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stellungen, aus einem Mutterkompass (Geber) und einem Tochterapparat (Empfänger). Zweck der Anordnung ist u. a., genau wie bei den Kompassfernübertragungen, den Mutterapparat. dessen Rose durch ein Gyroskop eingestellt wird. an einer möglichst geschützten Stelle des Schiffes aufstellen zu können, und an den Stellen, wo die Angaben des Instrumentes abgelesen werden sollen, den einfacheren Tochterkompass oder deren mehrere zu verwenden.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine besondere Ausgestaltung sowohl des Tochter- kcmpasses (Empfänger) wie des Mutterkompasses (Geber). Hienach wird nämlich der Tochterkompass mit einer Einrichtung ausgestattet, durch die auf mechanischem, nicht optischem Wege. die Drehungen der Kompassrose vergrössert werden, um die Ablesung zu erleichtern. Der Mutter- kompass aber wird mit einer besonderen Kontaktvorrichtung ausgestattet. durch welche das
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lichen Gleichlaufvorrichtungen verwendet werden.
In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung erläutert, und zwar zeigen Fig 1 und 2 den Tochterkompass und Fig. 3 und 4 den Mutterkompass. Fig. 1 ist ein senkrechter Schnitt durch den Tochterkompass, Fig. 2 zeigt einen Teil der Rose, an der die Stellung abgelesen wird, die Fig. 3 ist ein Schnitt durch den Mutterkompass und Fig. 4 eine Oberansicht der Kontaktvorrichtung desselben.
Der Tochterkompass wird nach der Erfindung, ausser mit der gewöhnlichen Kompassrose (Hauptrose), noch mit einer zweiten Rose (Nebenrose) ausgestattet, die eine grössere l. 1mlaufs-
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kompass aus angetrieben wird, so dass er für bestimmte Drehungswinkci der Rose des Mutterkompasses ebenfalls bestimmte Winkeldrehungen ausführt. Dieser Motor treibt mittels der Kegelräder d und e die Achse f an, auf der die Nebenrose 9 fest aufsitzt Die Achse f trägt ferner ein Zahnrad h, das in Eingriff steht mit dem Zahnrad i auf der Welle k. Diese treibt ihrerseits
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Fig. 2 stellt beispielsweise die innerhalb der Hauptrose p angeordnete Nebenrose g in der Aufsicht dar.
In dieser Ausführungsform ist sie mit einer Teilung von 1-100 und einer Unter-
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Obiges Beispiel entspricht einer sechsunddreissigfachen Vergrösserung jedes Zehntel eines Grades lässt sich mit derselben Genauigkeit ablesen wie ein ganzer Grad auf gewöhnlichen Bogen. Die mechanische Vergrösserung setzt aber ausserdem den Steuernden in Stand, die verhältnismässig langsamen Winkelbewegungen des Schiffes besser als bisher auf ihre relativen Geschwindigkeiten zu schätzen.
Der Konstruktion des Mutterkompasses liegt die bekannte Arordnung zugrunde, dass die senkrechte Drehachse des Kompasssystems, deren relative Drehung zum Schiff gemessen wird, keine nennenswerten Reibungskräfte zu überwinden hat, sondern dass die erforderliche Arbeit von besonderen Motoren geliefert wird. Hiebei sind bisher Gleichstrommotoren verwendet worden, denen jedoch verschiedene llelstände anhafteten. Die Genauigkeit der Kontaktgebung und-unterbrechung liess zu wünschen übrig oder machte verhältnismässig komplizierte Konstruktionen notwendig. Ein weiterer Mangel des Prinzips bestand darin, dass bei der Inbetriebsetzung die Kontaktvorrichtung von Hand in die richtige Stellung gebracht werden musste.
Die Erfindung sucht diesen Mängeln abzuhelfen. Das geschieht einerseits, wie schon erwähnt, durch eine besondere Ausbildung der Kontaktvorrichtung, andererseits durch die Verwendung von Drehstrommotoren oder Wechselstrommotoren mit Kunstphase in besonderer Schaltung.
Die Schwungmasse des Kreisels 1 (Fig. 3), die mittels der Rotationsachse 2 von einem Motor 3 angetrieben und in einem Gehäuse 4 gelagert ist, mit ist diesem um die senkrechte Achse 5 drehbar. An dieser ist der Kreisel (Gyroskop) durch den Schwimmkörper 6 angehängt, der in der Kapsel 7 von einer geeigneten Flüssigkeit8 getragen wird. DieKapsel ist am Gestell 9 angeordnet das seinerseits in bekannter Weise mit dem Zapfen 10 in einem kardanischen Ring 11 gelagert ist. Der Kreiselkompass besitzt also drei Freiheitsgrade (d. h. kann sich um drei gegeneinander gekreuzte Achsen drehen), nämlich die Achsen 2, 5 und 10, die Drehung um die letztere Achse ist aber durch die Schwerkraft teilweise gefesselt, d. h. kann sich nur unter Überwindung eines gewissen Widerstandes vollziehen.
Bei derartigen Gyroskopen stellt sich die Rotationsachse der Schwungmasse bekanntlich in die Nord-Südrichtung ein.
Auf das obere Ende der Achse 5 ist die Rose 12 aufgesetzt, an der direkt die Stellung des Kreisels abgelesn werden kann. Konzentrisch zu dieser Rose ist ein aus ein Metall bestehender
Ring 13 aufgestellt, der leicht um die Achse 5 drehbar und zweckmässig auf Kugeln 14 gelagert
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die voneinander elektrisch isoliert sind. Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Isolierung dadurch erreicht, dass auf der einen Seite ein Isolierstück 16, diametral gegenüber davon ein Zwischenraum 17 beide Hälften teilt.
Die Rose 12 ist mit einer Kontaktfeder ausgestattet, die in ihrer Ruhelage mit dem äussersten Ende in den Zwischenraum 17 hineinragt. Erfährt der Kreiselkompass eine Relativdrehung zum Schiff, so gleitet das äussere Ende der Feder 18 auf den inneren Umfang einer der Ringhälften 13a oder 13b, ohne dass dabei ein irgend wie nennenswerter Widerstand zu überwinden wäre, und dadurch wird ein elektrischer Kontakt geschlossen, der eine Drehung des Ringes im Sinn oder stattgehabten Relativdrehung herbeiführt.
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von denen je eine Wicklungsphase parallel an die beiden Leitungen 24 und 2 einer Drehstromanlage angeschlossen sind.
Die dritte Leitung 26 der Drehstromanlage ist bei 27 an das Gestell 9 angeschlossen und so in Verbindung mit der Rose 12 und der Kontaktfeder 18, und die Ring hälften 13a und 13b stehen durch Leitungen 28 und 29 in Verbindung mit der dritten Wicklungphase je eines der Motoren 22 und 23.
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Tochterkompasses zu überwinden sind, braucht selbstverständlich keine Rücksicht genommen zu werden, da man den Sekundärmotor der Gleichlaufvorrichtung beliebig stark wählen kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Gyroskopkompass mit Tochterkompass. dessen Rose vermöge der Anordnung einer elektrischen Bewegungsübertragungsvorrichtung von dem Mutterkompass aus in bestimmtem
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