebrachte Aufhängestange cl sich abwärts bewegt, entfernt sich der Boden 15 des Pumpenkörpers b vom Kolben"2, Das Ventil 9 bleibt gesenkt und die Flüssigkeit strömt durch die Öffnungen 17 unter den Kolben c2, da Luft um die ungedichtet geführte Stange cl von oben in den Pumpenkörper b nachtreten kann. Sobald eine Entspannung auftritt, hebt sich das Ventil 9 und schliesst die Öffnungen 16, so dass die unter den Kolben getretene Flüssigkeit in der Kammer 11 zwischen dem Kolben und dem Boden 15 eingeschlossen ist. Die Teile nehmen in diesem Augenblicke die durch strichpunktierte Linien angedeutete Stellung ein.
Da die Flüssigkeit nach der Oberseite des Kolbens nur durch die engen Offnungen 12 übertreten kann, wird die Entspannungsbewegung gebremst. Der Druck, der in der eingeschlossenen Flüssigkeitsmenge auftritt, überträgt sich nicht auf die Flüssigkeit oberhalb des Kolbens, so dass diese Flüssigkeit nicht aus dem Apparat austreten kann.
Der Raum. den die Flüssigkeitsmenge unter dem Kolben ausfüllt, soll dem Raume, den sie oberhalb des Kolbens ausfüllt, gleich sein. Nachdem nun oberhalb des Kolbens ein entsprechender
Raum von der Stange c eingenommen wird, so genügt es, um diese Differenz zu verringern und unterhalb des Kolbens kein zu grosses Vakuum zu erhalten, die Stange cl hohl zu machen und den
Boden 15 in seiner Mitte mit einer Gegenstange 18 zu versehen, welche in der Höhlung der Stange cl gleitet.
Die Fig. 3 zeigt in Seitenansicht die Verwendungsart dieser Ausführungsform bei der Auf- hängung eines Fahrzeuges.
Wie ersichtlich, ist an dem Ende des Chassis ein Arm p befestigt, der mit seinem freien
Ende an dem Stützteil b der Stossdämpfvorrichtung angelenkt ist. Die Stange cl ist mit einem
Gelenk r verbunden, das seinerseits an dem Ende der üblichen Tragfeder s angelenkt ist.
Es ist ersichtlich, dass die gewöhnliche Tragfeder s nicht direkt gebremst wird. Das Fahr- zeug stützt sich andererseits nicht direkt auf die Feder s, sondern durch die Vermittlung der elastischen Stossdämpfvorrichtung auf diese. Es wird also ein jeder von der Feder 8 aufgenommene
Stoss dem Fahrzeuge nur durch die Stossdämpfvorrichtung übertragen.