AT4822U1 - Tepidarium - Google Patents

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AT4822U1
AT4822U1 AT0011101U AT1112001U AT4822U1 AT 4822 U1 AT4822 U1 AT 4822U1 AT 0011101 U AT0011101 U AT 0011101U AT 1112001 U AT1112001 U AT 1112001U AT 4822 U1 AT4822 U1 AT 4822U1
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AT
Austria
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tepidarium
wall
heating device
ceiling area
plaster
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AT0011101U
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English (en)
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Zwarnig Hubert
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein tunnelartig gebildetes Tepidarium mit einer Heizvorrichtung. Dabei ist es aus einem selbsttragenden wenigstens zweiteiligen Fertigteilbaukörper (2, 3) ausgebildet.

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft ein tunnelartig gebildetes Tepidarium mit einer Heizvorrichtung. 



   Tepidarien sind   Wärmekammem,   bei denen die Strahlungstemperatur über der Lufttemperatur liegt. Sie führen zu einer Entspannung des Körpers und können als Entspannungsraum, in Verbindung mit einem Schwimmbecken als Alternative zu einer Sauna oder zu Heilzwecken eingesetzt werden. 



   Die DE 41   26430 Al   offenbart ein Tepidarium, das aus Hohlziegelmodulen zusammengebaut ist, wobei die Module im Wand-, Decken- und Fussbodenbereich an die Wandung eines Raumes angebracht werden. Nachteilig ist, dass zum Aufbau des Tepidariums zuerst ein Raum, der die gewünschte Gestalt des Tepidariums aufweist gebaut werden muss. 



  Daher ist der Einbau eines Tepidariums aufwendig, da zunächst der Raum ausgebildet werden muss und anschliessend beim Aufbringen der Hohlziegelmodule ein weiterer grosser Arbeitsbedarf entsteht. Weiters ist nachteilig, dass auch das Entfernen eines bestehenden Tepidariums sehr zeit-und kostenintensiv ist. 



   Die DE 39 323 854 Al offenbart ein Tepidarium aus Modulen, welche im Wand-,   Decken- und Fussbodenbereich   an die Wandung eines Raumes angebracht werden. 



  Auch hier ist nachteilig, dass die Grösse des Tepidariums nicht von den Modulen vorgegeben werden kann und zunächst ein geeigneter Raum geschaffen werden muss. 



   Die DE 29 12 196 Al offenbart ein Tepidarium, das aus einem Rahmen, der von Stützen, die zwischen Boden und Decke eingeklemmt sind, getragen wird. In diesen Rahmen werden elektrisch heizbare Isolierplatten eingehängt. Nachteilig ist, dass dieses Tepidarium nicht selbsttragend ist, sondern sich am Raum abstützen muss. Weiters ist nachteilig, dass die Aufheizung der Isolierplatten mittels elektrischem Strom erfolgt, wodurch im Innenbereich des Tepidariums ein elektromagnetisches Feld erzeugt wird, welches vor allem bei der Verwendung für Heilzwecke unerwünscht ist. Der Auf- und Abbau dieses Tepidariums ist aufwendig und erfordert bei den elektrischen Anschlüssen jeder Isolierplatte besondere Sorgfalt. 



   Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein Tepidarium vorzustellen, das ohne aufwendige Vorbereitungen aufgestellt werden kann und von den Raumvorgaben weitestgehend unabhängig ist. 



   Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass es aus einem selbsttragenden wenigstens zweiteiligen Fertigteilbaukörper ausgebildet ist. 



   Durch diese Ausbildung ergibt sich der Vorteil, dass das erfindungsgemässe
Tepidarium ohne grossen Aufwand aufgestellt werden kann, wobei durch die wenigstens zweiteilige Ausführung darauf Rücksicht genommen wird, dass das erfindungsgemässe
Tepidarium in einen vorhandenen Raum gebracht werden kann. 



   In Weiterführung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der wenigstens zweiteilige Fertigteilbaukörper aus zwei selbsttragenden Fertigbauteilen ausgebildet ist. 



   Dadurch wird der Aufwand für das Zusammenbauen des erfindungsgemässen
Tepidariums minimiert. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Gemäss einer Ausführungsform des erfindungsgemässen Tepidariums können die zwei selbsttragenden Fertigbauteile spiegelsymmetrisch und gleich gross sein. 



   Diese Ausführung ermöglicht es, die Anzahl der erforderlichen Teile bei der Herstellung zu reduzieren. 



   Gemäss einer anderen   Ausführungsform   der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der wenigstens zweiteilige Fertigteilbaukörper eine Rahmenkonstruktion in Ständerbauweise aufweist. 



   Durch die Ausführung mit einer Rahmenkonstruktion kann die gewünschte Stabilität des erfindungsgemässen Tepidariums mit geringem Materialaufwand bereitgestellt werden. 



   In diesem Zusammenhang kann in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen sein, dass die Rahmenkonstruktion Verbindungen in Form von Schwalbenschwanz-Elementen aufweist. 



   Die Verbindung in Form von Schwalbenschwanz-Elementen ermöglicht eine stabile Ausführung der Rahmenkonstruktion ohne metallische Werkstoffe. 



   Gemäss einer anderen möglichen Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Verbindungen der Rahmenkonstruktion durch Schrauben, insbesondere solchen, die aus nichtmetallischen Werkstoffen gefertigt sind, gebildet werden. 



   Auch diese Verbindung ermöglicht eine stabile Ausführungsform der Rahmenkonstruktion ohne metallische Werkstoffe. 



   In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Rahmenkonstruktion mit einer Aussenwandung und einer Innenwandung verbunden ist. 



   Diese Ausführungsform ermöglicht es, die Innenwandung zumindest teilweise als Strahlungswand auszubilden, wobei sie durch die Aussenwandung vor einer Beschädigung von Aussen geschützt werden kann. 



   Gemäss einer Weiterführung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Aussenwandung und/oder die Innenwandung eine Holzverschalung umfasst. 



   Holz ist ein natürlicher Baustoff, der gewährleistet, dass sich keine elektromagnetischen Felder aufgrund der Verschalung aufbauen können. 



   Eine Variante der Erfindung kann darin bestehen, dass für die Holzverschalung Elemente vorgesehen sind, welche durch NutlFeder-Verbindungen verbunden sind. 



   Diese Verbindung ist einfach in ihrer Herstellung und ermöglicht den Einsatz einer herkömmlichen Holzverschalung. 



   In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Innenwandung einen Fussbodenbereich und einen Seiten- und Deckenbereich umfasst, wobei der Seiten- und Deckenbereich als Strahlungswand ausgebildet ist. 



   Diese Ausführungsform ergibt für das   erfindungsgemässe Tepidarium   eine besonders günstige Wärmestrahlungsverteilung im Innenraum, wobei die Unterschiede der
Strahlungsintensität an verschiedenen Orten im Innenraum gering gehalten werden. 



   In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Seiten- und Deckenbereich der Innenwandung mit Gipsfaserplatten, in denen Rohre eingebettet sind, ausgekleidet ist. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Die Verwendung von Gipsfaserplatten mit eingebetteten Rohren ermöglicht eine schnelle und preiswerte Herstellung des erfingungsgemässen Tepidariums. 



   Gemäss einer anderen Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Seiten- und Deckenbereich der Innenwandung mit einem Putz versehen ist. 



   Ein Putz weist eine grosse Wärmespeicherkapazität auf und gewährleistet somit eine andauernde gleichbleibende   Wärmestrahlung.   



   In diesem Zusammenhang kann in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen sein, dass der Putz ein Kachelofenputz ist. 



   Dieser Putz weist besonders gute Eigenschaften bezüglich seiner Wärmeleitfähigkeit und seiner Wärmespeicherung auf. 



   In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Heizvorrichtung zumindest teilweise im Seiten- und Deckenbereich der Innenwandung ausgebildet ist. 



   Die Integration der Heizvorrichtung in der Innenwandung reduziert den Abstand zwischen innerer Oberfläche und Heizvorrichtung. Dadurch werden Wärmeverluste minimiert. 



   In diesem Zusammenhang kann in Weiterführung der Erfindung vorgesehen sein, dass für die Heizvorrichtung im Seiten- und Deckenbereich der Innenwandung wärmemediumführende Rohre, insbesondere Kunststoffrohre, vorgesehen sind. 



   Die Ausführung der Heizvorrichtung durch Rohre ermöglicht eine gleichmässige Verteilung der Wärme über die Innenwandung. Werden Kunststoffrohre verwendet, so kann die Ausbildung eines elektromagnetischen Feldes aufgrund der Heizvorrichtung verhindert werden. 



   Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Heizvorrichtung im Seiten- und Deckenbereich der Innenwandung im Putz eingebettet ist. 



   Durch die Einbettung der Heizvorrichtung im Putz wird eine kostengünstig herzustellende Einheit von Heizvorrichtung und strahlender Oberfläche geschaffen, welche nur geringe Wärmeverluste aufweist. 



   In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der freie Zwischenraum zwischen Aussenwandung und Innenwandung im Seiten- und Deckenbereich der Innenwandung zumindest teilweise von einem   Wärme-Isoliermaterial   ausgefüllt ist. 



   Das   Wärme-Isoliermaterial   vermindert die Wärmemenge, die über die
Aussenwandung des erfindungsgemässen Tepidariums abgegeben wird und reduziert so den
Energiebedarf. 



   In diesem Zusammenhang kann in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen sein, dass das Wärme-Isoliermaterial aus Isolierwolle, insbesondere Schafwolle, besteht. 



   Isolierwolle ist ein kostengünstiges Material, das die erforderlichen
Eigenschaften des Wärme-Isoliermaterials aufweist. 



   In Weiterführung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass im
Fussbodenbereich eine   Fussbodenheizvorrichtung   vorgesehen ist. 



   Durch die Erwärmung im Bodenbereich kann die Gleichmässigkeit der
Wärmestrahlung verbessert werden. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 



   In diesem Zusammenhang kann in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen sein, dass für die Fussbodenheizvorrichtung wärmemediumführende Rohre, insbesondere Kunststoffrohre, vorgesehen sind. 



   Mittels   wärmemediumführender   Rohre lässt sich Wärme so über den Fussbodenbereich verteilen, dass eine gleichmässige Wärmestrahlung erzielt wird. 



   Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass sie nur aus nichtmetallischen Werkstoffen ausgebildet ist. 



   Die Vermeidung metallischer Werkstoffe bewirkt, dass sich im Inneren des erfindungsgemässen Tepidariums aufgrund desselben keine elektromagnetischen Felder ausbilden können. 



   In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass im wenigstens zweiteiligen Fertigteilbaukörper wenigstens eine Liegebank, welche vorzugsweise herausnehmbar ist, integriert ist. 



   Zur Entspannung ist es vorteilhaft, wenn man sich im erfindungsgemässen Tepidarium hinlegen kann. Dies wird durch die Liegebank   ermöglicht.   



   Gemäss einer anderen Ausführungsform der Erfindung kann in jedem Fertigbauteil wenigstens eine Liegebank, welche vorzugsweise herausnehmbar ist, integriert sein. 



   Ist in jedem Fertigbauteil eine Liegebank integriert, so kann sie einstückig ausgeführt sein, wodurch die Herstellungskosten reduziert werden können. 



   In Weiterführung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die wenigstens eine Liegebank eine Auflage umfasst, welche eine Netzbespannung aufweist. 



   Die Netzbespannung stellt sicher, dass sich zwischen dem Körper und der Auflagefläche kein isolierender Luftpolster ausbilden kann. Sowohl die Wärmestrahlung als auch Luft können ungehindert von unten zum Körper gelangen. Weiters passt sich die Netzbespannung dem Körper an, weshalb der Liegekomfort gegenüber einer starren Auflage, insbesondere einer Holzbank oder einer   Marmorplatte,   verbessert wird. 



   Gemäss einer anderen Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass sie wenigstens einen Türstock aufweist. 



   Der Türstock bietet eine stabile Öffnung zum Betreten und zum Verlassen des   erfindungsgemässen   Tepidariums. 



   In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der wenigstens eine Türstock zweiteilig ausgeführt ist. 



   Die zweiteilige Ausführung ermöglicht, dass die Formbauteile symmetrisch hergestellt werden können. 



   In diesem Zusammenhang kann in Weiterführung der Erfindung vorgesehen sein, dass jeder der Fertigbauteile einen Teil des wenigstens einen Türstocks umfasst. 



   Dies erlaubt, dass alle Fertigbauteile identisch bzw. spiegelsymmetrisch ausgebildet sein können. 



   Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beigeschlossenen Zeichnungen, in welchen Ausführungsformen dargestellt sind, näher beschrieben. Dabei zeigt : 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
Fig. l eine Stimansicht auf ein erfindungsgemässes Tepidarium im Schnitt BB gemäss Fig.   3 ;  
Fig. 2 den Querschnitt eines Abschnitts der Wandung im Seiten- und Deckenbereich des Tepidariums nach Fig. 1 und
Fig. 3 die Draufsicht auf das Tepidarium nach Fig. 1 im Schnitt AA gemäss Fig. 
 EMI5.1 
 



   In Fig. 1 ist die Stirnansicht auf eine Ausführungsform eines erfindungsgemässen tunnelartig gebildetes Tepidarium 1 mit einer Heizvorrichtung 10 im Schnitt BB gemäss Fig. 3 dargestellt. Dieses ist aus einem zweiteiligen Fertigteilbaukörper 2, 3 ausgebildet. In anderen Ausführungsformen ist vorgesehen, dass es aus mehr als zwei Fertigbauteilen 2,3 ausgebildet ist. Gemäss der   Ausführungsform   in Fig. 1 sind die beiden Fertigbauteile 2,3 spiegelsymmetrisch und gleich gross. 



   Um eine selbsttragende Konstruktion mit möglichst wenig Gewicht und der erforderlichen Stabilität zu erreichen, weist das Tepidarium 1 eine Rahmenkonstruktion 4 auf, die vorzugsweise in Ständerbauweise ausgeführt ist. Wählt man keine Rahmenkonstruktion 4, sondern eine massive Stützkonstruktion, so erhöht sich der Materialbedarf erheblich. 



   Tepidarien werden hauptsächlich zur Entspannung und für Heilzwecke eingesetzt. Dazu ist es wünschenswert, wenn in ihnen keine elektromagnetischen Felder auftreten. Um zu verhindern, dass solche durch das erfindungsgemässe Tepidarium 1 selbst erzeugt werden, ist es notwendig, dass es ausschliesslich, oder weitestgehend, aus nichtmetallischen Werkstoffen ausgebildet ist. Aus diesem Grund ist die Ausbildung der Heizvorrichtung 10 als elektrische Heizvorrichtung unvorteilhaft. Eine andere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass es nur aus baubiologisch empfolenen Werkstoffen ausgebildet ist. 



   Für die Verbindung der Rahmenkonstruktion 4 scheinen vor allem Schraubverbindungen, vor allem mit Schrauben aus einem nichtmetallischen Werkstoff oder Verbindungen in Form von Schwalbenschwanz-Elementen vorteilhaft. An die Rahmenkonstruktion 4 wird eine Aussenwandung 5 und eine Innenwandung 6 angebracht. Für beide scheint eine Holzverschalung sinnvoll zu sein, welche aus Elementen besteht, die durch eine   Nut/Feder-Verbindung   verbunden sind. Eine   Ausführungsform   der Erfindung sieht vor, dass für die Holzverschalung der Aussenwandung 5 die gleichen Elemente verwendet werden wie für die Holzverschalung der Innenwandung 6. 



   Durch die Ausgestaltung gemäss Fig. 1 ergibt sich, dass die Innenwandung 6 in einen Fussbodenbereich 7 und einen Seiten- und Deckenbereich 8 unterteilt ist. In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Innenwandung 6 im Seiten- und Deckenbereich 8 als Strahlungswand ausgebildet. Dazu kann der Seiten- und Deckenbereich 8 mit Gipsfaserplatten, in denen Rohre 9 eingebettet sind, ausgekleidet sein. Eine andere   Ausführungsform   sieht vor, dass der Seiten- und Deckenbereich 8 der Innenwandung 6 mit einem Putz versehen ist. Um eine besonders gute   Wänneleitfähigkeit     bestellen   zu können kann für den Putz ein Kachelofenputz vorgesehen sein. 



   Die Strahlungswand weist den Vorteil auf, dass sie eine hohe   Wärmekapazität   hat und daher   Wärme   über einen längeren Zeitraum, der von der Dicke der Strahlungswand 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 und dem verwendeten Material abhängt, gleichmässig abstrahlt. Weiters hat der Putz die Eigenschaft, dass er feuchtigkeitsregulierend ist und daher zu einem angenehmen Raumklima führt. Der Kachelofenputz weist zusätzlich eine besonders hohe   Wärmespeicherung   und gute Wärmeleitfähigkeit auf, wodurch ein schneller Temperaturausgleich innerhalb der Strahlungswand stattfinden kann. 



   In Fig. 2 ist ein Querschnitt der Wandung im Seiten- und Deckenbereich 8 des Tepidariums 1 nach Fig. 1 gezeigt. Es ist die Rahmenkonstruktion 4 zu erkennen, die mit der Aussenwandung 5 und der Innenwandung 6 verbunden ist. Die Innenwandung 6 weist die Heizvorrichtung 10 auf, die durch wärmemediumführende Rohre 9 gebildet wird. Dabei sind die Rohre 9 in der Innenwandung 6 eingebettet. Andere Ausführungsformen der Heizvorrichtung 10 beinhalten   z. B.   elektrisch beheizte Wärmekissen. Die allerdings ein elektromagnetisches Feld im Inneren des Tepidariums erzeugen. Aufgrund der Vorgabe der nichtmetallischen Bauweise werden Kunststoffrohre bevorzugt. Diese können entweder in den Gipsfaserplatten oder im Putz eingebettet sein. 



   Von der Aussenwandung 5 und der Innenwandung 6 wird ein Zwischenraum gebildet der gemäss Fig. 2 von einem Wärme-Isoliermaterial 11 ausgefüllt ist. Als WärmeIsoliermaterial eignet sich besonders Isolierwolle, insbesondere Schafwolle. 



   Eine andere Ausführungsform des erfindungsgemässen Tepidariums 1 sieht vor, dass im Fussbodenbereich 7 eine Fussbodenheizung vorgesehen ist. Dadurch kann die Gleichmässigkeit der Wärmestrahlung verbessert werden. Für die Fussbodenheizung gelten dieselben Kriterien wie für die Heizvorrichtung 10 im Seiten- und Deckenbereich 8, weshalb auch hier   wärmemediumführende   Rohre 9, insbesondere Kunststoffrohre bevorzugt werden. 



   In Fig. 3 ist die Draufsicht auf das erfindungsgemässe Tepidarium 1 nach Fig. 1 im Schnitt AA gemäss Fig. 1 dargestellt. Für das Entspannen ist es günstig, wenigstens eine   Sitz-und/oder Liegevorrichtung   im   erfindungsgemässen Tepidarium l   vorzusehen. Dies kann eine Liegebank 12 sein, die im Fertigteilbaukörper 2,3 integriert ist. Für Zwecke der Reinigung ist die Liegebank 12 vorzugsweise herausnehmbar. Gemäss Fig. 3 kann jeder Fertigbauteil 2,3 eine der Liegebänke 12 aufweisen. Dies bietet bei der Verwendung des erfindungsgemässen Tepidariums 1 für Heilzwecke die Möglichkeit, eine der Liegebänke 12 für den Patienten und die andere Liegebank 12 als   Sitz- und Ablegefläche   für die Therapeutin zu verwenden.

   Bei der Verwendung zur Entspannung können zwei Personen das erfindungsgemässe Tepidarium 1 benützen. Als Auflage der Liegebank 12 erscheint eine
Netzbespannung 13 zweckmässig. Diese ermöglicht, dass sowohl Wärmestrahlung als auch
Luft ungehindert zum Körper dringen können, und der Körper nicht übermässig zu schwitzen anfängt. Weiters ist die Netzbespannung nachgiebig und passt sich dem Körper an, weshalb ein höherer Liegekomfort im Vergleich zu einer Holzbank oder einer Marmorplatte ergiebt. 



   Zum Betreten und Verlassen des Tepidariums kann ein Türstock 15 vorgesehen sein, wodurch eine stabile Öffnung gebildet wird. Ist dieser zweiteilig ausgebildet, so können die Fertigbauteile 2,3 symmetrisch hergestellt werden, wobei jeder der Fertigbauteile 2,3 die
Hälfte des Türstocks 15 enthält. Dadurch kann sowohl die Anzahl der benötigten Teile für die
Herstellung minimiert werden als auch ein symmetrisches erfindungsgemässes Tepidarium 1 erzeugt werden. Weiters kann für das erfindungsgemässe Tepidarium 1 eine Türe vorgesehen 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 sein, die vorzugsweise ebenfalls zweiteilig ausgebildet ist, sodass jeder der Fertigbauteile 2,3 je eine Hälfte der Tür enthält. 



   Die Aufstellung des erfindungsgemässen Tepidariums 1 erfolgt, indem die Fertigbauteile 2,3 in den Raum gebracht werden, in dem das erfindungsgemässe Tepidarium 1 aufgestellt werden soll. Dafür ist es notwendig, dass die Abmessungen jedes der Fertigbauteile 2,3 so dimensioniert sind, dass sie durch herkömmliche Türöffnungen oder dergleichen transportiert werden können. Anschliessend werden die Fertigbauteile 2,3 verbunden. Bei einer Ausführungsvariante, bei der die Heizvorrichtung 10 mit Rohren 9 ausgebildet ist, wird von jedem Fertigbauteil 2,3 je ein Zu- und ein Rücklauf miteinander verbunden, sodass das erfindungsgemässe Tepidarium als Ganzes einen Zu- und einen Rücklauf aufweist. Diese werden mit einer Quelle für ein externes Wärmemedium verbunden.

   Für das Wärmemedium eignet sich Wasser, da es eine hohe Wärmekapazität aufweist, ungiftig und leicht verfügbar ist. Allerdings sind auch andere Wärmemedien, insbesondere Luft, vorstellbar.

Claims (27)

  1. ANSPRÜCHE 1. Tunnelartig gebildetes Tepidarium mit einer Heizvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem selbsttragenden wenigstens zweiteiligen Fertigteilbaukörper (2,3) ausgebildet ist.
  2. 2. Tepidarium nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens zweiteilige Fertigteilbaukörper aus zwei selbsttragenden Fertigbauteilen (2,3) ausgebildet ist.
  3. 3. Tepidarium nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei selbsttragenden Fertigbauteile (2,3) spiegelsymmetrisch und gleich gross sind.
  4. 4. Tepidarium nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens zweiteilige Fertigteilbaukörper (2,3) eine Rahmenkonstruktion (4) in Ständerbauweise aufweist.
  5. 5. Tepidarium nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenkonstruktion (4) Verbindungen in Form von Schwalbenschwanz-Elementen aufweist.
  6. 6. Tepidarium nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungen der Rahmenkonstruktion (4) durch Schrauben, insbesondere solchen, die aus nichtmetallischen Werkstoffen gefertigt sind, gebildet werden.
  7. 7. Tepidarium nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenkonstruktion (4) mit einer Aussenwandung (5) und einer Innenwandung (6) verbunden ist.
  8. 8. Tepidarium nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenwandung (5) und/oder die Innenwandung (6) eine Holzverschalung umfasst.
  9. 9. Tepidarium nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass für die Holzverschalung Elemente vorgesehen sind, welche durch Nut/Feder-Verbindungen verbunden sind.
  10. 10. Tepidarium nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwandung (6) einen Fussbodenbereich (7) und einen Seiten- und Deckenbereich (8) umfasst, wobei der Seiten- und Deckenbereich (8) als Strahlungswand ausgebildet ist. <Desc/Clms Page number 9>
  11. 11. Tepidarium nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Seiten- und Deckenbereich (8) der Innenwandung (6) mit Gipsfaserplatten, in denen Rohre (9) eingebettet sind, ausgekleidet ist.
  12. 12. Tepidarium nach Anspruch 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Seiten- und Deckenbereich (8) der Innenwandung (6) mit einem Putz versehen ist.
  13. 13. Tepidarium nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Putz ein Kachelofenputz ist.
  14. 14. Tepidarium nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizvorrichtung (10) zumindest teilweise im Seiten- und Deckenbereich (8) der Innenwandung (6) ausgebildet ist.
  15. 15. Tepidarium nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass für die Heizvorrichtung (10) im Seiten- und Deckenbereich (8) der Innenwandung (6) wärmemediumführende Rohre (9), insbesondere Kunststoffrohre, vorgesehen sind.
  16. 16. Tepidarium nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizvorrichtung (10) im Seiten- und Deckenbereich (8) der Innenwandung (6) im Putz eingebettet ist.
  17. 17. Tepidarium nach einem der Ansprüche 7 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der freie Zwischenraum zwischen Aussenwandung (5) und Innenwandung (6) im Seiten- und Deckenbereich (8) der Innenwandung (6) zumindest teilweise von einem WärmeIsoliermaterial (11) ausgefüllt ist.
  18. 18. Tepidarium nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das WärmeIsoliermaterial aus Isolierwolle (11), insbesondere Schafwolle, besteht.
  19. 19. Tepidarium nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass im Fussbodenbereich (7) eine Fussbodenheizvorrichtung vorgesehen ist.
  20. 20. Tepidarium nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass für die Fussbodenheizvorrichtung wärmemediumführende Rohre (9), insbesondere Kunststoffrohre, vorgesehen sind.
  21. 21. Tepidarium nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass es nur aus nichtmetallischen Werkstoffen ausgebildet ist. <Desc/Clms Page number 10>
  22. 22. Tepidarium nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass im wenigstens zweiteiligen Fertigteilbaukörper (2,3) wenigstens eine Liegebank (12), welche vorzugsweise herausnehmbar ist, integriert ist.
  23. 23. Tepidarium nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Fertigbauteil (2,3) wenigstens eine Liegebank (12), welche vorzugsweise herausnehmbar ist, integriert ist.
  24. 24. Tepidarium nach einem der Ansprüche 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Liegebank (12) eine Auflage umfasst, welche eine Netzbespannung (13) aufweist.
  25. 25. Tepidarium nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass es wenigstens einen Türstock (15) aufweist.
  26. 26. Tepidarium nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Türstock (15) zweiteilig ausgeführt ist.
  27. 27. Tepidarium nach einem der Ansprüche 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Fertigbauteile (2,3) einen Teil des wenigstens einen Türstocks (15) umfasst.
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