AT528212A4 - Beschlag, welcher als Möbelbeschlag oder als Baubeschlag ausgebildet ist - Google Patents

Beschlag, welcher als Möbelbeschlag oder als Baubeschlag ausgebildet ist

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AT528212A4
AT528212A4 ATA50914/2024A AT509142024A AT528212A4 AT 528212 A4 AT528212 A4 AT 528212A4 AT 509142024 A AT509142024 A AT 509142024A AT 528212 A4 AT528212 A4 AT 528212A4
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    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
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    • E05D7/04Hinges adjustable relative to the wing or the frame
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    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47BTABLES; DESKS; OFFICE FURNITURE; CABINETS; DRAWERS; GENERAL DETAILS OF FURNITURE
    • A47B88/00Drawers for tables, cabinets or like furniture; Guides for drawers
    • A47B88/90Constructional details of drawers
    • A47B88/944Drawers characterised by the front panel
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05YINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES E05D AND E05F, RELATING TO CONSTRUCTION ELEMENTS, ELECTRIC CONTROL, POWER SUPPLY, POWER SIGNAL OR TRANSMISSION, USER INTERFACES, MOUNTING OR COUPLING, DETAILS, ACCESSORIES, AUXILIARY OPERATIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, APPLICATION THEREOF
    • E05Y2201/00Constructional elements; Accessories therefor
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Abstract

Beschlag (10), welcher als Möbelbeschlag oder Baubeschlag ausgebildet ist, wobei der Beschlag (10) dazu ausgebildet ist, zwei Möbelelemente (3a-3c) oder Bauelemente miteinander zu verbinden, umfassend: − wenigstens einen Grundkörper (18), − wenigstens ein Stellelement (19), welches relativ zum Grundkörper (18) bewegbar gelagert ist, − wenigstens eine Einstellvorrichtung (14) zur Einstellung einer relativen Lage zwischen dem Grundkörper (18) und dem Stellelement (19), wobei die wenigstens eine Einstellvorrichtung (14) wenigstens einen um eine Drehachse (21) drehbaren Exzenter (15) aufweist, wobei die relative Lage zwischen dem Grundkörper (18) und dem Stellelement (19) durch eine Drehung des wenigstens einen Exzenters (15) um die Drehachse (21) einstellbar ist, − eine am wenigstens einen Exzenter (15) angeordnete, umfangseitige Stellkontur (23), wobei die umfangseitige Stellkontur (23) bei einer Drehung des Exzenters (15) um die Drehachse (21) an wenigstens einer Gegenkontur (29a) abläuft, wobei die umfangseitige Stellkontur (23) des wenigstens einen Exzenters (15) und/oder die wenigstens eine Gegenkontur (29a) zur Erhöhung einer Selbsthemmung zumindest bereichsweise eine makroskopische Oberflächenstruktur (23a) aufweist.

Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Beschlag, welcher als Möbelbeschlag oder Baubeschlag ausgebildet ist, wobei der Beschlag dazu ausgebildet ist, zwei Möbelelemente oder
Bauelemente miteinander zu verbinden, umfassend: — wenigstens einen Grundkörper,
— wenigstens ein Stellelement, welches relativ zum Grundkörper bewegbar gelagert ist,
— wenigstens eine Einstellvorrichtung zur Einstellung einer relativen Lage zwischen dem Grundkörper und dem Stellelement, wobei die wenigstens eine Einstellvorrichtung wenigstens einen um eine Drehachse drehbaren Exzenter aufweist, wobei die relative Lage zwischen dem Grundkörper und dem Stellelement durch eine Drehung des wenigstens einen
Exzenters um die Drehachse einstellbar ist,
— eine am wenigstens einen Exzenter angeordnete, umfangseitige Stellkontur, wobei die umfangseitige Stellkontur bei einer Drehung des Exzenters um die Drehachse an wenigstens einer
Gegenkontur abläuft.
Im Weiteren betrifft die Erfindung eine Anordnung mit wenigstens zwei Möbelelementen oder Bauelementen und mit wenigstens einem
Beschlag der zu beschreibenden Art.
Ein derartiger Beschlag ist beispielsweise in der DE 20 2007 014 368 U1l offenbart. Der Beschlag ist als Möbelscharnier ausgebildet und weist zwei Scharnierarmteile auf, welche durch einen Exzenter in einer Längsrichtung des Scharnierarmes relativ
zueinander einstellbar sind.
Mithilfe eines Exzenters kann eine Drehbewegung in eine Linearbewegung eines einzustellenden Bauteiles umgewandelt werden. Bei einem Exzenter ist die Drehachse beabstandet zu
einem gedachten geometrischen Zentrum angeordnet, wobei sich
durch eine spezielle Formgebung des Exzenters ein geringer wirksamer Hebelarm zwischen der Drehachse des Exzenters und dem Angriffspunkt des zu verstellenden Stellelementes ergibt. Durch eine kleine Exzentrizität ergibt sich ein kleiner wirksamer Hebelarm, wobei Jedoch eine große Kraft auf das einzustellende
Bauteil ausübbar ist.
Ein Vorteil eines Exzenters ist auch darin zu sehen, dass der Exzenter frei rotierbar ist, ohne dass eine Rotationsbewegung des Exzenters gehemmt oder blockiert wird. Durch die freie Drehbarkeit des Exzenters ist es praktisch nicht möglich, den Exzenter zu überdrehen und dabei den Exzenter oder andere
Bauteile des Beschlages zu beschädigen.
Durch die exzentrisch angeordnete Drehachse ist es Jedoch auch so, dass die Krafteinleitung seitlich neben der Drehachse des Exzenters erfolgt. Aus diesem Grund ist es möglich, dass die Arretierung des Exzenters relativ zur Gegenkontur mit einer gewissen Unsicherheit verbunden ist, d.h. es könnte sein, dass eine unbeabsichtigte Verstellung zwischen dem Grundkörper und dem Stellelement stattfindet und dass es dabei zu einer
ruckartigen, spontanen Verstellung kommt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Beschlag der eingangs erwähnten Gattung unter Vermeidung der oben
diskutierten Nachteile anzugeben.
Dies wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1l gelöst. Weitere vorteilhafte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen
definiert.
Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass die umfangseitige
Stellkontur des wenigstens einen Exzenters und/oder die
wenigstens eine Gegenkontur zur Erhöhung einer Selbsthemmung zumindest bereichsweise eine makroskopische Oberflächenstruktur
aufweist.
Durch eine makroskopische, d.h. durch eine mit dem freien Auge sichtbare, Oberflächenstruktur kann die Selbsthemmung des Exzenters verbessert werden, sodass eine vorab eingestellte Drehstellung des Exzenters ohne weiteres Zutun in Jeder eingestellten Lage verbleibt. Die Gefahr einer unerwünschten ruckartigen Verstellung des Exzenters kann somit erheblich
reduziert werden.
Die makroskopische Oberflächenstruktur kann beispielsweise Rippen, Noppen, Rillen, Spitzen, Erhebungen, Wellen, Zähne,
Vertiefungen oder Kombinationen aus diesen Elementen aufweisen.
Ein weiterer Vorteil der makroskopischen Oberflächenstruktur ist darin zu sehen, dass der Exzenter erst nach Überwindung einer definierten Haltekraft rotierbar ist, sodass eine feinfühlige Einstellung des Exzenters möglich ist. Überdies ist durch die makroskopische Oberflächenstruktur ein Rastgeräusch erzeugbar, welches dem Benutzer ein akustisches Feedback für den Grad der
vorgenommenen Einstellung vermittelt.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist der Exzenter frei drehbar gelagert, ohne dass ein Anschlag eine Drehbewegung des Exzenters behindert. Auf diese Weise ist eine freie Antriebsbewegung des Exzenters mittels eines Drehwerkzeuges möglich, ohne dass der Exzenter oder andere Bauteile der Einstellvorrichtung beschädigt
werden. Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel besteht der Grundkörper
und/oder der Exzenter aus einem, vorzugsweise
glasfaserverstärktem, Kunststoffmaterial. Auf diese Weise ist
eine einfache und kosteneffiziente Herstellung dieser Bauteile möglich. Die Herstellung kann beispielsweise durch ein Spritzgießverfahren erfolgen, wobei komplexe Formen des Grundkörpers und/oder des Exzenters mit hohen Taktzahlen
herstellbar sind.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel ist der Exzenter zwischen zwei gegenüberliegenden Gegenkonturen angeordnet und wirkt mit beiden Gegenkonturen zusammen, wobei eine makroskopische Oberflächenstruktur an nur einer der beiden Gegenkonturen angeordnet ist. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die andere der beiden Gegenkonturen glatt ausgebildet ist. Auf diese Weise ist eine Rotationsbewegung des Exzenters mit einer definierten Haltekraft möglich, ohne dass sich der Exzenter
zwischen den beiden Gegenkonturen verklemmt.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel erstreckt sich die makroskopische Oberflächenstruktur über einen gesamten Umfang des Exzenters und/oder über eine gesamte Breite des Grundkörpers. Auf diese Weise kann der Exzenter in seiner Position stabilisiert und die Gefahr einer seitlichen Verkippung des Exzenters, insbesondere bei einer Einstellung einer
seitlichen Lage des Exzenters, reduziert werden.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Figurenbeschreibung.
Fig. la, 1b zeigen eine perspektivische Ansicht eines Möbels mit einem Möbelkorpus und relativ zum Möbelkorpus bewegbar gelagerten Möbelteilen in Form von Schubladen sowie eine perspektivische Ansicht des
bewegbaren Möbelteiles,
Fig. 2a, 2b zeigen eine Schublade in einer Querschnittsansicht sowie eine vergrößerte Detaildarstellung hierzu,
Fig. 3a, 3b zeigen den vorderen Bereich der Schublade und den mit der Verbindungsvorrichtung verbindbaren Beschlag in perspektivischen Ansichten,
Fig. 4a-4c zeigen den Beschlag in zwei verschiedenen Ansichten sowie den Exzenter in einer perspektivischen Ansicht,
Fig. 5a, 5b zeigen den Grundkörper mit dem Exzenter in zwei
verschiedenen Ansichten.
Fig. la zeigt eine perspektivische Ansicht eines Möbels 1 mit einem Möbelkorpus 2 und relativ zum Möbelkorpus 2 bewegbar gelagerten Möbelteilen 3. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Möbelteile 3 jeweils als Schubladen ausgebildet, welche über Schubladenausziehführungen 5 (Fig. la) relativ zum Möbelkorpus 2
verfahrbar gelagert sind.
Das Möbelteil 3 weist zwei oder mehrere Möbelelemente 3a, 3b, 3c auf, wobei das Möbelelement 3a eine Schubladenfrontblende, das Möbelelement 3b eine Schubladenseitenwand und das Möbelelement
3c eine Schubladenrückwand sein kann.
Die Möbelelemente 3b in Form der Schubladenseitenwände sind mit dem Möbelelement 3a und mit dem Möbelelement 3c quer zur
verbinden.
Fig. 1b zeigt das bewegbare Möbelteil 3 in Form der Schublade in einer perspektivischen Ansicht. Das bewegbare Möbelteil 3 kann einen Schubladenboden 4 umfassen, welcher mit den Möbelelementen
3a, 3b, 3c verbunden oder anlegbar ist.
Die Schubladenausziehführung 5 zur bewegbaren Lagerung des bewegbaren Möbelteiles 3 weist eine am Möbelkorpus 2 zu befestigende Korpusschiene 6 und wenigstens eine relativ zur Korpusschiene 6 verfahrbare Ausziehschiene 7 auf, wobei das bewegbare Möbelteil 3 mit der Ausziehschiene 7 verbunden oder
lösbar verbindbar ist.
Fig. 2a zeigt das bewegbare Möbelteil 3 in Form der Schublade in einer Querschnittsansicht. Das Möbelelement 3b in Form der Schubladenseitenwand ist über eine vordere Halterung 8 mit dem Möbelelement 3a in Form der Schubladenfrontblende und über eine hintere Halterung 9 mit dem Möbelelement 3b in Form der
Schubladenrückwand verbunden.
Die Erfindung wird im Folgenden beispielhaft anhand der vorderen
Halterung 8 erläutert.
Das Möbelelement 3b in Form der Schubladenseitenwand ist vorzugsweise ein Hohlkammerprofil, vorzugsweise aus Metall, in dessen vorderen Ende eine Verbindungsvorrichtung 11 zum lösbaren Verbinden mit dem Möbelelement 3a in Form der
Schubladenfrontblende eingesetzt ist.
Die Verbindungsvorrichtung 11 umfasst eine Verriegelungsvorrichtung 12 mit einem von einer Feder 12a belasteten Fangelement 12b, vorzugsweise in Form eines
Kipphebels.
Am Möbelelement 3a in Form der Schubladenfrontblende ist ein Beschlag 10 vorzumontieren, wobei der Beschlag 10 dazu ausgebildet ist, mit der Verriegelungsvorrichtung 12 des
Möbelelementes 3b lösbar verriegelt zu werden.
Der Beschlag 10 weist ein Halteelement 13, beispielsweise in Form eines Querbolzens, auf, wobei das Halteelement 13 mit dem federbelasteten Fangelement 12b lösbar verriegelbar ist, wenn das Halteelement 13 in eine Ausnehmung 20 (Fig. 2b) des
Fangelementes 12b eingeführt wird.
Fig. 2b zeigt den in Fig. 2a eingerahmten Bereich in einer
vergrößerten Ansicht.
Der am Möbelelement 3a zu befestigende Beschlag 10 weist wenigstens eine Einstellvorrichtung 14 mit einem drehbaren Exzenter 15 auf, wobei eine Höhenlage des Möbelelementes 3a relativ zum Möbelelement 3b durch eine Drehung des Exzenters 15
einstellbar ist.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist der Beschlag 10 wenigstens eine weitere Einstellvorrichtung 16 mit einem drehbaren Einstellelement 16a auf, wobei eine seitliche Lage des Möbelelementes 3a relativ zum Möbelelement 3b durch eine Drehung des Einstellelementes 16a einstellbar ist. Die Einstellrichtungen der beiden Einstellvorrichtungen 14, 16
verlaufen also quer zueinander.
Fig. 3a zeigt den vorderen Bereich des bewegbaren Möbelteiles 3 in Form der Schublade, wobei das Möbelelement 3b in Form der Schubladenseitenwand aus Gründen des verbesserten Überblicks nicht dargestellt ist. Auf diese Weise ist die vordere Halterung 8 zur Verbindung der beiden Möbelelemente 3a, 3b gut erkennbar, wobei die Verbindungsvorrichtung 11 über die Verriegelungsvorrichtung 12 mit dem Beschlag 10 15ösbar gekoppelt
ist.
Fig. 3b zeigt die vordere Halterung 8 mit der
Verbindungsvorrichtung 11 und dem Beschlag 10 in einem
getrennten Zustand voneinander. Die Verbindungsvorrichtung 11 weist eine Verriegelungsvorrichtung 12 mit einem bewegbaren, vorzugsweise schwenkbaren, Fangelement 12b auf, welches durch
eine Feder 12a vorgespannt ist.
Das Fangelement 12b weist eine, vorzugsweise schlitzförmige, Ausnehmung 20 zur 1lösbaren Aufnahme des Halteelementes 13 des Beschlages 10 auf. In einer Bereitschaftsstellung ist die Ausnehmung 20 dem Halteelement 13 zugewandt, wobei das Fangelement 12b durch einen Eintritt des Halteelementes 13 in die Ausnehmung 20 auslösbar ist. Anschließend ist das Halteelement 13 durch eine Verschwenkung des Fangelementes 12b und durch die Kraft der Feder 12a in eine verriegelte Stellung
einziehbar.
Durch ein LöÖöseelement 17 ist die verriegelte Stellung zwischen dem Halteelement 13 und dem Fangelement 12b wieder lösbar. Das Fangelement 12b ist durch eine Drehung des LöÖseelementes 17 mittels eines Schraubendrehers entgegen der Kraft der Feder 12a rückstellbar, sodass das Halteelement 13 und das Fangelement 12b
voneinander trennbar sind.
Der Beschlag 10 weist wenigstens einen Grundkörper 18, wenigstens ein relativ zum Grundkörper 18 bewegbar gelagertes Stellelement 19 und wenigstens eine Einstellvorrichtung 14 mit einem drehbaren Exzenter 15 zur Einstellung einer relativen Lage
zwischen dem Grundkörper 18 und dem Stellelement 19 auf. Fig. 4a zeigt den Beschlag 10 in einer Explosionsansicht. Der Beschlag 10 weist einen Grundkörper 18 und wenigstens ein
relativ zum Grundkörper 18 einstellbares Stellelement 19 auf.
Der Grundkörper 18 kann wenigstens eine Anlageseite 26 zur
Anlage an einem Möbelelement 3a-3c und/oder wenigstens eine
Befestigungsstelle 30a, 30b (Fig. 4b) zur Befestigung des Grundkörpers 18 an einem Möbelelement 3a-3c aufweisen. Die wenigstens eine Befestigungsstelle 30a, 30b kann beispielsweise ein Loch zum Durchtritt einer Schraube und/oder wenigstens einen
Befestigungsdübel umfassen.
Die wenigstens eine Einstellvorrichtung 14 zum Einstellen einer relativen Lage zwischen dem Grundkörper 18 und dem Stellelement 19 weist wenigstens einen um eine Drehachse 21 drehbaren Exzenter 15 auf, wobei die relative Lage zwischen dem Grundkörper 18 und dem Stellelement 19 durch eine Drehung des wenigstens einen Exzenters 15 um die Drehachse 21 einstellbar
ist.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist durch eine Drehung des Exzenters 15 eine Höhenlage zwischen dem Grundkörper 18 und dem
Stellelement 19 einstellbar.
Der Exzenter 15 weist eine umfangseitige Stellkontur 23 auf, welche bei einer Drehung des Exzenters 15 um die Drehachse 21 an
wenigstens einer Gegenkontur 29a abläuft.
Die umfangseitige Stellkontur 23 des wenigstens einen Exzenters 15 und/oder die wenigstens eine Gegenkontur 29a weist zur Erhöhung einer Selbsthemmung zumindest bereichsweise eine
makroskopische Oberflächenstruktur 23a auf.
Die makroskopische Oberflächenstruktur 23a kann beispielsweise Rippen, Noppen, Rillen, Spitzen, Erhebungen, Wellen, Zähne, Vertiefungen oder Kombinationen aus den vorstehend genannten
Elementen aufweisen.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist die makroskopische
Oberflächenstruktur 23a eine Vielzahl von Rippen auf, welche
parallel voneinander beabstandet an der Stellkontur 23 des Exzenters 15 angeordnet sind und wobei sich die Längsrichtungen der Rippen Jeweils parallel zur Drehachse 21 des Exzenters 15
erstrecken.
Die makroskopische Oberflächenstruktur 23a kann sich über einen gesamten Umfang des Exzenters 15 und/oder über eine gesamte Breite des Grundkörpers 18 erstrecken. Dies hat den besonderen Vorteil, dass die Gefahr einer Verkippung zwischen dem Grundkörper 18 und dem Exzenter 15 reduziert wird, insbesondere auch dann, wenn das Einstellelement 16a der weiteren
Einstellvorrichtung 16 zur seitlichen Einstellung betätigt wird.
Die wenigstens eine Gegenkontur 29a kann am Grundkörper 18 angeordnet sein. In der gezeigten Figur ist die wenigstens eine Gegenkontur 29a an einem federnden Bauteil 31, vorzugsweise an einem gabelförmigen Abschnitt 31a, des Grundkörpers 18
angeordnet.
Die weitere Einstellvorrichtung 16 weist ein um eine Drehachse 22 drehbares Einstellelement 16a auf, wobei die Drehachse 21 des Exzenters 15 und die Drehachse 22 des Einstellelementes 16a
parallel zueinander verlaufen.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist durch eine Drehung des Einstellelementes 16a eine seitliche Lage zwischen dem Grundkörper 18 und dem Stellelement 19 einstellbar. Das Einstellelement 16a weist einen Gewindeabschnitt 24 auf, wobei ein Steg 25 des Grundkörpers 18 entlang des Gewindeabschnitts 24
führbar ist. Das Stellelement 19 weist zwei voneinander beabstandete
Seitenstege 27a, 27b auf, wobei der Exzenter 15 und/oder das
Einstellelement 16a der weiteren Einstellvorrichtung 16 zwischen
den beiden Seitenstegen 27a, 27b des Stellelementes 19
angeordnet ist oder sind.
Die beiden Seitenstege 27a, 27b des Stellelementes 19 weisen jeweils kreisrunde Öffnungen 28a, 28b zur Lagerung des Exzenters 15 und des Einstellelementes 16a auf. Der Exzenter 15 und das Einstellelement 16a sind also in axialer Richtung unverschiebbar am Stellelement 19 gelagert. Das Stellelement 19 kann den
Grundkörper 18 zumindest bereichsweise umgreifen.
Der Grundkörper 18 und das Stellelement 19 weisen eine in Richtung der Drehachse 21 des Exzenters 15 verlaufende, unterschiedliche Breite auf. Auf diese Weise ist es möglich, den Grundkörper 18 innerhalb des Stellelementes 19 durch eine Drehung des Einstellelementes 16a in einer seitlichen Richtung
einzustellen.
Fig. 4b zeigt den Beschlag 10 in einer Querschnittsansicht, wobei der Exzenter 15 zur Höheneinstellung und das Einstellelement 16a zur seitlichen Einstellung zwischen dem
Grundkörper 18 und dem Stellelement 19 gezeigt sind.
Der Exzenter 15 ist frei drehbar gelagert, ohne dass ein Anschlag eine Drehbewegung des Exzenters 15 behindert. Zu erkennen ist, dass die Gegenkontur 29a an einem federnden Bauteil 31 angeordnet ist, sodass das federnde Bauteil 31 bei einer Drehung des Exzenters 15 alternierend entgegen der federnden Wirkung verdrängt und durch die aufgebaute Energie
wieder zurückschnappt.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Exzenter 15 zwischen zwei gegenüberliegenden Gegenkonturen 29a, 29b angeordnet und wirkt mit den beiden Gegenkonturen 29a, 29b zusammen, wobei eine
makroskopische Oberflächenstruktur 23a an nur einer der beiden
Gegenkonturen 29a, 29b angeordnet ist, vorzugsweise wobei die
andere Gegenkontur 29b glatt ausgebildet ist.
Aufgrund der freien Drehbarkeit des Exzenters 15 ist eine Beschädigung durch ein zu hohes Drehmoment praktisch nicht möglich. Es ist daher ausreichend, wenn der Grundkörper 18 und/oder der Exzenter 15 aus einem, vorzugsweise
glasfaserverstärktem, Kunststoffmaterial besteht.
Der Grundkörper 18 und der Exzenter 15 können folglich durch ein Spritzgussverfahren hergestellt werden, wobei komplexe Formen problemlos und kostengünstig mit einer verbesserten CO2-Bilanz
herstellbar sind.
Fig. 4c zeigt den Exzenter 15 in einer perspektivischen Ansicht, wobei die an der umfangseitigen Stellkontur 23 angeordnete
makroskopische Oberflächenstruktur 23a gezeigt ist.
Der Exzenter 15 weist eine abschnittsweise zylindrische Lagerfläche 32 zur drehbaren Lagerung des Exzenters 15 auf, wobei die Lagerfläche 32 in einem montierten Zustand in einer kreisrunden Öffnung 28a (Fig. 4a) des Stellelementes 19
aufgenommen ist.
Der Exzenter 15 weist an wenigstens einem Ende, vorzugsweise an beiden Enden, eine Aufnahme 33 für ein Drehwerkzeug auf, sodass der Exzenter 15 durch eine Drehung der Aufnahme 33 mittels eines
Werkzeuges rotierbar ist.
Fig. 5a zeigt den Grundkörper 18 mit dem Exzenter 15 der Einstellvorrichtung 14 in einer Seitenansicht. Der Exzenter 15 ist in einem U-förmigen Abschnitt oder gabelförmigen Abschnitt
3l1a des Grundkörpers 18 aufgenommen und liegt an
gegenüberliegenden Seiten an den beiden Schenkeln des U-förmigen
Abschnitts oder des gabelförmigen Abschnitts 3la an.
Zu erkennen ist, dass die Gegenfläche 29a des federnden Bauteiles 31 eine makroskopische Oberflächenstruktur 23a aufweist, welche mit der makroskopischen Oberflächenstruktur 23a
des Exzenters 25 zusammenwirkt.
Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die andere Gegenfläche 29b des Grundkörpers 18 keine makroskopische Oberflächenstruktur 23a
aufweist und somit glatt ausgebildet ist.
Gemäß einem möglichen Ausführungsbeispiel kann der Exzenter 15 in einem Querschnitt im Wesentlichen dreieckförmig ausgebildet sein, vorzugsweise wobei die drei Seiten des im Wesentlichen dreieckförmigen Exzenters 15 im Wesentlichen gleich lang sind. Auf diese Weise ist eine gleichmäßige Kraftübertragung des
Exzenters 15 gewährleistet.
Fig. 5b zeigt den Grundkörper 18 mit dem Exzenter 15 in einer
Explosionsansicht.
Der gezeigte und beschriebene Beschlag 10 kann beispielsweise als Halterung 8 (Fig. 2a) zur Befestigung einer Schubladenfrontblende an einer Schubladenseitenwand, als Halterung 9 (Fig. 2a) zur Befestigung einer Schubladenrückwand an einer Schubladenseitenwand, als Scharnier zur bewegbaren Lagerung eines Möbelteiles 3 oder als Schubladenausziehführung
ausgebildet sein.
Innsbruck, am 19. November 2024

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    Beschlag (10), welcher als Möbelbeschlag oder Baubeschlag ausgebildet ist, wobei der Beschlag (10) dazu ausgebildet ist, zwei Möbelelemente (3a-3c) oder Bauelemente miteinander zu verbinden, umfassend:
    — wenigstens einen Grundkörper (18),
    — wenigstens ein Stellelement (19), welches relativ zum Grundkörper (18) bewegbar gelagert ist,
    — wenigstens eine Einstellvorrichtung (14) zur Einstellung einer relativen Lage zwischen dem Grundkörper (18) und dem Stellelement (19), wobei die wenigstens eine Einstellvorrichtung (14) wenigstens einen um eine Drehachse (21) drehbaren Exzenter (15) aufweist, wobei die relative Lage zwischen dem Grundkörper (18) und dem Stellelement (19) durch eine Drehung des wenigstens einen
    Exzenters (15) um die Drehachse (21) einstellbar ist,
    — eine am wenigstens einen Exzenter (15) angeordnete, umfangseitige Stellkontur (23), wobei die umfangseitige Stellkontur (23) bei einer Drehung des Exzenters (15) um die Drehachse (21) an wenigstens einer Gegenkontur (29a) abläuft,
    dadurch gekennzeichnet, dass die umfangseitige Stellkontur (23) des wenigstens einen Exzenters (15) und/oder die wenigstens eine Gegenkontur (29a) zur Erhöhung einer Selbsthemmung zumindest bereichsweise eine makroskopische
    Oberflächenstruktur (23a) aufweist.
    Beschlag (10) nach Anspruch 1, wobei die makroskopische Oberflächenstruktur (23a) Rippen, Noppen, Rillen, Spitzen, Erhebungen, Wellen, Zähne, Vertiefungen und Kombinationen aus
    diesen Elementen aufweist.
    Beschlag (10) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die wenigstens eine Gegenkontur (29a) am Grundkörper (18) angeordnet ist, vorzugsweise wobei die wenigstens eine Gegenkontur (29a) an einem federnden Bauteil (31), vorzugsweise an einem gabelförmigen Abschnitt (31a), des Grundkörpers (18)
    angeordnet ist.
    Beschlag (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Exzenter (15) frei drehbar gelagert ist, ohne dass ein
    Anschlag eine Drehbewegung des Exzenters (15) behindert.
    Beschlag (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Grundkörper (18) und/oder der Exzenter (15) aus einem, vorzugsweise glasfaserverstärktem, Kunststoffmaterial
    besteht.
    Beschlag (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Exzenter (15) zwischen zwei gegenüberliegenden Gegenkonturen (29a, 29b) angeordnet ist und mit den beiden Gegenkonturen (29a, 29b) zusammenwirkt, wobei die makroskopische Oberflächenstruktur (23a) an nur einer der beiden Gegenkonturen (29a, 29b) angeordnet ist, vorzugsweise wobei
    die andere Gegenkontur (29a, 29b) glatt ausgebildet ist.
    Beschlag (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei sich die makroskopische Oberflächenstruktur (23a) über einen gesamten Umfang des Exzenters (15) und/oder über eine gesamte
    Breite des Grundkörpers (18) erstreckt.
    Beschlag (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der
    Exzenter (15)
    — in einem Querschnitt im Wesentlichen dreieckförmig
    ausgebildet ist, vorzugsweise wobei die drei Seiten des
    11.
    3 096792-21/sv
    im Wesentlichen dreieckförmigen Exzenters (15)
    Wesentlichen gleich lang sind, und/oder
    im
    — an wenigstens einem Ende, vorzugsweise an beiden Enden,
    eine Aufnahme (33) für eine Drehwerkzeug aufweist,
    und/oder
    — eine abschnittsweise zylindrische Lagerfläche
    (32) zur
    drehbaren Lagerung des wenigstens einen Exzenters (15)
    aufweist, vorzugsweise wobei die abschnittsweise
    zylindrische Lagerfläche (32) in einer kreisrunden
    Öffnung (28a) des Stellelementes (19) aufgenommen ist.
    Beschlag (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei der
    Grundkörper (18) und das Stellelement (19) eine in Richtung
    der Drehachse (21) des Exzenters (15) verlaufende,
    unterschiedliche Breite aufweisen.
    Beschlag (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei durch
    die wenigstens eine Einstellvorrichtung (14) eine relative
    Lage zwischen dem Grundkörper (18) und dem Stellelement (19)
    in eine erste Einstellvorrichtung einstellbar ist,
    wobei der
    Beschlag (10) wenigstens eine weitere Einstellvorrichtung
    (16) aufweist, durch welche eine relative Lage zwischen dem
    Grundkörper (18) und dem Stellelement (19) in eine zweite
    Einstellrichtung einstellbar ist, wobei die die erste
    Einstellrichtung und die zweite Einstellrichtung quer
    zueinander verlaufen.
    Beschlag (10) nach Anspruch 10, wobei die weitere
    Einstellvorrichtung (16) wenigstens ein um eine Drehachse
    (22) drehbares Einstellelement (16a) aufweist, vorzugsweise
    wobei die Drehachse (21) des Exzenters (15) der wenigstens
    einen Einstellvorrichtung (14) und die Drehachse (22) des
    Einstellelementes (16a) der weiteren Einstellvorrichtung (16)
    im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen.
    12. Beschlag (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei das
    Stellelement (19)
    — zwei voneinander beabstandete Seitenstege (27a, 27b) aufweist, wobei der Exzenter (15) zwischen den beiden Seitenstegen (27a, 27b) des Stellelementes (19)
    angeordnet ist, und/oder
    — den Grundkörper (18) zumindest bereichsweise umgreift.
    13. Beschlag (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei der Grundkörper (18)
    — wenigstens eine Anlageseite (26) zur Anlage an einem Möbelelement (3a-3c) oder Bauelement aufweist, und/oder
    — wenigstens eine Befestigungsstelle (30a, 30b) zur Befestigung des Grundkörpers (18) an einem Möbelelement (3a-3c) oder Bauelement aufweist, vorzugsweise wobei die wenigstens eine Befestigungsstelle (30a, 30b) ein Loch zum Durchtritt einer Schraube und/oder wenigstens einen
    Befestigungsdübel aufweist.
    14. Beschlag (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei der Beschlag (10) als Halterung (8) zur Befestigung einer Schubladenfrontblende an einer Schubladenseitenwand, als Halterung (9) zur Befestigung einer Schubladenrückwand an einer Schubladenseitenwand, als Scharnier zur bewegbaren Lagerung eines Möbelteiles (3) oder als
    Schubladenausziehführung ausgebildet ist. 15. Anordnung mit wenigstens zwei Möbelelementen (3a, 3b, 3c) oder Bauelementen und mit wenigstens einem Beschlag (10) nach
    einem der Ansprüche 1 bis 14.
    Innsbruck, am 19. November 2024
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