AT509542B1 - Gelenkbeschlag für sitzmöbel - Google Patents

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Abstract

Ein Gelenkbeschlag für Sitzmöbel, die ein Auflageelement aufweisen, welches mittels eines Umklappgelenkes von einer bezüglich des Sitzes seitlich angeordneten Ausgangsstellung in eine vor dem Sitz befindliche Endstellung als Beinauflage umklappbar ist, wobei die in der Ausgangsstellung obere oder seitliche Fläche des Auflageelements in der Endstellung dessen untere Fläche darstellt, weist eine Verlagerungseinrichtung auf, mittels der die Endstellung des Auflageelements über die vom Umklappgelenk bestimmte Position hinaus vor den Sitz verlagerbar ist.

Description

österreichisches Patentamt AT509 542 B1 2012-04-15
Beschreibung
GELENKBESCHLAG FÜR SITZMÖBEL
[0001] Die Erfindung betrifft einen Gelenkbeschlag für Sitzmöbel, der dazu dient, aus einem in Ausgangsstellung im Seitenbereich des Sitzes angeordneten Auflageelement, meist einem Polsterkissen, eine in Endstellung vor dem Sitz befindliche Beinauflage zu machen.
[0002] Ein solcher Gelenkbeschlag in einem entsprechenden Sitzmöbel ist aus der EP 0931484 bekannt. Dort ist ein im vorderen Eckbereich des Sitzes befindliches Umklappgelenk beschrieben, welches das Umklappen eines seitlichen Polsterkissens in eine Beinauflage ermöglicht. Vorteile dieser Grundkonzeption bestehen in der einfachen und schnellen Bedienung, sowie in der Tatsache, dass die üblicherweise auch als Kopfauflage benutzte Oberseite des Polsterkissens bei der Beinauflage zu dessen Unterseite wird. Als nachteilig hat sich jedoch herausgestellt, dass das Polsterkissen zum Erzielen einer ausreichenden Beinauflagelänge eine im seitlichen Zustand für marktübliche Polstermöbelformen zu ausladende Breite haben muss. Zudem ist ein solches Umklappgelenk aus geometrischen Gründen auch im eingeklappten Zustand im Frontbereich des Möbels sichtbar. Beides schränkt die Verwendung im ästhetisch anspruchsvollen Polstermöbelbereich sehr ein.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Gelenkbeschlag zu schaffen, der die grundsätzlichen Vorteile der beschriebenen Konzeption ohne die Nachteile des Standes der Technik erzielen kann und damit einem universellen Einsatz Raum eröffnet.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe damit, dass der Gelenkbeschlag eine Verlagerungseinrichtung aufweist, mittels der die Endstellung des Auflageelements über die vom Umklappgelenk bestimmte Position hinaus vor den Sitz verlagerbar ist. Dadurch wird erreicht, dass die Beinauflagelänge auch bei marktüblicher, kompakter Dimensionierung des Auflageelementes sehr großzügig ausfallen kann. Es kann auch eine Abstandsposition des Auflageelementes vor dem Sitz verwirklicht werden, die den Beinen eines sitzenden Benutzers beim Umklappen mehr Raum gibt und das Aufstehen auch bei umgeklappter Beinauflage erleichtert. Des Weiteren kann mittels der erfindungsgemäßen Verlagerung ein völliges Verbergen der Beschlagtechnik in der Ausgangsstellung erzielt werden, was den Einsatz des Gelenkbeschlags in Sitzmöbeln breiter Marktbereiche ermöglicht. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Verlagerungseinrichtung rotativ oder translativ ausgebildet. Eine rotative Ausbildung ist dabei technisch besonders einfach und zuverlässig. Wenn sie eine Rotationsachse aufweist, die im vorderen bodennahen Bereich des Sitzmöbels, etwa parallel zur Frontfläche des Sitzes, angeordnet wird, kann eine geometrisch besonders günstige Verlagerung erzielt werden. Für bestimmte Anwendungen ist eine translative Ausbildung der Verlagerungseinrichtung sinnvoll. Sie beinhaltet dann eine Roll- oder Gleitführung, die sich am oder im Sitz, dem Grundgestell oder dem Auflageelement befindet. Eine erfindungsgemäße Verlagerungseinrichtung kann auch zugleich eine Verschiebeeinrichtung für den Sitz bilden, Teil einer solchen sein oder mit einer solchen kombiniert sein. Dann ist der Sitz insbesondere mitsamt dem Umklappgelenk auf einer Roll- oder Gleitführung oder auf Verlagerungshebeln für eine erweiterte Funktionsstellung auf dem Sitzmöbelgestell nach vorne verschiebbar. In an sich bekannter Weise kann an die Sitzverschiebung auch die Rücklehne gekoppelt werden. Mit einer solchen Ausbildung lassen sich eine besonders günstige Ergonomie und Ästhetik erzielen. In weiterer Ausgestaltung weist die Verlagerungseinrichtung einen beweglichen Tragarm auf. Er ist entweder zwischen dem Umklappgelenk und den für die Befestigung am Sitzmöbel vorgesehenen Teilen angeordnet, oder zwischen dem Umklappgelenk und dem Auflageelement. Im ersteren Falle wird das Umklappgelenk mit dem Tragarm nach vorne verlagert, im zweiten Fall verbleibt das Umklappgelenk ortsfest am Sitz und wird das Auflageelement am Tragarm verlagert. Auf beide Weisen lassen sich einfache, stabile und dezente Umsetzungen erreichen. Wesentliche Teile der Verlagerungseinrichtung, insbesondere deren beweglicher Tragarm, sind in weiterer Ausgestaltung zum Heraustreten aus dem zwischen Sitz und Seitenlehne des Sitzmöbels befindlichen Schlitz oder aus der Sitzoberseite vorgesehen. Die erstere Möglichkeit ist besonders universell, da dieser Schlitz bei den österreichisches Patentamt AT509 542 B1 2012-04-15 meisten Sitzmöbelformen schon vorhanden ist. Die zweite Möglichkeit ist für verbreitete Sitzmöbelformen sinnvoll, die kein gesondertes Seitenteil aufweisen. In weiterer Ausgestaltung weist der Gelenkbeschlag ein oder mehrere Gelenke auf, die sich bei Biegebelastung über ihre Stirnflächen abstützen. Dies stellt eine sogenannte Axiallagerung dar und ist gegenüber einer Radiallagerung eine besonders platzsparende und günstige Lösung. Des Weiteren weist der Gelenkbeschlag mindestens zwei insbesondere innenliegende Endanschläge auf, deren einer das Umklappgelenk und deren anderer die Verlagerungseinrichtung in der Endstellung begrenzt. Damit ist letztere genau definiert und eine Verletzungsgefahr verhindert. Im Rahmen einer Zusatzausstattung kann der Gelenkbeschlag auch um eine Winkelverstelleinrichtung ergänzt sein. Dies ist insbesondere ein an sich bekannter Reib- oder Rastbeschlag, der dann zwischen den Tragteilen für das Auflageelement und dem Umklappgelenk anzuordnen ist. Damit wird es möglich, vor allem in der Ausgangsstellung den Winkel des Auflageelementes bezüglich der Sitzebene an verschiedene Gebrauchszustände anzupassen. Alternativ kann die Winkelverstelleinrichtung auch mehrere Tragteile des Auflageelementes beweglich zueinander verbinden, um eine besonders flexible Form des Auflageelementes zu erzielen. Erfindungsgemäß sind im Übrigen auch solche Anwendungsfalle umfasst, die den Gelenkbeschlag in gesonderte Baugruppen aufspalten, etwa in ein Umklappgelenk und eine Verlagerungseinrichtung, oder die ihn direkt in ein Sitzmöbelgestell integrieren.
[0005] Anhand der Zeichnungen sei die Erfindung im Folgenden näher beschrieben. In dieser Schrift werden die Artikel nicht als Zahlwort verstanden und können, ebenso wie die Substantive, im speziellen Einzelfall Singular und Plural bedeuten. Es zeigen [0006] Fig. 1: Die perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Gelenkbeschlages, einge baut in ein Sofa marktüblicher Form.
[0007] Fig.2: In vergleichbarer Ansicht eine andere erfindungsgemäße Ausführungsform.
[0008] Fig.3: Einen der Fig. 1 entsprechenden Gelenkbeschlag in einer vergrößerten perspekti vischen Ansicht.
[0009] Fig.4: Die perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform.
[0010] Zu Fig. 1: Auf der einen Sofaseite ist der Gelenkbeschlag mitsamt dem Auflageelement (1) in ausgeklappter Endstellung zu sehen, auf der anderen Seite in eingeklappter Ausgangsstellung. Der Gelenkbeschlag weist ein Umklappgelenk (2) auf, mittels dessen ein Auflageelement (1) von der Ausgangsstellung als seitlich zum Sitz gelegenes Polsterkissen in eine Endstellung als Beinauflage vor dem Sitz(3) umgeklappt werden kann. Die dazu geeignete Ach-se(4) des Umklappgelenks (2) liegt schräg im Raum und ist in ihrer genaueren Lage abhängig von den gewünschten Winkeln (5,6) des Auflageelementes (1) in Ausgangs- und Endstellung. Am Umklappgelenk (2) befinden sich Tragteile (7,8), die Teil des Auflageelementes (1) sind bzw. zur Befestigung desselben dienen. Hier ist dies ein Tragrahmen (7), der mittels eines Flanschteils (8) in das Umklappgelenk (2) eingreift. Auf ähnliche Weise können auch plattenförmige oder strebenförmige Tragteile Verwendung finden. Ein zentrales Element des Gelenkbeschlages ist eine rotative Verlagerungseinrichtung (9,10). Sie weist einen beweglichen Tragarm (9) auf, an dessen oberem Ende sich das Umklappgelenk (2) befindet. An seinem unteren Ende ist er mittels eines Rotationsgelenkes (10) an Flanschteilen (11) angebracht, welche für die Befestigung am hier nicht näher gezeigten Rahmen des Sitzmöbels vorgesehen sind. Die Rotationsachse (12) der Verlagerungseinrichtung verläuft dabei im Inneren des Sitzmöbels, in dessen vorderem bodennahen Bereich, etwa parallel zur Richtung der Sitzbreite. Gewisse Schrägstellungen der Rotationsachse bis etwa 30 Grad zu dieser Richtung können für bestimmte Sitzmöbelformen sinnvoll sein. Durch diese Lage der Rotationsachse (12) kann bei der Rotationsbewegung des Tragarms (9) das Umklappgelenk (2) mitsamt dem Auflageelement (1) in einem flachen, relativ waagerechten Kreisbogen nach vorne, vom Sitz(3) weg verlagert werden. Dabei entsteht ein Abstand (14) bzw. eine Abstandsposition des Auflageelementes (1) vor dem Sitz(3). Die ergonomische Qualität dieser Anordnung ist einem oft vor ein Sitzmöbel gestellten Hocker vergleichbar, aber ohne dessen Sperrigkeit. Durch die Verlagerung kann das Umklappgelenk (2) in der Ausgangsstellung deutlich im Sitzmöbel eingerückt und vollständig verborgen 2/9 österreichisches Patentamt AT509 542B1 2012-04-15 sein, und dennoch in der Endstellung die besonders ergonomische Geometrie erzielt werden. Die erfindungsgemäße Anordnung ermöglicht auch, dass die Verlagerung beim Umklappen des Auflageelementes (1) wie selbsttätig geschieht. Denn der Schwerpunkt (15) des Auflageelements (1) liegt in der Ausgangsstellung hinter der Rotationsachse(12), und in der der Endstellung vor dieser. Auch ein natürliches Verbleiben der Verlagerungseinrichtung und des Auflageelementes (1) in beiden Stellungen ist damit auch ohne Feder- oder Rastelemente gegeben. Günstigerweise wird die Verlagerungseinrichtung (9,10) bzw. deren Tragarm (9) in dem zwischen Sitz (3) und Seitenlehne (16) üblichen Schlitz(17) bewegt. Es kann bei bestimmten Sitzmöbelformen aber auch sinnvoll sein, den Tragarm direkt aus der vorderen Sitzoberfläche austreten zu lassen, oder ihn gänzlich auf der Seite des Sitzes zu bewegen. Des Weiteren kann anstelle der rotativen Verlagerungseinrichtung auch eine translative Verwendung finden. Dann ist der Tragarm nicht rotationsbeweglich aufgehangen, sondern gleitend oder rollend auf einer vornehmlich kurvenförmigen Laufbahn geführt. Letztere wäre dann auch im Sitz oder einem Seitenteil verborgen.
[0011] Zu Fig.2: Bei einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform befindet sich eine translative Verlagerungseinrichtung zwischen einem ortsfest am Sitz verbleibenden Umklappgelenk (18) und dem Auflageelement (1). Die Verlagerungseinrichtung weist einen beweglichen Tragarm (19) und eine Rollführung (20) auf, die sich zwischen dem Tragarm (19) und einem Rahmen (21) des Auflageelementes (1) befindet und in letzterem verborgen ist. Während des Umklappens oder im Anschluss daran findet eine Verlagerung des Auflageelementes (1) entlang der Rollführung statt. Dabei tritt der bewegliche Tragarm (19) aus dem Auflageelement (1) heraus und wird der erfindungsgemäße Abstand (14) zwischen Sitz(3) und Auflageelement (1) erzeugt. Hier geschieht das im Vorigen beschriebene selbsttätige Verlagern und Verbleiben über die jeweils abwärts verlaufenden Winkel(22,23) der Rollführung (20) bzw. des Auflageelementes (1). Sämtliche Beschlagsteile sind in der Ausgangsstellung im Sitz(3) und im Auflageelement (1) verborgen. Die translative Verlagerungseinrichtung kann auch hier durch eine rota-tive ersetzt werden. Statt der Rollführung würde dann beispielsweise ein Rotationsgelenk mit aufrechter Drehachse (24) das vordere Ende(25) des Tragarms mit dem im Auflageelement (1) befindlichen Rahmen (21) verbinden. Zeichnerisch ist dies hier nur über die gedachte Drehachse (24) dargestellt. Um diese Drehachse (24) kann sich dann das Auflageelement (1) entlang des Tragarms (19) zum Umklappgelenk (18) hin- bzw. von ihm wegschwenken und die erfindungsgemäße Verlagerung erreichen.
[0012] Zu Fig.3: Ein der Fig. 1 entsprechender Gelenkbeschlag mit rotativer Verlagerungseinrichtung weist oben einen zur Aufnahme im Auflageelement vorgesehenen Rahmen(26) auf. An diesem ist ein schräg verlaufendes, flaches Flanschteil (27) befestigt, welches zusammen mit dem oberen abgekröpften Ende(28) des Tragarms (29) die Stirnflächen eines Umklappgelenks bildet. Durch die Schräge und die Abkröpfung (28) entsteht der für die Achse(30) des Umklappgelenks erforderliche Winkel. Über die Stirnflächen, Gleitscheiben (31) und eine zugbelastete Bolzenverbindung (32) wird eine sogenannte axiale Lagerung erzeugt, d.h., eine sich gegen Biegebelastung über ihre Stirnflächen abstützende. Diese kann in Richtung ihrer Lagerachse (30) besonders kurz sein und ist daher besonders geeignet zur Aufnahme im Eckbereich des Auflageelementes. Der Tragarm (29) ist Winkel- oder kurvenförmig, mit einem flachen, rechteckigen Querschnitt. Dadurch ist er besonders geeignet, platzsparend und dezent aus dem Sitzmöbel auszutreten. Am unteren Ende des Tragarms (29) bzw. an den zur Befestigung am Sitzmöbelrahmen vorgesehenen Flanschteilen (33) befindet sich die auf vergleichbare Weise ausgeführte Rotationsaufhängung (34). Beide Gelenke sind mit einem innenliegenden Anschlag für die Endstellung ausgestattet. Eine Stirnfläche weist dazu eine gegen Verletzungsgefahr verborgene kreisbogenförmige Nut auf, in die aus der anderen Stirnfläche ein Bolzen eingreift.
[0013] Zu Fig.4: Bei einerweiteren Ausführungsform beinhaltet der erfindungsgemäße Gelenkbeschlag eine Verschiebeeinrichtung für den Sitz (35) bzw. ist mit einer solchen kombiniert. Auf an sich bekannte Weise ist dazu der Sitz(35) bzw. Sitzrahmen (36) auf einer Rollführung (37), Gleitführung oder kippenden Hebeln nach vorne verschiebbar bzw. verlagerbar am Grundgestell aufgehangen. Dabei ist es sinnvoll, eine Geometrie einzusetzen, die während der Vor- 3/9

Claims (11)

  1. österreichisches Patentamt AT509 542 B1 2012-04-15 wärtsbewegung eine Vergrößerung der Sitzschräge (38) vorsieht. Am Sitz(35) bzw. Sitzrah-men(36) ist das Umklappgelenk (39) angebracht, hier mittels eines um eine Rotationsachse (40) beweglichen Zwischenelementes (41). Bei anderen Ausführungen kann sich das Umklappgelenk auch fest am Sitz(35) bzw. Sitzrahmen (36) befinden, was eine sehr einfache Bauform darstellt. Das hier gezeigte Zwischenelement (41) stellt analog zum im Vorigen Beschriebenen einen rotativ verlagernden Tragarm dar, durch den das Umklappgelenk (39) im eingeklappten Zustand besonders verborgen gestaltet werden kann. Die Verschiebeeinrichtung des Sitzes verkörpert damit die erfindungsgemäße Verlagerungseinrichtung bzw. in Kombination mit dem ebenfalls vorverlagernden Zwischenelement (41) einen Teil derselben. Dadurch wird eine große Beinauflagelänge auch ohne Abstand zwischen Auflageelement (42) und Sitz(35) erreicht, was in manchen Fällen erwünscht ist. Auch kann der Gelenkbeschlag zudem auf an sich bekannte Weise eine Kopplung der Rücklehne (43) bzw. des Rücklehnrahmens (44) mittels Gelenken (45) an die Verschiebeeinrichtung des Sitzes beinhalten. Dabei kann eine gelenkige oder verschiebbare Aufhängung (46) des Rücklehnrahmens (44) am Grundgestell einen Teil der Sitz-verschiebeeinrichtung darstellen. Auf diese Weise lässt sich eine besonders vorteilhafte Ergonomie erzielen. Patentansprüche 1. Gelenkbeschlag für Sitzmöbel, der ein Umklappgelenk aufweist, mittels dessen ein Auflageelement von einer bezüglich des Sitzes seitlich angeordneten Ausgangsstellung in eine vor dem Sitz befindliche Endstellung als Beinauflage umklappbar ist, wobei die in der Ausgangsstellung obere oder seitliche Fläche des Auflageelements in der Endstellung dessen untere Fläche darstellt, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkbeschlag eine Verlagerungseinrichtung aufweist, mittels der die Endstellung des Auflageelements über die vom Umklappgelenk bestimmte Position hinaus vor den Sitz verlagerbar ist.
  2. 2. Gelenkbeschlag für Sitzmöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlagerungseinrichtung einen beweglichen, insbesondere Winkel- oder kurvenförmigen Tragarm aufweist, der zur Anordnung zwischen dem Umklappgelenk und dem Sitz bzw. Sitzmöbelgestell vorgesehen ist.
  3. 3. Gelenkbeschlag für Sitzmöbel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlagerungseinrichtung rotativ ausgebildet ist und eine Rotationsachse aufweist, die im vorderen, insbesondere bodennahen Bereich des Sitzmöbels und in einem Winkel von 0 bis 30 Grad zur Richtung der Sitzbreite angeordnet wird.
  4. 4. Gelenkbeschlag für Sitzmöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlagerungseinrichtung einen beweglichen Tragarm aufweist, der zwischen dem Umklappgelenk und den zur Befestigung des Auflageelementes vorgesehenen Teilen angeordnet ist.
  5. 5. Gelenkbeschlag für Sitzmöbel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wesentliche Teile der Verlagerungseinrichtung, insbesondere deren beweglicher Tragarm, zum Heraustreten aus dem zwischen Sitz und Seitenlehne des Sitzmöbels befindlichen Schlitz, aus der Sitzoberseite oder aus der Seitenlehne vorgesehen sind.
  6. 6. Gelenkbeschlag für Sitzmöbel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlagerungseinrichtung translativ ausgebildet ist und eine Roll- oder Gleitführung aufweist, die zur Aufnahme im Sitz, dem Grundgestell oder dem Auflageelement vorgesehen ist.
  7. 7. Gelenkbeschlag für Sitzmöbel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlagerungseinrichtung zugleich eine Verschiebeeinrichtung für den Sitz darstellt, Teil einer solchen ist oder mit einer solchen kombiniert ist, wobei insbesondere auch eine bewegliche Rücklehne an die Verschiebeeinrichtung gekoppelt ist. 4/9 österreichisches Patentamt AT509 542 B1 2012-04-15
  8. 8. Gelenkbeschlag für Sitzmöbel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Umklappgelenk zur Befestigung am durch die Verschiebeeinrichtung verlagerbaren Sitz bzw. Sitzrahmen vorgesehen ist, und zwar fest angebracht oder beweglich mittels eines zusätzlich verlagernden Zwischenelementes.
  9. 9. Gelenkbeschlag für Sitzmöbel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er ein oder mehrere Gelenke aufweist, die sich gegen Biegung über ihre Stirnflächen abstützen.
  10. 10. Gelenkbeschlag für Sitzmöbel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er mindestens zwei Endanschläge aufweist, deren einer das Umklappgelenk und deren anderer die Verlagerungseinrichtung in der Endstellung begrenzt.
  11. 11. Gelenkbeschlag für Sitzmöbel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkbeschlag um eine Winkelverstelleinrichtung ergänzt ist, die zur Veränderung des Winkels des Auflageelementes oder Teilen des Auflageelementes bezüglich der Sitzebene zumindest in der Ausgangsstellung vorgesehen ist. Hierzu 4 Blatt Zeichnungen 5/9
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