AT526981A1 - Vorrichtung zur Entnahme einer Flüssigkeitsprobe - Google Patents
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Abstract
Eine Vorrichtung (1) zur gezielten und fremdenergiefreien Entnahme einer Flüssigkeitsprobe (P), insbesondere von einer Drainage, einer Rohrleitung oder einem Schacht (19), umfasst wenigstens einen im Wesentlichen geschlossenen Probenbehälter (2) mit einer Zuleitung (3) und einer Entlüftungsleitung (32), sowie ein Sammelbehältnis (5) mit einem Zulauf (6) und einem Ablauf (7) mit einer Sohle (8). Die Zuleitung (3) weist eine innerhalb des Sammelbehältnisses (5) und vorzugsweise oberhalb des Probenbehälters (2) angeordnete Einflussöffnung (4) auf. Der Probenbehälter (2) ist im Wesentlichen unterhalb der Sohle (8) des Ablaufes (7) des Sammelbehältnisses (5) angeordnet und ein vertikal am höchsten positionierter Abschnitt, insbesondere die Einflussöffnung (4), der Zuleitung (3) des Probenbehälters (2) ist in einer definierten Distanz (D), die vorzugsweise einstellbar ist, oberhalb der Sohle (8) des Ablaufes (7) des Sammelbehältnisses (5) angeordnet.
Description
des Probenbehälters angeordnete Einflussöffnung aufweist.
Weiters betrifft die Erfindung ein Verfahren zur gezielten und fremdenergiefreien Entnahme einer Flüssigkeitsprobe aus einem
Sammelbehältnis.
Auf asphaltierten Flächen, wie Plätzen und Straßen, lagern sich Schadstoffe ab, die insbesondere von Reifenabrieb, mechanischem
Verschleiß oder Abgasen von Fahrzeugen stammen.
Um ermitteln zu können, in welcher Konzentration diese Schadstoffe vorhanden sind, kann eine Probe des Wassers, das bei einem Regenereignis über die asphaltierte Fläche strömt und zumindest einen Teil der Schadstoffe wegschwemmt, entnommen und
analysiert werden.
Bekannte Vorrichtungen zum Auffangen von verunreinigtem Regenwasser für eine spätere Analyse sammeln meist mit Beginn des Regenereignisses eine bestimmte Teilmenge des Wassers ein. Dabei bleibt in der Regel jedoch unberücksichtigt, dass eine bestimmte Regendauer bzw. Regenwassermenge notwendig ist, damit Schadstoffe in einer aussagekräftigen Menge bzw. Konzentration
von der Asphaltfläche gelöst und weggeschwemmt werden.
Weiters funktioniert die Probenentnahme bei vielen herkömmlichen
Vorrichtungen nur mit Hilfe elektrischer Energie, die vor Ort
bereitgestellt werden muss, Da ein Anschluss an das Stromnetz am
Ort der Probenentnahme oft nicht möglich ist, wird die Energie in der Regel über Energiespeicher bereitgestellt. Derartige Energiespeicher müssen jedoch in regelmäßigen Abständen ausgetauscht bzw. neu aufgeladen werden, was mit einem
erheblichen zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren der eingangs genannten Gattung zur Verfügung zu stellen, die die angesprochenen Probleme so weit wie möglich vermeiden. Insbesondere sollen eine Vorrichtung und ein Verfahren für eine fremdenergiefreie und gezielte Probenentnahme
bereitgestellt werden.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit einer Vorrichtung, die die Merkmale von Anspruch 1 aufweist, sowie mit einem
Verfahren, das die Merkmale von Anspruch 17 aufweist.
Bevorzugte und vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind
Gegenstand der Unteransprüche.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Probenbehälter der erfindungsgemäßen Vorrichtung im Wesentlichen unterhalb der Schle des Ablaufes des Sammelbehältnisses angeordnet ist, und dass ein vertikal am höchsten positionierter Abschnitt, insbesondere die Einflussöffnung, der Zuleitung des Probenbehälters in einer definierten Distanz, die vorzugsweise einstellbar ist, oberhalb der Sohle des Ablaufes des Sammelbehältnisses angeordnet ist. Die definierte Distanz ist vorzugsweise maximal so groß wie die vertikale Erstreckung bzw. Durchgangshöhe des Ablaufes, d.h. die Distanz zwischen der Sohle und der Decke bzw. dem Scheitel (d.h. der in vertikaler Richtung
gesehen, oberen Begrenzung) des Ablaufes des Sammelbehältnisses.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist die Sohle des
Ablaufes ein bestimmtes Höhenniveau auf. Als Ablauf kann ein
Abschnitt eines Rohres oder eine Auslass- bzw. Abflussöffnung dienen. Im Rahmen der Erfindung kann als Sohle des Ablaufes der horizontal am tiefsten gelegene Bereich des direkt an das durchströmte Innenvolumen des Sammelbehältnisses angrenzenden
Teils des Ablaufes angesehen werden.
Das Sammelbehältnis ist in horizontaler Richtung durchströmbar, d.h. es weist einen im Wesentlichen horizontal verlaufenden Behältnisboden bzw. eine Behältnissohle auf. Der Behältnisboden bzw. die Behältnissohle wird auch als im Wesentlichen horizontal angesehen, wenn er/sie ein Gefälle aufweist, solange das Gefälle eine Steigung unter 100%, vorzugsweise unter 45%, insbesondere unter 30% aufweist. Der Behältnisboden bzw. die Behältnissohle kann das gleiche Höhenniveau der Sohle des Abflusses aufweisen
bzw. direkt an diese anschließen.
Der Zulauf des Sammelbehältnisses kann ein Rohr, ein Rohrabschnitt oder eine rohrförmige Öffnung sein, das/die vorzugsweise mit einer Leitung (z.B. einem Rohr oder einem Schlauch) verbunden bzw. von dieser gespeist ist. Insbesondere ist der Zulauf derart angeordnet, dass Flüssigkeit durch den Zulauf seitlich in das Sammelbehältnis einströmen kann, d.h. der Zulauf erfolgt von der Seite her bzw. im Wesentlichen aus horizontaler Richtung. Der Zulauf mündent demnach vorzugsweise
seitlich bzw. horizontal in das Sammelbehältnis.
Als Sammelbehältnis kann im Rahmen der Erfindung vorzugsweise ein im Wesentlichen horizontal geneigtes Sammelrohr oder ein im Wesentlichen vertikal verlaufender Sammelschacht dienen. Auch ein leicht geneigtes (<45°) Sammelrohr wird im Rahmen der
Erfindung als im Wesentlichen horizontal verlaufend angesehen.
Die Anordnung eines Bestandteiles oder Abschnittes bzw. Bereiches der Vorrichtung oberhalb oder unterhalb der Sohle des Ablaufes bedeutet im Rahmen der Erfindung, dass dieser Bauteil,
Abschnitt bzw. Bereich vertikal oberhalb oder unterhalb des
Höhenniveaus der Sohle angeordnet ist und nicht zwingend direkt oberhalb oder unterhalb der Sohle (d.h. der Bauteil kann auch seitlich zur Sohle versetzt angeordnet sein). Weiters wird im Rahmen der Erfindung der Probenbehälter als im Wesentlichen unterhalb der Sohle des Ablaufes angeordnet angesehen, wenn ein Großteil (insbesondere mehr als die Hälfte) seines Innenvolumens, d.h. seines Reservoirs für Flüssigkeit, unterhalb der Sohle angeordnet ist. Wird eine Flasche als Probenbehälter verwendet, wird die Flasche beispielsweise auch als im Wesentlichen unterhalb der Sohle angeordnet angesehen, wenn der Flaschenhals oder zumindest ein Teil davon oberhalb der Sohle
angeordnet ist.
Die Anordnung des Probenbehälters unterhalb der Sohle ermöglicht bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine fremdenergiefreie Probenentnahme, da die Flüssigkeit nur aufgrund der Schwerkraft, automatisch und ohne externes Zutun, in den Probenbehälter strömt, wenn ein Flüssigkeitsspiegel im Sammelbehältnis den vertikal am höchsten positionierten Abschnitt der Zuleitung des Probenbehälters erreicht. Für die Probenentnahme selbst ist somit keine Fremdenergiezufuhr, z.B. über eine mittels Akkumulator betriebene Pumpe, notwendig, sodass die erfindungsgemäße Vorrichtung äußerst wartungsarm und unanfällig
für Störungen ist.
Der vertikal am höchsten positionierte Abschnitt (oder Bereich) der Zuleitung kann beispielsweise die Einflussöffnung der Zuleitung sein. Es ist jedoch auch möglich, dass die Zuleitung einen Knick oder Bogen aufweist, sodass die Einflussöffnung der Zuleitung nicht deren vertikal am höchsten positionierter Abschnitt ist, sondern ein Abschnitt im Bereich des Knickes oder am Höhepunkt der Biegung. Bei derartigen Ausführungsformen kann bereits Flüssigkeit in der Zuleitung stehen bzw. auch in der Zuleitung aufsteigen (d.h. schon im Vorfeld, vor der
Probenentnahme durch die Einflussöffnung in die Zuleitung
strömen), ohne dass die Probe entnommen wird. Die Probenentnahme erfolgt bei derartigen Ausführungsformen erst, wenn der Pegelstand bzw. der Flüssigkeitsspiegel im Sammelbehältnis auf Höhe des vertikal am höchsten positionierten Abschnittes der
Zuleitung ansteigt.
Ein weiterer Vorteil der Anordnung des Probenbehälters unterhalb der Sohle des Abflusses des Sammelbehältnisses liegt darin, dass ein derart angeordneter Probenbehälter den (vorzugsweise im Wesentlichen horizontalen) Flüssigkeitsstrom durch das
Sammelbehältnis nicht behindert.
Als Zuleitung kann im Rahmen der Erfindung, Je nach spezieller Ausführungsform der Vorrichtung, ein Rohr oder ein Schlauch angesehen werden. Die Zuleitung kann länger, aber auch nur sehr kurz ausgeführt sein, oder sogar nur aus der Einflussöffnung bestehen (d.h. die Zuleitung mit der Einflussöffnung kann lediglich durch eine Durchgangsöffnung in einer Wand des
Probenbehälters gebildet sein).
Die Entlüftungsleitung kann ebenfalls durch ein Rohr oder einen Schlauch bzw. lediglich durch eine Entlüftungsöffnung gebildet
sein.
Indem die Einflussöffnung innerhalb des Sammelbehältnisses angeordnet ist und der vertikal am höchsten positionierte Abschnitt der Zuleitung (insbesondere die Einflussöffnung) bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung auf einer definierten Distanz oberhalb der Sohle des Ablaufes des Sammelbehältnisses angeordnet ist, wird sichergestellt, dass erst dann Flüssigkeit in den Probenbehälter strömen kann, wenn der Flüssigkeitsspiegel
im Sammelbehältnis einen vordefinierten Pegelstand erreicht.
Bei Regenereignissen mit nur sehr geringer Niederschlagsmenge
oder während der ersten Minuten eines Regenereignisses liegt der
Flüssigkeitsspiegel im Sammelbehältnis nur geringfügig über der Sohle des Ablaufes, sodass die über den Zulauf in das Sammelbehältnis strömende Flüssigkeit aus dem Ablauf hinausströmt, ohne in den Probenbehälter zu gelangen. Erst bei Regenereignissen mit höheren Niederschlagsmengen bzw. zu einem späteren Zeitpunkt während des Regenereignisses, wenn der Regen genug Intensität hatte und lange genug angehalten hat um Schadstoffe von der Asphaltfläche zu Lösen und mitzuschwemmen, steigt der Flüssigkeitsspiegel im Schacht ausreichend hoch an, um eine Flüssigkeitsprobe entnehmen zu können. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung lässt sich somit ganz gezielt und automatisiert erst dann eine Flüssigkeitsprobe entnehmen, wenn die Schadstoffmenge in der Flüssigkeit ein aussagekräftig hohes Niveau bzw. eine aussagekräftige Konzentration erreicht hat. Durch gezieltes Einstellen der Distanz zwischen dem vertikal am höchsten positionierten Abschnitt (insbesondere der Einflussöffnung) und der Sohle des Ablaufes, in Abhängigkeit von der Form des Sammelbehältnisses und den Örtlichen Gegebenheiten an der Probenentnahmestelle (d.h. durch eine Kalibrierung), kann der Probeentnahmezeitpunkt standardisiert (bzw. kann die Form bzw. der Zeitpunkt der Probenentnahme genormt) werden, sodass aus unterschiedlichen Sammelbehältnissen an unterschiedlichen Orten entnommene Flüssigkeitsproben miteinander vergleichbar sind. Die gezielte Entnahme kann daher auch als standardisierte, kalibrierte bzw. automatisierte Entnahme einer Flüssigkeitsprobe
bezeichnet werden.
Die Distanz zwischen dem vertikal am höchsten angeordneten bzw. positionierten Abschnitt (insbesondere der Einflussöffnung) der Zuleitung des Probenbehälters und der Sohle des Ablaufes des Sammelbehältnisses ist vorzugsweise einstellbar (d.h. verstellbar). Dies bedeutet insbesondere, dass die Vorrichtung derart ausgestaltet ist, dass die Distanz je nach Anforderung
(insbesondere direkt vor Ort) vergrößert oder verkleinert werden
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kann, ohne dass wesentliche Bestandteile der Vorrichtung
ausgetauscht werden müssen.
Die Einflussöffnung ist innerhalb des Sammelbehältnisses angeordnet, und bildet nicht den (bzw. einen) Ablauf des Sammelbehältnisses bzw. schließt nicht an den Ablauf des Sammelbehältnisses an, was den unerwünschten Effekt hätte, dass die direkt am Beginn eines Regenereignisses in das Sammelbehältnis strömende Flüssigkeit als Flüssigkeitsprobe entnommen wird. Beispielsweise ist bei einem rohrförmigen Sammelbehältnis die Zuleitung von außen in das Rohr geführt und ragt mit ihrer Einflussöffnung in das Innere des Rohres. Bei einem schachtförmigen Sammelbehältnis ist die Einflussöffnung z.B. bereits innerhalb des Schachtes angeordnet, da auch der
Probenbehälter mit der Zuleitung im Schacht positioniert ist.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die definierte Distanz bereits passend eingestellt und bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die definierte Distanz im Rahmen des Verfahrens (oder bereits davor) passend eingestellt, sodass im Rahmen der Erfindung statt von einer definierten Distanz auch von einer
eingestellten Distanz gesprochen werden kann.
Im Rahmen der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Vorrichtung mehr als einen Probenbehälter, insbesondere zwei, drei, vier oder mehr als vier Probenbehälter, jeweils mit mindestens einer Zuleitung und einer Entlüftungsleitung, aufweist. Das Vorsehen mehrerer Probenbehälter ermöglicht die Entnahme einer ausreichend großen Flüssigkeitsmenge (was beispielsweise notwendig ist, um bestimmte Parameter auswerten zu können) und stellt sicher, dass auch dann eine Probe entnommen werden kann, wenn einer der Probenbehälter bzw. dessen
Zuleitung verstopft ist.
Regenereignisses entnehmen.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform mit mehreren Probenbehältern weisen die Probenbehälter zumindest abschnittsweise eine gemeinsame Zuleitung mit einem gemeinsamen vertikal am höchsten positionierten Abschnitt, insbesondere einer gemeinsamen Einflussöffnung, auf. Somit werden mehrere, im Wesentlichen idente, Flüssigkeitsproben entnommen, die z.B. in unterschiedlichen Laboren, mit unterschiedlichen Methoden oder
zu unterschiedlichen Zeitpunkten analysiert werden können.
Wenn bis hierher oder in Folge mögliche Merkmale des Probenbehälters oder einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit nur einem einzelnen Probenbehälter beschrieben werden, so können diese Merkmale in analoger Weise auf Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit mehreren
Probenbehältern (oder auch auf einen, mehrere oder alle
verwirklicht sein.
Vorzugsweise weist die Vorrichtung eine Sende- und Empfangseinheit mit einem eigenen Energiespeicher auf, sowie wenigstens einen Auslöser, der dazu ausgelegt ist, bei einem vorbestimmten Füllstand im Probenbehälter die Sende- und Empfangseinheit zu aktivieren. Durch das Aktivieren der Sendeund Empfangseinheit kann ein Signal, beispielsweise mit Informationen darüber, dass der Probenbehälter voll (d.h. die Probe entnommen) ist und ausgetauscht werden muss bzw. die Flüssigkeitsprobe analysiert werden kann, ausgesendet werden. Auf eine zeit- und kostenintensive, regelmäßige Kontrolle der Vorrichtung, bei der überprüft wird, ob zwischenzeitlich ein
Regenereignis stattgefunden hat, kann somit verzichtet werden.
Das Aktivieren der Sende- und Empfangseinheit passiert z.B., indem der Auslöser beim Erreichen des vorbestimmten Füllstandes die Energiezufuhr des Energiespeichers zur Sende- und Empfangseinheit freigibt und diese dadurch mit Energie versorgt. Bei einer derartigen Vorrichtung wird immer nur dann gespeicherte Energie verbraucht, wenn die Probenentnahme erfolgt ist. Alternativ dazu kann die Sende- und Empfangseinheit auch kontinuierlich durch den Energiespeicher mit Energie versorgt werden, und der Auslöser aktiviert lediglich eine vorbestimmte (z.B. vorprogrammierte) Funktion der Sende- und Empfangseinheit, z.B. das Senden von Informationen. Der Energiespeicher kann z.B. auch mit einem Photovoltaiksystem in Verbindung stehen, sodass er - auch bei mehrfacher oder kontinuierlicher Abgabe von Energie an die Sende- und Empfangseinheit - über einen sehr
langen Zeitraum Energie bereitstellen kann.
Im Rahmen der Erfindung kann der Auslöser ein im Probenbehälter
bzw. ggf. in wenigstens einem der Probenbehälter angeordneter
mechanischer oder elektrischer Füllstandgrenzschalter sein. Ein
Füllstandgrenzschalter löst aus, wenn ein bestimmter, vordefinierter Füllstand erreicht ist (z.B., wenn der Probenbehälter voll ist), sodass sichergestellt wird, dass eine
bestimmte Menge an Flüssigkeit entnommen wurde,
Denkbar ist auch, dass pro Probenbehälter mehrere Auslöser, z.B. zwei Auslöser, vorhanden sind. Bei zwei Auslösern kann beispielsweise einer der Auslöser unten und der andere Auslöser oben im Probenbehälter bzw. dessen Reservoir angeordnet sein. Mit einer derartigen Konfiguration kann ermittelt werden, wieviel Zeit zwischen der Aktivierung durch den unteren und der Aktivierung durch den oberen Auslöser liegt und somit, wie lange die vollständige Probenentnahme dauert (d.h. die Füllzeit des Probenbehälters kann ermittelt werden). Der Auslöser bzw. einer
der Auslöser kann somit ein Füllzeitgeber sein.
Bei Ausführungsformen mit einer Sende- und Empfangseinheit ist diese vorzugsweise zum drahtlosen Übertragen von Daten eingerichtet, und umfasst dafür insbesondere einen Funksender und/oder ein Modem. Dies ermöglicht es, auch dann ein Signal auszusenden, wenn vor Ort kein Datenanschluss (z.B. über eine Telefonleitung, eine Glasfaserleitung, ein lokales Netzwerk oder
WLAN, etc.) zur Verfügung steht.
Bei Erreichen eines bestimmten Füllstandes im Probenbehälter kann dieser auch durch eine dafür vorgesehene Verschlusseinrichtung verschlossen werden, sodass die entnommene Flüssigkeitsprobe nicht weiter verunreinigt bzw. verfälscht wird. Die Verschlusseinrichtung kann mechanisch und ohne Fremdenergiezufuhr (z.B. über einen Schwimmerverschluss im Probenbehälter) funktionieren. Bei Ausführungsformen der Vorrichtung mit einer Sende- und Empfangseinheit mit eigenem Energiespeicher und einem Auslöser kann jedoch auch eine elektrisch verstellbare Verschlusseinrichtung vorgesehen sein,
die über den Auslöser gestartet wird (z.B. indem der Auslöser
zusätzlich eine Verbindung zwischen der Verschlusseinrichtung
und dem Energiespeicher herstellt).
Die Erfindung umfasst eine erste mögliche Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung, bei der das Sammelbehältnis ein im Wesentlichen quer verlaufendes Sammelrohr oder ein im Wesentlichen gerader Teilabschnitt eines derartigen Sammelrohres ist. Wenn die Vorrichtung ein Sammelrohr aufweist, das nicht im Wesentlichen durchgängig gerade verläuft, sondern beispielsweise aus mehreren über Biegungen oder Knicke verbundenen Abschnitten besteht, wird im Rahmen der Erfindung nur ein durchgängig und im Wesentlichen gerade verlaufender Teilabschnitt des Sammelrohres, in den die Zuleitung/en mündet/münden als Sammelbehältnis angesehen. Vorzugsweise verläuft das Sammelrohr bzw. dessen Teilabschnitt im Wesentlichen horizontal, kann Jedoch auch in einem Winkel geneigt verlaufen. Bei einem derartigen Sammelrohr wird die Eingangsöffnung des Sammelrohres (bzw. das stromaufwärts liegende Ende des Teilabschnittes) als Zulauf und die Ausgangsöffnung des Sammelrohres (bzw. das stromabwärts liegende Ende des Teilabschnittes des Sammelrohres) als Ablauf angesehen. Die Sohle des Ablaufes des Sammelbehältnisses ist eine Rohrsohle des Sammelrohres oder dessen Teilabschnittes. Der bzw. ggf. die Probenbehälter ist/sind im Wesentlichen unterhalb des Sammelrohres angeordnet, d.h. unterhalb der Rohrsohle des Sammelrohres (oder dessen Teilabschnittes). Der bzw. die Probenbehälter muss/müssen (in der Draufsicht) nicht direkt unterhalb des Sammelrohres bzw. Teilabschnittes angeordnet sein, sondern kann/können seitlich versetzt angeordnet sein. Die Zuleitung bzw. ggf. Zuleitungen ist/sind in das Sammelrohr geführt und mündet/münden darin. Insbesondere ist/sind die Zuleitung/en durch die Wand des Sammelrohres, z.B. von unten her, geführt. Der bzw. die vertikal am höchsten positionierte/n Abschnitt/e der Zuleitung/en ist/sind in der definierten Distanz zur Sohle des Ablaufes des Sammelrohres bzw. des Teilabschnittes
des Sammelrohres, d.h. zur Rohrsohle, angeordnet. Insbesondere
ist der am höchsten positionierte Abschnitt der Zuleitung eine vorzugsweise im Wesentlichen nach oben gerichtete Einflussöffnung der Zuleitung bzw. sind die am höchsten positionierten Abschnitte der Zuleitungen vorzugsweise im Wesentlichen nach oben gerichtete Einflussöffnungen der
Zuleitungen.
Eine derartige Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann z.B. in der Nähe einer Drainage angeordnet und mit dem Abfluss der Drainage verbunden sein. Denkbar ist Jedoch auch, dass eine derartige Vorrichtung in einem Sammelschacht angeordnet (z.B. eingehängt oder eingestellt) und mit dem Zulauf des Sammelschachtes verbunden ist, insbesondere dann, wenn der Ablauf des Sammelschachtes nur geringfügig oberhalb oder sogar auf Höhe des Bodens des Sammelschachtes angeordnet ist (bzw. im Boden eine Ablauföffnung gebildet ist). Die Drainage, der Abfluss, der Zulauf, usw. mit der/dem das Sammelrohr verbunden ist, kann bei einer Brücke, einem Platz, einer Straße, einer Abfahrt, einem Tunnel, an einer Bahnstrecke, einem Dach, einer Industrieanlage, einem Kraftwerk, etc. vorgesehen sein und
Regenwasser oder auch industrielles Abwasser ableiten.
Als Sammelrohr bzw. als Teilabschnitt eines Sammelrohres werden im Rahmen der Erfindung auch ein aus mehreren Teilstücken zusammengesetztes Rohr, ein Schlauch oder ein oben offener Kanal
angesehen.
In einer möglichen Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einem Sammelrohr weist die Vorrichtung ein vorzugsweise thermisch isoliertes Gehäuse auf, in dem der bzw. ggf. die Probenbehälter und das als Sammelrohr bzw. gerader Teilabschnitt des Sammelrohres ausgeführte Sammelbehältnis zumindest mit jenem Abschnitt, in den die Zuleitung mündet bzw. ggf. Zuleitungen münden, aufgenommen ist. Das thermisch
isolierte Gehäuse verhindert, dass die eingesammelte
Flüssigkeitsprobe zu stark erwärmt oder zu stark abgekühlt oder sogar eingefroren wird, was die Probe verfälschen könnte. Falls Elektronik, wie z.B. ein Sender oder ein Modem vorgesehen ist,
kann diese auch im Gehäuse angeordnet sein.
Die Erfindung umfasst auch alternative Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung, bei denen das Sammelbehältnis ein im Wesentlichen vertikal verlaufender Schacht (oder ein Sammelbecken) mit einem Boden ist. Der Zulauf und der Ablauf münden dabei horizontal oberhalb des Bodens in das Sammelbehältnis. Derartige Vorrichtungen weisen eine Aufhängung auf, wobei der bzw. ggf. die Probenbehälter und/oder die Zuleitung bzw. ggf. Zuleitungen und/oder die Einflussöffnung bzw. ggf. Einflussöffnungen derart an der Aufhängung befestigt ist/sind, dass der/die Probenbehälter unterhalb der Sohle des Ablaufes und der vertikal am höchsten positionierte Abschnitt der Zuleitung (insbesondere deren Einflussöffnung) bzw. gg£f. die vertikal am höchsten positionierten Abschnitte der Zuleitungen (insbesondere deren Einflussöffnungen) in der definierten Distanz zur Sohle des Ablaufes im Sammelbehältnis angeordnet
ist/sind.
Als Schacht bzw. Sammelbecken können herkömmliche Schächte und Sammelbecken dienen, wie sie vielerorts (z.B. bei Brücken, Plätzen, Straßen, Abfahrten, Tunneln, an Bahnstrecken, Dächern, Industrieanlagen, Kraftwerken, etc.) zum Sammeln bzw. Ableiten von Regenwasser oder anderem (z.B. industriellen) Abwasser bereits vorhanden sind. Diese werden durch die Anordnung der Aufhängung mit dem/den Probenbehälter/n in dem Schacht oder Sammelbecken zu einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
umfunktioniert.
Im Rahmen der Erfindung kann das Sammelbehältnis der
alternativen Ausführungsform ein Schacht oder ein Sammelbecken
mit einem Boden, aber auch Jede andere Art von
Flüssigkeitsreservoir mit einem Boden, sein, das einen Auslass mit einer Sohle aufweist, und bei dem die Sohle des Auslasses horizontal gesehen oberhalb des Bodens (bzw. oberhalb eines tiefsten Bereichs des Bodens) angeordnet ist. Das Sammelbehältnis kann beispielsweise auch ein Kanal oder Staubecken sein. Wenn bis hierher oder in Folge Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung beschrieben werden, bei denen das Sammelbehältnis als Schacht bezeichnet wird, so können die Merkmale dieser Ausführungsformen in analoger Weise auch auf Vorrichtungen umgelegt werden, bei denen
das Sammelbehältnis ein Sammelbecken, ein Kanal, etc. ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Aufhängung ein Seil- bzw. Kabelsystem auf, mit dem die Aufhängung von oben in das Sammelbehältnis eingehängt ist. Mit Hilfe einer derartigen Aufhängung kann beispielsweise ein nur von oben bzw. sehr schwer zugänglicher Schacht (z.B. ein Schacht mit einem sehr tief liegenden und nicht erreichbaren Boden oder ein Versickerungsschacht, der nicht betreten werden darf) zu einer erfindungsgemäßen Vorrichtung umfunktioniert werden. Die Aufhängung wird an ihrem Seil- bzw. Kabelsystem so tief in den Schacht hinabgelassen, dass der/ die Behälter unterhalb und der/die vertikal am höchsten positionierte/n Abschnitt/e der Zuleitung/en (insbesondere die Einflussöffnung/en) oberhalb der Sohle des Ablasses des Schachtes angeordnet ist/sind. Wie der Boden des Schachtes aussieht (ob er abfallend, gerade oder uneben ist bzw. ob Unrat, Steine oder Pflanzenteile am Boden verstreut liegen), ist bei derartigen Ausführungsformen
unerheblich.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Aufhängung ein auf dem Boden des Sammelbehältnisses platziertes, vorzugsweise nach oben ragendes, Ständer- bzw. Stellsystem. Beispielsweise weist die als Ständer- bzw. Stellsystem
ausgeführte Aufhängung einen Sockel zum Platzieren der
Aufhängung am Boden des Sammelbehältnisses auf, aus dem zumindest ein Steher, an dem insbesondere die Einflussöffnungen (und gg£. auch die Probenbehälter) festgemacht sind, vertikal nach oben ragt. Die Aufhängung kann beispielsweise auch ein Gerüst mit im Wesentlichen horizontal und ev. auch vertikal verlaufenden Stangen oder Trägern sein, das mit Beinen oder einem Sockel am Boden des Sammelbehältnisses steht. Derartige Aufhängungen können auch bei Sammelbehältnissen mit schrägen Seitenwänden bzw. bei oben geschlossenen oder von oben her
unzugänglichen Sammelbehältnissen verwendet werden.
Vorzugsweise hat der bzw. gg£f. haben die Probenbehälter eine Zuleitung in Form eines im Wesentlichen starren, nach oben wegragenden, Rohres. Bei derartigen Ausführungsformen muss beispielsweise jeweils nur der Probenbehälter an der Aufhängung befestigt werden, da die Lage des vertikal am höchsten positionierten Abschnittes der Zuleitung (z.B. der Einflussöffnung am Ende der starren Zuleitung) zum Probenbehälter fixiert ist. Das Rohr weist dabei entweder ein gerades Ende, sodass die Einflussöffnung nach oben gerichtet ist, oder ein gebogenes bzw. geknicktes Ende, sodass die Einflussöffnung zur Seite oder nach unten gerichtet ist, auf. Ein gebogenes oder geknicktes Ende verhindert, dass Regen von oben in das Rohr eindringen kann. Überdies kann durch die geeignete Wahl des Biege- bzw. Knickwinkels die Position der Einflussöffnung und damit auch deren Distanz zur Sohle des
Abflusses des Sammelbehältnisses verändert werden.
Neben Ausführungsformen mit starren, nach oben, schräg oder zur Seite wegragenden, Zuleitungen können auch Ausführungsformen mit biegsamen Zuleitungen einen an die Einflussöffnung
anschließenden Zuleitungsendbereich aufweisen, der geknickt oder gebogen ist. Ein geknickter oder gebogener Zuleitungsendbereich bringt bei starren oder biegsamen Zuleitungen beispielsweise den
Vorteil mit sich, dass sich die Einflussöffnung bereits vor der
Probenentnahme (d.h. bereits bevor der Flüssigkeitsspiegel im Sammelbehältnis bis zum vertikal am höchsten positionierten Abschnitt der Zuleitung ansteigt) unterhalb des Flüssigkeitsspiegels im Sammelbehältnis befindet, sodass auf dem Flüssigkeitsspiegel aufschwimmende Materialien (wie Öl, Treibgut oder Abfall) nicht oder nur sehr schwer in den Probenbehälter
gelangen können.
Im Rahmen der Erfindung ist es ebenfalls möglich, dass die Einflussöffnung bzw. ggf. Einflussöffnungen als vertikal am höchsten positionierte/r Abschnitt/e der Zuleitung/en auf Höhe der definierten Distanz zur Sohle des Ablaufes an der Aufhängung befestigt ist/sind. Dies ist insbesondere bei Ausführungsformen vorteilhaft, bei denen die Zuleitung ein biegsamer Schlauch ist und/oder bei denen mehrere Probenbehälter zumindest einen gemeinsamen Zulaufleitungsabschnitt (der jedoch auch starr sein kann) mit wenigstens einer gemeinsamen Einflussöffnung
aufweisen.
Im Rahmen der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der bzw. ggf. die Probenbehälter an der Aufhängung befestigt ist/sind. Stattdessen oder zusätzlich kann der bzw. ggf. können die Probenbehälter, insbesondere mit einem Senkgewicht, beschwert sein. Da bei dem als Sammelbehältnis dienenden Schacht, der Bestandteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist, der Ablauf höher liegt als der Boden, sammelt sich zwischen Regenereignissen oft Flüssigkeit im Schacht, die nicht ablaufen kann. Damit der Probenbehälter, der im Ausgangszustand, d.h. ohne entnommene Flüssigkeitsprobe, im Wesentlichen hohl ist, nicht auf einem im Schacht stehenden oder bei einem Regenereignis ansteigenden Flüssigkeitsspiegel aufschwimmt, muss der Probenbehälter entweder an einer beschwerten Aufhängung (z.B. einer in den Schacht eingehängten Aufhängung die beschwert
ist, oder einer am Schachtboden platzierten Aufhängung mit einem
Eigengewicht, das einen Auftrieb verhindert) angeordnet oder
selber beschwert sein.
Alle Ausführungsformen der gegenständlichen Vorrichtung haben gemeinsam, dass mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung erst dann eine Flüssigkeitsprobe entnehmbar ist, wenn der Wasserspiegel im Sammelbehältnis einen bestimmten Pegel, der jedenfalls über der Sohle des Ablaufes liegt, übersteigt. Je nach definierter Distanz zwischen dem am höchsten positionierten Abschnitt der Zuleitung (z.B. der Einflussöffnung) und der Sohle kann somit ein unterschiedlicher Entnahmezeitpunkt während des Regenereignisses gewählt bzw. eingestellt werden. Die Zuleitung mit ihrer Einflussöffnung und der Probenbehälter sind derart angeordnet, dass die Flüssigkeitsprobe fremdenergiefrei (nämlich nur aufgrund der Schwerkraft) in den Behälter strömt. Weiters führt die Anordnung des Probenbehälters bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung im Wesentlichen nicht zu einer Veränderung (insbesondere Verminderung) des Durchflusses durch das Sammelbehältnis, was andernfalls (insbesondere in Kombination mit Treibgut) zum Verstopfen des Sammelbehältnisses
und zum unkontrollierten Austritt von Flüssigkeit führen könnte.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur gezielten und fremdenergiefreien Entnahme einer Flüssigkeitsprobe aus einem Sammelbehältnis, das einen Zulauf und einen Ablauf mit einer Schle aufweist. Die Probenentnahme erfolgt mit Hilfe wenigstens eines im Wesentlichen geschlossenen Probenbehälters mit einer Zuleitung und einer Entlüftungsleitung. In Folge wird ein beispielhafter Verlauf des erfindungsgemäßen Verfahrens
beschrieben:
Zuerst wird der Probenbehälter mit der Zuleitung derart im Sammelbehältnis oder in dessen Nähe platziert, dass eine Einflussöffnung der Zuleitung im Sammelbehältnis angeordnet ist,
und ein vertikal am höchsten positionierter Abschnitt der
Zuleitung, der insbesondere eine Einflussöffnung der Zuleitung, aber auch ein Höhepunkt eines Knickes oder einer Biegung der Zuleitung ist, in einer definierten bzw. eingestellten Distanz zur Sohle des Sammelbehältnisses angeordnet ist. Der Probenbehälter wird im Wesentlichen unterhalb der Sohle des Ablaufes des Sammelbehältnisses angeordnet, wobei der Probenbehälter je nach Art des Sammelbehältnisses in diesem oder
außerhalb davon positioniert wird,
Wenn das Sammelbehältnis ein horizontal oder schräg verlaufendes Sammelrohr ist, wird der Probenbehälter vorzugsweise im Wesentlichen unterhalb des Sammelrohres (d.h. dessen Sohle bzw. der Sohle des Ablaufes des Sammelrohres) platziert, wobei die Zuleitung durch die Rohrwand in das Innere des Rohres hineinragt. Die definierte Distanz zwischen dem vertikal am höchsten angeordneten Abschnitt (insbesondere der Einflussöffnung) der Zuleitung und der Sohle des Ablaufes des Sammelrohres kann beispielsweise einstellbar sein, indem der Zulauf tiefer in das Innere des Rohres hineingeschoben oder weiter aus dem Rohr herausgezogen wird. Ragt der Zulauf von unten her, d.h. von der Sohle her, in das Sammelrohr hinein, kann z.B. die definierte Distanz zwischen dem vertikal am höchsten positionierten Abschnitt, insbesondere der Einflussöffnung, der Zuleitung und der Sohle des Ablaufes vergrößert werden, wenn der Zulauf tiefer in das Rohr hineingeschoben wird, und verkleinert, wenn der Zulauf weiter
aus dem Rohr herausgezogen wird.
Das oben Beschriebene trifft auch auf ein Verfahren zu, bei dem als Sammelbehältnis nur ein Teilabschnitt eines Sammelrohres und
nicht das ganze Sammelrohr verwendet wird.
Wenn das Sammelbehältnis ein Schacht oder Sammelbecken ist, wird
eine Aufhängung (mit der die Einflussöffnung, die Zuleitung
und/oder der Probenbehälter verbunden ist) mit einem Seil- bzw.
Kabelsystem von oben in den Schacht hineingehängt oder mit einem Ständer- bzw. Stellsystem am Boden des Schachtes platziert. Das Einstellen der definierten Distanz kann dabei durch mehr oder weniger weites Hinunterlassen in den Schacht bzw. durch die Wahl der Befestigungsstelle der Zuleitung bzw. ihrer Einflussöffnung (oder - bei starrer Zuleitung - des Probenbehälters) an der
Aufhängung erfolgen.
Das erfindungsgemäße Verfahren setzt voraus, dass zu einem späteren Zeitpunkt eine derartige Menge an Flüssigkeit, insbesondere Abfluss-Regenwasser, über den Zulauf in das Sammelbehältnis hinein-, (vorzugsweise im Wesentlichen horizontal) durch das Sammelbehältnis hindurch- und aus dem Ablauf herausströmt, dass der Flüssigkeitsspiegel im Sammelbehältnis ansteigt. Insbesondere steigt der Flüssigkeitsspiegel im Vergleich zum Niveau der Sohle des
Ablaufes an.
Sobald der Flüssigkeitsspiegel im Sammelbehältnis die definierte bzw. eingestellte Distanz zur Sohle des Ablaufes angestiegen ist, strömt ein Teil der Flüssigkeit durch den vertikal am höchsten positionierten Abschnitt der Zuleitung, insbesondere deren Einflussöffnung, und die übrige Zuleitung (d.h. den Teil der Zuleitung, der zwischen dem vertikal am höchsten positionierten Abschnitt der Zuleitung und dem Probenbehälter verläuft) in den Probenbehälter und bildet somit die Flüssigkeitsprobe, die zu einem späteren Zeitpunkt abgeholt
wird.
Im Rahmen des Verfahrens kann vorgesehen sein, dass eine Sendeund Empfangseinheit, die insbesondere einen eigenen Energiespeicher aufweist, mit einem Auslöser am oder im Probenbehälter in Verbindung steht. Sobald im Probenbehälter ein vorbestimmter Füllstand erreicht wird (z.B. sobald der
Probenbehälter im Wesentlichen voll ist), aktiviert der Auslöser
die Sende- und Empfangseinheit, indem beispielsweise der Auslöser die Verbindung zwischen der Sende- und Empfangseinheit und ihrem Energiespeicher herstellt. Die Sende- und Empfangseinheit sendet daraufhin ein einmaliges oder sich wiederholendes Informationssignal aus. Mit diesem Signal wird beispielsweise mitgeteilt, dass eine Probe entnommen wurde und
diese Probe bereit zum Abholen bzw. die Analyse ist.
Insbesondere wird zur Durchführung des Verfahrens eine das Sammelbehältnis und den Probenbehälter umfassende Vorrichtung
wie zuvor beschrieben verwendet.
Beispielseise kann für das Verfahren eine Vorrichtung wie bereits beschrieben mit einem Sammelrohr als Sammelbehältnis verwendet werden. Bei derartigen Vorrichtungen kann zur Durchführung des Verfahrens vor, während oder nach dem Platzieren des/der Probenbehälter/s die Eingangsöffnung des Sammelrohres mit einem Ablauf oder Zulauf einer Drainage verbunden werden. Wenn das Sammelbehältnis nur ein Teilabschnitt eines Sammelrohres ist, kann der Zulauf des gesamten Sammelrohres mit dem Ablauf oder Zulauf einer Drainage verbunden werden. Ebenso kann bei derartigen Verfahren die Vorrichtung in einem Schacht oder Sammelbecken angeordnet, insbesondere von oben eingehängt, und der Zulauf des Sammelrohres mit dem Zulauf des Schachtes oder Sammelbeckens verbunden werden. Der Vorteil eines derartigen Verfahrens ist, dass es im Wesentlichen unabhängig von den Gegebenheiten vor Ort durchgeführt werden kann, da lediglich ein lokaler Zulauf bzw. Ablauf (eines Schachtes, einer Drainage, einer Sammelrinne, einer Regenrinne, etc.) vorhanden sein muss, durch den die Flüssigkeit, von der eine Probe entnommen werden soll, austritt, und der an den Zulauf des Sammelrohres (z.B. über einen Schlauch) angeschlossen
wird.
Ebenso kann für das Verfahren eine Vorrichtung wie bereits beschrieben mit einem Schacht oder Sammelbecken als Sammelbehältnis verwendet werden. Zum Platzieren des Probenbehälters wird bei einem derartigen Verfahren die Aufhängung von oben in den Schacht oder das Sammelbecken eingehängt bzw. ggf. auf dem Boden des Schachtes oder Sammelbeckens platziert. Derartige Verfahren lassen sich besonders einfach an bereits vor Ort vorhandenen Schächten oder
Sammelbecken durchführen.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird die Probe erst dann entnommen, wenn die Flüssigkeit, von der die Flüssigkeitsprobe entnommen werden soll (z.B. Abwasser bzw. Abfluss-Regenwasser) einen vorab definierten Flüssigkeitsstand im Sammelbehältnis erreicht. Dies soll gewährleisten, dass nur relevante Abflussereignisse erfasst werden, welche aussagekräftige Ergebnisse der Flüssigkeitsproben bereitstellen. Die exakte Kalibrierung der Probenentnahme basiert insbesondere auf behördlichen Angaben (MOB) und kann im Vorfeld erarbeitet
werden.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die angeschlossenen Zeichnungen, in welchen bevorzugte
Ausführungsformen dargestellt sind. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung, Fig. 2 eine schematische Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung, Fig. 3 eine schematische Seitenansicht einer dritten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung, Fig. 4 eine schematische Seitenansicht einer vierten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung, und
Fig. 5 eine schematische Seitenansicht einer fünften
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Die Fig. 1 bis 5 zeigen jeweils unterschiedliche Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 in einer Seitenansicht, wobei die Vorrichtung 1 jeweils stark vereinfacht
dargestellt ist.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung 1 gemäß einer ersten Ausführungsform weist zwei Probenbehälter 2 zur Entnahme einer Flüssigkeitsprobe P auf. Jeder Probenbehälter 2 weist eine Zuleitung 3 auf, über die Flüssigkeit in ein Inneres des Probenbehälters 2 strömen kann. Die Zuleitung 3 weist an ihrem distalen, vom Probenbehälter 2 entfernten, Ende eine
Einflussöffnung 4 auf.
Weiters weist die Vorrichtung 1 ein Sammelbehältnis 5 mit einem Zulauf 6 und einem Ablauf 7 auf. Der Ablauf 7 des
Sammelbehältnisses 5 weist eine Sohle 8 auf.
Bei der in Fig. 1 dargestellten ersten Ausführungsformen ist das
Sammelbehältnis 5 ein quer verlaufendes Sammelrohr 9.
Der Zulauf 6 des als Sammelbehältnis 5 dienenden Sammelrohres 9 ist dessen Eingangsöffnung 11 und der Ablauf 7 des Sammelrohres 9 ist dessen Ausgangsöffnung 12. Die Sohle 8 des Ablaufes 7 des Sammelrohres 9 ist in den dargestellten Ausführungsformen eine Rohrschle 13 des Sammelrohres 9, d.h. der horizontal gesehen
tiefste Bereich der Innenwand des Sammelrohres 9.
Die Probenbehälter 2 weisen jeweils ein Reservoir 14 auf, das den Großteil eines Innenvolumens des Probenbehälters 2 ausmacht und das unterhalb des Sammelrohres 9 angeordnet ist. Die Probenbehälter 2 können daher als im Wesentlichen unterhalb des
Sammelbehältnisses 5 angesehen werden.
Vom Reservoir 14 verläuft Jeweils die Zuleitung 3 zum Sammelrohr 9. Die Zuleitung 3 ist jeweils von unten her durch die Wand des Sammelrohres 9 geführt, insbesondere durch die Rohrsohle 13 des
Sammelrohres 9.
Die Zuleitungen 3 ragen jeweils ein Stück in ein Inneres des Sammelrohres 9 hinein, sodass die Einflussöffnungen 4 der Zuleitungen 3 jeweils in einer definierten Distanz D zur Rohrschle 13 (und damit zur Sohle 8 des Ablaufes 7) angeordnet sind. Die definierte Distanz D ist für jede der Zuleitungen 3 individuell einstellbar, indem die jeweilige Zuleitung 3 tiefer in das Innere des Sammelrohres 9 hineingeschoben oder weiter
herausgezogen wird.
Die Probenbehälter 2 sowie ein Abschnitt des Sammelrohres 9, in den die Zuleitungen 3 münden, sind in einem Gehäuse 15
angeordnet, das thermisch isoliert ist.
In dem Gehäuse 15 ist eine Sende- und Empfangseinheit 16 angeordnet, die mit wenigstens einem Auslöser 10 an oder in einem der Probenbehälter 2 in Kontakt steht. Sobald in dem mit Auslöser 10 ausgestatteten Probenbehälter 2 bzw. in dessen Reservoir 14 eine bestimmter Füllstand erreicht ist, aktiviert die Sende- und Empfangseinheit 16. Ein Energiespeicher der Sende- und Empfangseinheit 16 kann direkt an bzw. in der Sendeund Empfangseinheit 16 - oder separat davon ebenfalls im Gehäuse
15 oder auch außerhalb davon - positioniert sein.
Die aktivierte Sende- und Empfangseinheit 16 sendet beispielsweise über ein integriertes Modem oder einen Funksender ein Signal mit der Information aus, dass die Flüssigkeitsprobe P
entnommen wurde und abholbereit ist.
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Der Zulauf 6 des Sammelbehältnisses 5 bei der Vorrichtung 1 gemäß Fig. 1, d.h. die Eingangsöffnung 11 des Sammelrohres 9, ist mit einer an ein Entwässerungsrohr 17 einer Drainage angeschlossenen Auffangleitung 18 verbunden. Die Auffangleitung
18 kann auch ein Teil des Sammelrohres 9 selbst sein.
Die in Fig. 2 dargestellte zweite Ausführungsform der Vorrichtung 1 ist im Wesentlichen wie die in Fig. 1 dargestellte erste Ausführungsform der Vorrichtung 1 aufgebaut, mit den
folgenden Unterschieden: ® die Vorrichtung 1 weist nur einen einzelnen Probenbehälter 2 auf (möglich sind hier jedoch auch mehrere Probenbehälter 2), ® der im oder am Probenbehälter 2 angeordnete Auslöser 10 ist
nicht dargestellt,
® die Sende- und Empfangseinheit 16 ist außerhalb des Gehäuses 15 angeordnet (könnte aber auch im Gehäuse 15 angeordnet sein) und
® die Eingangsöffnung 11 des Sammelrohres 9 ist direkt mit
der Drainage bzw. deren Auffangleitung 18 verbunden.
Bei den beiden in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 verläuft das Sammelrohr 9 im Wesentlichen horizontal. Möglich ist jedoch auch, dass das Sammelrohr 9 in einem Winkel (insbesondere S 45°)
zur Horizontalen geneigt verläuft.
Bei den in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsformen der Vorrichtung 1 steigt bei einem Regenereignis ein Flüssigkeitsspiegel S in dem als Sammelrohr 9 ausgeführten Sammelbehältnis 5 an. Sobald der Flüssigkeitsspiegel S die definierte bzw. eingestellte Distanz D zwischen der Sohle 8 des Ablaufes 7, d.h. der Rohrsohle 13, und der Einflussöffnung 4
angestiegen ist, strömt ein Teil der durch das Sammelrohr 9
strömenden Flüssigkeit über die Einflussöffnung 4 in den
Probenbehälter 2 und bildet somit die Flüssigkeitsprobe P.
Die Fig. 3 und 4 zeigen zwei weitere mögliche Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1, bei denen das Sammelbehältnis 5 ein im Wesentlichen vertikal verlaufender
Schacht 19 ist.
Der Schacht 19 weist einen Boden 21 auf, wobei der Zulauf 6 und der Ablauf 7 des als Sammelbehältnis 5 dienenden Schachtes 19 horizontal oberhalb des Bodens 21, d.h. oberhalb eines
Höhenniveaus des Bodens 21, in den Schacht 19 münden.
In den dargestellten Ausführungsformen ist der Ablauf 7 Jeweils rohrförmig, sodass die Sohle 8 des Ablaufes 7 eine Rohrsohle ist. Möglich ist jedoch auch, dass der Ablauf 7 ein horizontal verlaufender Schacht bzw. Kanal oder lediglich eine Austrittsöffnung ist. Bei allen denkbaren Ausführungsformen wird im Rahmen der Erfindung der horizontal gesehen am tiefsten liegende Bereich einer Flüssigkeitsrinne des Abflusses 7 als
Schle 8 angesehen.
Da der Ablauf 7 oberhalb des Bodens 21 in den Schacht 19 mündet, kann sich am Boden 21 des Schachtes 19 Flüssigkeit ansammeln, die nicht ablaufen kann. Der Flüssigkeitsspiegel S im Schacht 19 kann zwischen Regenereignissen maximal bis zur Sohle 8 des Ablaufes 7 reichen. Während eines Regenereignisses steigt der Flüssigkeitsspiegel S im Schacht 19 jedoch weiter an, solange mehr bzw. schneller Flüssigkeit in den Schacht 19 hinein als aus
dem Schacht 19 heraus strömt.
Bei der in Fig 3 gezeigten dritten Ausführungsform weist die
Vorrichtung 1 eine Aufhängung 22 auf, an der der Probenbehälter
2 befestigt ist. Die Aufhängung 22 umfasst ein Kabel- bzw.
Seilsystem 23, mit dem die Aufhängung 22 von oben in den Schacht
19 gehängt ist.
Der Probenbehälter 2 ist so tief in den Schacht 19 abgesenkt bzw. eingehängt, dass er im Wesentlichen unterhalb der Sohle 8 des Ablaufes 7 angeordnet ist (wobei insbesondere das Reservoir 14 des Probenbehälters 2 unterhalb der Sohle 8 angeordnet ist). Die als starres Rohr ausgeführte Zuleitung 3 ragt nach oben hin so weit weg, dass ihre Einflussöffnung 4 oberhalb der Sohle 8
des Ablaufes 7 angeordnet ist.
Die definierte Distanz D zwischen der Einflussöffnung 4 und der Schle 8 des Ablaufes 7 ist einstellbar, indem die Aufhängung 22 an dem Kabel- bzw. Seilsystem 23 tiefer in den Schacht 19 hinabgelassen wird oder weiter aus dem Schacht 19 herausgezogen wird bzw. indem das als Zuleitung 3 dienende Rohr weiter aus dem Probenbehälter 2 hinausgezogen oder tiefer in den Probenbehälter
2 hineingesteckt wird.
An dem Probenbehälter 2 ist unten ein Senkgewicht 24 angeordnet, wodurch der Probenbehälter 2 derart beschwert ist, dass er auch im ungefüllten Zustand (d.h. ohne entnommene Flüssigkeitsprobe P) nicht auf dem Flüssigkeitsspiegel S im Schacht 19
aufschwimmt.
Das Kabel- bzw. Seilsystem 23 ist an einem Befestigungselement 25 an einer Innenwand des Schachtes 19 befestigt, kann aber alternativ auch oben an einer Eingangsöffnung des Schachtes 19 oder an passender anderer Stelle oder Installation des Schachtes 19 (z.B. einer Einstiegsleiter) bzw. bei einem offenen Schacht
19 auch außerhalb des Schachtes 19, befestigt sein.
Bei der in Fig. 4 dargestellten vierten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 umfasst die Aufhängung 22 kein
Kabel- bzw. Seilsystem 23, sondern ist selbst ein auf dem Boden
21 des Schachtes 19 platziertes Ständer- bzw. Stellsystem 26.
Die als Ständer- bzw. Stellsystem 26 ausgeführte Aufhängung 22 weist einen Sockel 27 auf, an dem ein vertikal nach oben weg
ragender Ständer 28 angeordnet ist.
Die Vorrichtung 1 gemäß der vierten Ausführungsform weist zwei Probenbehälter 2 auf, die an dem Sockel 27 befestigt sind, sodass sie nicht auf dem Flüssigkeitsspiegel S im Schacht 19
aufschwimmen können.
Jeder der Probenbehälter 2 ist über eine Verbindungsleitung 29 mit einer gemeinsamen Befüllungsleitung 31, die wenigstens eine Einflussöffnung 4 aufweist, verbunden. Die Befüllungsleitung 31 ist derart am Ständer 28 angeordnet, dass ihre Einflussöffnung 4 in der definierten Distanz D zur Sohle 8 des Abflusses 7 des Schachtes 19 angeordnet ist. Die definierte Distanz D lässt sich beispielsweise einstellen, indem die Befüllungsleitung 31 weiter oben oder weiter unten am Ständer 28 festgemacht wird, oder - im Fall eines verlängerbaren Ständers 28 - indem der Ständer 28
aus- oder eingefahren wird.
Die Verbindungsleitungen 29 bilden jeweils mit der gemeinsamen Befüllungsleitung 31 die Zuleitungen 3 der Probenbehälter 2, sodass die Probenbehälter 2 abschnittsweise eine gemeinsame Zuleitung 3 (nämlich die Befüllungsleitung 29) mit einer
gemeinsamen Einflussöffnung 4 aufweisen.
Jeder der Probenbehälter 2 weist zudem eine separate Entlüftungsleitung 32 auf, die mit einem Ende in den Probenbehälter 2 mündet und mit dem anderen, distalen Ende oberhalb der gemeinsamen Einflussöffnung 4 am Ständer 28
angeordnet ist.
Fig. 5 zeigt eine weitere mögliche Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1, bei der das Sammelbehältnis 5 ein im Wesentlichen gerade verlaufender Teilabschnitt 33 eines
in einem Sacht 19 aufgehängten Sammelrohres 9 ist.
Der gerade Teilabschnitt 33 des Sammelrohres 9 ist zusammen mit zwei unter dem Sammelrohr 9 angeordneten Probenbehältern 2 in einem isolierten Gehäuse 15 aufgenommen, . Die Probenbehälter 2 weisen jeweils eine starre Zuleitung 3 auf, die von unten her in den geraden Teilabschnitt 33 des Sammelrohres 9 geführt sind und darin münden. Die Einflussöffnungen 4 der Zuleitungen 3, die in der dargestellten Ausführungsform deren vertikal am höchsten positionierte Abschnitte darstellen, sind in der definierten Distanz D von der Sohle 8 des geraden Teilabschnittes 33 des Sammelrohres 9 beabstandet positioniert. In der dargestellten Ausführungsform ist diese definierte Distanz D Jedoch sehr
gering bzw. kurz gewählt.
Das Gehäuse 15 ist mit einem Kabel- bzw. Seilsystem 23 an Befestigungselementen 25 im Schacht 19 aufgehängt, kann aber
auch von oben her in den Schacht 19 gehängt sein.
Das Sammelrohr 9 besteht in der dargestellten Ausführungsform aus einem geraden Teilabschnitt 33, der in der dargestellten Ausführungsform das Sammelbehältnis 5 darstellt, und einen daran anschließenden weiteren Teilabschnitt 34. Der weitere Teilabschnitt 34 ist an ein Zulaufrohr des Schachtes 19
angeschlossen bzw. an diesem angeordnet.
Wenn über das Zulaufrohr des Schachtes 19 Flüssigkeit in den Schacht 19 strömt, strömt wenigstens ein Teil dieser Flüssigkeit in den weiteren Teilabschnitt 34 des Sammelrohres 9, von dort durch die Eingangsöffnung 11 des geraden Teilabschnittes 33 (d.h. den Zulauf 6 des Sammelbehältnisses 5), durch den als
Sammelbehältnis 5 dienenden geraden Teilabschnitt 33 hindurch
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und aus der Ausgangsöffnung 12 des geraden Teilabschnittes 33 (d.h. dem Ablauf 8 des Sammelbehältnisses 5) hinaus. Im Schacht 19 versickert die Flüssigkeit oder der Schacht 19 weist einen
tiefer gelegenen Schachtablauf auf.
Beim Durchströmen des als Sammelbehältnis 5 dienenden geraden Teilabschnittes 33 des Sammelrohres 9 steigt der Flüssigkeitsspiegel S im geraden Teilabschnitt 33 an. Sobald der Flüssigkeitsspiegel S die definierte Distanz D von der Sohle des geraden Teilabschnittes 33 des Sammelrohres 9 (die der Sohle (8) des Abflusses 7 entspricht) angestiegen ist, strömt ein Teil der Flüssigkeit über die Zuleitungen 3 mit ihren Einflussöffnungen 4 in die Probenbehälter 2 und wird als Flüssigkeitsprobe P
entnommen.
Bei den in den Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsformen ist wie bei den Ausführungsformen gemäß den Fig. 1, 2 und 5 am oder im Probenbehälter 2 (bzw. an oder in einem der Probenbehälter 2) der Auslöser 10 angeordnet, jedoch ist dieser in den Fig. 3 und 4 nicht dargestellt. Der Auslöser 10 steht ebenfalls mit der Sende- und Empfangseinheit 16 in Kontakt und funktioniert wie
bereits zu Fig. 1 beschrieben.
Die Sende- und Empfangseinheit 16 ist bei den in den Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsformen in vertikaler Richtung ausreichend weit vom Boden 21 des Schachtes 19 bzw. von der Schle 8 des Abflusses 7 angeordnet (z.B. an einer Innenwand des Schachtes 19), sodass sie auch bei steigendem Flüssigkeitsspiegel S im Schacht 19 nicht nass werden kann. Alternativ dazu kann die Sende- und Empfangseinheit 16 aber auch in einem wasserdichten Gehäuse untergebracht oder außerhalb des Schachtes 19 angeordnet sein. Auch bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform ist die Sende- und Empfangseinheit
16 ausreichend hoch im Schacht 19 angeordnet, um bei in den
Schacht 19 strömender Flüssigkeit nicht nass zu werden, kann
aber genauso auch im Gehäuse 15 angeordnet sein.
Die in den Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 können statt eines Schachtes 19 auch ein Sammelbecken oder dergleichen als Sammelbehältnis 5
aufweisen.
Bei den dargestellten Ausführungsformen ist jeweils die Einflussöffnung 4 jeder Zuleitung 3 der vertikal am höchsten positionierte Abschnitt der Zuleitung 3. Dies muss Jedoch nicht so sein, da die Zuleitung 3 z.B. nach unten geknickt oder gebogen sein kann, sodass die Einflussöffnung 4 unterhalb eines vertikal am höchsten positionierten Abschnittes der jeweiligen Zuleitung 3 positioniert ist. Bei derartigen Ausführungsformen ist die definierte Distanz D die Distanz zwischen dem vertikal am höchsten positionierten Abschnitt der Zuleitung 3 und der
Sohle 8 des Ablaufes 7 des Sammelbehältnisses 5.
Denkbar sind im Rahmen der Erfindung Ausführungsformen der Vorrichtung 1, die unterschiedliche Merkmale der in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Ausführungsformen der Vorrichtung 1
miteinander kombinieren.
Beispielsweise kann jede der dargestellten Vorrichtungen nur einen einzelnen Probenbehälter 2 oder auch mehr als einen Probenbehälter 2, z.B. zwei oder mehr als zwei Probenbehälter 2,
aufweisen.
Bei Ausführungsformen der Vorrichtung 1 mit mehr als einem Probenbehälter 2 können die Probenbehälter 2 separate Zuleitungen 3 aufweisen, deren vertikal am höchsten positionierte Abschnitte, insbesondere deren Einflussöffnungen 4, in gleicher oder in unterschiedlicher definierter Distanz D
zur Sohle 8 des Ablaufes 7 angeordnet sind.
Ebenso können bei Ausführungsformen der Vorrichtung 1 mit mehr als einem Probenbehälter 2 die Probenbehälter 2 zumindest abschnittsweise eine gemeinsame Zuleitung 3 aufweisen, wie bei
der Ausführungsform gemäß Fig. 4.
Bei den oben beschriebenen und allen anderen denkbaren Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 mit mehr als einem Probenbehälter 2 kann vorgesehen sein, dass nur einer der Probenbehälter 2 einen Auslöser 10 aufweist, dass mehrere der Probenbehälter 2 jeweils einen Auslöser 10 aufweisen oder dass alle der Probenbehälter 2 jeweils einen Auslöser 10
aufweisen.
Ebenso kann die Sende- und Empfangseinheit 16 der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 mit einem Kabel oder kabellos mit dem Auslöser 10 verbunden sein, wenn ein elektrischer Auslöser 10 zum Einsatz kommt, oder auch über eine Mechanik bzw. ein Zugsystem mit dem Auslöser 10 verbunden sein, wenn dieser
rein mechanisch funktioniert.
Auch wenn in den stark vereinfachten Darstellungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 nur in Fig. 4 Entlüftungsleitungen 32 dargestellt sind, so ist doch vorgesehen, dass auch die Probenbehälter 2 der anderen Ausführungsformen mit Entlüftungsleitungen 32 ausgestattet sind. Diese Entlüftungsleitungen 32 münden Jeweils in den Innenraum (insbesondere das Reservoir 14) der Probenbehälter 2 und sind bei Ausführungsformen der Vorrichtung, die ein als Schacht 19 ausgeführtes Sammelbehältnis 2 aufweisen, mit ihrem distalen, vom Probenbehälter 2 entfernten Ende, vorzugsweise oberhalb der Einflussöffnung 4 angeordnet. Bei Ausführungsformen der Vorrichtung 1 mit einem als Sammelrohr 9 ausgestalteten
Sammelbehältnis 5 können die Entlüftungsleitungen 32 auch nur
Entlüftungsöffnungen (d.h. Leitungen mit einer sehr geringen
oder keiner Länge) sein.
Bezugszeichenliste:
1 Vorrichtung
2 Probenbehälter
3 Zuleitung
4 Einflussöffnung
5 Sammelbehältnis
6 Zulauf Sammelbehältnis 7 Ablauf Sammelbehältnis 8 Sohle
9 Sammelrohr
10 Auslöser
11 Eingangsöffnung
12 Ausgangsöffnung
13 Rohrsohle
14 Reservoir
15 Gehäuse
16 Sende- und Empfangseinheit 17 Entwässerungsrohr
18 Auffangleitung
19 Schacht
20 ==
21 Boden
22 Aufhängung
23 Kabel- bzw. Seilsystem 24 Senkgewicht
25 Befestigungselement
26 Ständer- bzw. Stellsystem 27 Sockel
28 Ständer
P D S
Verbindungsleitung Befüllungsleitung Entlüftungsleitung gerader Teilabschnitt
weiterer Teilabschnitt
Flüssigkeitsprobe definierte Distanz
Flüssigkeitsspiegel
33
Claims (1)
- Patentansprüche:Vorrichtung (1) zur gezielten und fremdenergiefreien Entnahme einer Flüssigkeitsprobe (P), insbesondere von einer Drainage, einer Rohrleitung oder einem Schacht (19), wobei die Vorrichtung (1) wenigstens einen im Wesentlichen geschlossenen Probenbehälter (2) mit einer Zuleitung (3) und einer Entlüftungsleitung (32), sowie ein Sammelbehältnis (5) mit einem Zulauf (6) und einem Ablauf (7) mit einer Sohle (8) umfasst, wobei die Zuleitung (3) eine innerhalb des Sammelbehältnisses (5) und vorzugsweise oberhalb des Probenbehälters (2) angeordnete Einflussöffnung (4) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Probenbehälter (2) im Wesentlichen unterhalb der Sohle (8) des Ablaufes (7) des Sammelbehältnisses (5) angeordnet ist, und dass ein vertikal am höchsten positionierter Abschnitt, insbesondere die Einflussöffnung (4), der Zuleitung (3) des Probenbehälters (2) in einer definierten Distanz (D), die vorzugsweise einstellbar ist, oberhalb der Sohle (8) des Ablaufes (7) des Sammelbehältnisses (5)angeordnet ist.Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) mehr als einen Probenbehälter (2), insbesondere zwei, drei, vier oder mehr als vier Probenbehälter (2), mit Jeweils einer Zuleitung (3) undeiner Entlüftungsleitung (32) aufweist.Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Probenbehälter (2) separate Zuleitungen (3) mit jeweils einer eigenen Einflussöffnung (4) aufweisen, wobei die vertikal am höchsten positionierten Abschnitte der Zuleitungen, insbesondere deren Einflussöffnungen (4),vorzugsweise in der gleichen definierten Distanz (D) zurSohle (8) des Ablaufes (7) des Sammelbehältnisses (5)angeordnet sind.Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Probenbehälter (2) zumindest abschnittsweise eine gemeinsame Zuleitung (3) mit einer gemeinsamen Einflussöffnung (4) und insbesondere einen gemeinsamen, vertikal am höchsten positionierten, Abschnitt derZuleitung (3) aufweisen.Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine Sende- und Empfangseinheit (16) mit einem eigenen Energiespeicher aufweist, und dass die Vorrichtung (1) einen Auslöser (10) aufweist, der dazu ausgelegt ist, die Sende- und Empfangseinheit (16) bei einem vorbestimmten Füllstand imProbenbehälter (2) zu aktivieren.Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslöser (10) ein im Probenbehälter (2) bzw. gg£f. in wenigstens einem der Probenbehälter (2) angeordnetermechanischer oder elektrischer Füllstandgrenzschalter ist.Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Sende- und Empfangseinheit (16) zum drahtlosen Übertragen von Daten eingerichtet ist, und dafürinsbesondere einen Funksender und/oder ein Modem umfasst.Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Sammelbehältnis (5) ein im Wesentlichen quer, vorzugsweise horizontal oder in einem Winkel geneigt, verlaufendes Sammelrohr (9) oder ein gerader Teilabschnitt eines derartigen Sammelrohres (9) ist, dass der Zulauf (6) die Eingangsöffnung (11) und derAblauf (7) die Ausgangsöffnung (12) des Sammelrohres (9)36bzw. des Teilabschnittes des Sammelrohres (9) ist, dass die Schle (8) des Ablaufes (7) eine Rohrsohle (13) des Sammelrohres (9) oder dessen Teilabschnittes ist, dass der bzw. ggf. die Probenbehälter (2) im Wesentlichen unterhalb des Sammelrohres ((9) angeordnet ist/sind, und dass die Zuleitung (3) bzw. ggf. Zuleitungen (3) in das Sammelrohr (9) geführt ist/sind und darin mündet/münden, sodass der/die vertikal am höchsten positionierte/n Abschnitte/e, insbesondere die vorzugsweise im Wesentlichen nach oben gerichtete/n Einflussöffnung/en (4), der Zuleitung/en (3) in der definierten Distanz (D) zur Rohrsohle (13) des Sammelrohres (9) bzw. des Teilabschnittes des Sammelrohres(9) angeordnet ist/sind.Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) ein vorzugsweise thermisch isoliertes Gehäuse (15) aufweist, in dem der bzw. ggf. die Probenbehälter (2) und das als Sammelrohr (9) bzw. dessen Teilabschnitt ausgeführte Sammelbehältnis (5), zumindest mit jenem Abschnitt, in den die Zuleitung (3) mündet bzw.gg£. Zuleitungen (3) münden, aufgenommen ist.Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Sammelbehältnis (5) ein im Wesentlichen vertikal verlaufender Schacht (19) oder ein Sammelbecken mit einem Boden (21) ist, dass der Zulauf (6) und der Ablauf (7) horizontal oberhalb des Bodens (21) in das Sammelbehältnis (5) münden, dass die Vorrichtung (1) eine Aufhängung (22) aufweist, und dass der bzw. ggf. die Probebehälter (2) und/oder die Zuleitung (3) bzw. ggf. Zuleitungen (3) und/oder die Einflussöffnung (4) bzw. ggf. Einflussöffnungen (4) derart an der Aufhängung (22) befestigt ist/sind, dass der/die Probenbehälter (2) unterhalb der Sohle (8) des Ablaufes (7) und der vertikalam höchsten positionierte Abschnitt der Zuleitung (3),12.13.14.37insbesondere die Einflussöffnung (4), bzw. gg£f. dievertikal am höchsten positionierten Abschnitte derZuleitungen (3), insbesondere die Einflussöffnungen (4), inderdefinierten Distanz (D) zur Sohle (8) des Ablaufes (7)im als Sammelbehältnis (5) dienenden Schacht (19) oderSammelbecken angeordnet ist/sind.Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dassdie Aufhängung (22) ein Seil- bzw. Kabelsystem (23)aufweist, mit dem die Aufhängung (22) von oben in dasSammelbehältnis (5) eingehängt ist.Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dassdie Aufhängung (22) ein auf dem Boden (21) desSammelbehältnisses (5) platziertes, vorzugsweise nach obenragendes, Ständer- bzw. Stellsystem (26) ist.Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurchgekennzeichnet, dass der bzw. ggf. die Probenbehälter (2)eine Zuleitung (3) in Form eines im Wesentlichen starren,nach oben wegragenden, Rohres mit einem geraden Ende,sodass die Einflussöffnung (4) nach oben gerichtet ist,oder einem gebogenen bzw. geknickten Ende, sodass dieEinflussöffnung (4) zur Seite oder nach unten gerichtetist,hat/haben.Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dassder vertikal am höchsten positionierte Abschnitt derZuleitung (3), insbesondere die Einflussöffnung (4) bzw.gg£.die vertikal am höchsten positionierten Abschnitte derZuleitungen (3), insbesondere die Einflussöffnungen (4) aufHöhe der definierten Distanz (D) zur Sohle (8) des Ablaufes(7)an der Aufhängung (22) befestigt ist/sind.16.17.38Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der bzw. ggf. die Probenbehälter (2)an der Aufhängung (22) befestigt ist/sind.Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der bzw. ggf. die Probenbehälter (2)insbesondere mit einem Senkgewicht (24) beschwert ist/sind.Verfahren zur gezielten und fremdenergiefreien Entnahme einer Flüssigkeitsprobe (P) aus einem Sammelbehältnis (5), das einen Zulauf (6) und einen Ablauf (7) mit einer Sohle (8) aufweist, mit Hilfe wenigstens eines im Wesentlichen geschlossenen Probenbehälters (2) mit einer Zuleitung (3)und einer Entlüftungsleitung (32), dadurch gekennzeichnet,° dass zuerst der Probenbehälter (2) mit der Zuleitung (3) derart im Sammelbehältnis (5) oder in dessen Nähe platziert wird, dass eine Einflussöffnung (4) der Zuleitung (3) im Sammelbehältnis (5) angeordnet ist, sowie ein vertikal am höchsten positionierter Abschnitt, insbesondere die Einflussöffnung (4), der Zuleitung (3) in einer definierten Distanz (D) zu der Schle (8) und der Probenbehälter (2) im Wesentlichen unterhalb der Sohle (8) des Ablaufes (7) desSammelbehältnisses (5) angeordnet ist,° dass zu einem späteren Zeitpunkt eine derartige Menge an Flüssigkeit, insbesondere Abfluss-Regenwasser, über den Zulauf (6) in das Sammelbehältnis (5) hinein-, durch das Sammelbehältnis (5) hindurch- und aus dem Ablauf (7) herausströmt, dass ein Flüssigkeitsspiegel (S) im Sammelbehältnis (5) ansteigt, und° dass, sobald der Flüssigkeitsspiegel (S) im Sammelbehältnis (5) die definierte Distanz (D) zur Sohle (8) des Ablaufes (7) angestiegen ist, ein Teil der Flüssigkeit durch den vertikal am höchstenpositionierten Abschnitt der Zuleitung (3),19.20.21.22.39insbesondere deren Einflussöffnung (4), und die übrige Zuleitung (3) in den Probenbehälter (2) strömt und die Flüssigkeitsprobe (P) bildet, die später entnommenwird.Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sende- und Empfangseinheit (16), die einen eigenen Energiespeicher aufweist, mit einem am oder im Probenbehälter (2) angeordneten Auslöser (10) in Verbindung steht, und dass der Auslöser (10) bei einem vorbestimmten Füllstand im Probenbehälter (2) die Sende- undEmpfangseinheit (16) aktiviert.Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Sende- und Empfangseinheit (16) ein einmaliges oder sich wiederholendes Informationssignal aussendet, sobaldsie aktiviert wird.Verfahren nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass zur Durchführung des Verfahrens eine das Sammelbehältnis (5) und den Probenbehälter (2) umfassende Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 16 verwendetwird.Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9 verwendet wird, und dass die Eingangsöffnung (11) des Sammelrohres (9) mit einem Ablauf oder Zulauf, insbesondere einem Entwässerungsrohr (17), einer Drainage verbundenwird.Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9 verwendet wird, und dass die Vorrichtung (1) in einemSchacht (19) oder Sammelbecken angeordnet, insbesondere von40 / 45oben eingehängt, Sammelrohres (9)Sammelbeckens veVerfahren nach A eine Vorrichtung verwendet wird,(2) die Aufhängu das Sammelbeckendes Schachtes (140und die Eingangsöffnung (11) des mit einem Zulauf des Schachtes (19) oderrbunden wird.nspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass (1) nach einem der Ansprüche 10 bis 16und dass zum Platzieren des Probenbehältersng (22) von oben in den Schacht (19) oder eingehängt oder ggf. auf dem Boden (21)9) oder Sammelbeckens platziert wird.41 / 45
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