AT500971B1 - Verfahren zur herstellung von 2,2-dimethyl-3- (1-propenyl)cyclopropancarboxylatester - Google Patents

Verfahren zur herstellung von 2,2-dimethyl-3- (1-propenyl)cyclopropancarboxylatester Download PDF

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Description

2 AT 500 971 B1
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Ester-Verbindung mit der Formel 5 CH=CHMe
Ft1o2cr io wobei R1 eine C^-Alkylgruppe, C^-Cycloalkylgruppe, C2-6-Alkenylgruppe oder C4.6-Cycloalkenylgruppe ist, das das Reagierenlassen einer Aldehyd-Verbindung mit der Formel 15
R102C
CH=0 umfasst, wobei R1 die gleiche Bedeutung wir vorstehend hat, mit einer Phosphoran-Verbindung 20 mit der Formel
wobei R2 ein Wasserstoff-Atom, Halogen-Atom oder eine C^-Alkylgruppe ist, in einem organischen Lösungsmittel. 30
Aus den geprüften japanischen Patentveröffentlichungen sho-54-3062B (1979) und sho-50-6629B (1975) geht hervor, dass bestimmte Ester-Verbindungen, deren Säurebestandteil 2,2-Dimethyl-3-(1-propenyl)cyclopropancarbonsäure ist, eine hervorragende insektizide Wirkung zeigen. Ein Verfahren zur Herstellung von 2,2 Dimethyl-3-(1-propenyl)cyclopropan-35 carboxylatester nach der Wittig-Reaktion wird in J. Chem. Soc. (C), S. 1076 (1970) beschrieben. Die Wittig-Reaktion wird mit der nachstehenden Reaktionsformel wiedergegeben: 40
Ph3P=CHMe
—CHMe
Me02C‘
Der Beschreibung in der vorgenannten Quelle zufolge sind für das Aufarbeitungsverfahren 45 großtechnisch nachteilige Schritte erforderlich, wozu auch die Filtration zum Abtrennen der Zielverbindung 2,2-Dimethyl-3-(1-propenyl)cyclopropancarboxylatester vom Reaktionsgemisch gehört.
Aus der GB 1 446 304 A, der GB 1 413 491 B und der DE 24 39 177 A sind Verfahren zur so Herstellung von Cyclopropancarboxylatestern und ähnlichen Verbindungen bekannt, die jedoch großtechnisch ebenfalls nicht in geeigneter Weise realisierbar sind.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren anzugeben, das auch großtechnisch in vorteilhafter Weise durchgeführt werden kann. 55 3 AT 500 971 B1
Kurze Darstellung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer Ester-Verbindung mit der Formel (I):
wobei R1 eine Ci^-Alkylgruppe, C3^-Cycloalkylgruppe, C2-6-Alkenylgruppe oder C4-6-Cycloal-kenylgruppe ist, das das Reagierenlassen einer Aldehyd-Verbindung mit der Formel (II): 20 r1o2c / CH=0 wobei R1 die gleiche Bedeutung wie vorstehend hat, mit einer Phosphoran-Verbindung mit der Formel (III):
30 wobei R2 ein Wasserstoff-Atom, Halogen-Atom oder eine ÜM-Alkylgruppe ist, in einem organischen Lösungsmittel und das Gewinnen eines flüssigen Destillats durch Erwärmen des vorstehenden Reaktionsproduktes mit Wasser umfasst. 35 Mit diesem Verfahren kann die Ester-Verbindung mit der Formel (I) mit einer hohen Ausbeute und nach einem in der Industrie verfügbaren Verfahren hergestellt werden.
Detaillierte Beschreibung 40 Das Verfahren wird nachstehend näher erläutert.
Das vorliegende Verfahren umfasst im Allgemeinen zwei Schritte, und zwar einen Schritt zum Reagierenlassen einer Aldehyd-Verbindung mit der Formel (II) mit einer Phosphoran-Verbindung mit der Formel (III) in einem organischen Lösungsmittel, sodass ein Reaktionspro-45 dukt entsteht, und einen weiteren Schritt zum Gewinnen eines flüssigen Destillats durch Erwärmen des im ersten Schritt erhaltenen Reaktionsproduktes mit Wasser.
Zunächst wird nachstehend der erste Schritt erläutert. so Der erste Schritt ist eine Reaktion einer Aldehyd-Verbindung mit der Formel (II) mit einer Phosphoran-Verbindung mit der Formel (III) in einem organischen Lösungsmittel, wobei die im ersten Schritt verwendete Phosphoran-Verbindung im Reaktionssystem hergestellt werden kann. 55 Das im ersten Schritt verwendete organische Lösungsmittel ist ein inaktives Lösungsmittel in 4 AT 500 971 Bi der Wittig-Reaktion. Beispiele für solche organischen Lösungsmittel sind Tetrahydrofuran, N,N-Dimethylformamid, Methyl-t-butylether, Ethylenglycoldimethylether, Toluol, Hexan, Heptan und deren Gemische. 5 Die Phosphoran-Verbindung kann durch Reaktion einer Phosphoniumsalz-Verbindung mit der Formel (IV):
wobei X ein Chlor- oder Brom-Atom ist und R2 die gleiche Bedeutung wie vorstehend hat, mit 15 einer Base hergestellt werden. Beispiele für die verwendete Base sind pulverförmiges Natrium-methoxid, Kalium-t-butoxid, Kaliumcarbonat, Natriumhydroxid und Kaliumhydroxid. Die verwendete Basenmenge beträgt normalerweise 0,9 bis 1,5 Mol, vorzugsweise 1,0 bis 1,3 Mol, bezogen auf 1 Mol Phosphoniumsalz-Verbindung. Die Temperatur für die Herstellung der Phosphoran-Verbindung liegt in der Regel im Bereich von -20 bis +120 °C. 20
Die Phosphoran-Verbindung wird in einem Anteil von 0,9 bis 2,0 Mol, vorzugsweise 1,0 bis 1,2 Mol, bezogen auf 1 Mol Aldehyd-Verbindung, verwendet. Wenn die Phosphoran-Verbindung aus der Phosphoniumsalz-Verbindung hergestellt wird, wird die Phosphoniumsalz-Verbindung in einem Anteil von 0,9 bis 2,0 Mol, bezogen auf 1 Mol Aldehyd-Verbindung, verwendet. 25
Die Reaktionstemperatur des ersten Schritts liegt im Bereich von -20 bis +120 °C, vorzugsweise -10 bis +80 °C.
Das Reaktionsgemisch, das durch Reaktion der Aldehyd-Verbindung mit der Phosphoran-30 Verbindung erhalten wird, kann entweder dem zweiten Schritt unverändert zugeführt werden oder durch Zugabe von verdünnter Säure wie verdünnte Chlorwasserstoffsäure, Schwefelsäure usw. zum Reaktionsgemisch neutralisiert werden, um den Basenüberschuss bei der Herstellung der Phosphoran-Verbindung zu entfernen. 35 Nun wird der zweite Schritt erläutert.
Der zweite Schritt dient dazu, durch Erwärmen des im ersten Schritt erhaltenen Reaktionsproduktes mit Wasser ein flüssiges Destillat zu erhalten, das die Ester-Verbindung mit der Formel (I) enthält. 40
Die im zweiten Schritt verwendete Wassermenge beträgt in der Regel das 1- bis 20-fache (Masseteile), vorzugsweise das 5- bis 10-fache (Masseteile), bezogen auf 1 Masseteil der im ersten Schritt verwendeten Aldehyd-Verbindung. 45 Das Erwärmen des im ersten Schritt erhaltenen Reaktionsproduktes mit Wasser kann beispielsweise durch Erwärmen der gesamten Menge des im ersten Schritt erhaltenen Reaktionsproduktes mit Wasser in einem Behälter, durch Erwärmen des Wassers in einem Behälter unter schrittweiser Zugabe des im ersten Schritt erhaltenen Reaktionsproduktes zum Wasser oder durch Erwärmen des im ersten Schritt erhaltenen Reaktionsproduktes in einem Behälter unter so schrittweiser Zugabe von Wasser oder schrittweisem Einblasen von Dampf in das Reaktionsprodukt erfolgen. Diese Erwärmungsverfahren werden meistens unter atmosphärischem Druck durchgeführt, können aber auch unter einem vermindertem Druck von 26,7 kPa (200 mm Hg) oder mehr durchgeführt werden. 55 Das flüssige Destillat, das die Ester-Verbindung mit der Formel (I) enthält, kann auch das im 5 AT 500 971 B1 ersten Schritt verwendete organische Lösungsmittel und Wasser enthalten. Das Wasser kann durch Phasentrennung entfernt werden, und das abgetrennte Wasser kann zum Heizbehälter zurückgeführt werden. Durch Eindicken der abgetrennten organischen Schicht erhält die Ester-Verbindung mit der Formel (I) eine hohe Reinheit. Die Konzentrierung kann durch Eindampfung 5 des organischen Lösungsmittels unter reduziertem Druck erfolgen.
Die Nebenprodukte im ersten Schritt verbleiben im Heizbehälter des zweiten Schritts. Die Nebenprodukte sind zwar ausgefällt, aber durch entsprechendes Einstellen der Wassermenge im Behälter wird der niedergeschlagene Schlamm beim Rühren nicht aufgewirbelt. Der Schlamm io ergibt eine Phosphinoxid-Verbindung, die für die Herstellung der entsprechenden Phosphin-Verbindung wiederverwendet und ohne weiteres in die Phosphoniumsalz-Verbindung mit der Formel (IV) umgewandelt werden kann. Die Umsetzung der Phosphinoxid-Verbindung in die Phosphin-Verbindung kann nach dem in Chem. Lett., Jg. 10, S. 1491-1492 (1985) beschriebenen Verfahren erfolgen. 15
Wie vorstehend beschrieben, macht es die vorliegende Erfindung leicht, die lästige Phosphino-xid-Verbindung abzutrennen.
Die Aldehyd-Verbindung mit der Formel (II) kann nach den Herstellungsverfahren hergestellt 20 werden, die in der ungeprüften japanischen Patentveröffentlichung hei-2-225442A (1990) oder in Bull. Chem. Soc. Jpn., Jg. 60, S. 4385 - 4394 (1987) beschrieben sind. Die Phosphoniumsalz-Verbindung mit der Formel (IV) kann nach der Beschreibung in Ann. Chem., Bd. 606, S. 1 - 28 (1957) hergestellt werden. 25 Beispiele für die durch R1 dargestellten Alkylgruppen sind Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Isobutyl-, t-Butyl-, Pentyl-, Hexyl-, 2-Methylpentyl- und 2,3-Dimethylbutyl-Gruppen. Beispiele für die durch R1 dargestellten Cyclopropylgruppen sind Cyclopentyl- und Cyclohexylgrup-pen. Beispiele für die durch R1 dargestellten Alkenylgruppen sind 2-Propenyl-, 3-Butenyl- und 2-Butenyl-Gruppen. Beispiele für die durch R1 dargestellten Cycloalkenylgruppen sind Cyclo-30 pentenyl- und Cyclohexenylgruppen.
Beispiele für die durch R2 dargestellten Alkylgruppen sind die an der 3-Stellung der Phenylgruppe substituierte Methylgruppe und das an der 4-Stellung der Phenylgruppe substituierte Chlor-Atom. 35
Beispiel
Nachstehend wird die vorliegende Erfindung anhand eines Beispiels näher erläutert. Die vorliegende Erfindung sollte jedoch nicht auf das vorliegende Beispiel beschränkt werden. 40
Herstellungsbeispiel 1
In einem 500-ml-Vierhals-Rundkolben, an dem eine Welle mit Flügel angebracht war, wurde eine Suspension von 20,3 g Natriummethoxid in 138,8 g Tetrahydrofuran auf 0 °C abgekühlt, 45 dann wurden über 5 Minuten 111,5 g Triphenylethylphosphoniumbromid unter Stickstoff-Atmosphäre zugegeben. Nach einstündigem Rühren bei 0 bis 5 °C wurden über 5,5 Stunden bei der gleichen Temperatur 73,3 g einer Lösung von Methyl-trans-2,2-dimethyl-3-formylcyclo-propancarboxylat in Toluol (enthält 39,1 g reines Methyl-trans-2,2-dimethyl-3-formylcyclo-propancarboxylat) tropfenweise zum Reaktionsgemisch zugegeben. Nach 1,5-stündigem Rüh-50 ren bei der gleichen Temperatur wurden 42,0 g 10-%ige (Masseprozent) Chlorwasserstoffsäure tropfenweise zum Reaktionsgemisch zugegeben, um den pH-Wert der wässrigen Schicht auf 6,85 einzustellen. Das Reaktionsgemisch wurde mit 198,9 g Wasser versetzt, auf 74 bis 82 °C erwärmt und so lange eingedickt, bis 130 ml des Gemisches aus Toluol und Tetrahydrofuran verdampft waren. Der Rückstand wurde mit 192,8 g Wasser versetzt und bei 84,6 bis 102,1 °C 55 (Badtemperatur 109 bis 131 °C) destilliert. Nachdem die innere Temperatur 93 °C erreicht hatte,

Claims (5)

  1. 6 AT 500 971 B1 wurden 391 g Wasser über 4,5 Stunden zugegeben. Das Destillat wurde in 411,7 g Wasser und 73,4 g organische Schicht getrennt. Die organische Schicht enthielt 53,7 Masseprozent Methyl-2,2-dimethyl-3-(1-propenyl)cyclopropancarboxylat (analysiert nach dem inneren Standard-Verfahren der Gaschromatographie; die Analysenbedingungen für die Gaschromatographie 5 sind nachstehend beschrieben). Dann wurden 72,3 g der erhaltenen organischen Schicht unter reduziertem Druck eingedickt, um 38,7 g Methyl-2,2-dimethyl-3-(1-propenyl)cyclopropancarboxylat zu erhalten (Ausbeute: 91,9 %). Das abgetrennte Methyl-2,2-dimethyl-3-(1-propenyl)cyclopropancarboxylat ist ein io Gemisch aus folgenden zwei Isomeren: Methyl-trans-2,2-dimethyl-3-((E)-1 -propenyl)cyclopropancarboxylat : Methyl-trans-2,2-dimethyl-3-((Z)-1-propenyl)cyclopropancarboxylat = 9,5 : 90,5, wobei E und Z geometrische Isomerie auf der Grundlage der 1-Propenylgruppe darstellen. 15 Das E/Z-Verhältnis wird durch gaschromatographische Analyse bestimmt. 1H-NMR (CDCI3, TMS als innerer Standard) (ppm) 1,14 (s, 3H), 1,27 (s, 3H), 1,45 (d, 1H), 2,75 (dd, 1H), 3,68 (s, 3H), 5,05-5,18 (m, 1H), 5,52-5,68 (m, 1H) 20 Analysenbedingungen für die Gaschromatographie: Säule: Trennkapillare DB-1 (von J&W SCIENTIFIC), Länge: 30 m, Durchmesser: 0,53 mm, Membrandicke: 1,5 m 25 Säulentemperatur: ab 70 °C steigt die Temperatur mit 2 °C/min bis 100 °C, bleibt 10 min konstant und steigt dann mit 10 °C/min bis 300 °C Detektor: Flammenionisationsdetektor Einlasstemperatur: 270 °C Detektortemperatur: 310 °C 30 Trägergas: Helium (Strömungsgeschwindigkeit: 5 ml/min) Patentansprüche: 1. Ein Verfahren zur Herstellung einer Ester-Verbindung mit der Formel 40 R102C'
    ,CH=CHMe wobei R1 eine C^-Alkylgruppe, C^-Cycloalkylgruppe, C2^-Alkenylgruppe oder C^-Cyclo-alkenylgruppe ist, das das Reagierenlassen einer Aldehyd-Verbindung mit der Formel
    umfasst, wobei R1 die gleiche Bedeutung wir vorstehend hat, mit einer Phosphoran-Verbindung mit der Formel 55 5 5 7 AT 500 971 B1
    Γ wobei R2 ein Wasserstoff-Atom, Halogen-Atom oder eine C^-Alkylgruppe ist, in einem organischen Lösungsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass zur Reaktionsmischung Wasser zugegeben wird und anschließend die Reaktionsmischung erwärmt wird, wobei die Ester- Verbindung als Destillat gewonnen wird. 10
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass R1 eine Methyl-, Ethyl-, Propyloder Isopropylgruppe ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das organische Lösungsmittel Tetrahydrofuran, Ν,Ν-Dimethylformamid, Methyl-t-butylether, Ethylenglycoldimethylether, Toluol, Hexan, Heptan oder ein Gemisch aus diesen ist.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das organische Lösungsmittel 20 Tetrahydrofuran, Toluol oder ein Gemisch aus diesen ist.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Wasser aus dem flüssigen Destillat durch Phasentrennung und Eindampfen des organischen Lösungsmittels entfernt wird. 25 Keine Zeichnung 30 35 40 45 50
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