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Trockner für flüssige und breiige Stoffe.
Vakuumtrockner mit endlosen Bändern, die um Heizkörper laufen, das aus gelochten Röhren eingesogene Gut in Längsstreifen aufnehmen und an parallele, gleichartige Trockenelemente bis zur völligen Trocknung des Gutes abgeben, sind z. B. durch die deutsche Patentschrift Nr. 141184 bekannt geworden. Es ist auch bekannt, die Fördertücher aus Drahtgaze zu machen.
Die Erfindung betrifft weitere, im nachstehenden näher erläuterte Ausgestaltungen derartiger Trockner.
Der Apparat ist gemäss Fig. l-einer schematischen Darstellung-in bekannter Weise mit einer Anzahl ebener, ziemlich langer Heizkörper A ausgestattet. Jeder einzelne Heizkörper ist von einem endlosen Metallband B, welches sich langsam um die Heizkörper herumbewegt, dicht umschlossen. Auf jeden dieser beweglichen Mäntel B wird die zu trocknende Flüssigkeit derart bei C zugeführt, dass, unter Aufrechterh altungeines Vakuums in dem Trockenraum D, die von aussen eingesaugte Flüssigkeit in bekannter Weise fortwährend auf die Trockenbänder in Form von Streifen auftropft.
In Fig. 2 und 3 sind zwei Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes, den Längsschnitt durch das eine Ende eines Vakuumtrockners zeigend, dargestellt. B bezeichnet das endlose, im Vakuum laufende Trockenband, 1 eine der dieses Band führenden Walzen und 4 das eine Ende der zwischen dem Band liegenden Heizplatten. Über dem Bande B ist das Zuführung- rohr 3 für das zu trocknende Gut 2 angebracht, welches durch das Rohr. J mit einer ausserhalb
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auf ein Durchschnittsmass beschränken, versehen. Die Regelung erfolgt zunächst zufolge Anwendung von Röhrchen 5, deren lichter Querschnitt sowohl, als auch deren Länge sich nach der Dichte der zu trocknenden Flüssigkeit richtet bzw. bemessen wird.
Für dünne Flüssigkeiten (z. B. Milch oder Blut) müssen die Röhrchen j länger und feiner sein als z. B. für stark viskose Flüssigkeiten (Klebgummi, Leim usw.).
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Die Röhrchen 5 geben die zu trocknende Flüssigkeit in Gestalt von Fäden 9 auf das Band B ab. Diese Fäden 9 sind in ihrer Fliessgeschwindigkeit von der Grösse des jeweiligen Vakuums
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Die zu trocknende Flüssigkeit kann jedoch auch so aufgetragen werden, dass sie mittels einer beweglichen Auftragsvorrichtung quer zur Bewegungsrichtung der Heizfläche hin und her geführt wird, so dass die zu trocknende Flüssigkeit in Form eines ununterbrochenen, im wesent-
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Fig. 6 bis 8 dargestellt und wie folgt eingerichtet :
14 bedeutet die Wandung des Trockenschrankes, A die übereinanderliegenden Heizplatten mit darum mittels Walzen 1 herumgeführten endlosen Trockenflächen B.
Letztere erhalten das
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sind, und es handelt sich daher darum, diesen Armen 15 die vorher zu Fig. 5 beschriebene Bewegung zu ei teilen. Zu diesem Zwecke sitzen die Arme zu auf einem gemeinsamen senkrechten i rager 16, der
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somit führen auch die Arme j ! 5 mit ihren zugehörigen Mundstücken eine entsprechende Bewegung über den Trockenflächen B aus. Die Hin-und Herdrehung im Sinne der Pfeile VI und VII erhält die Welle 20 durch zwei an ihrem oberen Ende sitzende Zahntriebe 24 und 25.
In diese Zahntriebe greift nämlich, umschichtig, ein Zahnbogen des Rades 26 ein, welches, auf der Welle 27 sitzend, von der Riemenscheibe 28 kontinuierliche Drehung erhält. Der Zahn- bogen 26 muss daher dem Rade 24, z. B. eine Rechts-und sodann dem Rade 25 eine Linksdrehung erteilen.
An Stelle dieses Getriebes 24, 25, 26 kann man aber natürlich auch irgend eine andere geeignete Vorrichtung wählen.
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des Schlittens 17 in Richtung der Pfeile VII und IX erzielt, sondern gleichzeitig auch ein Pendeln des Bügels 19 um die Welle im Sinme der Pfeile r I und VII. Es rührt dies einerseits von dem Kettenzug der Kette 23 her, der abwechselnd auf die umgebogenen Enden des Bügels 19 wirkt. wodurch abwechselnd entgegengerichtete Drehmomente in bezug auf die Achse : 20 entstehen. andererseits ruht der Bügel 19 mit Gewicht auf der hin und her schwingenden Scheibe 21 und ird daher von ihr durch Reibung mitgenommen ; man kann diese Wirkung noch vergrössern. wenn man zwischen die Teile 19 und 20 eine Reibungskupplung einschaltet.
Die Gesamtwirkung der ganzen Einrichtung besteht darin, dass die Schiene 12 in dem Augen- blicke ihre Schrägstellung wechselt, wo der Schlitten 17 in seiner Bewegung umkehrt.
Um diese Schwingungen der Schiene 12. entsprechend der jeweiligen Geschwindigkeit der
Trockenflächen B (welche in Fig. 7 und 8 zur besseren Klarheit fortgelassen sind) regeln zu können. dienen verstellbare Anschläge 28 (Fig. 8).
Anstatt der in den Fig. l bis 7 dargestellten Anordnung des Trockenbandes kann man auch lie in Fig. 9 gewählte vorsehen. welche Anordnung besondere Vorteile mit sich bringt.
Gemäss der Ausführung nach Fig. 9 wird das Trockenband B nicht mehr nach Art eines offenen Treibriemens durch einen Trockenschrank hindurchgeführt, in welchem Falle der Heiz- körper J zwischen den beiden Trums liegt. sondern es werden beide Trums a sowohl wie al oberhalb
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Vorteilhaft ordnet man bei dieser Einrichtung zu beiden Enden der Heizplatte A Leit- walzen 29. 30 an.
Auf diese Weise wird, wie leicht verständlich. erzielt, dass der Trockenkörper A seine Wärme in intensivster Weise durch unmittelbare Berührung zunächst auf das Trum (l übertragen kann, @ so dass, zum Unterschiede von der alten Einrichtung nach Fig.
1, auch dieses (mit Bezug auf die @ Trockenwirkung für das neu einlaufende Trokengut) tote Trum keine Gelegenheit hat, siel) abzukühlen, sondern kontinuierlich in der Wärme läuft, und dass ferner dieses möglichst warme
Trum a die von A empfangene Wärmemenge ebenso unmittelbar und intensiv auf das als Trocken-
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Die beschrieben Anordnung gestattet somit die Erreichung weit höheren Wirkungsgrades und nimmt zum anderen in dem Trockenschrank-in der Höhe gemessen-einen weit geringeren Raum ein, so dass sich bei dieser Konstruktion in einem Trockenschrank von bestimmter Höhe mehr Trockenetagen, bestehend jeweilig aus einem Heizkörper A mit dazugehörigem Trockenband B, unterbringen lassen.
Aber noch einen weiteren Vorteil bringt die in Fig. 9 dargestellte Einrichtung mit sich.
Es ist aus verschiedenen Gründen erwünscht, in einem Trockenschrank die Bänder A von Zeit zu Zeit auswechseln zu können. Bei Einrichtungen nach Fig. 1 ist diese Auswechslung stets nur in der Weise möglich gewesen, dass man das Trockenband B an der Naht öffnete. Da nun aber die Naht in einem Trockenband für den vorliegenden Zweck ganz besonders fein und gleichmässig hergestellt sein muss, wenn irgend möglich so, dass die das getrocknete Gut abnehmenden Schaber E glatt über diese Naht hinweggleiten und keinerlei Widerstand finden, da sonst ein Zerreissen des Trockenbandes eintreten kann, und somit eine ungemein schwere Störung des ganzen Betriebes, so muss diese Naht jedesmal mit ausserordentlicher Sauberkeit und Exaktheit ausgeführt werden, was stets eine Menge Zeit und Mühe beansprucht.
Es wäre daher von grossem Vorteil, wenn eine Losung oder ein Öffnen der einmal hergestellten Naht im Trockenbande B überhaupt nicht mehr stattzufinden brauchte. Diese Möglichkeit ist bei der Ausführungsform Fig. 9 ebenfalls gegeben.
Da na lieh hier das Trockenband B nicht mehr oberhalb und unterhalb des fest und unbeweglich im Trockenschrank angebrachten Heizkörpers herumläuft, sondern sich lediglich oberhalb desselben bewegt, so kann man eine Auswechslung des Troekenbandes in bequemster Weise dadurch erzielen, dass man die Führungswalzen 1. 1 entweder seitlich aus dem Trockenschrank herausziehbar macht, oder lediglich aus ihren Lagern aushebbar konstruiert.
In beiden Fällen wird dann das Trockenband B frei und kann an dem einen oder dem anderen Ende des Schrankes entweder ohne die Walzen, sofern diese, wie zuerst gesagt, aus dem Schrank seitlich herausziehbar sind, oder zugleich mit den Walzen, falls letztere aus ihren Lagern aushebbar eingerichtet wurden. aus dem Schranke herausgezoger-werden. In ähnlicher Weise geschieht das Einsetzen eines neuen Trockenbandes B in den Vakuumschrank. Zu bemerken ist hiebei. dass diese Vakuumschränko bis zur Länge von 15 und darüber gebaut werden.
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mit allen Vorteilen praktisch verwendbar, wenn man die Trockenbänder B in ganz bestimmter Weise einrichtet.
Trockenbänder von der Art, wie sie bei den alten Trockenschränken nach Fig. 1 benutzt wurden, sind wohl zur Not auch für die neue Anordnung anwendbar, vorteilhafter aber gebraucht man Trockenhänder, die wie folgt eingerichtet sind :
Man fertigt die in sich bekannten Drahtgaze-Trockenbänder aus möglichst unkorrodier- barem Material (z. B. Phosphorbronze) und macht dieses Gewebe mit einem hitzebeständigen
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des Lacküberzuges in die Maschen der Bänder sowie nachfolgender Trocknung derselben an der
Luft durch Erhitzen auf 200 und darüber einzubrennen.
Ein derart behandeltes Band ist voll- ständig staub- und flüssigkeitsdicht, ohne etwas an seiner Biegsamkeit und Elastizität einzu- büssen. Würde man nämlich ein aus gewöhnlicher Drahtgaze, wie bisher, gefertigtes Trocken- hand B bei der Einrichtung nach Fig. 9 verwenden, so würde der Fall eintreten, dass das z. B. in der Nähe der Walze 1 auf dem Trum a liegende und bereits vollständig getrocknete Gut teilweise in Gestalt von feinem Staub durch das Band B hindurchpulvert und bei c in den Winkel fällt, der durch die linke Laibung der Walze 1 und den rücklaufenden Teil a des Trums gebildet wird.
Von hier aus gelangt das ausgesiebte, getrocknete Gut c auf das Trum a in die Zone zwischen dell Trums a und al, die sich in Richtung der Pfeile naturgemäss gegeneinander bewegen und wird hier weiter zu feinstem Staub zermahlen. Dieser niegt sodann im ganzen Vakuumschrank herum, setzt sich auf alle im Schrank befindliche Teile. besonders aber auf das frisch auf die Trocken- flächen B gelangende, noch klebrige Trockengut und verunreinigt dasselbe, so dass kein klares, siiuheres Material aus dem Apparat gewonnen werden kann.
Ferner könnten verschiedene Teile der Rückstände c nicht bloss in die Zone zwischen a, al. sondern noch weiter in den Winkel gelangen, der hei der gegenüberliegenden Walze 1 zwischen letzterer und dem dort auflaufenden Trum (t gebildet wird, also zwischen das Trockenband B und die äussere Laibung der Walze 1. Die Rück- stände c backen daher auf der Laibung der Walze 1 fest.
vergrössern den Umfang der letzteren, und es tritt entweder eine übermässige Spannung, mit der Zeit sogar eventuell eine Zerreissung des Trocken, bandes B ein, oder es findet, da sich diese Teilchen zumeist auch unregelmässig auf der Walze aufbacken werden, eine unregelmässige, windschiefe Führung des Bandes B statt, die zur Faltenbildung in der Trockenfläche führen und eine Verzerrung und Verschiebung des Bandes herbeiführen kann.
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Alle diese Nachteile werden vermieden, wenn, wie oben beschrieben, die Trockenfläehe B aus in sich völlig dicht gemachter Gaze besteht und daher ein Durchpulvern des getrockneten Gutes nach den tiefer liegenden Konstruktionsteilen der Einrichtung ausschliesst.
Ein anderer Vorteil der Einrichtung nach Fig. 9, der für den praktischen Betrieb gleichfalls von Bedeutung ist, besteht darin, dass man eine der Walzen 29, 30 als sogenannte Registern alze ausbilden kann, um etwa dennoch in der Führung des Bandes B eintretende kleine Unregel mässigkeit, en ausschalten zu können. Zu diesem Behufe richtet man eine der Walzen 29, 30 so ein, dass sie in ihren Lagern horizontal verschieblich ist. Durch Schrägstellen einer dieser Walzen zur Bewegungsrichtung des Bandes B kann man dann dasselbe in seiner Laufrichtung entsprechend regulieren. Es ist diese Einrichtung der Registerwalze z. B. in der Papierfabrikation eine bereits bekannte und gebräuchliche Massnahme. Auch zum Nachspannen des Bandes B kann man diese
Registerwalze benutzen.
Endlich kann man noch eine Vorkehrung treffen, um, wenn gewünscht, eine zu starke
Reibung zwischen den Trums a, al oberhalb der Trockenplatte A zu vermeiden. Diese Einrichtung besteht eventuell in dünnen Drähten, die man zwischen die sich gegeneinander bewegenden
Trums a, al (-inschiebt, und die nach Art von frei laufenden Walzen zwischen diesen Trums a. al rollen. Im allgemeinen wird diese Einrichtung aber nicht nötig sein. da einerseits das Band mit verhältnismässig geringer Geschwindigkeit läuft, andererseits aber die Drahtgaze an ihrer Ober fläche so glatt ist, dass eine sehr geringe Reibung zwischen den beiden Trums stattfindet.
Die Walzen 1 können von Kühlwasser durchströmt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE:
1. Beschickungsvorrichtung für Trockner zum Trocknen von flüssigen oder breiigen Stoffen im Vakuum mittels übereinander angeordneter Heizkörper, um welche endlose Bänder (B) laufen, an deren einem Ende (C) das zu trocknende Gut zugeleitet und an deren anderem Ende (D) es abgeschabt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Auftragung des Gutes durch auswechselbare Auslaufröhrchen erfolgt. welche das Gut in Streifen auftragen.