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Vorrichtung zum Anzeigen der Geschwindigkeit von Fahrzeugen und zum Warnen unter
Verwendung akustischer Signale.
Es gibt schon eine Anzahl Apparate, welche bestimmt sind, Geschwindigkeiten, zum Beispiel von Fahrzeugen, zu messen oder zu kontrollieren. Die einen, zum Beispiel die blossen Registrierapparate, sind jedoch derart, dass sie diesen Zweck wohl für den Leiter des Fahrzeuges erfüllen, aber nicht Fernstehenden eine Kontrolle erlauben. Für die staatlichen Aufsichtsorgane, die Behörden und das Publikum sind sie fast wirkungslos,
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Feststellung der zuletzt innegehabten Geschwindigkeit nicht möglich. Eine nachträgliche Prüfung der Registrierkurven usw. ist sehr schwierig und kann durch den Führer leicht dadurch unmöglich gemacht werden, dass er absichtlich in widersinniger Weise auf Strecken sehr langsam fährt, wo man logischer Weise annehmen muss, er sei schnell gefahren und umgekehrt.
Selbst wenn der Apparat mit Weg-und Zeitregistrierung versehen ist, so werden diese doch nicht eine sichere Entzifferung erlauben und dies noch weniger, wenn der Lenker Umwege eingeschlagen oder absichtlich einige Kontremärsche
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schwierig zu bestimmen, an welchem Ort sich das Automobil zu einer gewissen Zeit befunden hat. Die Zeit müsste ausserdem vom Kontrollbeamten mit einem Chronometer
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Apparate dieser Klasse sind denn auch ausserdem mit Fernzeigern verschiedener Art versehen, um eine momentane Kontrolle für Fernstehende zu erlauben. In der Tat ist dieses Prinzip der momentanen Kontrolle das einzig Zweckmässige, denn jede andere Kontrolle wird zu leicht illusorisch.
Aber die Ablesung der Fernzeiger gibt leicht zu Irrtümern Anlass, besonders bei rasch wechselnden Geschwindigkeiten und sind überhaupt alle optischen Signale Augentäuschungen unterworfen.
Am zweckmässigsten und sichersten sind die akustischen Signale und gibt es denn auch eine Reihe vos Apparaten, welche solche verwenden. Diese Apparate lassen von einer gewissen Geschwindigkeit ab ein Signal ertönen, haben jedoch den grossen Nachteil, dass sie so konstruiert sein müssen, dass eine Ausschaltung von Hand ermöglicht wird. Ist in Ortschaften eine Geschwindigkeit von zum Beispiel 1 km pro Stunde erlaubt, so kann man in der Tat von den Insassen eines Fahrzeuges nicht verlangen, dass sie auf freien Strecken nun beständig den Lärm des Apparates erdulden sollen. Wenn man aber eine Ausschaltung gestattet, so hat man einen Beweis dafür, dass bei der Fahrt durch eine Ortschaft der Apparat durch den Lenker wieder in Funktion gesetzt wurde, es sei denn, dass eine sichtbare, des Nachts erleuchtete Scheibe die Einschaltung anzeigt.
Dabei wäre jedoch eine nur annähernde, simulierte Einschaltung für den Fernstehenden nicht zu erkennen.
Vorliegende Erfindung beruht auf dem umgekehrten Prinzip und betrifft einen Kontrollapparat, welcher ein auch für Fernstehende wahrnehmbares Zeichen gibt, solange das Fahrzeug eine gewisse Geschwindigkeit nicht überschritten hat. Die Ausführung ist zum Beispiel folgende. Die Klöppel rotierender Glocken schlagen unter dem Einflusse der Schwerkraft an, bis infolge der erhöhten Umdrehungsgeschwindigkeit die Zentrifugalkraft die Oberhand gewinnt und das Anschlagen verhindert.
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In der Zeichnung ist ein solcher Kontrollapparat beispielsweise dargestellt.
Es, sind
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gehängte Klöppel, die, solange die Umdrehungsgeschwindigkeit ein gewisses Mass nicht überschreitet, bei dar Rotation der Glocken oder Rohre a gegen die Wandungen derselben schlagen, weil sie sich stets in ihre Gleichgewichtslage unter dem Einfluss der Schwerkraft einzustellen suchen. Bei Überschreitung einer gewissen Geschwindigkeit stellen sich die Klöppel b unter der Wirkung der Zentrifugalkraft in die Mittellage ein, ohne die Wandungen der Glocken. a zu berühren.
Der Apparat kann verschieden ausgeführt und leicht den verschiedenen Anforderungen angepasst werden, zum Beispiel :
Bis zu 10 km pro Stunde Geläute zweier Glocken verschiedener Tonart. Von 10 km bis 30 km Geläute nur einer Glocke, zum Beispiel derjenigen sehr hoher Tonart. Bei Überschreitung von 30 km kein Geläut mehr. Hiezu genügt es, dass die beiden Glocken in versehieder Entfernung zu fixieren.
Bis zu der erlaubten oder geduldeten Geschwindigkeit würde zum Beispiel also ein Automobil ein Klingwerk ertönen lassen ; dasselbe ersetzt automatisch für den Lenker sonstige Signalzeichen, deren er sich jedoch ausserdem bedienen kann. Der Lenker wird aber für gewöhnlich der Mül) e des Signalgebens enthoben und kann seine beiden Hände und seine ganze Aufmerksamkeit der Führung des Fahrzeuges widmen. Der Lenker, die Aufsichtsorgane und das Publikum wissen jederzeit, dass das Automobil die erlaubte Geschwindigkeit nicht überschreitet. Das Publikum wird von dem Nahen eines Automobils in Kenntnis gesetzt und erfährt zu gleicher Zeit, dass das Automobil mit einer vernünftigen Geschwindigkeit naht, die dem Lenker erlaubt, stets Meister seiner Maschine zu sein.
Von ganz besonderer Wichtigkeit ist, dass der Lenker des Fahrzeuges stets Interesse hat, dass der Kontrollapparat sich in gutem, sauberem Zustande befindet und richtig funktioniert, damit das Signal erkannt werde und erreicht allein die vorliegende Erfindung durch ihr eigenartiges Prinzip dieses praktisch so wichtige Resultat. Man kann sogar den Apparat auf Wunsch des Lenkers mit einer Ausschaltung versehen. Er trägt ja die Verantwortung, wenn der Apparat nicht läutet. Durch das eigenartige Prinzip der Erfindung ist die so sehr zu befürchtende böswillige Behandlung durch den Lenker ausgeschlossen und ein Nichtfunktionieren des Apparates wird sofort erkannt.
Ein weiterer Vorzug des Apparates ist seine Solidität, Einfachheit und Billigkeit.
Allfällige Reparaturen können rasch, billig und irgendwo mit Hilfe von Ersatzstücken ausgeführt werden, ohne dass es notwendig ist, den Apparat oder sogar den Wagen dem Konstrukteur in seine Werkstätte zurückzusenden. Der Apparat kann leicht an jedem Automobil angebracht werden.
Der Apparat funktioniert mit einer grossen Genauigkeit ; er erfüllt ausserdem alle Anforderungen, welche die Behörden an einen Kootrollapparat zu stellen berechtigt sind und kann er durch sein Prinzip auch die Antomobilbesitzer befriedigen. Dem Publikum wird er auch als Warnsignal grosse Dienste leisten und die Automobilistes schützt er vor ungerechter Bestrafung oder vor Haftbarkeit für Unfälle, die sie nicht verschuldet.
Die Apparate können leicht plombiert werden, sie sind durch eine Schutztrommel gegen Staub geschützt und können durch irgend einen rotierenden Bestandteil mit Hilfe einer Transmission oder unter Weglassung einer solchen zum Beispiel direkt durch das Rad in Aktion gesetzt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Anzeigen der Geschwindigkeit von Fahrzeugen und zum Warnen noter Verwendung akustischer Signale, dadurch gekennzeichnet, dass die Signale andauernd oder mit kurzen Unterbrechungen während der zulässigen (erlaubten) Geschwindigkeit ertönen, während die Überschreitung dieser Geschwindigkeit durch Aufhören der Töne erkennbar gemacht wird.
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