AT514536A1 - Schlüssel zum Betätigen eines Schließzylinders sowie Kombination des Schlüssels mit dem Schließzylinder - Google Patents

Schlüssel zum Betätigen eines Schließzylinders sowie Kombination des Schlüssels mit dem Schließzylinder Download PDF

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AT514536A1 ATA399/2013A AT3992013A AT514536A1 AT 514536 A1 AT514536 A1 AT 514536A1 AT 3992013 A AT3992013 A AT 3992013A AT 514536 A1 AT514536 A1 AT 514536A1
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Abstract

Bei einem Schlüssel (1, 6, 10) zum Betätigen eines Schließzylinders umfassend eine Reide (2, 7, 11) und einen Schaft (3, 8, 12) mit einer mechanisch und/oder magnetisch abtastbaren Codierung, besteht der Schlüsselschaft (3, 8, 12) zumindest teilweise aus einem Hartkunststoff aus der Gruppe der Polyimide.

Description

Die Erfindung betrifft einen Schlüssel zum Betätigen einesSchließzylinders umfassend eine Reide und einen Schaft miteiner mechanisch und/oder magnetisch abtastbaren Codierung.Die Erfindung betrifft weiters einen Schließzylinderumfassend ein Gehäuse und einen im Gehäuse drehbarenZylinderkern, der in der Sperrsteilung durch Sperrelementeblockiert ist.
Weiters betrifft die Erfindung die Kombination einesSchlüssels der oben genannten Art mit einem Schließzylinderder oben genannten Art, wobei der Schlüssel zum Betätigendes Schließzylinders ausgebildet ist und der Schlüssel undder Schließzylinder aufeinander abgestimmteCodierungselemente und mit diesen zusammenwirkendeAbtastelemente aufweisen.
Schlüssel der eingangs genannten Art bestehen in der Regelaus Metall. Die Herstellung eines Metallschlüssels istaufgrund der vielen Verfahrensschritte, die erforderlichsind, um den Schlüssel mit der jeweils individuellenmechanischen und/oder magnetischen Codierung zu versehen,sehr aufwändig. Im Falle eines eine mechanisch abtastbareCodierung aufweisenden Schlüssels geht man in der Regel voneinem Rohling aus, der bereits ein Querschnittsprofilaufweist, das der Formgebung des zugehörigenSchlüsselkanals des Schließzylinders angepasst ist. Nebender erwähnten Längsprofilierüng weist ein mechanischerSchlüssel an einer oder an zwei gegenüberliegenden Kantendes Schlüsselschafts eine Mehrzahl von aufeinanderfolgenden Erhebungen und Vertiefungen mit den Erhebungenjeweils zugeordneten Steuerkanten auf, die zum Betätigenvon Sperrelementen, wie z.B. Stiftzuhaltungen einesSchießzylinders ausgebildet sind. Diese Erhebungen und
Vertiefungen werden am Rohling mittels eines Fräswerkzeugsausgebildet. In einem nachfolgenden Schritt muss noch dieReide des Schlüssels bearbeitet werden, um Kennzeichnungen,wie beispielsweise Codierungsnummern oderMarkenbezeichnungen durch Prägen od. dgl. einzubringen.Schließlich ist eine Nachbearbeitung erforderlich,beispielsweise um scharfe Kanten zu vermeiden.
Obwohl sich Metallschlüssel sehr bewährt haben, weisen sieneben der aufwändigen und kostenintensiven Herstellung eineReihe weiterer Nachteile auf. Metallschlüssel haben einhohes Gewicht und können insbesondere im Fall eines Nickelenthaltenden Materials Allergien auslösen. Weiters ist dieProfilierung der Schlüssel aufgrund desHerstellungsverfahrens gewissen Einschränkungenunterworfen, sodass die Anzahl der Codierungsmöglichkeitengering ist. Weiters besteht der Nachteil, dass eine farbigeGestaltung von Metallschlüsseln nur eingeschränkt möglichist. Die Farbe des Metalls kann kaum beeinflusst werden.Eine Farbgestaltung ist lediglich durch Aufträgen einesLacks möglich, der naturgemäß einem hohen Verschleißunterworfen ist. Weiters gestaltet es sich beiMetallschlüsseln schwierig, elektronische oder magnetischeCodierungselemente zu integrieren. ElektronischeCodierungselemente wie beispielweise Mikrochips könnendaher lediglich in die Reide integriert werden, wenn dieseaus einem nichtmetallischen Material ausgebildet ist. Ineinem solchen Fall können der Metallschaft und die Reidesomit nicht aus ein und demselben Material hergestelltwerden, was die Herstellung weiter verteuert. Im Falle vonmagnetischen Codierungselementen können diese gemäß demStand der Technik zwar in den metallischen Schlüsselbarteingebettet werden, es besteht jedoch der Nachteil, dass der Metallschaft die magnetischen Feldlinien negativbeeinflussen kann.
Zur Überwindung der oben genannten Nachteile ist bereitsvorgeschlagen worden, einen Schlüssel gänzlich oder inTeilbereichen aus einem Kunststoff zu fertigen.Diesbezüglich wird beispielsweise auf die EP 305588 A2verwiesen. In dieser Schrift wird aber bereits daraufhingewiesen, dass Schlüssel, die aus Kunststoff bestehen,keine ausreichende Torsionssteifigkeit aufweisen. In dergenannten Schrift wird daher vorgeschlagen,Versteifungselemente z.B. aus Metall im Übergangsbereichzwischen der Reide und dem Schlüsselschaft einzubringen.Weiters wird vorgeschlagen, als Kunststoff ein Polyacetalwie beispielsweise „Delrin 500" der Firma Dupont zuverwenden.
Herkömmliche KunststoffSchlüssel haben sich jedoch trotzverschiedener Vorschläge zur Versteifung desSchlüsselkörpers in der Praxis nicht durchgesetzt.Kunststoffschlüssel werden daher lediglich alsSpielzeugschlüssel oder allenfalls als Reserveschlüsselausgeführt, die in einer scheckkartenartigen Halterungmitgeführt werden und lediglich im Notfall zum Sperreneines Schlosses verwendet werden.
Die vorliegende Erfindung zielt daher darauf ab, die obenim Zusammenhang mit Metallschlüsseln angeführten Nachteilezu überwinden, ohne dass dabei relevante Einbußenhinsichtlich der Verschleißfestigkeit und der Torsions- undBiegesteifigkeit des Schlüssels in Kauf genommen werdenmüssen. Insbesondere soll der Schlüssel auch eineAbriebfestigkeit aufweisen, die eine Anzahl von
Benutzungszyklen zulässt, sodass der Schlüssel über vieleJahre täglich gebraucht werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Schlüssel der eingangsgenannten Art dahingehend weitergebildet, dass derSchlüsselschaft zumindest teilweise aus einemHartkunststoff aus der Gruppe der Polyimide besteht.Polyimide sind Hochleistungskunststoffe, deren wichtigstesStrukturmerkmal die Imid-Gruppe ist. Zu den Polyimidenzählen beispielsweise Polyetherimide und Polyamidimide,wobei sich in Versuchen gezeigt hat, dass insbesonderePolyetherimide für den Einsatz in der Schlüsselherstellungbesonders bevorzugt sind. Polyimide zeichnen sich generelldurch eine hohe mechanische Festigkeit, eine hohe chemischeBeständigkeit und eine hohe Temperaturfestigkeit aus.Polyetherimid erfüllt die typischen Anforderungen anSchlüssel wie hohe Festigkeit, einen niedrigen Abrieb undhohe Temperaturbeständigkeit. Polyetherimide sind im Rahmender vorliegenden Erfindung insbesondere auch deshalb alsbevorzugt zu bezeichnen, weil sie im Gegensatz zu anderenPolyimiden im Spritzgussverfahren verarbeitet werdenkönnen. Dies verringert den Herstellungsaufwand und dieentsprechenden Kosten.
Die Herstellung wird insbesondere dann vereinfacht, wennauch die Reide zumindest teilweise aus einem Hartkunststoffaus der Gruppe der Polyimide besteht. Besonders bevorzugtbestehen die Reide und der Schlüsselschaft aus demselbenHartkunststoff, insbesondere aus Polyetherimid, wobei derSchlüsselschaft und die Reide bevorzugt miteinandereinstückig ausgebildet sind.
Der gesamte Schlüssel kann bevorzugt somit in einemeinzigen Arbeitsschritt hergestellt werden, wobei in diesemZusammenhang bevorzugt ein Spritzgussverfahren zurAnwendung gelangt. Wenn, wie dies einer bevorzugtenWeiterbildung entspricht, der Schlüsselschaft und/oder dieReide vollständig aus einem Hartkunststoff bestehen, kannder entsprechende Teil bzw. der gesamte Schlüsseleinstückig und aus einer einzigen Kunststoffkomponente imSpritzgussverfahren hergestellt werden. Wenn verschiedeneTeilbereiche des Schlüssels aus verschiedenen Kunststoffenbestehen sollen, kann so vorgegangen werden, dass ein Zwei¬oder Mehrkomponentenspritzgussverfahren zum Einsatzgelangt. Die Verwendung von zwei oder mehr Kunststoffsortenkann beispielsweise dann von Vorteil sein, wenn die Reidemit einem im Vergleich zum Hartkunststoff, insbesonderePolyetherimid, weicheren Material beschichtet werden soll,um die Haptik zu verbessern. Die Verwendung eines Zwei¬oder Mehrkomponentenspritzgussverfahrens kann aber aucherforderlich sein, wenn, wie es bevorzugt vorgesehen ist,der Hartkunststoff in wenigstens einem Teilbereich desSchlüsselschafts mit einem Füllstoff versetzt ist. DerFüllstoff kann bevorzugt ferromagnetisch sein, sodass indem genannten wenigstens einen Teilbereich eine magnetischeCodierung erfolgen kann. Die magnetische Codierung kanndabei insbesondere dadurch individualisiert werden, dassdie magnetischen Eigenschaften des genannten Teilbereichsvom Volumenanteil bzw. der absoluten Menge desferromagnetischen Füllstoffs im Hartkunststoff abhängen.
Eine andere bevorzugte Ausführung sieht vor, dass derSchlüsselkörper aus dem Hartkunststoff, insbesonderePolyetherimid besteht und an der Oberfläche mit einer dünnen Metallschicht (z.B. ΙΟ-ΙΟΟμπι) versehen, insbesonderebedampft ist.
Der erfindungsgemäße Schlüssel muss nicht notwendiger Weisezur Gänze aus dem Hartkunststoff bestehen. Vielmehr kannauch nur ein Rohling des Schafts, der Reide oder des ganzenSchlüssels aus dem Hartkunststoff bestehen.
Aufgrund der bevorzugten Anwendung einesSpritzgussverfahrens zur Herstellung des Schlüsselsunterliegt die Formgebung des Schlüssels und insbesonderedie Formgebung der die mechanische Codierung ausbildendenProfilierung des Schlüsselschafts keinerleiherstellungsbedingten Beschränkungen. Dadurch kann diemechanische Codierungsvielfalt wesentlich gesteigertwerden, wodurch die Nachsperrsicherheit erhöht wird.
Eine bevorzugte Weiterbildung sieht vor, dass der Schlüsselwenigstens ein der magnetischen oder elektronischenCodierung dienendes Bauteil aufweist. Das genannte Bauteilkann dabei in den Hartkunststoff des Schlüsselschafts oderder Reide eingebettet sein oder völlig von demHartkunststoff umschlossen sein. Bevorzugt ist das dermagnetischen oder elektronischen Codierung dienende Bauteilein Mikrochip. Der Mikrochip kann dabei in besondersbevorzugter Weise als RFID-Transponder ausgebildet sein.Wenn der Mikrochip im Material des Schlüsselschaftseingebettet oder von diesem völlig umschlossen ist, isteine Ausführung besonders vorteilhaft, bei welcher derMikrochip passiv arbeitet, d.h. ohne eine eigeneStromquelle. Insbesondere ist in diesem Zusammenhang einpassiver RFID-Transponder bevorzugt.
Alternativ oder zusätzlich zum Mikrochip kann vorgesehensein, dass das der magnetischen oder elektronischenCodierung dienende Bauteil ein dauermagnetisierbaresMaterial, insbesondere Samarium-Cobalt, umfasst. Einderartiges Bauteil aus dauermagnetisierbarem Material kommtbeispielsweise bei sogenannten Magnetschlössern zumEinsatz, bei denen die Sperrelemente des SchließzylindersMagnetrotoren umfassen, deren Drehstellung durchmagnetische Kräfte veränderbar ist, die von dem genanntendauermagnetisierbaren Material, wie beispielsweiseSamarium-Cobalteinsätzen herrühren.
Die Integration des der magnetischen oder elektronischenCodierung dienenden Bauteils in den Schlüssel erfolgtherstellungstechnisch besonders bevorzugt dadurch, dass dasgenannte Bauteil vor dem Spritzgießen in die Spritzgussformeingelegt wird. Das genannte Bauteil wird beimSpritzgießvorgang umspritzt oder in den durch dasSpritzgießen hergestellten Schlüsselkörper eingebettet.
Die Spritzgussform kann bevorzugt derart weitergebildetsein, dass beim Spritzgießen im gleichen Arbeitsschritt dieüblicherweise im Bereich der Reide vorgesehenenKennzeichnungen, wie z.B. eine Markenbezeichnung oder eineCodierungsidentifikation, ausgeformt werden.
Obwohl der erfindungsgemäß vorgesehene Hartkunststoff ausder Gruppe der Polyimide, insbesondere Polyetherimid,bereits eine hohe Festigkeit sowie eine hoheSchlagzähigkeit aufweist, können die Materialeigenschaftenbevorzugt noch dadurch verbessert werden, dass derHartkunststoff, insbesondere Polyetherimid, faserverstärktist, wobei zur Verstärkung bevorzugt Kohle- und/oder
Glasfasern eingesetzt sind. Die Faserverstärkung dientinsbesondere der Erhöhung der Torsions- undBiegesteifigkeit des Schlüsselkörpers. In diesemZusammenhang ist bevorzugt vorgesehen, dass derfaserverstärkte Hartkunststoff, insbesondere dasfaserverstärkte Polyetherimid einen Faseranteil von 5-40,bevorzugt 20-35 Vol.-% bezogen auf den Hartkunststoffaufweist.
Um die festigkeitssteigernde Wirkung der Fasern zumaximieren, sieht eine bevorzugte Weiterbildung vor, dassdie Fasern in gleichorientiertem Zustand vorliegen.
Dem Hartkunststoff, insbesondere Polyetherimid könnenverschieden Additive zugegeben werden, um dieMaterialeigenschaften zu beeinflussen. Beispielsweisekönnen beliebige Farbpigmente verwendet werden, um diefarbliche Gestaltung des Schlüssels zu beeinflussen.
Weiters kann auch ein lumineszierendes, insbesonderephosphoreszierendes Additiv, wie z.B. Dualglo® in denHartkunststoff eingebracht werden. Dies führt dazu, dassder Schlüssel nach Aktivierung durch UV Bestrahlung (z.B.Tageslicht), nachleuchtet. Generell kann der Anteil desAdditivs je nach gewünschter Leuchtintensität bis zu 30%betragen.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist einSchließzylinder, umfassend ein Gehäuse und einen im Gehäusedrehbaren Zylinderkern vorgesehen, wobei der Zylinderkernin der Sperrsteilung durch Sperrelemente blockiert ist,wobei der Zylinderkern erfindungsgemäß zumindest teilweiseaus einem Hartkunststoff aus der Gruppe der Polyimide,insbesondere aus Polyetherimid, besteht. Insbesondere kann der Zylinderkern denselben Hartkunststoff, insbesonderePolyetherimid, aufweisen wie der zugehörige Schlüssel.Ergänzend können auch die im Zylinderkern verschiebbargeführten Kernstifte einer Stiftzuhaltung aus einemHartkunststoff aus der Gruppe der Polyimide, insbesonderePolyetherimid, bestehen. Besonders bevorzugt bestehen derZylinderkern und/oder die Kernstifte vollständig aus demHartkunststoff.
Wie bereits im Zusammenhang mit der Ausbildung deserfindungsgemäßen Schlüssels erwähnt, kann auch im Falledes Schließzylinders bzw. im Falle des Zylinderkerns undder Kernstifte vorgesehen sein, dass der Hartkunststoff,insbesondere das Polyetherimid, faserverstärkt ist, wobeizur Verstärkung bevorzugt Kohle- und/oder Glasfaserneingesetzt sind.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnungschematisch dargestellten Ausführungsbeispielen nähererläutert. In dieser zeigen Fig.l einen Schlüssel mit einermechanisch abtastbaren Profilierung in einer erstenAusführung, Fig.2 einen Schlüssel mit einer mechanischabtastbaren Profilierung in einer zweiten Ausführung, Fig.3einen Schlüssel mit einer magnetisch abtastbaren Codierung,Fig.4 einen Schlüssel gemäß Fig. 3 mit einem in derSchlüsselreide eingeschlossenen Mikrochip, Fig.5 eineSpritzgussform zur Herstellung eines Schlüssels gemäß Fig.lund Fig. 6 ein in der Spritzgussform hergestelltesSpritzgussteil.
Fig.l zeigt einen Schlüssel 1 mit einer Reide 2 und einemSchlüsselschaft 3. Der Schlüsselschaft 3 weist eineMehrzahl von das Querschnittsprofil des Schlüssels 1 bestimmenden Längsnuten 4 und einen Schlüsselbart mit einereine Mehrzahl von Vertiefungen und Erhebungen aufweisendenProfilierung 5 auf. Der in Fig.l dargestellte Schlüssel 1ist in einem Stück in einem Spritzgussverfahren hergestelltund besteht zur Gänze aus faserverstärktem Polyetherimid.Die Spritzgussform zur Herstellung des Schlüssels 1 ist inFig. 5 dargestellt.
Fig.2 zeigt ebenfalls einen Schlüssel 6, der zur Gänze ausfaserverstärktem Polyetherimid hergestellt ist und eineReide 7 und einen Schlüsselschaft 8 mit einer mechanischabtastbaren Profilierung aufweist. Die Profilierung weistim vorliegenden Fall eine Mehrzahl von an der Seitenflächedes Schafts geformte kurvenförmige Nuten 9 auf.
Fig.3 zeigt einen Schlüssel 10 mit einer magnetischabtastbaren Codierung. Der Schlüssel 10 weist wiederum eineReide 11 und einen Schlüsselschaft 12 auf, wobei derSchlüsselschaft 12 an zwei gegenüberliegenden Seiten eineMehrzahl von dauermagnetischen Einsätzen 13 trägt, welchedie magnetische Codierung tragen. Der Schlüssel 10 bestehtmit Ausnahme der Einsätze 13 aus faserverstärktemPolyetherimid. Die Einsätze 13 können auf verschiedene Artund Weise erzeugt werden. Die Einsätze 13 könnenbeispielsweise gesondert hergestellt und dann inVertiefungen des spritzgegossenen Kunststoffschafts 12eingesetzt werden. Alternativ können die gesonderthergestellten Einsätze 13 in die Spritzgussform eingelegtund beim Spritzgießen umschlossen oder in dasKunststoffmaterial eingebettet werden. Schließlich ist esauch möglich, den Schlüssel 10 und die Einsätze 13 in einemZweikomponentenspritzguss herzustellen. Aus der erstenKomponente werden die Reide 11 und der Schlüsselschaft 12 einstückig hergestellt, aus der zweiten, mitferromagnetischen Partikeln versetzten Komponente werdendanach die magnetischen Einsätze 13 spritzgegossen.
Fig.4 zeigt einen Schlüssel 10 gemäß Fig.3, bei dem in derRe’ide 11 ein Mikrochip 14 angeordnet ist. Der Mikrochip 14wird dabei bevorzugt vollständig von dem faserverstärktenPolyetherimid umschlossen. Die Herstellung erfolgt so, dassder Mikrochip 14 in die Spritzgussform eingelegt und danachmit Polyetherimid umgossen wird.
In Fig. 5 ist die Spritzgussform 15 eines nicht näherdargestellten Spritzgusswerkzeugs schematisch dargestellt.Die Spritzgussform 15 umfasst zwei Formhälften, die eineKavität begrenzen. Die Kavität hat die Form der in Fig. 5mit 16 bezeichneten, gegengleich angeordneten Schlüssel.
Die zwei Formhälften können entlang einer in derZeichnungsebene verlaufenden Trennebene voneinandergetrennt werden, um das Innere der Form 15 zwecks Entnahmedes spritzgegossenen Schlüssels 16 freizugeben. Fig.5 zeigtdie Lage der Formbilder in der Form 15 und den Verlauf desAngusskanales 17.
In Fig.6 ist das in der Spritzgussform 15 hergestellteSpritzgussteil 18 dargestellt, der zwei Schlüssel 19 samtAngusskanal 20 umfasst.

Claims (19)

  1. Patentansprüche: 1. Schlüssel zum Betätigen eines Schließzylindersumfassend eine Reide und einen Schaft mit einer mechanischund/oder magneti-sch abtastbaren Codierung, dadurchgekennzeichnet, dass der Schlüsselschaft (3, 8, 12)zumindest teilweise aus einem Hartkunststoff aus der Gruppeder Polyimide besteht.
  2. 2. Schlüssel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,dass die Reide (2, 7, 11) zumindest teilweise aus einemHartkunststoff aus der Gruppe der Polyimide besteht.
  3. 3. Schlüssel nach Anspruch 1 oder 2, dadurchgekennzeichnet, dass der Schlüsselschaft (3, 8, 12) und dieReide (2, 7, 11) miteinander einstückig ausgebildet sind.
  4. 4. Schlüssel nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurchgekennzeichnet, dass der Schlüsselschaft (3, 8, 12)und/oder die Reide (2, 7, 11) vollständig aus demHartkunststoff bestehen.
  5. 5. Schlüssel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurchgekennzeichnet, dass der Hartkunststoff Polyetherimid ist.
  6. 6. Schlüssel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurchgekennzeichnet, dass der Hartkunststoff, insbesonderePolyetherimid, faserverstärkt ist, wobei zur Verstärkungbevorzugt Kohle- und/oder Glasfasern eingesetzt sind.
  7. 7. Schlüssel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,dass der faserverstärkte Hartkunststoff, insbesondere das faserverstärkte Polyetherimid einen Faseranteil von 5-40,bevorzugt 20-35 Vol.-% aufweist.
  8. 8. Schlüssel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurchgekennzeichnet, dass der Hartkunststoff in wenigstens einemTeilbereich des Schlüsselschafts (3, 8, 12) mit einemFüllstoff versetzt ist.
  9. 9. Schlüssel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,dass der Füllstoff ferromagnetisch ist.
  10. 10. Schlüssel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurchgekennzeichnet, dass der Schlüssel (1, 6, 10) alsSpritzgussteil ausgebildet ist.
  11. 11. Schlüssel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurchgekennzeichnet, dass der Schlüssel (1, 6, 10) zurAusbildung eines Schlüsselprofils mehrere in Längsrichtungverlaufende Nuten (4) aufweist.
  12. 12. Schlüssel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurchgekennzeichnet, dass der Schlüssel (1, 6, 10) eine Mehrzahlvon aufeinanderfolgenden Erhebungen und Vertiefungen mitden Erhebungen jeweils zugeordneten Steuerkanten aufweist,die zum Betätigen von Sperrelementen, wie z.B.Stiftzuhaltungen eines Schließzylinders ausgebildet sind.
  13. 13. Schließzylinder umfassend ein Gehäuse und einen imGehäuse drehbaren Zylinderkern, der in der Sperrstellungdurch Sperrelemente blockiert ist, dadurch gekennzeichnet,dass der Zylinderkern zumindest teilweise aus einemHartkunststoff aus der Gruppe der Polyimide besteht.
  14. 14. Schließzylinder nach Anspruch 13, dadurchgekennzeichnet, dass die Sperrelemente im Zylinderkernverschiebbar geführte Kernstifte und diesen zugeordnete, im .Gehäuse verschiebbar geführte Gehäusestifte umfassen, wobeizumindest die Kernstifte aus einem Hartkunststoff aus derGruppe der Polyimide bestehen.
  15. 15. Schließzylinder nach Anspruch 13 oder 14, dadurchgekennzeichnet, dass der Zylinderkern und/oder dieKernstifte vollständig aus dem Hartkunststoff bestehen.
  16. 16. Schließzylinder nach einem der Ansprüche 13 bis 15,dadurch gekennzeichnet, dass der HartkunststoffPolyetherimid ist.
  17. 17. Schließzylinder nach einem der Ansprüche 13 bis 16,dadurch gekennzeichnet, dass der Hartkunststoff,insbesondere Polyetherimid, faserverstärkt ist, wobei zurVerstärkung bevorzugt Kohle- und/oder Glasfasern eingesetztsind.
  18. 18. Schließzylinder nach Anspruch 17, dadurchgekennzeichnet, dass der faserverstärkte Hartkunststoff,insbesondere das faserverstärkte Polyetherimid einenFaseranteil von 5-40, bevorzugt 20-35 Vol.-% aufweist.
  19. 19. Kombination eines Schlüssels nach einem der Ansprüche 1 bis 12 mit einem Schließzylinder nach einem der Ansprüche13 bis 18, wobei der Schlüssel (1, 6, 10) zum Betätigen desSchließzylinders ausgebildet ist und der Schlüssel (1, 6, 10) und der Schließzylinder aufeinander abgestimmteCodierungselemente und mit diesen zusammenwirkende Abtastelemente aufweisen.
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