AT520221A4 - Zylinderkopf für eine brennkraftmaschine - Google Patents

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AT520221A4
AT520221A4 ATA50816/2017A AT508162017A AT520221A4 AT 520221 A4 AT520221 A4 AT 520221A4 AT 508162017 A AT508162017 A AT 508162017A AT 520221 A4 AT520221 A4 AT 520221A4
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Zylinderkopf (1) einer Brennkraftmaschine, mit mindestens einem zumindest abschnittsweise bogenförmig gekrümmten, von einem Brennraum (6) über eine Auslassventilöffnung (7) ausgehenden Auslasskanal (4), wobei im Bereich einer Bogenaußenseite (42) des Auslasskanals (4) unmittelbar stromabwärts einer den Auslasskanal (4) schneidenden Auslassventilführungsbohrung (9) ein entgegen der Abgasströmung (E) im Auslasskanal (4) gerichteter Sekundärluftkanal (13) über eine Mündungsöffnung (15) in eine Ausbuchtung (16) des Auslasskanals (4) einmündet, wobei auf der Seite der Auslassventilführungsbohrung (9) eine erste Wandfläche (17) der Ausbuchtung (16) mit einem zwischen der Auslassventilführungsbohrung (9) und der Ausbuchtung (16) angeordneten ersten Wandbereich (19) des Auslasskanals (4) einen ersten Winkel (α) < 160° aufspannt, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der ersten Wandfläche (17) der Ausbuchtung (16) und dem ersten Wandbereich (19) des Auslasskanals (4) eine Ablösekante (21) ausgebildet ist, wobei vorzugsweise der erste Winkel (α) < 140°, vorzugsweise ≤130° ist. Um das Auftreten von Verkokungserscheinungen in den Sekundärluftkanälen zuverlässig zu verhindern, ist vorgesehen, dass zwischen der ersten Wandfläche (17) der Ausbuchtung (16) und dem ersten Wandbereich (19) des Auslasskanals (4) eine Ablösekante (21) ausgebildet ist, wobei vorzugsweise der erste Winkel (α) < 140°, vorzugsweise ≤130° ist.

Description

Z U S A M M E N F A S S U N G
Die Erfindung betrifft einen Zylinderkopf (1) einer Brennkraftmaschine, mit mindestens einem zumindest abschnittsweise bogenförmig gekrümmten, von einem Brennraum (6) über eine Auslassventilöffnung (7) ausgehenden Auslasskanal (4), wobei im Bereich einer Bogenaußenseite (42) des Auslasskanals (4) unmittelbar stromabwärts einer den Auslasskanal (4) schneidenden Auslassventilführungsbohrung (9) ein entgegen der Abgasströmung (E) im Auslasskanal (4) gerichteter Sekundärluftkanal (13) über eine Mündungsöffnung (15) in eine Ausbuchtung (16) des Auslasskanals (4) einmündet, wobei auf der Seite der Auslassventilführungsbohrung (9) eine erste Wandfläche (17) der Ausbuchtung (16) mit einem zwischen der Auslassventilführungsbohrung (9) und der Ausbuchtung (16) angeordneten ersten Wandbereich (19) des Auslasskanals (4) einen ersten Winkel (α) < 160° aufspannt, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der ersten Wandfläche (17) der Ausbuchtung (16) und dem ersten Wandbereich (19) des Auslasskanals (4) eine Ablösekante (21) ausgebildet ist, wobei vorzugsweise der erste Winkel (α) < 140°, vorzugsweise <130° ist.
Um das Auftreten von Verkokungserscheinungen in den Sekundärluftkanälen zuverlässig zu verhindern, ist vorgesehen, dass zwischen der ersten Wandfläche (17) der Ausbuchtung (16) und dem ersten Wandbereich (19) des Auslasskanals (4) eine Ablösekante (21) ausgebildet ist, wobei vorzugsweise der erste Winkel (α) < 140°, vorzugsweise <130° ist.
Fig. 5 / 15
20332AT
Die Erfindung betrifft einen Zylinderkopf für eine Brennkraftmaschine, mit mindestens einem zumindest abschnittsweise bogenförmig gekrümmten, von einem Brennraum über eine Auslassventilöffnung ausgehenden Auslasskanal, wobei im Bereich der Bogenaußenseite des Auslasskanals unmittelbar stromabwärts einer den Auslasskanal schneidenden Auslassventilführungsbohrung ein entgegen der Abgasströmung im Auslasskanal gerichteter Sekundärluftkanal über eine Mündungsöffnung in eine Ausbuchtung des Auslasskanals einmündet, wobei auf der Seite der Auslassventilführungsbohrung eine erste Wandfläche der Ausbuchtung mit einem zwischen der Auslassventilführungsbohrung und der Ausbuchtung angeordneten ersten Wandbereich des Auslasskanals einen ersten Winkel < 160° aufspannt.
Es ist bekannt, dem aus dem Brennraum austretendem Abgas über einen in einen Abgaskanal mündenden Sekundärluftkanal pro Zylinder Sekundärluft zuzuführen. Durch Anfettung des Kraftstoff-Luftgemisches kann eine Nachverbrennung im Abgaskanal erreicht und somit eine Aufwärmung des Abgasnachbehandlungssystems erzielt werden.
Aus der US 6,327,853 B1 ist ein Zylinderkopf für eine Brennkraftmaschine mit einem eingeformten Sekundärluftkanal bekannt, welcher stromabwärts eines Auslassventilbutzens in den Auslasskanal einmündet, wobei der Sekundärluftkanal der Auslassströmung im Auslasskanal entgegen gerichtet ist. Diese Anordnung hat den Nachteil, dass in bestimmten Betriebsbereichen Abgas in die Sekundärluftkanäle strömen kann gelangt, wodurch es in diesen zu Verbrennungsvorgängen kommen kann, was zu starken Verkokungserscheinungen der Sekundärluftkanäle führt.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und das Auftreten von Verkokungserscheinungen in den Sekundärluftkanälen zu verhindern.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, dass zwischen erster Wandfläche der Ausbuchtung und dem ersten Wandbereich des Auslasskanals eine Ablösekante ausgebildet ist, wobei vorzugsweise der erste Winkel < 140°, vorzugsweise <130° ist.
/ 15
Abgas, welches von der Auslassventilöffnung kommend den Wandbereich des
Auslassventilbutzens passiert, wird durch die Ablösekante abgelöst und somit wirksam am Eindringen in die Ausbuchtung gehindert.
Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Krümmungsradius der Ablösekante maximal 2 mm beträgt. Vorteilhaft kann dieser maximal 1mm betragen.
Eine vorteilhafte Ausführungsvariante der Erfindung sieht vor, dass der erste Wandbereich durch eine in den Auslasskanal ragende Materialanhäufung gebildet ist. In einer besonders günstigen Ausführung weist die Materialanhäufung im Bereich der Ablösekante einen definierten Abstand zu einer oberen Kanalprofillinie auf, wobei vorzugsweise der Abstand mindestens 10% des Durchmessers des Auslasskanales im Bereich der Ablösekante beträgt.
Die Materialanhäufung bewirkt eine Abschattung der Ausbuchtung, wodurch ein Einströmen von Abgas in die Ausbuchtung verhindert wird.
Eine Ausführungsvariante der Erfindung sieht vor, dass eine Längsachse des Sekundärluftkanals durch die Auslassventilöffnung führt, wobei vorzugsweise der Schnittpunkt der Längsachse mit einer der Auslassventilöffnung zugeordneten ersten Normalebene des Auslasskanals, in einer der Zylinderachse abgewandten Hälfte der Auslassventilöffnung liegt. Dadurch wird ein direktes Einströmen des Abgases in den Sekundärluftkanal verhindert. Die erste Normalebene ist hier als eine normal auf die Kanalachse des Auslasskanals im Bereich der Auslassventilöffnung verlaufende Ebene definiert.
Eine weitere Ausführung der Erfindung sieht vor, dass der erste Wandbereich des Auslasskanals mit einer durch die Ablösekante verlaufenden oder die Ablösekante tangierenden zweiten Normalebene des Auslasskanals einen zweiten Winkel von mindestens etwa 70°, vorzugsweise von mindestens etwa 90°, einschließt. Der erste Wandbereich weist somit im Bereich der Auslassventilführung den kleinsten Abstand zu einer Mittellinie des Abgaskanals und im Bereich der Abrisskante den größten Abstand zu einer Mittellinie des Abgaskanals auf.
Die zweite Normalebene ist hier als eine normal auf die Kanalachse des Auslasskanals definiert, welche entweder die Ablösekante beinhaltet oder tangential zu dieser verläuft.
/ 15
Das Eindringen von Abgas in den Sekundärluftkanal kann besonders wirksam verhindert werden, wenn die Materialanhäufung als Strömungsteiler ausgebildet ist, wobei der Strömungsteiler seitliche Leitflächen aufweist, deren Verschneidungslinien mit der Kanalwand des Auslasskanals sich - ausgehend von der Auslassventilführungsbohrung benachbarten Anfangsabschnitten mit kleinster Annäherung- in Richtung der Abgasströmung bis zu Endabschnitten im Bereich der Abrisskante hin voneinander entfernen. Besonders gute Ergebnisse lassen sich erzielen, wenn die Verschneidungslinien zwischen dem Anfangsabschnitt und den Endabschnitten einen dritten Winkel aufspannen, welcher zwischen etwa 30° und 60°, vorzugsweise etwa 45° beträgt.
Alternativ dazu kann es auch günstig sein, wenn die Materialanhäufung als Strömungsteiler ausgebildet ist, wobei der Strömungsteiler seitliche Leitflächen aufweist, wobei ein Abstand zwischen den Verschneidungslinien mindestens so groß ist wie eine Erstreckung der Mündungsöffnung. Der Abstand zwischen den Verschneidungslinien gibt eine Breite des Strömungsteilers an, welche mindestens so groß ist wie die Breite der Mündungsöffnung, besonders bevorzugt größer. Die Mündungsöffnung kann beispielsweise im Wesentlichen kreisförmig ausgebildet sein, wobei dann eine Erstreckung der Mündungsöffnung einem Durchmesser derselben entspricht. Ist die Mündungsöffnung nicht kreisförmig ausgebildet entspricht die Erstreckung im Rahmen der Erfindung deren längster Seitenlänge, insbesondere deren Breite. Bei dieser Ausführungsform weist der Strömungsteiler seitliche Leitflächen mit konstant verlaufenden Verschneidungslinien auf.
Ob die Verschneidungslinien konstant verlaufen oder sich in Richtung der Abgasströmung bis zu Endabschnitten im Bereich der Abrisskante hin voneinander entfernen ist insbesondere davon abhängig wie die Kanalführung ausgebildet ist und/oder wie weit eine Ventilführung in den Kanal hineinreicht. Grundsätzlich scheint es bei allen Ausführungsvarianten stets von Vorteil zu sein, wenn eine Breite des Strömungsteilers über eine gesamte Länge der seitlichen Leitflächen zumindest so groß wie, bevorzugt größer ist als eine Breite der Mündungsöffnung.
In einer einfach zu fertigenden und sehr wirkungsvollen Ausführungsvariante der Erfindung ist vorgesehen, dass die Ausbuchtung die Form eines geraden Prismas mit einer dreieckigen Grundfläche aufweist, wobei die erste Wandfläche und eine die Mündungsöffnung des Sekundärluftkanals bildende zweite Wandfläche / 15
Mantelflächen des Prismas bilden. Die Grundfläche des Prismas kann beispielsweise die Form eines gleichschenkeligen Dreiecks, insbesondere die Form eines gleichseitigen Dreiecks aufweisen. Es hat sich gezeigt, dass mit dieser Form der Ausbuchtung das Einströmen von Abgas in den Sekundärluftkanal besonders gut verhindert werden kann.
Die Erfindung wird im Folgenden an Hand des in den nicht einschränkenden Figuren gezeigten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Darin zeigen
Fig. 1 eine Auslasskanalanordnung eines erfindungsgemäßen Zylinderkopfes in einer Schrägansicht,
Fig. 2 diese Auslasskanalanordnung in einer Draufsicht,
Fig. 3 einen erfindungsgemäßen Zylinderkopf in einem Schnitt gemäß der Linie III III in Fig. IV,
Fig. 4 diesen Zylinderkopf in einem Schnitt gemäß der Linie IV - IV in Fig. 3,
Fig. 5 den Zylinderkopf im in Fig. 3 gezeigten Schnitt in einer Detailansicht,
Fig. 6 den Zylinderkopf in einer Ansicht von unten auf die Auslassventilöffnungen und
Fig. 7 den Zylinderkopf in der in Fig. 6 gezeigten Ansicht im Detail.
Der Zylinderkopf 1 weist eine eingeformte Auslasskanalanordnung 2 mit einem Abgassammler 3 auf, in welchen die Auslasskanäle 4, 5 mehrerer nebeneinander angeordneter Zylinder einmünden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind pro Zylinder ein erster Auslasskanal 4 und ein zweiter Auslasskanal 5 vorgesehen, wobei jeder Auslasskanal 4, 5 von einer mit einem Brennraum 6 eines Zylinders kommunizierenden Auslassventilöffnung 7, 8 ausgeht. Jede Auslassventilöffnung 7, 8 wird von einem nicht weiter dargestellten Auslassventil gesteuert, welches in einer entsprechenden Auslassventilführung verschiebbar gelagert ist. Die in den Figuren nicht eingezeichneten Auslassventilführungen sind in entsprechenden / 15 ersten Auslassventilführungsbohrungen 9 und zweiten Auslassventilführungsbohrungen 10 des Zylinderkopfes 1 angeordnet, welche sich mit dem jeweiligen ersten Auslasskanal 4 bzw. zweiten Auslasskanal 5 schneiden.
Wie aus den Fig. 1, 2 und 3 ersichtlich ist, weist der Zylinderkopf 1 weiters eine Sekundärluftkanalanordnung 11 mit einem in diesen eingeformten Sekundärluftverteiler 12 auf. Pro Zylinder 6 geht ein Sekundärluftkanal 13 vom Sekundärluftverteiler 12 aus und mündet in einen ersten Auslasskanal 4 in einem Mündungsbereich 14 über eine Mündungsöffnung 15 ein, wobei der Mündungsbereich 14 des ersten Auslasskanals 4 unmittelbar stromabwärts der ersten Auslassventilführungsbohrung 9 angeordnet ist. Die Längsachse 13a des Sekundärluftkanals 13 ist - zumindest im Bereich der Mündungsöffnung 15 des Sekundärluftkanals 13 - der Abgasströmung E des jeweiligen ersten Abgaskanals 4 entgegengerichtet.
Die Verlängerung der Längsachse 13a des Sekundärluftkanals 13 führt durch die erste Auslassventilöffnung 7. Der Schnittpunkt S der Längsachse 13a des Sekundärluftkanals 13 mit einer ersten Normalebene 81 des ersten Auslasskanals 4 im Bereich des Auslassventilsitzes 71 befindet sich also innerhalb der Auslassventilöffnung 7. Im Ausführungsbeispiel liegt der Schnittpunkt S der Längsachse 13a des Sekundärluftkanals 13 mit der ersten Normalebene 81 des Auslasskanals 4 in der der Zylinderachse 6a abgewandten Hälfte der ersten Auslassventilöffnung 7.
Zumindest die ersten Auslasskanäle 4 weisen jeweils zumindest einen bogenförmig gekrümmten Kanalabschnitt 41 auf, an dessen Bogenaußenseite 42 sich der Mündungsbereich 14 zur Einmündung des Sekundärluftkanals 13 befindet. Im Mündungsbereich 14 weist der erste Auslasskanal 4 eine Ausbuchtung 16 auf. Die Ausbuchtung 16 weist im Ausführungsbeispiel zumindest annähernd die Form eines geraden Prismas mit einer dreieckigen Grundfläche auf, welche günstiger Weise gleichschenkelig, insbesondere gleichseitig ausgebildet sein kann, wobei die Ecken und Kanten des Prismas vorteilhafter Weise abgerundet sind, um Toträume zu vermeiden, welche Ablagerungen aus dem Abgas begünstigen würden. Das dreieckige Profil der Ausbuchtung 16 ist besonders gut aus Fig. 3 oder 5 zu erkennen.
/ 15
Zwischen der Verschneidung der ersten Auslassventilführungsbohrung 9 mit dem ersten Auslasskanal 4 und der Ausbuchtung 16 ist ein erster Wandbereich 19 des Auslasskanals 4 ausgebildet, welcher durch den die erste Auslassventilführungsbohrung 9 umgebenden Auslassventilführungsbutzen 20 des Zylinderkopfes 1 gebildet wird.
Die Ausbuchtung 16 weist gegenüber der Mündungsöffnung 15 eine erste Wandfläche 17, und im Bereich der Mündungsöffnung 15 eine zweite Wandfläche 18 auf, wobei erste Wandfläche 17 und zweite Wandfläche 18 im gezeigten Ausführungsbeispiel zumindest abschnittsweise eben ausgebildet sind und miteinander einen Ausbuchtungswinkel δ von etwa 60° aufspannen.
Die erste Wandfläche 17 und der erste Wandbereich 19 spannen einen ersten Winkel α auf, welcher kleiner 140°, insbesondere kleiner oder gleich 130° ist.
Wie insbesondere aus den Fig. 3 und 5 ersichtlich ist, ist zwischen der ersten Wandfläche 17 der Ausbuchtung 16 und dem ersten Wandbereich 19 des ersten Auslasskanals 4 eine Ablösekante 21 ausgebildet, wobei der Krümmungsradius r der Ablösekante 21 maximal 1-2 mm betragen sollte.
Der erste Wandbereich 19 des Auslasskanals 4 zwischen der ersten Auslassventilführungsbohrung 9 und der Ausbuchtung 19 wird durch eine in den ersten Auslasskanal 4 ragende Materialanhäufung 22 gebildet. Die Materialanhäufung 22 weist im Bereich der Ablösekante 21 einen definierten Abstand a zu einer fiktiven oberen Kanalprofillinie 4b des ersten Auslasskanals 4 auf, wobei der Abstand a mindestens 10% des Durchmessers D des ersten Auslasskanales 4 beträgt - gemessen in einer die Ablösekante 21 beinhaltenden zweiten Normalebene 82 auf die Längsachse 4a des ersten Auslasskanal 4. Die fiktive obere Kanalprofillinie 4b des ersten Auslasskanals 4 ist in Fig. 5 durch eine strichlierte Linie angedeutet und ergibt sich durch eine Fortführung bzw. Interpolation des oberen Kanalprofils des ersten Auslasskanals 4 zwischen einem zweiten Wandbereich 43 stromaufwärts der ersten Abgasventilführungsbohrung 9 und einem dritten Wandbereich 44 stromabwärts der Ausbuchtung 16.
Im Ausführungsbeispiel ist die Ablösekante 21 im Wesentlichen gerade ausgebildet. Der erste Kanalbereich 19 schließt mit der die Ablösekante 21 beinhaltenden / 15 zweiten Normalebene 82 des ersten Auslasskanals 4 einen zweiten Winkel β > 70°, vorzugsweise > 90° ein.
Wie den Fig. 6 und 7 zu entnehmen ist, ist die Materialanhäufung 22 als ein im Wesentlichen pfeilförmig entgegen der Abgasströmung E geformter Strömungsteiler 23 ausgebildet. Der Strömungsteiler 23 weist seitliche Leitflächen 24, 25 auf, welche gekrümmt oder eben sein können. Die Verschneidungslinien 26, 27 der beiden seitlichen Leitflächen 24, 25 mit der Kanalwand des ersten Auslasskanals 4 entfernen sich zwischen Anfangsabschnitten 26a, 27a und Endabschnitten 26b, 27b voneinander in Richtung der Abgasströmung. Die Verschneidungslinien 26, 27 weisen dabei in den der ersten Auslassventilführungsbohrung 9 benachbarten Anfangsabschnitten 26a, 27a den kleinsten Abstand und in den Endabschnitten 26b, 27b im Bereich der Ablösekante 21 die größte Entfernung voneinander auf. Die Verschneidungslinien 26, 27 spannen zwischen den Anfangsabschnitten 26a, 27a und den Endabschnitten 26a, 27a einen dritten Winkel γ auf, welcher beispielsweise zwischen etwa 30° und 60°, insbesondere etwa 45° beträgt.
Es ist stets günstig, wenn ein Abstand zwischen den Verschneidungslinien 26, 27 mindestens so groß ist wie eine Erstreckung der Mündungsöffnung 15. Bei einer weiteren Ausführungsform weist der Strömungsteiler 23 seitliche Leitflächen 24, 25 mit konstant verlaufenden Verschneidungslinien 26, 27 auf.
Ein Teil des Abgases strömt gemäß dem Pfeil E vom Zylinder 6 kommen jeweils im ersten Abgaskanal 4 und wird durch den Strömungsteiler 23 beidseits der Ausbuchtung 16 abgelenkt. Abgas, welches nicht abgelenkt wird, wird durch die Materialanhäufung 22 und die Ablösekante 21 sowie den relativ kleinen Winkel zwischen der ersten Wandfläche 17 und dem ersten Wandbereich 19 effektiv vom Eindringen in die Ausbuchtung 16 abgehalten. Dadurch kann ein Verkoken des Sekundärluftkanals 13 zuverlässig verhindert werden.

Claims (10)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C H E
    1. Zylinderkopf (1) für eine Brennkraftmaschine, mit mindestens einem zumindest abschnittsweise bogenförmig gekrümmten, von einem Brennraum (6) über eine Auslassventilöffnung (7) ausgehenden Auslasskanal (4), wobei im Bereich einer Bogenaußenseite (42) des Auslasskanals (4) unmittelbar stromabwärts einer den Auslasskanal (4) schneidenden Auslassventilführungsbohrung (9) ein entgegen der Abgasströmung (E) im Auslasskanal (4) gerichteter Sekundärluftkanal (13) über eine Mündungsöffnung (15) in eine Ausbuchtung (16) des Auslasskanals (4) einmündet, wobei auf der Seite der Auslassventilführungsbohrung (9) eine erste Wandfläche (17) der Ausbuchtung (16) mit einem zwischen der Auslassventilführungsbohrung (9) und der Ausbuchtung (16) angeordneten ersten Wandbereich (19) des Auslasskanals (4) einen ersten Winkel (α) < 160° aufspannt, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der ersten Wandfläche (17) der Ausbuchtung (16) und dem ersten Wandbereich (19) des Auslasskanals (4) eine Ablösekante (21) ausgebildet ist, wobei vorzugsweise der erste Winkel (α) < 140°, vorzugsweise <130° ist.
  2. 2. Zylinderkopf (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Krümmungsradius (r) der Ablösekante (21) maximal 2 mm beträgt
  3. 3. Zylinderkopf (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Wandbereich (19) durch eine in den Auslasskanal (4) ragende Materialanhäufung (22) gebildet ist.
  4. 4. Zylinderkopf (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialanhäufung (22) im Bereich der Ablösekante (21) einen definierten Abstand (a) zu einer fiktiven oberen Kanalprofillinie (4b) aufweist, wobei vorzugsweise der Abstand (a) mindestens 10% des Durchmessers (D) des Auslasskanales (4) im Bereich der Ablösekante (21) beträgt.
  5. 5. Zylinderkopf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Längsachse (13a) des Sekundärluftkanals (13) durch die Auslassventilöffnung (7) des Auslasskanals (4) führt, wobei vorzugsweise der Schnittpunkt (S) der Längsachse (13a) des Sekundärliftkanals (13) mit einer der Auslassventilöffnung (7) des
    9 / 15
    Auslasskanals (4) zugeordneten ersten Normalebene (ει) auf die Längsachse (4a) des Auslasskanals (4) in einer der Zylinderachse (6a) abgewandten Hälfte der Auslassventilöffnung (7) liegt.
  6. 6. Zylinderkopf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Wandbereich (19) des Auslasskanals (4) mit einer die Ablösekante (21) beinhaltenden oder diese tangierenden zweiten Normalebene (ε2) des Auslasskanals (4) einen zweiten Winkel (β) von zumindest etwa 70°, vorzugsweise von mindestens etwa 90° einschließt.
  7. 7. Zylinderkopf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialanhäufung (22) als Strömungsteiler (23) ausgebildet ist, wobei der Strömungsteiler (23) seitliche Leitflächen (24, 25) aufweist, deren Verschneidungslinien (26, 27) mit der Kanalwand des Auslasskanals (4) sich - ausgehend von der Auslassventilführungsbohrung (9) benachbarten Anfangsabschnitten (26a, 27a) mit kleinster Annäherung - in Richtung der Abgasströmung (E) bis zu Endabschnitten (26b, 27b) im Bereich der Ablösekante (21) hin voneinander entfernen.
  8. 8. Zylinderkopf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialanhäufung (22) als Strömungsteiler (23) ausgebildet ist, wobei der Strömungsteiler (23) seitliche Leitflächen (24, 25) aufweist, wobei ein Abstand zwischen den Verschneidungslinien (26, 27) mindestens so groß ist wie eine Erstreckung der Mündungsöffnung (15).
  9. 9. Zylinderkopf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbuchtung (16) die Form eines geraden Prismas mit einer dreieckigen Grundfläche aufweist, wobei die erste Wandfläche (17) und eine die Mündungsöffnung (15) des Sekundärluftkanals (13) aufweisende zweite Wandfläche (18) - vorzugsweise annähernd gleich große Mantelflächen des Prismas bilden.
  10. 10. Zylinderkopf (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundfläche des Primas die Form eines gleichschenkeligen Dreiecks, vorzugsweise die Form eines gleichseitigen Dreiecks aufweist.
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