<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Herstellung von gewalzten Rohglasplatten zum Erschleifen von Spiegelglas.
Zur Herstellung von Spiegelrohglas, das durch Erschleifen zu Spiegelglas verarbeitet werden soll, wird von jeher und allgemein ein einheitlicher Giesstisch verwandt, über welchen die ausgegossene Hafenfüllung zu einer Glasplatte in annähernder Grösse des Giesstisches ausgebreitet und alsdann über den Tisch fort in den Kühlofen geschoben wird.
Eine Teilung von Glastafeln in noch warmem Zustande durch verschiedenartige, eine nachträgliche Trennung erleichternde, auf der Walze oder auf dem Tische angebrachte Leisten oder durch sonstiges Zerschneiden der Tafeln ist bisher nur zur Herstellung von. Wand-oder Fussbodenplatten aus Glas oder zum Betriebe sogenannter Glasmaschinen, d. h. Apparate zur automatischen Herstellung von Fensterglas, vorgeschlagen worden.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Spiegelrohglas zum Erschleifen von Spiegelglas, dadurch gekennzeichnet, dass die in der üblichen Weise ausgewalzte
EMI1.1
Zur Ausübung dieses Verfahrens bedient man sich nicht des üblichen einheitlichen Giess- tisches, sondern mehrerer hintereinander angeordneter kleinerer Tische. die sich unabhängig voneinander ausdehnen und mit eigener selbständiger Kühlung verselten werden können.
EMI1.2
höhten Wagen d aufgezogenen Walze hinweg in der Richtung e über den Kopf des Giesstisches fort in den Kühlofen gebracht wird. Die Stärke der Glasplatte wird durch die die Walze tragenden Stärkeleistenfbestimmt.
EMI1.3
glas (zirka 2 bis 4 mm).
A.
Spiegelrohglas kann zwecks Erzielung der nötigen Reinheit, nur aus Häfen gegossen werden, und zwar stets nur eine Platte aus einem Hafen. Da nun die Herstellungskosten mit zunehmender
EMI1.4
<Desc/Clms Page number 2>
Kühlung der Platten bei ihrer heutigen Grösse schon genügend Schwierigkeiten und Obelstände, die bei weiterer Steigerung der Plattengrösse unüberwindlich würden.
Auch ist zu berücksichtigen, dass bei weiterer Ausdehnung der Oberfläche keine Giesstischkonstruktion stabil genug wäre, um eine gleichmässige Glasstärke zu garantieren, wie man denn heute auch schon dazu übergegangen ist, auf jedem Tisch zur Vermeidung zu grosser Deformation nur noch sechs bis acht Platten zu giessen oder den Tisch mittels Wassers zu kühlen.
Über all diese Übelstände hilft das neue Verfahren hinweg und gestattet dazu noch die Verwendung beliebig grosser Häfen zur Herstellung beliebig grosser Platten, die während des Auswalzens in mehrere Teile zerlegt werden, von denen dann jeder Teil wegen seiner geringen Grösse für sich unter gänzlicher Umgehung der genannten Schwierigkeiten weiter behandelt wird.
Wesentlich ist auch die Verbesserung des Giesstisches, weil dadurch an Stelle des heutigen einheitlichen Tisches eine Reihe kleinerer Tische tritt, deren Stossstellen, wie schon erwähnt, zweckmässig zum Teilen der Hauptplatte benutzt werden. Die geringe Grösse dieser Einzeltische ermöglicht die Herstellung derselben aus einem Stück in Kastenform und in Verbindung hiemit die Anwendung einer so zweckmässigen und gründlichen Wasserkühlung, dass hiemit eine un- verrückbare Giessunterlage geschaffen ist,
die selbst bei kontinuierlichem Betrieb die Herstellung eines vollständig gleichmässig starken Rohglases gewährleistet0
Zu dem durch die Anwendung grosser Häfen erzielten Vorteil tritt also noch eine wesentliche Ersparnis von Rohmaterial und eine bedeutende Verminderung der Selhleifkosten hinzu, ganz abgesehen davon, dass die Kühlung der nach dem neuen Verfahren in einem Walzvorgang erzeugten kleinen Rohglasplatten billiger, gleichmässiger und mit weit weniger Bruch durchzuführen ist,
EMI2.1
Zur Herstellung von dünnem Spiegelglas (bis zirka 4 mm Stärke) wird heute ausschliesslich geblasenes Rohglas verwandt. Obgleich dessen Fabrikation sehr teuer und umständlich ist und nur Platten bis zu 1 qm Grösse hergestellt werden können, hat das geblasene Rohglas bisher doch nicht durch gewalztes dünnes Rohglas ersetzt werden können. Die unter A bereits angeführten
EMI2.2
PATENT-ANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Herstellung von gewalzten Rohglasplatten zum Erschleifen von Spiegelglas. bei welchen) die nüssige.
Glasmasse eines Hafens vor die Walze auf den Giesstisch gebracht w) rd, darin bestellend, dass die ausgewalzte (Glasplatte in dein Masse, wie das Auswalzen fort-
EMI2.3
an sich bekannter Weise zu Spiegelglas erschliffen werden.