AT51854B - Schachtofen zum Behandeln von festen, schüttbaren Körpern mit Gasen. - Google Patents

Schachtofen zum Behandeln von festen, schüttbaren Körpern mit Gasen.

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Walther Mathesius
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Description


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  Schachtofen zum Behandeln von festen, schüttbaren Körpern mit Gasen. 



    Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Schachtofen zum Behandeln von festen, schüttbarenKörpern mit Gasen, wobei die Aufgabe gelöst wird, die Möglichkeit der gleichmässigen Durchdringung von pulver-, gries-oder kernförmigen Material mit Gasen, beispielsweise Reduktionsgasen, zu schaffen. Bei derartigen Ofen muss eine gewisse Reaktionstemperatur dauernd innegehalten werden und es muss in den meisten Fällen, um der gleichmässigen Durchdringung des Materiales durch die Gase willen, eine Sinterung oder Verschlackung des Materiales möglichst vermieden werden. 



  Der Ausführung dieser Aufgabe erwachsen zwei Hindernisse bei den üblichen Konstruktionen : 1. besitzen alle Gasströme, hauptsächlich wenn sie durch feinkörnige oder pulverige Materialien hindurchgedrückt oder gesaugt werden, die Neigung, innerhalb des Materiales geschlossene Ströme in schornsteinartigen Gassen des Materiales zu bilden und so nur einen Teil des Materiales innig zu durchdringen ; 2. bedingt die meistens exotherme Natur der durchzuführenden Reaktion leicht ein örtliches Anwachsen der Temperatur über die Sinterungsgrenze der festen Körper hinaus. 



  Die erstere der beiden Schwierigkeiten haben die Konstrukteure hüttenmännischer Apparate vielfältig dadurch zu vermeiden versucht, dass sie die zu verarbeitenden Materialien gezwungen haben, sich innerhalb der Öfen iiber Rutschflächen zu bewegen, um auf diese Weise die Gassenbildung zu unterbrechen. 



  Bringt man, wie vielfältig versucht worden ist, derartige Rutschflächen in Ofen mit viereckigem Querschnitt des Schachtes an, so ergibt sich der Nachteil, dass die Rutschbedingungen dort, wo die aus geneigten Ebenen gebildeten Rutschflächen die senkrechte Schachtmauer seitlich berühren, innerhalb der Öfen Punkte gebildet werden, an welchen eine Berührung der Erzstücke   
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 wänden stattfindet, so dass durch diese doppelte Berührung die hier lagernden Anteile der zu verarbeitenden Materialien eine doppelte Verzögerung durch Reibung erleiden und zurückbleiben gegenüber dem Voranschreiten derjenigen Anteile der Beschickung, welche in der Mitte des Ofens herabgleiten. 



   Man hat, um dies zu vermeiden,   mehrfach mit   gutem Erfolge Röstöfen konstruiert, die runden Querschnitt haben, und insbesondere die zu   röstenden Materialien über   die geneigten Flächen   hinwegtransportiert.   indem man mechanisch angetriebene Krählinstrumente eingeführt 
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 worfen sind, als auch andererseits unter   Umständen   an den Ofenmaterialien starken Verschleiss verursachen. Im allgemeinen sind derartige Ofen überdies auch so ausgeführt, dass die Gase nur 
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 einigermassen intensiven Betrieb die Überschreitung der Sinterungsgrenze nicht vermieden werden kann ; ferner pflegt der äussere Schacht rein zylindrisch ohne geneigte Rutschfläche ausgeführt zu werden. 

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   Der vorliegende Schachtofen besteht nun im wesentlichen aus drei Teilen. Zunächst aus einem feststehenden inneren Kern a, der hohl gestaltet und zur Zuführung von Luft oder Gas   bestimmt   ist. Um diesen Kem rotiert kontinuierlich oder absatzweise der Ofenmantel b, der an seinem Umfang auf Rollen c gelagert ist und durch Seil, Ketten oder Zahnradantrieb bewegt wird. Der Mantel wird überdeckt durch eine feststehende halbkugel-oder kegelförmige Glocke d, die zur Ansammlung und Fortleitung der Gase bestimmt ist. Glocke und Ofenmantel sind durch einen   Wasser-oder Sandverschluss   e miteinander verbunden. Die zu verarbeitenden Materialien werden durch die Glocke   d   hindurch entweder durch ein feststehendes Einfüllrohr (Fig. 1) oder durch den Mund eines Drehrohrofens oder dgl. (Fig. 2) in den Schachtofen eingeführt.

   Sie gleiten oder rollen nun durch den Ofen derart abwärts, dass das Innere des Ofens in der Regel bis zur Höhe der in der oberen Tasse des Ofenmantels in Erscheinung tretenden seitlichen Öffnungen. f gefüllt ist. Das Material bewegt sich in dem Masse im Ofen abwärts, als am unteren Ende desselben die fertig gerösteten Produkte oder die Asche entweder von Hand oder mechanisch entleert werden. 



   Von den überstehenden Rändern der sowohl am Kern als auch am Ofen angebrachten geneigten Rutschfläche g,   g1   aus bilden sich freie Schüttoberflächen, welche, wenn sie am Kern liegen, der Luft oder den Gasen den Eintritt in dasMaterial, wenn sie am Mantel liegen, den Austritt aus dem Material in die am Ofenmantel ausgesparten   Gasabzugsöffnungen. f gestatten.   



   Das Prinzip des Ofens gelangt endlich darin zum Ausdruck, dass unter Anwendung kreisförmiger Querschnitte, innerhalb deren keine besondere Veranlassung zum Festsetzen einzelner Beschickungsanteile gegeben ist, das Material von oben nach unten gleitet und ausserdem durch die Drehung des Mantels gegenüber dem feststehenden Kern zu   emer   rollenden Verschiebung der einzelnen Teilchen gegeneinander gezwungen wird. Es soll dadurch einerseits ein vollständig gleichmässiges Herabsinken des Materiales innerhalb der Querschnitte als auch eine stetige Auflockerung desselben, durch welche die Bildung von Gassen verhindert wird, bewirkt werden, und es soll ferner durch die Zerlegung der Reaktion in mehrere, eventuell öfter als gezeichnet, wiederkehrende Zonen eine örtliche Temperatursteigerung über die Sinterungsgrenze hinaus verhütet werden. 



   Im Kern der Fig. 1 sind an den schrägen dachförmigen Flächen Wasserkühlungen vor- gesehen, um diese aus Eisen hergestellten, tragenden Teile vor Deformation zu schützen. 



   Dieser Ofen ist in erster Linie bestimmt und geeignet zur Reduktion von Eisenoxyd zu Eisen   mittelsKohlenoxyds,   da bei dieser Reduktion, deren Wärmetönung 0 ist, es besonders auf die   gleichmässige Durchführung der Reaktion m   der ganzen Masse und auf die Vermeidung von
Sinterungen oder Schmelzungen ankommt. Der Ofen kann aber auch mit Vorteil zur Herstellung   von   anderen Metallen, wie Kobalt, Nickel, Kupfer. Zinn, sowie zur anderweitigen Behandlung von körnigen) oder pulverigem Material mit Gasen benutzt werden.

Claims (1)

  1. PATENT ANSPRUCH : Schachtofen zum Behandeln von festen, schüttbaren Körpern mit Gasen, welcher innen und tn dem zur Gaszuführung dienenden Kern Rutschfläche mit überstehenden Rändern besitzt, über die das Material unter Bildung freier Schüttnächen gleitet, dadurch gekennzeichnet, EMI2.1 Zweck, durch die rollende Verschiebung des Materiales eine stets gleichmässige Verteilung des den Ofen durchwandernde Gutes herbeizuführen.
AT51854D 1910-01-15 1910-01-15 Schachtofen zum Behandeln von festen, schüttbaren Körpern mit Gasen. AT51854B (de)

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