AT528222A4 - Vorrichtung zum Einbau eines Dachflächenfensters - Google Patents

Vorrichtung zum Einbau eines Dachflächenfensters

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AT528222A4
AT528222A4 ATA50564/2024A AT505642024A AT528222A4 AT 528222 A4 AT528222 A4 AT 528222A4 AT 505642024 A AT505642024 A AT 505642024A AT 528222 A4 AT528222 A4 AT 528222A4
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Abstract

Es wird eine Vorrichtung zum Einbau eines Dachflächenfensters (7) in eine Dachkonstruktion mit einem aus einem Dämmmaterial gefertigten Dämmrahmen (1), der einen Grundrahmen (2) und einen in einer Fügerichtung (3) auf den Grundrahmen (2) aufgesetzten Adapterrahmen (4) umfasst beschrieben. Um eine Vorrichtung zum Einbau eines Dachflächenfensters (7) in eine Dachkonstruktion zur Verfügung zu stellen, welche komfortabel und zeitsparend an die Gegebenheiten einer Dachkonstruktion angepasst werden kann, ohne dabei die Dämm- und Dichteigenschaften zu beeinträchtigen wird vorgeschlagen, dass die Stoßflächen von Grundrahmen (2) und Adapterrahmen (4) einen Anschlagsabschnitt (5) und einen, wenigstens abschnittsweise umlaufenden und gegenüber dem Anschlagsabschnitt (5) geneigten Dichtabschnitt (6) umfassen.

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Einbau eines Dachflächenfensters in eine Dachkonstruktion mit einem aus einem Dämmmaterial gefertigten Dämmrahmen, der einen Grundrahmen und einen in einer Fügerichtung
auf den Grundrahmen aufgesetzten Adapterrahmen umfasst.
Beim Einbau von Dachflächenfenstern in eine Dachkonstruktion ist es nötig, das Dachflächenfenster im Übergang zur umgebenden Dachkonstruktion wasserfest abzudichten und zu dämmen. Aus der DE20203854U1 sind Dämmrahmen bekannt, welche aus mehreren, miteinander verklebten Rahmenteilen bestehen. Die einzelnen Rahmenteile weisen unterschiedliche Höhen und Breiten auf und sind dadurch der jeweiligen Dachkonstruktion anpassbar. Der Dämmrahmen wird entsprechend der Dach- und Konterlattenhöhe ausgewählt und vor der Montage auf der Dachkonstruktion mit einem vorgesehenen Dachflächenfenster verschraubt. Nachteilig an diesem System ist, dass beim Verkleben der einzelnen Rahmenteile die Rahmenteile exakt aufeinander positioniert und während des Aushärtens des Klebstoffs in dieser Positionierung festgelegt werden müssen. Auch ergibt sich durch die Verwendung von Klebstoff eine Arbeitsverzögerung, wenn der Dämmrahmen montageseitig den Gegebenheiten der Dachkonstruktion angepasst
werden soll.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Einbau eines Dachflächenfensters in eine Dachkonstruktion zur Verfügung zu stellen, welche komfortabel und zeitsparend an die Gegebenheiten einer Dachkonstruktion angepasst werden kann, ohne dabei die Dämm- und Dichteigenschaften zu
beeinträchtigen.
Dichtabschnitt umfassen.
Zufolge der zueinander geneigten Anschlags- und Dichtabschnitte kann nicht nur der Adapterrahmen in einfacher Weise entsprechend einer vorgegebenen Sollposition ausgerichtet werden, sondern es ergibt sich entlang der Stoßflächen auch ein verlängerter Migrationsweg mit erhöhtem Strömungswiderstand, sodass auch ohne Verkleben eine ausreichende Dämm- und Dichtwirkung erreicht werden kann. Während der vorzugsweise quer zur Fügerichtung verlaufende Anschlagsabschnitt einen Formschluss zwischen Grund- und Adapterrahmen in Fügerichtung bewirken kann, bildet der zu den Anschlagsabschnitten geneigte Dämmakbschnitte einen Formschluss quer zur Fügerichtung. Somit können der Grundrahmen und der Adapterrahmen rascher und in einer für den Monteur augenscheinlichen Weise zusammengefügt werden, wodurch die Vorrichtung komfortabel an die Gegebenheiten einer Dachkonstruktion angepasst werden kann, ohne dass die Positionierung während eines Klebevorganges manuell aufrecht erhalten werden müsste und ohne dass dabei die Dämm- und Dichteigenschaften beeinträchtigen werden. Um die Ausrichtung weiter zu erleichtern, kann der Dichtabschnitt wenigstens zwei Dichtflächen aufweisen, die den Adapterrahmen gegenüber dem Grundrahmen quer zur Fügerichtung in wenigstens zwei voneinander abweichenden Raumrichtungen festlegen. Zu diesem Zweck kann je eine Dichtfläche einen Anschlag in eine dieser Raumrichtungen bilden. In einer bevorzugten Ausführungsform sind wenigstens vier, vorzugsweise 8 Dichtflächen vorgesehen, die sich paarweise bezüglicher einer quer zur Fügerichtung
verlaufenden Raumachse gegenüberliegen.
Um einen platzsparenden Transport bis zum Montageort zu ermöglichen, kann der Adapterrahmen und/oder der Grundrahmen quer zur Fügerichtung mehrere Rahmenstreben, nämlich Adapterrahmenstreben beziehungsweise
Grundrahmenstreben, umfassen. Dies kann insbesondere dann von Vorteil sein,
und/oder die Grundrahmenstreben auf Gehrung geschnitten.
Um insbesondere im Fall von einzelnen Rahmenstreben die Montage vor Ort weiter zu erleichtern, ist es vorteilhaft, wenn die Rahmenstreben an ihren wechselseitigen Endabschnitten Rastverbindungen aufweisen. Solche Rastverbindungen können insbesondere an den Endabschnitten benachbarter Grundrahmen- oder Adapterrahmenstreben vorgesehen sein, wobei die Rastverbindungen wenigstens zwei miteinander verrastbare Rastkörper umfassen, die jeweils mit einem der benachbarten Rahmenstreben verbunden sind. Die Rahmenstreben können an ihren wechselseitigen Endabschnitten Aufnahmen, insbesondere Ausfräsungen zum Einsetzen der Rastkörper aufweisen. Diese Aufnahmen bilden insbesondere
Sacklöcher im Kern der jeweiligen Rahmenstrebe.
Damit die Dämm- und Dichtwirkung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung weiter erhöht werden kann, wird vorgeschlagen, dass der Dichtabschnitt quer zum Anschlagsabschnitt verläuft. Somit ergibt sich hinsichtlich des Migrationsweges für Flüssigkeiten und Gase ein erhöhter Strömungswiderstand, ohne dass das Fügeverhalten durch sich ergebende Hinterschneidungen negativ beeinflusst werden muss. Dies bedeutet, dass auch die Dichtflächen des Dichtabschnitts quer zu den Anschlagsflächen des Anschlagabschnitts ausgerichtet sind, wobei die Dichtflächen somit in Fügerichtung und die Anschlagsflächen quer zur Fügerichtung
verlaufen.
Eine besonders stabile Verbindung mit vorteilhaften Dicht- und Dämmeigenschaften kann zwischen dem Grundrahmen und dem Adapterrahmen dann erreicht werden, wenn die Stoßflächen von Grundrahmen und Adapterrahmen eine Feder-NutVerbindung bilden. Der Nutgrund bzw. die Stirnfläche der Feder bilden dabei Anschlagsflächen des Anschlagsabschnitts, die Nut- und Federwände bilden
Dichtflächen des Dichtabschnitts. Somit ergeben sich wenigstens 4, insbesondere
Fügerichtung festgelegt werden kann.
Um eine hohe thermische sowie chemische Beständigkeit und eine geringe Wasseraufnahme zu gewährleisten, kann der Dämmrahmen wenigstens abschnittsweise aus Polyethylenterephthalat (PET) gefertigt sein. Bevorzugt wird das PET aus recycelten Materialen gewonnen und ist geschäumt, sodass der Dämmrahmen nicht nur eine hohe thermische sowie chemische Beständigkeit
aufweist, sondern auch leicht und nachhaltig ist.
Für eine komfortable Ausrichtung der Dachflächenfenster im Dämmrahmen kann vorgesehen sein, dass der Adapterrahmen eine Justierausnehmung aufweist. Ein in den Adapterrahmen eingesetztes Fenster kann so vor einer festen Verbindung mit dem Dämmrahmen noch exakt ausgerichtet werden, indem entsprechende Befestigungslaschen des Fensters in die Justierausnehmungen eingreifen und
innerhalb dieser zur Feinjustierung verlagert werden können.
Die Erfindung betrifft auch ein System zum Einbau eines Dachflächenfensters in eine Dachkonstruktion mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, wobei das System mehrere, in Fügerichtung voneinander abweichende Höhen aufweisende Adapterrahmen umfasst. Ein solches System ermöglicht es dem Monteur, aus mehreren verfügbaren Adapterrahmen unterschiedlicher Höhe den für die jeweilige
Dachkonstruktion passenden Adapterrahmen auszuwählen.
Die Erfindung bezieht sich außerdem auf ein Verfahren zum Einbau eines Dämmrahmens in eine Dachkonstruktion, wobei zunächst ein Grundrahmen des Dämmrahmens an der Dachkonstruktion befestigt wird, wonach ein aus einer Reihe von Adapterrahmen mit voneinander abweichender Höhe in Fügerichtung
ausgewählter Adapterrahmen auf den Grundrahmen aufgesetzt wird. Der
Rastverbindungen miteinander verbunden werden können.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es
zeigen
Fig. 1 einen schematischen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung, welche mit einem Dachflächenfenster auf einer Dachkonstruktion montiert ist,
Fig. 2 eine schematische, teilaufgerissene Aufsicht auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung, welche mit einem Dachflächenfenster verbunden ist,
Fig. 3 bis Fig. 5 einen schematischen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit einem Grundrahmen, auf welchen Adapterrahmen mit
voneinander abweichenden Höhen aufgesetzt sind.
Eine in Fig. 1 im schematischen Querschnitt gezeigte, erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst einen Dämmrahmen 1, der einen Grundrahmen 2 und einen in Fügerichtung 3 aufgesetzten Adapterrahmen 4 umfasst. Die Stoßflächen des Grund- und Adapterrahmens 2, 4 umfassen einen Anschlagsabschnitt 5 und einen gegenüber dem Anschlagsabschnitt 5 geneigten Dichtabschnitt 6. Ein Dachflächenfenster 7 ist über seinen Fensterrahmen 8 mit dem Adapterrahmen 4
des Dämmrahmens 1 verbunden.
Die Fig. 2 zeigt eine schematische Aufsicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung, wobei der Grundrahmen 2 und der Adapterrahmen 4 mehrere, auf Gehrung geschnittene Rahmenstreben 2a, 2b, 2c, 2d sowie 4a, 4b, 4c, 4d umfassen. Die auf Gehrung geschnittenen Endabschnitte 9 der Grundrahmenstreben 2a, 2b, 2c, 2d
weisen Rastverbindungsteile 10a, 10b auf, mittels welcher zwei benachbarte
Adapterrahmen 4 verbindbar ist.
In den Fig. 3 bis Fig. 5 ist ein Grundrahmen 2 mit mehreren Adapterrahmen 4 gezeigt, welche in Fügerichtung 3 voneinander abweichende Höhen h aufweisen. In der gezeigten Ausführungsform bilden die Stoßflächen zwischen Grund- und Adapterrahmenrahmen 2, 4 eine Feder-Nut-Verbindung, bei welcher die Dichtabschnitte 6 mit ihren Dichtflächen 13 quer zum Anschlagsabschnitt 5 mit
seinen Anschlagsflächen 14 verlaufen.
12

Claims (1)

  1. (345579.6) IV
    Patentansprüche
    1. Vorrichtung zum Einbau eines Dachflächenfensters (7) in eine Dachkonstruktion mit einem aus einem Dämmmaterial gefertigten Dämmrahmen (1), der einen Grundrahmen (2) und einen in einer Fügerichtung (3) auf den Grundrahmen (2) aufgesetzten Adapterrahmen (4) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoßflächen von Grundrahmen (2) und Adapterrahmen (4) einen Anschlagsabschnitt (5) und einen, wenigstens abschnittsweise umlaufenden und gegenüber dem Anschlagsabschnitt (5) geneigten Dichtabschnitt
    (6) umfassen.
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Adapterrahmen (4) und/oder der Grundrahmen (2) mehrere Rahmenstreben (4a-4d, 2a-2d) umfasst.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenstreben (4a-4d, 2a-2d) an ihren wechselseitigen Endabschnitten (9)
    Rastverbindungen aufweisen.
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet,
    dass der Dichtabschnitt (6) quer zum Anschlagsabschnitt (5) verläuft.
    5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet,
    dass die Stoßflächen eine Feder — Nut Verbindung bilden.
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet,
    dass der Dämmrahmen (1) wenigstens abschnittsweise aus PET gefertigt sein.
    dass der Adapterrahmen (4) eine Justierausnehmung (11) aufweist.
    8. System zum Einbau eines Dachflächenfensters (7) in eine Dachkonstruktion mit einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch mehrere, in Fügerichtung (3) voneinander abweichende Höhen (h) aufweisende
    Adapterrahmen (4).
    9. Verfahren zum Einbau eines Dämmrahmens (1) in eine Dachkonstruktion dadurch gekennzeichnet, dass zunächst ein Grundrahmen (2) des Dämmrahmens (1) an der Dachkonstruktion befestigt wird, wonach ein aus einer Reihe von Adapterrahmen (4) mit voneinander abweichender Höhe (h) in Fügerichtung (3)
    ausgewählter Adapterrahmen (4) auf den Grundrahmen (2) aufgesetzt wird.
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