AT54639B - Verfahren und Einrichtung zur Wiedergewlnnung aller bei der Glasbereitung in gedeckten Häfen abziehenden Bestandteile. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Wiedergewlnnung aller bei der Glasbereitung in gedeckten Häfen abziehenden Bestandteile.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Verfahren und Einrichtung zur Wiedergewinnung aller bei der Glasbereitung in gedeckten Häfen abziehenden Bestandteile.   



   Man hat bereits vorgeschlagen, die beim Schmelzen des Glassatzes entweichenden Stoffe aufzufangen und nutzbar zu machen. Die Erfindung bezieht sich auf eine zweckmässige Arbeitsweise nebst Einrichtungen hiezu. Hiebei wird in bekannter Weise das Entweichen jener Stoffe und die Läuterung der Schmelze durch Absaugen aus dem Schmelzgefäss unterstützt. Zum Festhalten der einzelnen Bestandteile des aus der Schmelze entweichenden Gemisches von Flugstaub und Gasen werden bekannte Apparate benutzt. 



   Die Zeichnung gibt beispielsweise eine Ausführungsform der Erfindung für einen Boötiusofen wieder, deren Einzelheiten ebenso wie die Ausführungsart entsprechend dem Zweck, der Grösse, der Anzahl sowie der Beschaffenheit des einzelnen Schmelzofens oder der   Schmelzgefäss   verändert werden können. 



   Fig. 1 zeigt die äussere Ansicht, Fig. 2 einen Schnitt, teilweise eine Ansicht, durch eine Ofenanlage, bei welcher der eine Glashafen mit der Vorrichtung zur Gewinnung der flüchtigen Stoffe 
 EMI1.1 
 
Einzelheiten der Ofeneinrichtung, Fig. 4 veranschaulicht den eigentlichen   Wiedergewinnungs-   apparat, der folgende Bestandteile aufweist :
1. Einen oder mehrere Türme   L aus säurebeständigem Steingut,   die kleine Stücke von
Kalziumkarbonat enthalten,   2.   einen sogenannten Aspirator M,
3. einen Gasometer N,
4. einen oder mehrere Türme 0, die poröse Stoffe und Chlorkalzium in ganz kleinen   Stücken   enthalten,
5. einen oder mehrere Kompressoren Q. 



   Der Glashafen ist mit einem aus feuerbeständiger Masse bestehenden Deckel abgedeckt, über diesen die Gusseisenplatte A gelegt, die an den Rändern mit einer Schicht feuerfester Erde luftdicht angekittet ist (wie bei der Leuchtgasfabrikation). Die   Gusseisenplatte   A wird dabei   zweckmässig   von der Brücke B getragen. 



   In der Platte sitzt ein gusseisernes, innen   emailliertes Rohrstück T,   das zwecks leichter Auswechselbarkeit   angeschraubt   ist. Das Rohr kann auch aus Steingut bestehen und in geeigneter Weise mit der Platte   A   verbunden sein. Das Rohr steht durch den Deckel hindurch mit dem Innern des Glashafens in Verbindung. 



   Im Gegensatz zu den Ofen ohne Wiedergewinnung ist es   zweckmässig, hier   die Wände der Tiegel D an der Öffnung zu verstärken und ihnen einen längeren Hals zu geben. 



   Die grössere Stärke an der Öffnung des Schmelztieg61s hat den Zweck, eine grössere Be-   rührungsfläche   zwischen dem Rand des Tiegels und dem   Gusseisendeckel   herzustellen, wodurch die Gefahr des Entweichens der Gase vermindert wird. 



   Das Tiegelinnere steht tritteis des Rohres T mit dem   FlÅachenapparat   G (Fig. 3) in Verbindung, welcher die in dem Gasen enthaltenen festen Bestandteile und Sublimate   zurückhält   und seinerseits   wieder mit Hilfe   einer Klappe durch die Sammelleitung   H, S   und den Turm L mit dem Ventilator M in Verbindung steht, der das Absaugen der Gase bewirkt. Das Röhren- 
 EMI1.2 
 

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   Die Sammelleitung H muss aus leicht auseinandernehmbaren Stücken zusammengesetzt sein, da sie alle drei bis vier Wochen sorgfältig gereinigt werden muss. 



   Die Sammelleitung ist schräg verlegt und hat am tiefsten Punkt einen Abfluss für das Wasser, das durch die Verdichtung des Wasserdampfes entsteht, welches die Ausgangsstoffe   (i O,     Na     Usw.)   enthalten. 



   Der Turm L von säurebeständigem Steingut enthält kleine Stücke von   CaCOg,   welche die Aufgabe haben, die sich bildenden salpeterigen Dämpfe zu absorbieren. Die Gase durchstreichen hier einen sehr feinen Regen, der beständig von oben herabfällt, und treten so gewaschen und abgekühlt aus dem Turm L aus. 



   Diese Türme, von welchen zumindest zwei Stück vorhanden sein müssen, sind durch Röhren so verbunden, dass man die Türme zur Erneuerung des Ca   00.   nach Belieben ein-oder ausschalten kann. 



   Das aus den Türmen entweichende Kohlensäureanhydrid wird abgekühlt und gereinigt vom Ventilator M in den Gasometer   N   gedrückt. Von dort wird es mittels einer Pumpe abgesaugt, welche das Anhydrid in einer Reihe von Trockentürmen 0 drückt, die poröse Stoffe und Ca   C,   enthalten. 



   Auch von diesen Türmen 0 müssen mehrere vorhanden und durch Leitungsröhren, die mit ebenen   Ofnungs-und Schliessklappen   versehen sind, so verbunden sein, dass stets der Turm, welcher nicht mehr gebrauchsfähig ist, abgeschaltet werden kann. Das verbrauchte Ca Cl wird durch Konzentrieren und Verdampfen der Lösung zur Trockne wiedergewonnen, so dass der Verbrauch an Ca Cl unbedeutend ist. 



   Der letzte Übergang geschieht durch die Kompressoren Q, durch welche die   CO,   zunächst auf etwa 10 Atmosphären zusammengepresst wird. Ein zweiter Kompressor zieht das im ersten Kompressor   zusammengedrückte   Gas an und bringt es auf einen Druck von etwa 20 Atmosphären, bis schliesslich ein dritter Apparat die COg vom zweiten Kompressor aufnimmt und auf den Druck von 70 Atmosphären bringt, unter dem sie bei geeigneter Abkühlung flüssig wird. 



   Es se : noch bemerkt, dass auch im Falle eines unvollkommenen Arbeitens des Schmelzofens die Gewinnung der gasförmig entweichenden Bestandteile nur insofern beeinträchtigt wird, als eine langsame Entwicklung der Gase und Sublimate eintritt, die entsprechend länger dauert. 



   Gasproben zur Analyse saugt man aus dem Flächenapparat G ab und verwendet die ge- wöhnlichen Apparate für die Analysen der Gase. 



   Bei der Herstellung von gewissen Glassorten kann man ausser   CO,   und anderen schon erwähnten Stoffen noch andere von sehr hohem Werte gewinnen, wie z. B. das Selen, das heut- zutage allgemein als   Entfärbungsmittel   für die weissen Glassorten und für das Kristallglas und auch zur Erlangung der rosa Farbe verwendet wird. 



   Auch die Glassätze, die Antimon und Schwefelantimon enthalten, entwickeln Dämpfe, die ebenso leicht gewinnbar   Bil1d wie   die Dämpfe der Opalglassätze, für welche grosse Mengen von   Arsensäureauhydrid   erforderlich sind. 



    PATENTANSPRÜCHE ;   
1. Verfahren zur Wiedergewinnung aller bei der Glasbereitung in gedeckten Häfen abziehenden flüchtigen Gase, Dämpfe und staubartigen Bestandteile, gekennzeichnet durch Abführung aller Abgänge der einzelnen Häfen nach je einem der Abscheidung der festen Bestandteile dienenden, an sich bekannten   Flächenapparate   und hierauf erfolgende Vereinigung der vorgereinigten Gase aller Häfen zwecks gemeinsamer weiterer Behandlung zur Wiedergewinnung der flüchtigen Bestandteile.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da13 die einzelnen Häfen (D) durch feuerfeste, durchbohrte Pfropfen verschlossen sind, über ein gusseiserner, mit Ableitungsrohr (T) ausgestatteter Deckel (a) luftdicht gelegt ist.
    3. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die vorgereinigten Gase abführende Sammelleitung (N) geneigt und an ihrem tiefsten Punkte mit einer Abflussöffnung für die in der Sammelleitung sich niederschlagenden Dämpfe versehen ist.
AT54639D 1909-07-19 1909-07-19 Verfahren und Einrichtung zur Wiedergewlnnung aller bei der Glasbereitung in gedeckten Häfen abziehenden Bestandteile. AT54639B (de)

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