AT515325B1 - Fasersohle für einen Skischuh - Google Patents

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AT515325B1 ATA9265/2012A AT92652012A AT515325B1 AT 515325 B1 AT515325 B1 AT 515325B1 AT 92652012 A AT92652012 A AT 92652012A AT 515325 B1 AT515325 B1 AT 515325B1
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Fasersohle (12) für einen Skischuh mit einer Längsrichtung und einer Querrichtung, und ein vorderes Ende (F) und ein hinteres Ende (R) in Längsrichtung, umfassend einen Zehenteil (TP), einen vorderen Teil (FP), der sich von dem Zehenteil (TP) in Längsrichtung der Fasersohle (12) zum vorderen Teil (FP) erstreckt; einen dem Zehenteil benachbarten Mittelfußteil (MP); einen hinteren Teil (RP), der sich von dem Mittelfußteil (MP) zu dem hinteren Ende (R) der Fasersohle (12) erstreckt; und wenigstens eine Faserschicht umfasst, die so ausgebildet ist, dass sie unterschiedliche Steifigkeiten in den verschiedenen Teilen (TP, MP, RP) der Fasersohle (12) in Längsrichtung und / oder Querrichtung hat; wobei der Mittelfußteil (MP) biegeflexibel in Längsrichtung, biegesteif in Querrichtung und verwindungssteif um eine Achse in der Längsrichtung ist; der Zehenteil (TP) biegeflexibel in Längsrichtung, biegesteif in Querrichtung und verwindungssteif um eine Achse in der Längsrichtung ist; der vordere Teil (FP) biegeflexibel in Längsrichtung, biegesteif in Querrichtung und verwindungssteif um eine Achse in der Längsrichtung ist; und wobei der vordere Teil (FP) eine plattenförmige Sohlenspitze (21) mit einer transversalen Verlängerung (15) aufweist.

Description

Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft eine Fasersohle für einen Skischuh mit einer Längsrichtung und einer Querrichtung, und ein vorderes Ende und ein hinteres Ende in Längsrichtung, umfassend [0002] - einen Zehenteil, [0003] - einen vorderen Teil, der sich von dem in Längsrichtung der Fasersohle zum vorderen
Teil erstreckt; [0004] - einen dem Zehenteil benachbarten Mittelfußteil; [0005] - einen hinteren Teil, der sich von dem Mittelfußteil zu dem hinteren Ende der Fasersoh le erstreckt; und [0006] - wenigstens eine Faserschicht umfasst, die so ausgebildet ist, dass sie unterschiedliche
Steifigkeiten in den verschiedenen Teilen der Fasersohle in Längsrichtung und / oder Querrichtung hat.
[0007] Die Erfindung betrifft auch ein System, bestehend aus einer Skibindung und einem Skischuh mit einer Sohle der oben beschriebenen Art. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Skibindung und eine Skischuhsohle für den Skilanglauf im klassischen Stil, in der Skating-Technik / im freien Stil, für den Tourenskilauf und für das Telemarken.
[0008] Derzeit existieren zwei dominierende Skibindungssysteme zur Verwendung im Skilanglauf und im Tourenskilauf. Diese Skibindungssysteme basieren auf dem gleichen Prinzip, das in Fig. 1a-d dargestellt ist, wobei eine Skischuhsohle 1 dargestellt ist, deren Rotationsachse 2 am vorderen Teil der Sohle 1 befestigt ist und wobei eine Bindung 3 einen Verrieglungsmechanis-mus umfasst, um die Rotationsachse 2 mit der Bindung 3 zu verriegeln, wodurch die Skischuhsohle am Ski befestigt wird. Die Skischuhsohle 1 ist um die Achsmitte der Rotationsachse 2 drehbar. In Fig. 1b ist zu sehen, dass die Rotationsachse vor der großen Zehe 4 und etwa 2,5 cm unter der großen Zehe 4 positioniert ist. Die Rotationsachse ist etwa 1,4 cm über der Oberfläche des Skis angeordnet.
[0009] Der hier verwendete Skischuh hat eine relativ dicke, starke Sohle, auch im Bereich der großen Zehe und im vorderen Teil des Mittelfußbereichs des Fußes, was zu einem relativ steifen vorderen Teil der Sohle führt. Dies widerspricht jedoch der Anatomie des Fußes während der Ausführung eines Beinabstoßes beim Gehen und Laufen, wo sich der flexible und biegsame Teil des Fußes exakt in diesem Mittelfuß- und Zehenbereich befindet. Beim Gehen und Laufen wird der Fuß während des letzten Teils des Abstoßes zu einer durchgehenden Kurve gekrümmt, wobei u.a. die Wadenmuskeln dazu beitragen, die Zehen nach unten und hinten zu drücken - eine entscheidende Phase des Abstoßes, welche die Länge des Schrittes und die Beschleunigung erhöht. Jogging- und Laufschuhe haben daher zum Beispiel im Mittelfuß- und Zehenbereich eine extrem flexible und biegsame Sohle, was in Einklang mit der Anatomie des Fußes steht.
[0010] Die oben beschriebene Bewegung während des letzten Teils des Abstoßes ist mit der genannten Skischuhsohle und Skibindung nicht möglich. Wie in Fig. 1c und 1d dargestellt, ist im vorderen Teil der Sohle zu wenig Flexibilität, um im vorderen Teil des Mittelfußbereichs und im gesamten Zehenbereich während der Ausführung des Abstoßes eine Bewegung vom Typ "Laufen" ausführen zu können. Während der Anfangsphase der Ausführung des Abstoßes wird der Skischuh daher beginnen, sich um die Achse 2 zu drehen, wie dies in Fig. 1c dargestellt ist. Angefangen von diesem Moment und bis zur Vollendung des Abstoßes hebt sich, wie dies in Fig. 1d dargestellt ist, der Skischuh aufgrund seiner Drehung um die Achse 2 vom Ski ab, wodurch er seinen Kontakt sowie die Kraft auf den Ski und die Oberfläche verliert, was bedeutet, dass die resultierende Kraft relativ zum Ski nach oben zeigt.
[0011] Mit Hilfe der in den Ski eingebauten Feder wird darüber hinaus der Steigwachsbereich des Skis vom Schnee abgehoben, d.h. in diesem entscheidenden Teil des Abstoßes verschwindet der Griff. Dies bedeutet, dass der letzte und wichtigste Teil des Abstoßes, der durch die großen Muskelgruppen der Wade, des Oberschenkels und der Gesäßmuskulatur eine erhöhte Beschleunigung und eine erhöhte Schrittlänge hätte ermöglichen können, nicht genutzt werden kann. Kurz gesagt, der Abstoß wird weniger effizient, da die Bewegung nicht abgeschlossen wird, wie dies beim Gehen und Laufen natürlich ist.
[0012] Der Ausdruck "die Bewegung abschließen" wird im Sport häufig verwendet. Es ist offensichtlich, dass, um die bestmögliche Wirkung einer Bewegung zu erzielen, diese auf eine natürliche Weise abgeschlossen werden muss und nicht vorzeitig abgebrochen werden darf. Gut bekannte Beispiele sind Laufen und Gehen, Golf, Tennis, Werfen, Kugelstoßen, Boxen, das Kicken eines Fußballs usw.
[0013] Die obige Beschreibung eines abgebrochenen Abstoßes im heutigen Skilanglaufsport zeigt, dass dies ein Faktor ist, der zur ständig zunehmenden Verwendung der Arme beim Skilanglauf beiträgt, wobei Langlaufbewerbe heute häufig von Rennläufern gewonnen werden, die keinen einzigen Beinabstoß ausführen, und dies trotz der Tatsache, dass die Armstärke normalerweise nur etwa 20% der Gesamtstärke der Beine ausmacht. Für den durchschnittlichen Skiläufer, der keine extreme Armstärke entwickeln kann oder will, ist diese ausgedehnte Verwendung der Arme keine Alternative.
[0014] Die FR 2 556 569 A offenbart eine Skischuhsohle unter Verwendung von mindestens zwei Kunststoffmaterialien mit unterschiedlichen mechanischen Eigenschaften, die in einer sandwichartigen Struktur miteinander verbunden sind. Eine unterschiedliche Flexibilität in Abhängigkeit von der Position und vor Allem der Richtung der Belastung ist nicht gegeben, so dass die jeweiligen Eigenschaft stets nur unbefriedigende Kompromisse sind.
[0015] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Skibindung und eine dazugehörige Sohle für einen Skischuh zu schaffen, die dem Skiläufer die Möglichkeit eines längeren und kraftvolleren Abstoßes bieten. Dies führt zu einer effizienteren Technik, einer höheren Geschwindigkeit und einer längeren Gleit- und Ruhephase pro Schritt beim Diagonalschritt und Skaten. Dies bringt eine effizientere Verwendung der wichtigsten Muskelgruppen mit sich, wobei die Wadenmuskeln ebenfalls ins Spiel kommen.
[0016] Aufgabe der Erfindung ist es darüber hinaus, eine Sohle für einen Skischuh zu schaffen, die dem Skiläufer unter allen Bedingungen, insbesondere bei der Abfahrt, eine gute Kontrolle über die Skier ermöglichen.
[0017] Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Bindungs- und Sohlensystem mit niedrigem Profil zu schaffen.
[0018] Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, dass die Befestigungsvorrichtung der Bindung die Seitenwände der Skispur nicht berühren sollte, da dies eine bremsende Wirkung hat.
[0019] Eine Aufgabe der Erfindung besteht auch darin, eine Skischuhsohle und eine Skibindung zu schaffen, die eine robuste und zuverlässige Verbindung zwischen Skibindung und Skischuhsohle gewährleisten.
[0020] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es ferner, das Gewicht von Skischuh und Skibindung zu verringern.
[0021] Diese Aufgaben werden durch eine Fasersohle nach Anspruch 1 gelöst. Weitere Ausführungsformen der Erfindung werden in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0022] Die vorliegende Erfindung schafft eine Skischuhsohle, die im Zehenteil und im Mittelfußbereich der Sohle in Längsrichtung ebenso biegsam ist wie die Sohle eines Joggingschuhs, während der Sohle gleichzeitig eine ausreichende Verwindungs- und Querstabilität verliehen wird, um dem Skiläufer unter allen Bedingungen, insbesondere bei der Abfahrt, eine gute Kontrolle über die Skier zu ermöglichen.
[0023] Die vorliegende Erfindung schafft auch eine Befestigungsvorrichtung für die Bindung, welche vorzugsweise vor den Zehen angeordnet ist und welche die Sohle sicher nach unten in
Richtung auf den Ski drückt, wodurch der Fuß während der gesamten Sequenz der Ausführung eines Abstoßes stets gegen die Oberfläche drückt.
[0024] Die Bindung erstreckt sich vorzugsweise nicht an der Außenseite der Seitenelemente des Schuhs, was dazu führen würde, dass die Bindung den Schuh seitlich von den Zehen erfasst, wodurch die Bindung zu breit würde und somit die Seitenwände der Skispur berühren würde und eine bremsende Wirkung ausüben würde.
[0025] Darüber hinaus führt das Bindungs- und Sohlensystem mit niedrigem Profil zu einer besseren Kontrolle über die Skier und allgemein zu einem besseren Gleichgewicht, da der Fuß dadurch näher am Ski bewegt wird.
[0026] Die Erfindung umfasst eine Fasersohle, wie sie in Fig. 3 dargestellt ist, mit einer quer verlaufenden Verlängerung im vorderen Teil der Spitze der Fasersohle. Die Verlängerung kann um 200% bis 800% dicker als die beschriebene Sohle sein, wobei sie an jeder Seite des vorderen Teils der Sohle vorragt. Die Fasersohle bestimmt weitgehend die mechanischen Eigenschaften des Skischuhs. Die Fasersohle bedeckt die gesamte Länge des Schuhs und ist das tragende Element des Schuhs, an dem der obere Teil des Schuhs befestigt oder angeklebt ist. Bei der Lektüre dieses Dokuments ist daher zu beachten, dass die Fasersohle des Skischuhs gemeint ist, wenn der Begriff Skischuhsohle verwendet wird. Der Skischuh weist vorzugsweise auch eine Schleißsohle auf, diese ist jedoch dünn und so biegsam, dass sie keinen signifikanten Beitrag zu den mechanischen Eigenschaften der Skischuhsohle leistet. Die Schleißsohle sollte daher als Zusatz zur Skischuhsohle gemäß der vorliegenden Erfindung betrachtet werden.
[0027] Der vordere Teil der Sohle hat eine Form, die zu jener des Führungskanals 22 der Bindung komplementär ist, Fig. 4. Die Fasersohle geht direkt in die Befestigungsvorrichtung der Bindung, wodurch die Fasersohle für die mechanische Verbindung zwischen Skischuh und Bindung sorgt.
[0028] Die Erfindung nutzt eine Eigenschaft von ausgerichteten Faserschichten. In einer ausgerichteten Faserschicht liegen alle Fasern in einer Richtung, wobei der Elastizitätsmodul im Allgemeinen entlang der Fasern doppelt so groß ist wie quer zu den Fasern. In Kombination mit einer Variation der Anzahl der Faserschichten in den verschiedenen Bereichen der Sohle kann dies beim Aufbau einer Fasersohle genutzt werden, wobei die gewünschten Elastizitätsmoduln in den verschiedenen Bereichen der Sohle sowohl in Längsrichtung (x-Richtung) als auch in Querrichtung (y-Richtung), wie dies in Fig. 3 dargestellt ist, entsprechend gestaltet werden.
[0029] Die Fasersohle kann auch aus einer Schicht aus verflochtenen Fasern hergestellt werden oder aus eine Kombination davon gebildet sein. In einer verflochtenen Faserschicht sind die Fasern in einem Winkel von zum Beispiel 15, 45 oder 90 Grad miteinander verflochten. Schichten von verflochtenen Fasern haben geringfügig steifere Eigenschaften als ausgerichtete Fasern.
[0030] Die Fasersohle ist in der Längsrichtung der Sohle vom Zehenballen bis zum Bereich vor den Zehen relativ biegsam, während sie von der Ferse bis zum Zehenballen relativ steif ist. Gleichzeitig ist die Sohle relativ verwindungssteif. Diese Begriffe werden im Abschnitt "Ausführungsformen der Erfindung" jeweils genauer definiert.
[0031] Eine relativ dünne und flache Verschleißschicht aus Gummi oder Kunststoffmaterial ohne Führungskanäle ist an den Boden der Faserschicht geklebt, Fig. 10.
[0032] Die Erfindung ermöglicht eine Senkung des Gewichts der Sohle im Vergleich zu heutigen bekannten Schuhsohlen, Fig. 1, um 65% bis 80%. Bei einem kompletten Skischuh führt die Verwendung der Fasersohle für klassischen Skilanglauf im Vergleich zu bekannten heutigen Schuhen zu einer Gewichtsreduktion zwischen 25% und 50%.
[0033] Die Erfindung betrifft auch ein System mit einer Fasersohle und einer Skibindung mit einer Befestigungsvorrichtung gemäß Patentanspruch 16. Die Befestigungsvorrichtung ist dabei zur Gänze vor den Zehen angeordnet. Die Bindung umfasst einen Führungskanal, der eine komplementäre Form zum vorderen Teil der Fasersohle hat. Der Führungskanal 22, der in Fig. 4a schraffiert ist, umfasst eine Vorderwand und zwei Seitenwände, die konisch oder parallel angeordnet sein können, wobei diese auch eine andere geometrische Form aufweisen können, die den Schuh daran hindert, sich nach vorne oder zur Seite zu bewegen. Im vorderen Teil der Seitenwände des Führungskanals sind Querschlitze gebildet, um die Endteile der Verlängerung der Sohle aufzunehmen. Diese hindern den Schuh daran, sich relativ zur Bindung nach hinten zu bewegen.
[0034] Eine Klemmleiste in der Bindungskonstruktion senkt sich hinunter, wenn die Bindung geschlossen wird, und verriegelt sich entlang der gesamte Länge der Verlängerung am hinteren Rand der Verlängerung der Schuhspitze, wodurch die Sohle im Führungskanal der Bindung befestigt wird. Dies sorgt für eine robuste Verbindung zwischen Sohle und Bindung. Die Klemmleiste kann ausgehend von der Seite quer zum Ski (d.h. in y-Richtung) gesenkt werden, wie dies bei der Bindungsvariante von Fig. 13 dargestellt ist, oder sie kann vom vorderen Rand der Bindung in Längsrichtung des Skis (d.h. in x-Richtung) gesenkt werden, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist.
[0035] Die Führungsränder an der Seite der Bindung sind so hoch, dass sie bei der Vollendung des Abstoßes eine seitliche Stütze für die Haftung der Sohle bieten.
[0036] Die Erfindung ermöglicht eine Gewichtsreduktion der Bindung in der Größenordnung von 30% bis 60% im Vergleich zur heutigen bekannten Lösung.
[0037] Die Toleranz des Abstands zwischen dem Führungskanal der Bindung und der komplementären Form der Sohlenspitze beträgt vorzugsweise zwischen 0,01 mm und 3 mm.
[0038] Die erfindungsgemäße Konstruktion der Verbindung zwischen Sohle und Bindung gewährleistet, dass der Fuß während der gesamten Abstoßphase immer nach unten auf den Ski drückt, was zu einem kraftvolleren und effizienteren Abstoß führt.
[0039] Die Erfindung führt somit zu einer verstärkten Verwendung der großen Muskelgruppen in den Gesäß-, Oberschenkel- und Wadenmuskeln, wie dies natürlich ist, wenn sich die Person im Gelände vorwärtsbewegt. Dies führt zu einem leichten, entspannten und mühelosen Schritt für den durchschnittlichen Skiläufer, bei dem der gut entwickelte Streckapparat der Beine vollständig genutzt wird.
[0040] Umfangreiche Tests mit auf der Erfindung basierenden Prototypen bestätigen die obigen Ausführungen mit guten Resultaten.
[0041] Nun sollen Umfang und Art der Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen im Einzelnen beschrieben werden, wobei: [0042] Fig. 1a eine bereits bekannte Fasersohle für einen Skischuh in Verbindung mit einem in Position befindlichen Ski zu Beginn eines Abstoßes zeigt; [0043] Fig. 1b eine vergrößerte Ansicht des vorderen Teils von Fig. 1a ist, wobei die große Zehe in Relation zu einer Skibindung und einem Skischuh dargestellt ist; [0044] Fig. 1c die Position der bereits bekannten Fasersohle relativ zu einem Ski während der Anfangsphase der Ausführung des Abstoßes zeigt, gerade bevor sie sich vom Ski abhebt und beginnt, sich um die Rotationsachse zu drehen; [0045] Fig. 1d den letzten Teil eines Abstoßes mit der bekannten Fasersohle und einem
Ski zeigt; [0046] Fig. 2 einen Seitenriss eines Skischuhs zeigt; [0047] Fig. 3 eine Draufsicht der Sohle zeigt; [0048] Fig. 4a-c die Skibindung in geöffnetem Zustand zeigen; [0049] Fig. 5a-c Skibindung in geschlossenem Zustand zeigen; [0050] Fig. 6 eine Draufsicht der Skibindung mit Schuh zeigt; [0051] Fig. 7 eine Fersenreibungsschicht quer über den Ski zeigt; [0052] Fig. 8a-8d die verschiedenen Phasen des Skischuhs während der Ausführung eines
Abstoßes relativ zum Ski / zur Bindung zeigen; [0053] Fig. 9 eine Kurve des Elastizitätsmoduls in Längsrichtung (x-Richtung) für die verschiedenen Bereiche der Fasersohle zeigt; [0054] Fig. 10 ein Beispiel für die Zusammensetzung der Anzahl der Schichten in der
Sohle zeigt; [0055] Fig. 11 ein Beispiel für die Befestigung einer Verlängerung im vorderen Teil der
Sohlenspitze und das darum befindliche Gewebe zeigt; [0056] Fig. 13a-13b eine alternative Bindung gemäß der Erfindung in geöffnetem und ge schlossenem Zustand zeigen; [0057] Fig. 14 eine alternative Skibindung zeigt; [0058] Fig. 15a-b eine alternative Bindung in geöffneter bzw. geschlossener Position zeigen; [0059] Fig. 16a-b einen Querschnitt durch Figur 15a bzw. 15b zeigen.
[0060] In Figur 1a-d wird eine auf dem Markt existierende Lösung dargestellt.
[0061] In Figur 2 ist ein Skischuh 10 dargestellt, der den Schuhoberteil 11 und eine Fasersohle 12 umfasst. Die Fasersohle 12 ist dazu bestimmt, an einer Skibindung 30 befestigt zu werden, die mit einem Ski 2 verbunden ist, wie dies später im Einzelnen erklärt werden soll. Wie oben erwähnt, ist bei der Lektüre dieses Dokuments zu beachten, dass die Fasersohle des Skischuhs gemeint ist, wenn die Begriffe Sohle des Skischuhs oder Fasersohle 12 verwendet werden. Der Skischuh umfasst vorzugsweise auch eine Schleißsohle 13, diese ist jedoch dünn und so biegsam, dass sie keinen signifikanten Beitrag zu den mechanischen Eigenschaften der Fasersohle 12 leistet. Die Schleißsohle 13 wird daher als Zusatz zur Fasersohle 12 betrachtet.
[0062] Die Fasersohle 12 ist in mehrere Bereiche oder Teile unterteilt, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist, nämlich in einen Zehenteil TP unter dem Zehenbereich des Fußes, in einen Mittelfußteil MP unter dem Mittelfußbereich des Fußes, in einen vorderen Teil FP und einen hinteren Teil RP.
[0063] Der Mittelfußbereich MP grenzt an den Zehenteil TP an. Der hintere Teil RP erstreckt sich vom Mittelfußbereich MP bis zu einem hinteren Ende R der Fasersohle 12. Der hintere Teil RP des Schuhs umfasst eine Schuhferse oder einen Fersenbereich 14. Der vordere Teil FP erstreckt sich vom Zehenteil TP bis zur Spitze F der Fasersohle 12. Der vordere Teil FP umfasst eine Skibindungsbefestigung 20, die an einer Skibindung befestigt ist, wie dies später im Einzelnen beschrieben wird.
[0064] In Fig. 3 ist zu sehen, dass die Skibindungsbefestigung 20 eine plattenförmige Sohlenspitze 21 mit einer quer verlaufenden Verlängerung 15 (y-Richtung) umfasst. Die Skibindungsbefestigung 20 springt am vorderen Teil des Schuhoberteils 11 vor und weist eine Breite W20 auf, die geringer ist als die Breite einer Skispur. Die Breite einer Skispur beträgt normalerweise 60 mm bis 80 mm. Gemäß der Erfindung ist die Breite der Skibindung vorzugsweise geringer als die Breite einer Skispur, wodurch die Skibindungsbefestigung 20 daran gehindert wird, in Kontakt mit den Seitenflächen der Skispur zu gelangen.
[0065] Die Skibindungsbefestigung 20 umfasst eine quer verlaufende Verlängerung, die gewöhnlich aus Metall, Karbonfasern, Kunststoff, Polycarbonat, POM, PEM, PET, Aluminium oder Verbundmaterialien hergestellt ist. Zweck der Verlängerung ist es, die plattenförmige Sohlenspitze 21 der Fasersohle auf einfache Weise genau in der richtigen Position in Bezug auf die Skibindung sicher zu positionieren und zu halten. Darüber hinaus verleiht die Verlängerung 15 der Sohle Halt und Stabilität, wenn sie in der Skibindung fixiert ist. Die Verlängerung 15 ist vorzugsweise am vorderen Rand der Sohle 12 angeordnet und ist vorzugsweise in Bezug auf die Fasersohle 12 zentriert. Die Verlängerung 15 kann zum Beispiel die Form eines am vorderen Teil FP der Fasersohle 12 montierten Querelements aufweisen und an den Seiten des vorderen Teils FP der Fasersohle 12 leicht vorragen. Die Länge der Verlängerung 15 kann zum Beispiel zwischen 5 mm und 80 mm betragen, vorzugsweise zwischen 20 mm und 60 mm. Der Durchmesser der Verlängerung 15 an der Außenseite der plattenförmigen Sohlenspitze 21 kann zum Beispiel zwischen 1 mm und 10 mm betragen, vorzugsweise zwischen 1 mm und 4 mm. Die Dicke der Verlängerung der Fasersohle zwischen den Seitenwänden des Führungska-nals kann zum Beispiel zwischen 1 mm und 16 mm, vorzugsweise zwischen 2 mm und 8 mm betragen.
[0066] Die Verlängerung 15 und die plattenförmige Sohlenspitze 21 bieten der Sohle Stabilität, wenn sie in der Skibindung fixiert ist, insbesondere in Bezug auf Rückwärts- und Seitenbewegungen der Sohle relativ zur Skibindung. In einer alternativen Ausführungsform kann die plattenförmige Sohlenspitze 21 ein ovales Loch aufweisen, das auf oder in der Nähe der Längsmittelachse I der Sohle 12 angeordnet ist.
[0067] Die Sohle 12 umfasst ein Material, bei dem die Längselastizität in der x-Richtung, die Querelastizität in der y-Richtung und die Verwindungssteifigkeit der Sohle 12 durch die Merkmale der Faserschicht bestimmt werden. Der entscheidende Faktor für die Steifigkeit und/oder Biegsamkeit der Sohle 12 in der x-Richtung und y- Richtung ist die Anzahl der Faserschichten im Aufbau der Sohle 12, zusammen mit der Ausrichtung der Fasern in den verschiedenen Teilen/Bereichen der Sohle. Die geometrische Form der Fasersohle in den verschiedenen Bereichen der Fasersohle ist ebenfalls ein entscheidender Faktor für die Biegsamkeit und Steifigkeit.
[0068] Im Allgemeinen besagt die Regel für die Fasern, dass der E-Modul entlang der Fasern das Doppelte von jenem quer zu den Fasern beträgt.
[0069] Die Außensohle der Fasersohle ist vorzugsweise ohne Rillen gebildet und umfasst vorzugsweise eine dünne Verschleißschicht 13 aus Gummi oder dergleichen mit einem Elastizitätsmodul E zwischen 10 MPa und 200 MPa.
[0070] Ein typischer Wertebereich für den E-Modul verschiedener Fasern ist folgender: [0071] Karbon-Verbundwerkstoff aus ausgerichtetem Prepreg-Gewebe mit 45 Grad und einem Elastizitätsmodul zwischen 20 GPa und 190 GPa und Glasfasern zwischen 60 GPa und 80 GPa.
[0072] Die Sohlenfaserschicht kann so adaptiert werden, dass sie an die Form des Fußes und das Gewicht des Benutzers angepasst wird.
[0073] Gemäß der Erfindung ist die Faserschicht 12 ein Verbundwerkstoff, der Schichten aus Karbonfasern umfasst, zum Beispiel ausgerichtete Karbonfasern oder Karbonfaser-Gewebe vom Prepreg-Typ, wobei die Schichten aufeinander angeordnet werden und mit einem Harz wie z.B. Epoxidharz miteinander verklebt oder aneinander befestigt werden. Typische Lieferanten von ausgerichteten Karbonfaserschichten und Karbonfaser-Geweben vom Prepreg-Typ sind: Zoltek (http://www.zoltek.com/) und Hexcel (http://www.hexcel.com/).
[0074] Alternativ dazu kann die Faserschicht 12 Glasfasern umfassen, zum Beispiel ausgerichtete Glasfasern oder eine Kombination aus Karbonfasern und Glasfasern, oder natürliche Fasern und verschiedene Arten von künstlichen Fasern.
[0075] Gemäß der vorliegenden Erfindung ist der hintere Teil RP steif in Längsrichtung (x-Richtung) und Querrichtung (y-Richtung) sowie auch verwindungssteif in Längsrichtung (um die x-Achse). Der vordere Teil FP ist flexibel/biegsam in Längsrichtung und steif in Querrichtung sowie verwindungssteif in Längsrichtung. Der Mittelfußbereich MP ist flexibel in Längsrichtung (x-Richtung), steif in Querrichtung (y-Richtung) sowie verwindungssteif in Längsrichtung. Der Zehenteil TP ist flexibel in Längsrichtung (x-Richtung), steif in Querrichtung (y-Richtung) sowie verwindungssteif in Längsrichtung (um die x-Achse).
[0076] Ein steife Fasersohle wird von einem Erwachsenen mit etwa 75 kg als steif in Längsrich- tung (x-Richtung) beurteilt, wenn die Sohle die folgende Steifigkeit aufweist: [0077] Eine Kraft von 12 Newton mit 20 mm Auslenkung und eine Kraft von 120 Newton mit 85 mm Auslenkung sowie ein Drehmoment von 1 Nm mit einem Drehwinkel von 5 Grad und ein Drehmoment von 20 Nm mit einem Drehwinkel von 40 Grad.
[0078] Dementsprechend wird eine biegsame Fasersohle von einem Erwachsenen mit etwa 75 kg als biegsam in Längsrichtung (x-Richtung) beurteilt, wenn die Sohle die folgende Steifigkeit aufweist: [0079] Eine Kraft von 1 Newton mit 20 mm Auslenkung und eine Kraft von 32 Newton mit 85 mm Auslenkung sowie ein Drehmoment von 0,4 Nm mit einem Drehwinkel von 5 Grad und ein Drehmoment von 10 Nm mit einem Drehwinkel von 40 Grad.
[0080] Die oben genannten Auslenkungen und Drehwinkel werden ermittelt, indem nach Standardverfahren zur Messung der Auslenkung, die dem Fachmann bekannt sind, Kraft-/Auslenkungsmessungen vorgenommen werden. Die oben genannten Auslenkungsergebnisse wurden ermittelt, indem eine Sohle auf einer Arbeitsfläche festgeklemmt wurde, indem in einer Länge von L = 140 mm vom Klemmpunkt eine Kraft auf die Sohle ausgeübt wurde und indem die durch die Kraft bei L = 140 mm hervorgerufene Auslenkung gemessen wurde. Auf ähnliche Wurde der Drehwinkel ermittelt, indem eine Sohle auf einer Arbeitsfläche festgeklemmt wurde, indem und in einer Länge von L = 140 mm vom Klemmpunkt ein Drehmoment auf die Sohle ausgeübt wurde und indem der durch das Drehmoment bei L = 140 mm hervorgerufene Drehwinkel der Sohle gemessen wurde.
[0081] Es ist zu beachten, dass die Tatsache, ob eine Fasersohle als steif oder biegsam beurteilt wird, auch eine subjektive Einschätzung ist, die zudem unter anderem davon abhängt, wie viel der Skiläufer wiegt und ob der Skischuh / die Bindung auf Skiern für den Skilanglauf in der Skating-Technik, für den klassischen Skilanglauf, für das Telemarken usw. verwendet wird. Obwohl hier absolute physikalische Messwerte als Definition der Biegsamkeit und Steifigkeit angegeben wurden, sollte daher beachtet werden, dass die Begriffe "steif und "biegsam", wie sie hier verwendet werden, wie folgt interpretiert werden sollten: in Abhängigkeit vom Gewicht des Skiläufers, von der Größe des Skischuhs, vom Typ der Skidisziplin usw. "als steif wahrgenommen" und "als biegsam wahrgenommen".
[0082] Das gleiche Ergebnis wie oben kann mit Karbonfaser-Geweben oder Glasfaser-Geweben oder mit Kombinationen davon erzielt werden. Es gibt verschiedene Webebindungen und Winkel zwischen den Fasern, wobei zum Beispiel ein Winkel von 45 Grad zwischen den Fasern verwendet werden kann.
[0083] Es soll auch darauf hingewiesen werden, dass biegesteif/biegeflexibel in Längsrichtung als biegesteif/biegeflexibel bezüglich der Auslenkung um eine Achse in der quer verlaufenden y-Richtung zu verstehen ist. Dementsprechend sollte biegesteif/biegeflexibel in der Querrichtung als biegesteif/biegeflexibel bezüglich der Auslenkung um eine Achse in der längs verlaufenden x-Richtung verstanden werden. Verwindungssteif in einer Längsrichtung sollte auch als verwindungssteif um eine Längsachse in der x-Richtung verstanden werden.
[0084] In der untenstehenden Tabelle 1 ist ein Beispiel für die Ausrichtung der Faserschichten 12 angegeben. Die Fasern können wie folgt ausgerichtet sein: in Längsrichtung, d.h. parallel zur Längsmittelachse I; in der Querrichtung, d.h. senkrecht zur Mittelachse I oder in einer diagonalen Richtung, d.h. in einen Winkel von normalerweise 30°, 45° oder 60° zur I-Achse.
[0085] Tabelle 1 : Beispiel für die Anzahl der Schichten und die Ausrichtung der Faserschichten 12 in einer Sohle.
[0086] Als Alternative zu ausgerichteten Fasern wie in der obigen Tabelle können gewebte Fasern verwendet werden, zum Beispiel Gewebe vom Prepreg-Typ mit einem Winkel von 45 Grad zwischen den Fasern. Diese sind etwas steifer und können zu insgesamt weniger Schichten führen, als sie in der obigen Tabelle angegeben sind. In Abhängigkeit von der Dicke einer Schicht, wie sie vom Hersteller geliefert wird, kann es notwendig sein, die oben genannte Anzahl der Schichten in den verschiedenen Teilen der Schischuhsohle zu erhöhen, beizubehalten oder zu verringern.
[0087] Fig. 10 und Tabelle 1 zeigen Beispiele für die verschiedenen Schichten in der Sohle. Hier ist zu sehen, dass die Schichten Nr. 2 und 5 allen Bereichen der Sohle, FP, TP, MP und RP, gemeinsam sind, wodurch eine durchgehende Sohle erzielt wird. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die Schichten teilweise überlappend angeordnet sein können, wie dies in Fig. 10 dargestellt ist, d.h. einige Schichten setzen sich teilweise im benachbarten Sohlenteil fort, wodurch eine allmählichere Veränderung der Biegsamkeit der Sohle ermöglicht wird.
[0088] Nun soll die Skibindung 30 mit Bezug auf Fig. 4a-b, Fig. 5a-b und Fig. 6 beschrieben werden. Die Skibindung 30 umfasst eine Grundplatte 31. Die Grundplatte 31 ist auf eine dem Fachmann bekannte Weise an der Oberfläche des Skis befestigt. Die Grundplatte umfasst Fortsätze, welche die Reibung zwischen der Grundplatte 31 und der Verschleißschicht 13 aus Gummi oder ähnlichem Material erhöhen.
[0089] Die Skibindung 30 umfasst einen Verrieglungsmechanismus 35, der an der Grundplatte 31 befestigt ist. Der Verrieglungsmechanismus 35 der Grundplatte ist vor der Grundplatte 31 angeordnet.
[0090] Die Skibindung 30 umfasst ferner einen Führungskanal 22, der eine Form aufweist, die zu jener der plattenförmigen Sohlenspitze 21 der Skibindungsbefestigung 20 an der Vorderseite der Skischuhsohle komplementär ist. Der Führungskanal 22 wird durch eine Vorderwand 24 und die zwei Seitenwände 33 begrenzt, die alle von der Grundplatte 31 nach oben vorragen. Der Führungskanal 22, der den Bereich auf der Grundplatte 31 zwischen der Vorderwand 24 und den Seitenwänden 33 bis zum Ende der Bindung 30 unter der Skischuhsohle 12 bildet, kann ein Reibungsmuster oder eine Reibungsfläche aufweisen.
[0091] Die Skibindung 30 umfasst ferner zwei Schlitze 32 in den jeweiligen Seitenwänden 33 des Führungskanals. Der Führungskanal 22 weist eine Form auf, die geeignet ist, die Verlängerung 15 im vorderen Teil der Skibindungsbefestigung 20 der Sohle 12 aufzunehmen.
[0092] Die Skibindung 30 umfasst ferner eine Skischuhbefestigung 40. Die Skischuhbefesti- gung 40 umfasst einen Klemmarm 41 und eine Klemmleiste 27. Diese ist drehbar und mit der Grundplatte 31 verbunden. Die Skischuhbefestigung 40 kann einstückig geformt/hergestellt sein. In einer geöffneten Position ist die Verriegelungsplatte 25 nach vorne geneigt, wobei sie einen Hebelarm 26 mit sich zieht, der seinerseits mit dem Klemmarm 41 verbunden ist, wodurch die Klemmleiste 27 geöffnet wird. Der Hebelarm 26 ist zwischen dem Klemmarm 41 und der Verriegelungsplatte 25 angeordnet. Der Klemmarm 41 und die Verriegelungsplatte 25 sind in zwei Drehpunkten unabhängig voneinander an der Grundplatte 31 befestigt. In der geöffneten Position kann die plattenförmige Sohlenspitze 21 einer flexiblen Fasersohle 12 mit der damit verbundenen Verlängerung 15 in den Führungskanal 22 eingefügt werden, wobei die Enden der Verlängerung 15 in den Schlitzen 32 der Seitenwände 33 der Grundplatte 31 versenkt werden, wodurch die Verlängerung 15 in den gleichen Schlitz 32 eingefügt wird, den die Klemmleiste 27 danach nutzt, um die Skibindungsbefestigung 20 mit der Skibindung 30 zu verriegeln und zu verschließen. Der Klemmarm 41 kann Spannerschlitze 28 aufweisen, in die ein Abstandshalter eingefügt werden kann, der bei der Vollendung des Abstoßes zwischen den vorderen Teil des Schuhoberteils 11 und den Spannerschlitz 28 eingeklemmt wird, um den Rückstellpunkt des Schuhs nach dem Ende des Abstoßes individuell einzustellen. Der Abstandshalter weist eine langgestreckte Form auf und kann höchstens die gleiche Länge wie der Abstand zwischen den zwei Seitenwänden 33 aufweisen.
[0093] In Fig. 6 ist die Skibindungsbefestigung 20 der Fasersohle 12 dargestellt. Es ist zu sehen, dass die Seitenwände 33 mit einer seitlich stabilisierenden Wirkung, die Sohle 12 und die Skibindungsbefestigung 20 in den genannten Kanal 22 und den Schlitz 32 in der Skibindung 30 passen. Es ist zu beachten, dass die Seitenwände 33 in Fig. 6 vor dem Zehenteil TP der Sohle angeordnet sind (d.h. wenn die Sohle 12 mit der Bindung 30 verbunden ist). Es ist jedoch denkbar, dass sich die Seitenwände geringfügig an der Seite des Schuhs erstrecken, jedoch nicht so weit in den Zehenteil TP der Fasersohle 12 hinein, dass die Seitenwand 33 an der Außenseite der Zehen (d.h. an der Außenseite der großen Zehe bzw. der kleinen Zehe an jeder Seite des Fußes) einer Person endet, die den Skischuh trägt.
[0094] Die Grundplatte 31 umfasst Seitenwände 33 mit einer Höhe, die ausreicht, um eine seitliche Bewegung der Sohle / des Schuhs während der Ausführung eines Abstoßes zu verhindern, wodurch eine gute Kontrolle über den Ski gewährleistet wird. In der zusammengeklappten Position ist die Verriegelungsplatte 25 in der Bindung versenkt, was gewährleistet, dass es Gegenständen nicht möglich ist, an die Verriegelung zu stoßen oder diese zu öffnen, und was verhindert, dass Schnee in den Bindungsmechanismus gelangt. Die Klemmleiste 27 ist in einem Schlitz 32 versenkt, was Querbewegungen ermöglicht. Die Klemmleiste 27 kann den gleichen Durchmesser wie die Verlängerung 15 aufweisen, wie dies in Figur 8a dargestellt ist.
[0095] In der geschlossenen Konfiguration ist die Klemmleiste 27 verriegelt, so dass sie nicht geöffnet werden kann. Die Verriegelungsplatte 25 der Bindung ist am vorderen Rand der Bindung und vorzugsweise zentriert angeordnet, dies ist jedoch nicht notwendig. Die Verriegelungsplatte 25 ist gewöhnlich aus Metall, Aluminium, Kunststoffmaterialien, Federstahl, Karbonfasern, Glasfasern, langen Glasfasern, thermoplastischen Materialien, Polymermaterialien, POM, PEM, PET, Polyamiden, Polyamid-Verbundmaterialien, semi-aromatischen Materialien, Kunststofffasern, Gummi oder Verbundmaterialien hergestellt. In einem geschlossenen Zustand ist die Verriegelungsplatte 25 vorzugsweise, aber nicht notwendigerweise, in der Bindung versenkt. Je größer die Kraft ist, die auf die Klemmleiste 27 ausgeübt wird, umso stärker ist die Bindung verriegelt.
[0096] Die Grundplatte 31 der Skibindung umfasst eine Basis sowie ein Gehäuse 34 für die Bindung, das die inneren Komponenten festhält und schützt. Die Grundplatte 31 ist typischerweise direkt mit dem Ski verklebt, mit Hilfe von 2 bis 5 Schrauben sowie Schraubenlöchern direkt an einem Ski montiert oder an einer Platte befestigt, die auf eine andere Weise am Ski festgeklebt oder befestigt ist. Die Grundplatte 31 kann aus einem Metall hergestellt sein, vorzugsweise aus einem leichten Metall wie z.B. Aluminium, oder auch aus starken und leichten Kunststoffmaterialien, Karbonfasern, Glasfasern, langen Glasfasern, thermoplastischen Materialien, Polymermaterialien, POM, PEM, PET, Polyamiden, Polyamid-Verbundmaterialien, semi aromatischen Materialien, Kunststofffasern, Gummi oder Verbundmaterialien, die kälte- und abnutzungsbeständig sind. Die Materialien der Bindung weisen gewöhnlich eine Zugfestigkeit bis zu 300 MPa und eine Steifigkeit bis zu 30000 MPa auf. Die Bindungskomponenten können einstückig geformt oder hergestellt sein.
[0097] Die Klemmleiste 27, der Klemmarm 41 und die Verriegelungsplatte 25 sind typischerweise aus Kunststoffmaterialien, Karbonfasern, Glasfasern, langen Glasfasern, thermoplastischen Materialien, Polymermaterialien, POM, PEM, PET, Polyamiden, Polyamid-Verbundmaterialien, semi-aromatischen Materialien, Kunststofffasern, Gummi oder Verbundmaterialien hergestellt. Zwischen der Verriegelungsplatte 25 und dem Klemmarm 41 ist ein Hebelarm 26 angeordnet, um die Kraft zwischen der Verriegelungsplatte 25 und dem Klemmarm 41 zu übertragen. Der Hebelarm 26 kann eine Krümmung aufweisen, welche die Verriegelung der Verlängerung 15 gewährleistet. Der Hebelarm kann aus den gleichen Materialien wie die Grundplatte 31 hergestellt sein, aber auch aus Metall.
[0098] Die Drehverbindungspunkte zwischen Hebelarm 26, Verriegelungsplatte 25 und Klemmarm 41 sind durch Achslöcher miteinander verbunden, durch die zum Beispiel Splinte aus Metall durchgesteckt werden, um zu gewährleisten, dass sie in der korrekten Position bleiben. Es sind auch andere Verfahren zum Verbinden dieser Teile denkbar, wie z.B. Klemmverbindungen oder Schnappverbindungen zwischen ihnen, die dem Fachmann bekannt sein werden.
[0099] Figur 7 zeigt, dass die Bindung 30 auch eine quer über den Ski verlaufende Fersenreibungsschicht 16 aufweist. Die Fersenreibungsschicht 16 trägt die Ferse 14 der Sohle 12. Die Fersenreibungsschicht 16 erzeugt eine Reibung zwischen dem Ski 2 sowie der Gummischicht 13 und der Faserschicht 12, was dazu beiträgt, den Schuh seitlich stabil zu halten. Die Fersenreibungsschicht 16 kann verschiedene Versionen aufweisen, um den individuellen Bedürfnissen des Skiläufers Rechnung zu tragen. Die Höhe der Fersenreibungsschicht 16 kann zwischen 0,1 mm und 1,5 cm variieren.
[00100] Die Fersenreibungsschicht kann von der Grundplatte 31 abgesetzt sein, oder die Grundplatte 31 kann den gesamten Ski vom Vorderteil bis zum Fersenteil bedecken. Unter dem Fuß, d.h. im Zehenteil TP und/oder im Mittelfußteil MP, kann die Grundplatte breiter als der Ski sein, wobei sie zum Beispiel an jeder Seite des Skis 0,2 bis 3 cm vorragt, um die Stabilität beim Abwärtsfahren zu verbessern.
[00101] Die Bewegung der Sohle 12 relativ zur Skibindung 30 ist in Fig. 8a-8d dargestellt, wobei die Zehen die Grundplatte während jeder Phase des Abstoßprozesses berühren.
[00102] Wie in Fig. 8b dargestellt, wird während der Anfangsphase der Ausführung des Abstoßes der hintere Teil RP von der Bindung 30 und vom Ski abgehoben, während der größte Teil des Mittelfußteils MP, der gesamte Zehenteil TP und der gesamte vorderere Teil FP der Sohle in Kontakt mit der Bindung 30 sind. Diese Bewegung wird durch die Biegsamkeit des Mittelfußteils MP ermöglicht.
[00103] In einer nachfolgenden Phase des Abstoßes wird, wie dies in Fig. 8c dargestellt ist, der hintere Teil RP noch weiter abgehoben. Nun wird der gesamte oder der größte Teil des Mittelfußteils MP von der Grundplatte 31 abgehoben, während die Zehen in Kontakt mit dem Ski sind und gegen die Oberfläche drücken. Diese Bewegung wird durch die Biegsamkeit des Mittelfußteils MP und des Zehenteils TP ermöglicht.
[00104] In einer abschließenden Phase des Abstoßes werden, wie dies in Fig. 8d dargestellt wird, der gesamte Mittelfußteil MP und gesamte oder größte Teil des Zehenteils TP von der Grundplatte 31 abgehoben. Diese Bewegung wird durch die Biegsamkeit des Mittelfußteils MP und des Zehenteils TP sowie durch die Bindung 30 ermöglicht, da sie die Fasersohle am vorderen Rand des Schuhoberteils 11 nach unten drückt.
[00105] In Fig. 8d ist zu beachten, dass der Abstand von der Unterseite der Zehe im Schuhoberteil 11 bis zur Grundplatte 31 nicht zugenommen hat oder weniger zugenommen hat als bei einer Sohle gemäß dem Stand der Technik, wie er in Fig. 1a-d dargestellt ist, da die Sohle im
Zehenbereich fest mit der Bindung verklemmt ist.
[00106] In Fig. 8b-8d ist in der Sohle ein Punkt dargestellt. Dieser Punkt zeigt den Druckpunkt oder den hintersten Teil der Sohle an, der während der Ausführung eines Abstoßes in Kontakt mit der Bindung ist. Es ist offensichtlich, dass sich dieser Druckpunkt während der Ausführung eines Abstoßes auf dem Ski kontinuierlich vom hinteren Teil des Mittelfußteils MP den ganzen Weg nach vorne bis zum vorderen Teil des Zehenteils TP bewegt.
[00107] Nun soll auf Fig. 9 Bezug genommen werden. Hier ist zu sehen, dass die Biegsamkeit der Sohle 12 in Längsrichtung im vorderen Teil FP und im hinteren Teil RP relativ gering ist (d.h. der Elastizitätsmodul ist hoch), während die Biegsamkeit der Sohle 12 in Längsrichtung im Zehenteil TP und im Mittelfußteil MP relativ hoch ist (d.h. der Elastizitätsmodul ist gering).
[00108] Nun soll auf Fig. 8c Bezug genommen werden, die andere Merkmale der Skibindung veranschaulicht. Die Skibindung 30 kann ein geformtes Reibungsmuster 29 in der Grundplatte 31 aufweisen. Dieses Reibungsmuster 29 kann an der Grundplatte 31 angeformt sein, oder es kann sich um eine Reibungsmusterschicht handeln, die an der Grundplatte 31 angeklebt oder befestigt ist. Unter der Ferse kann auch das Reibungsmuster 16 mit Fortsätzen vorgesehen sein.
[00109] Es wird auf Fig. 10 verwiesen, welche die Faserausrichtung und die Faserschichten in der Sohle 12 zeigt.
[00110] Nun soll auf Fig. 11 Bezug genommen werden, welche die Verbindung zwischen der Verlängerung 15 und der Fasersohle 12 zeigt. Die Verlängerung 15 wird von der Fasersohle 12 bedeckt und ist mit dieser verklebt oder verschmolzen, so dass die Verlängerung 15 in die Fasersohle 12 eingebettet ist. Ein Gewebe 17 kann am Boden der Sohlenspitze, um die Verlängerung 15 herum und bis zur Oberseite der Sohle 12 vorgesehen sein. Das Gewebe, das den vorderen Teil der Sohle umgibt, kann aus Flüssigkristallpolymer, aromatischem Polyester, Aramiden, Kevlar, Karbonfasern, Synthetikfasern, mit thermoplastischem Polyurethan/PVC bedecktem Polyestergewebe oder einem anderen Gewebe hergestellt sein, das von Kunststoffmaterialien umhüllt ist.
[00111] In der obigen Beschreibung wird eine Verlängerung 14 aus Karbon am vorderen Teil der Skibindungsbefestigung 20 erwähnt. Diese Verlängerung 34 kann zum Beispiel aus Karbonfasern, Nanokarbonfasern, Kunststoff, Metallen, Polymermaterialien, POM, PEM, PET, Teflon oder Verbundmaterialien hergestellt sein.
[00112] Fig. 12a-12b zeigen eine andere Lösung für eine Bindung mit einer Klemmvorrichtung in einer geöffneten und geschlossenen Position. Der Führungskanal 22, der mit der plattenförmigen Sohlenspitze 21 übereinstimmt, ist in der Zeichnung deutlich zu sehen.
[00113] Fig. 13 zeigt eine komplexere Lösung für die Klemmvorrichtung einer Bindung, die durch einen Skistock geöffnet und geschlossen werden kann.
[00114] Fig. 14 zeigt einen Öffnungs- und Schließmechanismus für eine Klemmleiste 27 in einer Skibindung, der durch einen Skistock betätigt werden kann, um den Mechanismus zu öffnen und zu schließen.
[00115] In Figur 15a-b und 16a-b ist eine Skibindung mit einer Verriegelungseinrichtung 42 dargestellt, die einen Querarm 44 und zwei Seitenarme 43 umfasst, die an jedem Ende des Querarms 44 befestigt sind. Die Seitenarme 43 sind drehbar mit der Skibindung 30 verbunden, wodurch die gesamte Verriegelungseinrichtung relativ zur Grundplatte 31 drehbar ist. Figur 15a und 16a zeigen die Verriegelungseinrichtung 42 in einer geöffneten Position, während Figur 15b und 16b die Verriegelungseinrichtung 42 in einer Position zeigen, in der ein Skischuh fest in der Skibindung verriegelt ist (der Skischuh ist in den Figuren nicht dargestellt).
[00116] Die Verriegelungseinrichtung 42 umfasst ferner ein oder mehrere Nockenelemente 46, die sich gemeinsam mit den Seitenarmen 43 drehen, wenn die Verriegelungseinrichtung 42 durch einen Benutzer gedreht wird. Die Nockenelemente 46 sind unter einem Ende des drehbaren Klemmarms 41 montiert, wodurch beim Drehen der Verriegelungseinrichtung 42 in der
Drehrichtung R, wie dies in Figur 16a angezeigt wird, das Nockenelement 46 den Klemmarm nach oben klappt, so dass das entgegengesetzte Ende der Klemmleiste 27 des Klemmarms 41 nach unten gegen den vorderen Teil FP einer Fasersohle 12 (nicht dargestellt) gedrückt wird, die sich in der Skibindung 30 befindet, wodurch die Fasersohle 12 an ihrem Platz in der Skibindung 30 gehalten wird. Wenn sich die Verriegelungseinrichtung 42 in der Verriegelungsposition befindet, ist der Querarm vorzugsweise in einer Nut 45 im Klemmarm 41 angeordnet, wie dies in den Figuren dargestellt wird. In der Verriegelungsposition der Verriegelungseinrichtung 42 ist das Nockenelement 46 vorzugsweise hinter die Gleichgewichtsposition (d.h. die vertikale Position) gedreht, so dass bei einem Versuch, den Klemmarm 41 und somit die Klemmleiste 27 nach oben zu klappen, wenn sich die Verriegelungseinrichtung 42 in der Verriegelungsposition befindet, die vom Klemmarm 41 auf das Nockenelement 46 ausgeübte Kraft versuchen wird, das Nockenelement 46 und somit die Verriegelungseinrichtung 42 weiter in der Drehrichtung R zu drehen, d.h. der Querarm 44 drückt noch stärker hinunter auf den Klemmarm 41, und folglich drückt die Klemmleiste 27 noch stärker auf die Fasersohle, die fest in der Skibindung 30 verriegelt wird.
[00117] Wie in den obigen Figuren zu sehen ist, kann die Fasersohle 12 an der Skibindung 30 befestigt werden, indem die Klemmleiste 27 die plattenförmige Sohlenspitze 21 der Fasersohle 12 gegen die Grundplatte 31 drückt. Um die Fasersohle 12 des Skischuhs noch sicherer in der Skibindung 30 zu befestigen, kann die Fasersohle 12 darüber hinaus mit einer Verlängerung 15 versehen sein, die sich quer zur plattenförmigen Sohlenspitze erstreckt und vorragt, so dass die Verlängerung 15 in Schlitze 32 in Seitenwänden 32 der Skibindung 30 passt. Die Klemmleiste 27 passt ebenfalls in die Schlitze 32, wodurch die Verlängerung 15 der plattenförmigen Sohlenspitze gegen die Grundplatte 31 gedrückt wird. BEZUGSZEICHENLISTE 2 Ski 10 Skischuh 11 Schuhoberteil 12 Fasersohle 13 Verschleißschicht/Gummischicht 14 Fersenbereich 15 Verlängerung 16 Fersenreibungsmuster 17 Gewebe 20 Skibindungsbefestigung 21 plattenförmige Sohlenspitze 22 Führungskanal 24 Vorderwand 25 Verriegelungsplatte 26 Hebelarm 27 Klemmleiste 28 Spannerschlitz 29 Bindungsreibungsmuster 30 Skibindung 31 Grundplatte 32 Schlitz in Seitenwänden 33 Seitenwände 34 Gehäuse der Bindung 35 Verrieglungsmechanismus 40 Skischuhbefestigung 41 Klemmarm 42 Verriegelungseinrichtung 43 Seitenarm 44 Querarm 45 Nut 46 Nockenelement 50 Splinte FP vorderer Teil des Schuhs RP hinterer Teil des Schuhs R hinter dem Schuh F Spitze der Fasersohle 12 TP Zehenteil MP Mittelfußbereich x-Richtung Längsrichtung y-Richtung Querrichtung

Claims (19)

  1. Patentansprüche 1. Fasersohle (12) für einen Skischuh mit einer Längsrichtung und einer Querrichtung, und ein vorderes Ende (F) und ein hinteres Ende (R) in Längsrichtung, umfassend einen Zehenteil (TP), einen vorderen Teil (FP), der sich von dem Zehenteil (TP) in Längsrichtung der Fasersohle (12) zum vorderen Teil (FP) erstreckt; einen dem Zehenteil benachbarten Mittelfußteil (MP); einen hinteren Teil (RP), der sich von dem Mittelfußteil (MP) zu dem hinteren Ende (R) der Fasersohle (12) erstreckt; und wenigstens eine Faserschicht umfasst, die so ausgebildet ist, dass sie unterschiedliche Steifigkeiten in den verschiedenen Teilen (TP, MP, RP) der Fasersohle (12) in Längsrichtung und / oder Querrichtung hat; dadurch gekennzeichnet, dass der Mittelfußteil (MP) biegeflexibel in Längsrichtung, biegesteif in Querrichtung und verwindungssteif um eine Achse in der Längsrichtung ist; der Zehenteil (TP) biegeflexibel in Längsrichtung, biegesteif in Querrichtung und verwindungssteif um eine Achse in der Längsrichtung ist; der vordere Teil (FP) biegeflexibel in Längsrichtung, biegesteif in Querrichtung und verwindungssteif um eine Achse in der Längsrichtung ist; und dass der vordere Teil (FP) eine plattenförmige Sohlenspitze (21) mit einer transversalen Verlängerung (15) aufweist.
  2. 2. Fasersohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (15) mit einem Querelement versehen ist, das sich in der Querrichtung der Fasersohle (12) erstreckt.
  3. 3. Fasersohle nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (15) in dem vorderen Teil der plattenförmigen Sohlenspitze (21) angebracht ist.
  4. 4. Fasersohle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (15) eine Dicke hat, die von 200% bis 800% dicker ist als der Fasersohle (12).
  5. 5. Fasersohle nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasersohle (12) die Verlängerung (15) umgibt oder umhüllt.
  6. 6. Fasersohle nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Tuch oder ein Gewebe (17) die Verlängerung (15) und die Fasersohle (12) umgibt.
  7. 7. Fasersohle nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasersohle (12) eine Verschleißschicht (13) aufweist, die einen E- Modul in einem Bereich von 10 MPa -200 MPa hat.
  8. 8. Fasersohle nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (W20) der Skibindungsbefestigung (20) kleiner ist als die Breite einer Standard-Skispur.
  9. 9. Fasersohle nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserschichten in der Fasersohle (12) zumindest eine Schicht aus Karbonfasern und/oder mindestens eine Glasfaserschicht umfassen.
  10. 10. Fasersohle nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Karbonfaserschicht einen E-Modul aufweist, der im Bereich von 20 GPa -190 GPa ist.
  11. 11. Fasersohle nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Karbonfaserschicht einen E-Modul aufweist, der im Bereich von 60 GPa - 80 GPa ist.
  12. 12. Fasersohle nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der hintere Teil (RP) in Längsrichtung biegesteif, in Querrichtung biegesteif und torsionssteif um eine Achse in der Längsrichtung ist.
  13. 13. Fasersohle nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasersohle (12) einen Fersenbereich (14) aufweist, der ein Reibungsmuster hat, das entweder angeformt oder aufgeklebt ist.
  14. 14. Fasersohle nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasersohle (12) als biegesteif definiert ist, wenn eine Kraft von 12 N eine Auslenkung von 20 mm bewirkt und wenn eine Kraft von 120 N eine Auslenkung von 85 mm bewirkt, und wobei die Fasersohle (12) als verwindungssteif definiert ist, wenn ein Drehmoment von 1 Nm um eine Achse in der Längsrichtung einen Drehwinkel von 5 Grad bewirkt, und wenn ein Drehmoment von 20 Nm um eine Achse in Längsrichtung einen Drehwinkel von 40 Grad bewirkt, wobei die Kraft 140 mm von einer Klemmstelle ausgeübt wird und die daraus resultierende Auslenkung 140 mm von der Klemmstelle gemessen wird, und wobei das Drehmoment 140 mm von der Klemmstelle aufgebracht wird und der daraus resultierende Drehwinkel 140 mm von der Klemmstelle gemessen wird.
  15. 15. Fasersohle nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasersohle (12) als biegeschlaff definiert ist, wenn eine Kraft von 1 N eine Auslenkung von 20 mm bewirkt und wenn eine Kraft von 32 N eine Auslenkung von 85 mm bewirkt, und wobei die Fasersohle (12) als verdrehungsschlaff definiert wird, wenn ein Drehmoment von 0,4 Nm um eine Achse in der Längsrichtung einen Drehwinkel von 5 Grad bewirkt, und wenn ein Drehmoment von 10 Nm um eine Achse in Längsrichtung einen Drehwinkel von 40 Grad bewirkt, wobei die Kraft 140 mm von einer Klemmstelle ausgeübt wird und die daraus resultierende Auslenkung 140 mm von der Klemmstelle gemessen wird, und wobei das Drehmoment 140 mm von der Klemmstelle aufgebracht wird, und der daraus resultierende Drehwinkel 140 mm von der Klemmstelle gemessen wird.
  16. 16. System, umfassend einen Skischuh (10) mit einer Fasersohle (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 15 und eine Skibindung (30), umfassend eine Grundplatte (31) mit Seitenwänden (33), die einen Führungskanal (22) bilden, wobei der Führungskanal (22) eine komplementäre Form zu einer plattenförmigen Sohlenspitze (21) auf einer Fasersohle (12) hat; einen Verriegelungsmechanismus (35), der an der Grundplatte (31) angeordnet ist, wobei der Verriegelungsmechanismus (35) eine Klemmleiste (27) umfasst, die derart angeordnet ist, um die plattenförmige Sohlenspitze (21), die eine Verlängerung (15) aufweist, in der Skibindung (30) durch die Klemmleiste (27) zu verriegeln (21), wobei die Klemmleiste (27) die plattenförmige Sohlenspitze (21) gegen die Grundplatte (31) presst, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (15) und die Klemmleiste (27) in die Schlitze (32) passen, und wobei ein Verriegelungsmechanismus (35) gewährleistet, dass die Verlängerung (15) an der Vorderseite der Sohlenspitze (21) gegen die Grundplatte (31) eingespannt ist.
  17. 17. System nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Teil (FP) der Fasersohle (12) eine plattenförmige Sohlenspitze (21) mit einer Verlängerung (15) und einer Form umfasst, die komplementär zu einem Führungskanal (22) in der Skibindung (30) ist.
  18. 18. Verwendung von mindestens einer Faserschicht in einer Fasersohle (12) umfassend einen vorderen Teil (FP), einen Zehenteil (TP), einen Mittelfußteil (MP) und einen hinteren Teil (RP), um die gewünschte Steifigkeit in den Fasersohlenteilen (FP, TP, MP, RP) in der Längsrichtung der Fasersohle (12) und der Querrichtung der Fasersohle (12) bereitzustellen.
  19. 19. Verwendung nach Anspruch 18, wobei die wenigstens eine Faserschicht eine Schicht aus Karbonfasern und/oder eine Glasfaserschicht ist. Hierzu 18 Blatt Zeichnungen
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