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Die Erfindung betrifft ein Fenster in einem Fensterstock, insbesondere mit Normabmessungen, der durch mindestens ein
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flügel aufnimmt.
Fenster dienen der Belichtung und der Belüftung von Räumen.
Bei der Belüftung ist auf die Einbruchsgefahr zu achten, ferner auf die Wetterbedingungen, um einen Wassereinbruch bei Regengüssen zu verhindern und darauf, dass durch Unachtsamkeit insbesondere Kinder nicht aus dem Fenster fallen. Bei Kippfenstern besteht die Einbruchsgefahr weiterhin, sodass empfohlen wird, die Fenster bei Abwesenheit zu schliessen. Im Hinblick auf die Wetterbedingungen gilt in Schulen etwa, dass Fenster nach dem Unterricht in den Klassen ebenfalls zu schliessen sind.
Die Erfindung zielt darauf ab, die Funktion der Belüftung von jener der Belichtung zu trennen und eine gefahrlose Dauerbelüftung auch bei Abwesenheit zu ermöglichen. Dies wird dadurch erreicht, dass der eine Fensterflügel als normaler verglaster Fensterflügel den überwiegenden Teil der vom Fensterstock umschlossenen Fläche einnimmt, während der andere, insbesondere blinde, undurchsichtige Fensterflügel eine Breite aufweist, die im Bereich zwischen 15 und 25 cm liegt und ein Einsteigen sowie Herausfallen von Personen verhindert und dass dem letztgenannten schmalen Fensterflügel Lamellen als Regen- und Einbruchsschutz nach aussen am Fensterstock, gegebenenfalls mit einem Insektengitter, vorgelagert sind.
Die Breite des abgeteilten schmalen Fensterflügels ist so bemessen, dass sich niemand - auch kein Kind - durch den vom Stock und dem Setzholz begrenzten Rechteck hindurchzwängen kann. Ein solcher Fensterflügel ist so schmal, dass seine Verglasung in der Regel nicht sinnvoll ist. Der Fensterflügel kann gefahrlos permanent zur Dauerbelüftung offen bleiben.
Die Lamellen an der Stockaussenseite verhindern das Eindringen von Regen oder Schnee. Durch das Fliegengitter am Stock im Bereich des schmalen Flügels wird eine Filterung der Luft, insbesondere zur Abhaltung von Insekten, erreicht.
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Da der schmale Fensterflügel meist offen ist und in der Geschlossenstellung praktisch nicht zur Belichtung beitragen würde, ist es zweckmässig, wenn dieser an Stelle einer Verglasung eine isolierende Korkfüllung, insbesondere zwischen zwei Holzplatten, in der für die Verglasung beim Fensterflügelprofil vorgesehenen Nut bzw. Einfräsung aufweist. Bei allen Fensterflügeln wird ein im Querschnitt stets gleichbleibendes Flügelprofil eingesetzt. Der Streifen, den das Flügelprofil beim schmalen Flügel umschliesst, hat eine Breite von z. B. 2 bis 10 cm, die durch die undurchsichtige Verblendung wärmedämmend ausgefüllt ist.
Eine ganz besondere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen um horizontale Achsen beweglich gelagert sind und über ein Gestänge bei geschlossenem, schmalem Fensterflügel in überlappende Schliessstellung, sowie bei geöffnetem Fensterflügel in dachschrägenartige Offenstellung drehbar sind. Daher schwenken die leicht schräg stehenden Lamellen beim Schliessen des Fensterflügels in die Vertikalstellung, sodass sich aussen eine durch überlappend aneinanderliegende Lamellen gebildete geschlossene Fläche ergibt. Der Luftraum zwischen dieser Fläche und dem Fensterflügel trägt wesentlich zur thermischen Isolierung bei. Immer dann, wenn der schmale Fensterflügel geöffnet wird, stellen sich die Lamellen in die Schräglage (Offenstellung). Dies wird z.
B. durch einen Taststift erreicht, der im Falz des Fensterstockes vorsteht und beim Schliessen des schmalen Fensterflügels von diesem gegen Federkraft zurückgeschoben bzw. eingeschoben wird. Der Stift ist Teil eines Gestänges, das an einem Winkelhebel angreift, der an der Stockaussenseite die horizontale Bewegung des Stiftes in eine vertikale Bewegung einer Steuerstrange umsetzt, an welcher die Lamellen jeweils im Abstand von der Drehachse angelenkt sind.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in den Zeichnungen dargestellt.
Fig. 1 zeigt ein Fenster gemäss der Erfindung von der Raumseite mit einem normalen und einem extrem schmalen Fenster-
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flügel, Fig. 2 das Fenster von der Aussenseite und Fig. 3 einen Querschnitt durch ein Fenster im Bereich des schmalen Fensterflügels.
Gemäss Fig. 1 und 2 ist ein Fensterstock 1 durch Kämpfer 2 horizontal und Setzhölzer 3 vertikal unterteilt. Kämpfer 2 können bei Fenster ohne Oberlichte natürlich entfallen. Die Unterteilung durch das Setzholz 3 ist so getroffen, dass sich jeweils ein normaler Fensterflügel 4, und ein extrem schmaler Fensterflügel 5 ergibt. Im Bereich der hier auch dargestellten Oberlichte ergibt sich diese Aufteilung ebenso. Der schmale Fensterflügel 5 hat eine Breite, die ein Einsteigen und ebenso ein Herausfallen aus dem Fenster selbst für Kinder nicht ermöglicht. Die Gesamtbreite orientiert sich an der Norm für den Abstand von Balkongitterstäben, die ebenfalls der vorstehenden Anforderung entsprechen müssen. Somit ergeben sich Gesamtbreiten zwischen Stock 1 und Setzholz 3 von 15 bis 25 cm.
Die Flügelrahmenprofile der schmalen und der normal grossen Fe sterflügel 4,5 sind gleich. Dort, wo beim normalen Fenster ügel 4 das Glas eingebaut ist, befinden sich gemäss Fig. 3 balm schmalen Fensterflügel 5 zwei einander gegenüberliegende Holzplatten 6,7, die eine Korkfüllung 8 einschliessen. Dem schmalen Fensterflügel 5 ist zwischen Stock 1 und Setzholz 3 ein Fliegengitter 9 vorgelagert. Ganz aussen sind ferner noch Lamellen 10 angeordnet. Diese sind entweder starr mit einer leichten Schräge als Regenschutz sowie als Einbruchsschutz vorgesehen oder beweglich.
Fig. 2 zeigt die Ansicht von aussen. Hier erkennt man neben dem normalen Fensterflügel 4 die Lamellen 10. Der schmale Fensterflügel 5 ist durch eine Olive 11 ebenso zu öffnen, wie der normale Fensterflügel 4. Der schmale Fensterflügel 5 kann permanent zur Lüftung geöffnet sein, da weder die Gefahr eines Einbruchs, eines Unfalls noch einer Überschwemmung bei einem Regenguss besteht.
In Fig. 3 ist ferner noch eine Möglichkeit schematisch angedeutet. Es sind die Lamellen 10 jeweils um eine horizontale Achse drehbar. Immer dann, wenn der schmale Fensterflügel 5
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geschlossen ist, klappen auch die Lamellen 10 in die einander dachziegelartig überlappende geschlossene Position. Somit ergibt sich dahinter ein Luftpolster zur Verbesserung der thermischen Isolation. Sobald der schmale Fensterflügel 5 geöffnet wird, stellen sich die Lamellen 10 annähernd waagrecht (bzw. leicht schräg).
Dazu sieht das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 einen Stift 12 (Taststift) im Falz des Stockes 1 vor, der bei geöffnetem schmalen Fensterflügel 5 vorspringt und bei geschlossenem schmalen Fensterflügel 5 hineingedrückt wird. Diese Schiebebewegung gegen die Kraft einer Rückstellfeder wird über einen Winkelhebel umgelenkt und auf eine vertikal geführte Steuerstange übertragen. An dieser sind die Lamellen 10 im Abstand zur jeweiligen Drehachse angelenkt. Durch Einschieben des Stiftes 12 beim Schliessen des schmalen Fensterflügels 5 verschiebt sich auch die Steuerstange und nimmt die Lamellen in ihre dicht aneinander liegende Stellung mit. Natürlich kann auch eine andere Kinematik Verwendung finden, um dieses Ziel zu erreichen.