AT58504B - Verfahren zur Abscheidung von Paraffin aus Paraffin-Öl-Gemengen und zur Fraktionierung von Paraffin. - Google Patents

Verfahren zur Abscheidung von Paraffin aus Paraffin-Öl-Gemengen und zur Fraktionierung von Paraffin.

Info

Publication number
AT58504B
AT58504B AT58504DA AT58504B AT 58504 B AT58504 B AT 58504B AT 58504D A AT58504D A AT 58504DA AT 58504 B AT58504 B AT 58504B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
paraffin
oil
separating
fractionating
oil mixtures
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Triester Mineral Oelraffinerie
Karl Opl
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Triester Mineral Oelraffinerie, Karl Opl filed Critical Triester Mineral Oelraffinerie
Application granted granted Critical
Publication of AT58504B publication Critical patent/AT58504B/de

Links

Landscapes

  • Fats And Perfumes (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Verfahren zur Abscheidung von Paraffin aus Paraffin-Öl-Gemengen und zur Fraktionierung von Paraffin.   



   Die moderne   Paraffingewinnung   vollzieht sich in fast allen Fabriken in folgenden drei'Stufen : 1.   Auskristallisierenlassen   des Paraffins durch Abkühlen der paraffinhältigen Destillate und Trennung der gewonnenen Kristalle vom Öl durch Filtration in Filterpressen. 2. Veredelung des aus den Filterpressen kommenden, noch stark ölhaltigen Paraffins, des sogenannten   Gatsches.   3. Vollständige Entölung des veredelten Gatsches durch den   Schwitzprozess.   



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren, das geeignet ist, vor allem den   Veredelungsprozess   (den zweiten Arbeitsabschnitt) in denkbar einfachster und billigster Weise durchzuführen. Auch hiernach wird das Paraffin durch Abkühlen aus dem zu ver-   edelnden   Material auskristallisiert. Statt aber, wie bisher üblich, einen gleichmässigen, pumpfähigen Kristallbrei entstehen zu lassen, aus welchem die Paraffinkristalle nur mit Hilfe der Filterpressen oder anderer ebenso kostspieliger Vorrichtungen separiert werden können, vermag man nach dem neuen Verfahren die Trennung der festen von den flüssigen Anteilen ohne weitere Hilfsmittel im Kristallisator selbst durchzuführen.

   Versuche haben dargetan, dass es bei Einhaltung bestimmter Arbeitsbedingungen gelingt, die Paraffinkristalle kurz nach ihrer Entstehung aus dem Paraffingatsch derart abzuscheiden, dass sie von dem noch flüssigen Anteil   sih   glatt absetzen und am Boden des Gefässes im weiteren Verlaufe des Prozesses sich zu einer festen filzigen Masse verdichten, durch welche die flüssigen Anteile leicht abgeseiht werden können und dass den derart gewonnenen Kristallen bloss ein Minimum von 01 (Mutterlauge) anhaftet. 



   Wesentlich zur Erzielung dieser Wirkung sind : 1. Die Art der Bewegung, die weder In der Art wie bei den bekannten Kristallisationsapparaten erfolgen darf, noch ein lebhaftes   Durchmischen   wie etwa beim Maischprozess darstellt. 2. Die Schnelligkeit der Abkühlung. 



  3. Die Temperatur, auf die gekühlt wird. Die unter 1. genannte Bedingung wird erreicht, Indem in stehenden kreiszylindrischen Gefässen a mit eingebauten äusserst langsam rotierenden wagerechten und flachen   Armen t,   die gegen den Gefässmantel zu wie üblich mit Kratzern el versehen sind, der ganze   Gefässinbalt   mitgedreht wird, so dass er sich wie ein aufrechter zylindrischer Körper verhält, der sich um seine Achse dreht. Dadurch erfahren die einzelnen Teile des Inhaltes fast keine gegenseitige Lageveränderung Die bei langsamer Abkühlung nun folgende Ausscheidung des Paraffins ist dadurch charakterisiert, 
 EMI1.1 
 und durch das Sieb hindurch vermittelst des an der tiefsten Stelle angebrachten Hahnes d abgeleitet. Die unter 2. und 3. genannten Bedingungen sind variabel je nach Schmelzpunkt und Paraffingehalt des Ausgangsmaterials.

   Wird z. B. die Beschickung des Apparates mit einem 
 EMI1.2 
 vorgenommen, so wird die Abkühlung zweckmässig so geleitet, dass die Temperatur in jeder Stunde   um     0-61 bis 0-80 C sinkt,   bis auf eine Temperatur von 290 C. Die Abkühlung wird sonach einen Zeitraum von zirka   18   Stunden beanspruchen. Bei der erreichten Temperatur   \ on 290 C wird   die Abseihung des Öles in früher beschriebener Weise vorgenommen, nachdem man zu vor die Drehbewegung und die eventuell vorgenommene künstliche Abkühlung eingestellt hat. Hiezu werden je nach Grösse des   Apparates 1/4   bis 1 Stunde beansprucht. 



    Ks   resultieren dann zirka 40 Gewichtsprozente des gefüllten Gatschmaterials als flüssiges () von 29  Stockp. und   400/0   Paraffingehalt, das man in irgend einen Behälter fliessen 
 EMI1.3 
 gehalt, welche mittels einer Dampfschlange in einen anderen Behälter abgeschmolzen wird. 



   Das mit vorgehenden Ausführungen gekennzeichnete Verfahren, das vor allem für die Veredelung des Gatsches von grösstem Belange ist, ist aber auch auf ölfreies Paraffin ausdehnbar, welches eine Summe \on weicheren und härteren Paraffinen darstellt und bei dessen Behandlung mittels obigen Verfahrens die Weichparaffine die Rolle des Öles   Mutterlauge) übernehmen.   Die Abkühlung muss dagegen hier viel langsamer vor sich gehen. 



  Wird z. B. ölfreies Paraffin von 530 Stockp. mit einer Temperatur von   550   C in den gleichen Apparat gefüllt, so wird vorteilhaft so gekühlt, dass die Temperatur nach der 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 ersten Stunde auf   53 C   sinkt und von da ab in jeder Stunde um   0'2 C   bis auf eine Temperatur von   510 C,   Die   Klihldauer   beträgt dann 11 Stunden, während welcher Zeit die Ausfällung des härteren Paraffins vor sich ging. Das weichere Paraffin, welches sich dann im flüssigen Zustande im oberen Teile des Apparates befindet, wird dann in der gleichen Weise, wie früher beschrieben, durch die ausgefällte poröse Masse von   Ilartparaffinen   hindurch   abgeseiht   und in einem tiefer liegenden Gefässe aufgefangen.

   Es wird   510 Stockp.     haben. Die Hartparafnnmasse wird   in ein anderes Gefäss abgeschmolzen und hat   55"Stockp.   



  Das Mengenverhältnis von weichem und hartem Paraffin ist zirka 1 :   l.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Abscheidung von Paraffin aus Parafün-Öl-Gemengen sowie zur Fraktionierung von Paraffin, wobei die Ausgangsmaterialien unter langsamer horizontaler Bewegung gleichzeitig abgekühlt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung untel blouser horizontaler Verschiebung der geschmolzenen Paraffinmasse im ganzen, mithin fast ohne gegenseitige Lageveränderung der einzelnen Massenteilchen durchgeführt wird, so dass sich die Paraffinkristalle am Boden absetzen und als Filtermaterial für das darüber stehende Öl (Mutterlauge) dienen. EMI2.1
AT58504D 1911-08-18 1911-08-18 Verfahren zur Abscheidung von Paraffin aus Paraffin-Öl-Gemengen und zur Fraktionierung von Paraffin. AT58504B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT58504T 1911-08-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT58504B true AT58504B (de) 1913-04-10

Family

ID=3580221

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT58504D AT58504B (de) 1911-08-18 1911-08-18 Verfahren zur Abscheidung von Paraffin aus Paraffin-Öl-Gemengen und zur Fraktionierung von Paraffin.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT58504B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1468705A1 (de) Verfahren zur Gewinnung von para-Xylol
DE2524545A1 (de) Gefrierveredlungsverfahren
JPS6033878B2 (ja) 油脂類の自然分別法
AT58504B (de) Verfahren zur Abscheidung von Paraffin aus Paraffin-Öl-Gemengen und zur Fraktionierung von Paraffin.
DE2823124A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur stofftrennung vermittels kristallisation
DE262153C (de)
DE1418959A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von p-Xylol
DE2340625A1 (de) Selektive abtrennung von xylolen durch klasseneinteilung von kristallen unterschiedlicher groesse
DE747665C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Siedesalz aus faerbende Stoffe enthaltenden Solen
DE931464C (de) Verfahren zur kontinuierlichen Gewinnung von Benzol hohen Reinheitsgrades
DE517280C (de) Verfahren zur Herstellung von hochwertigem Paraffin
DE674947C (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Gewinnung fester Stoffe gleichmaessiger Korngroesse aus ihren Loesungen durch Kristallisation
DE909387C (de) Verfahren zur Aufarbeitung von bei der Herstellung von Kohlenwasserstoffen aus Kohlenoxyd und Wasserstoff nach Fischer-Tropsch anfallenden festen Paraffinen
DE534644C (de) Verfahren zur Aufbereitung von wasser- und staubhaltigen Teeren
DE164508C (de)
DE322392C (de) Verfahren und Ofenanlage zur Gewinnung von weissem Kochsalz aus Steinsalz u. dgl.
DE645602C (de) Verfahren zur Herstellung von kristallisierter Dextrose
DE535557C (de) Verfahren zum Entparaffinieren von Erdoelprodukten
AT211455B (de) Kontinuierliches Verfahren zur Behandlung von Flüssigkeiten
DE2031785B2 (de) Verfahren zum Entfernen hochschmelzender Anteile aus Speiseöl nach dem Winterisierungsverfahren
DE812332C (de) Verfahren zur Herstellung von Perlenessenz
US2527481A (en) Refining of vegetable wax powder
DD232903A1 (de) Verfahren zur herstellung von salzen hoher reinheit
DE961080C (de) Verfahren zum Abscheiden ringfoermiger, kristallisierbarer Kohlenwasserstoffe aus einem fluessigen Kohlenwasserstoffgemisch
DE2004827A1 (de) Verfahren zur Abtrennung kristallisierbarer Bestandteile aus Lösungen