AT47387B - Vorrichtung zum Anzeigen der Geschwindigkeit von Fahrzeugen und zum Warnen unter Verwendung akustischer Signale. - Google Patents

Vorrichtung zum Anzeigen der Geschwindigkeit von Fahrzeugen und zum Warnen unter Verwendung akustischer Signale.

Info

Publication number
AT47387B
AT47387B AT47387DA AT47387B AT 47387 B AT47387 B AT 47387B AT 47387D A AT47387D A AT 47387DA AT 47387 B AT47387 B AT 47387B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
speed
vehicles
warning
displaying
acoustic signals
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Dr Kaiser
Original Assignee
Robert Dr Kaiser
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Robert Dr Kaiser filed Critical Robert Dr Kaiser
Application granted granted Critical
Publication of AT47387B publication Critical patent/AT47387B/de

Links

Landscapes

  • Fittings On The Vehicle Exterior For Carrying Loads, And Devices For Holding Or Mounting Articles (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Vorrichtung zum Anzeigen der Geschwindigkeit von Fahrzeugen und zum Warnen unter
Verwendung akustischer Signale. 



    Es gibt schon eine Anzahl Apparate, welche bestimmt sind, Geschwindigkeiten, zum Beispiel von Fahrzeugen, zu messen oder zu kontrollieren. Die einen, zum Beispiel die blossen Registrierapparate, sind jedoch derart, dass sie diesen Zweck wohl für den Leiter des Fahrzeuges erfüllen, aber nicht Fernstehenden eine Kontrolle erlauben. Für die staatlichen Aufsichtsorgane, die Behörden und das Publikum sind sie fast wirkungslos,   
 EMI1.1 
 Feststellung der zuletzt innegehabten Geschwindigkeit nicht   möglich.   Eine nachträgliche Prüfung der Registrierkurven usw. ist sehr schwierig und kann durch den Führer leicht dadurch unmöglich gemacht werden, dass er absichtlich in widersinniger Weise auf Strecken sehr langsam fährt, wo man logischer Weise annehmen muss, er sei schnell gefahren und umgekehrt.

   Selbst wenn der Apparat mit Weg-und Zeitregistrierung versehen ist, so werden diese doch nicht eine sichere Entzifferung erlauben und dies noch weniger, wenn der Lenker Umwege eingeschlagen oder absichtlich einige   Kontremärsche   
 EMI1.2 
 schwierig zu bestimmen, an welchem Ort sich das Automobil zu einer gewissen Zeit befunden hat. Die Zeit müsste ausserdem vom Kontrollbeamten mit einem Chronometer 
 EMI1.3 
 Apparate dieser Klasse sind denn auch ausserdem mit Fernzeigern verschiedener Art versehen, um eine momentane Kontrolle für Fernstehende zu erlauben. In der Tat ist dieses Prinzip der momentanen Kontrolle das einzig Zweckmässige, denn jede andere Kontrolle wird zu leicht illusorisch.

   Aber die Ablesung der Fernzeiger gibt leicht zu Irrtümern Anlass, besonders bei rasch wechselnden Geschwindigkeiten und sind überhaupt alle optischen   Signale Augentäuschungen unterworfen.   



   Am zweckmässigsten und sichersten sind die akustischen Signale und gibt es denn auch eine   Reihe vos   Apparaten, welche solche verwenden. Diese Apparate lassen von einer gewissen Geschwindigkeit ab ein Signal ertönen, haben jedoch den grossen Nachteil, dass sie so konstruiert sein müssen, dass eine Ausschaltung von Hand ermöglicht wird. Ist in Ortschaften eine Geschwindigkeit von zum Beispiel 1 km pro Stunde erlaubt, so kann man in der Tat von den Insassen eines Fahrzeuges nicht verlangen, dass sie auf freien Strecken nun beständig den Lärm des Apparates erdulden sollen. Wenn man aber eine Ausschaltung gestattet, so hat man einen Beweis dafür, dass bei der Fahrt durch eine Ortschaft der Apparat durch den Lenker wieder in Funktion gesetzt wurde, es sei denn, dass eine sichtbare, des Nachts erleuchtete Scheibe die Einschaltung anzeigt.

   Dabei wäre jedoch eine nur annähernde, simulierte Einschaltung für den Fernstehenden nicht zu erkennen. 



   Vorliegende Erfindung beruht auf dem umgekehrten Prinzip und betrifft einen Kontrollapparat, welcher ein auch für Fernstehende wahrnehmbares Zeichen gibt, solange das Fahrzeug eine gewisse Geschwindigkeit nicht überschritten hat. Die Ausführung ist zum Beispiel folgende. Die Klöppel rotierender Glocken schlagen unter dem Einflusse der Schwerkraft an, bis infolge der erhöhten Umdrehungsgeschwindigkeit die Zentrifugalkraft die Oberhand gewinnt und das Anschlagen verhindert. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 In der Zeichnung ist ein solcher Kontrollapparat beispielsweise dargestellt.

   Es, sind 
 EMI2.1 
 gehängte Klöppel, die, solange die   Umdrehungsgeschwindigkeit   ein gewisses Mass nicht überschreitet, bei dar Rotation der Glocken oder Rohre   a   gegen die Wandungen derselben schlagen, weil sie sich stets in ihre Gleichgewichtslage unter dem Einfluss der Schwerkraft einzustellen suchen. Bei Überschreitung einer gewissen Geschwindigkeit stellen sich die Klöppel b unter der Wirkung der Zentrifugalkraft in die Mittellage ein, ohne die Wandungen der Glocken. a zu berühren. 



   Der Apparat kann verschieden ausgeführt und leicht den verschiedenen Anforderungen angepasst werden, zum Beispiel :
Bis zu 10 km pro Stunde Geläute zweier Glocken verschiedener Tonart. Von 10 km bis 30 km Geläute nur einer Glocke, zum Beispiel derjenigen sehr hoher Tonart. Bei Überschreitung von 30 km kein Geläut mehr. Hiezu genügt es, dass die beiden Glocken in versehieder Entfernung zu fixieren. 



   Bis zu der erlaubten oder   geduldeten   Geschwindigkeit würde zum Beispiel also ein Automobil ein Klingwerk ertönen lassen ; dasselbe ersetzt automatisch für den Lenker sonstige Signalzeichen, deren er sich jedoch ausserdem bedienen kann. Der Lenker wird aber für gewöhnlich der   Mül) e   des Signalgebens enthoben und kann seine beiden Hände und seine ganze Aufmerksamkeit der Führung des Fahrzeuges widmen. Der Lenker, die Aufsichtsorgane und das Publikum wissen jederzeit, dass das Automobil die erlaubte Geschwindigkeit nicht   überschreitet.   Das Publikum wird von dem Nahen eines Automobils in Kenntnis gesetzt und erfährt zu gleicher Zeit, dass das Automobil mit einer vernünftigen Geschwindigkeit naht, die dem Lenker erlaubt, stets Meister seiner Maschine zu sein. 



   Von ganz besonderer   Wichtigkeit ist, dass   der Lenker des Fahrzeuges stets Interesse hat, dass der Kontrollapparat sich in gutem, sauberem Zustande befindet und richtig funktioniert, damit das Signal erkannt werde und erreicht allein die vorliegende Erfindung durch ihr eigenartiges Prinzip dieses praktisch so wichtige Resultat. Man kann sogar den Apparat auf Wunsch des Lenkers mit einer Ausschaltung versehen. Er trägt ja die Verantwortung, wenn der Apparat nicht   läutet.   Durch das eigenartige Prinzip der Erfindung ist die so sehr zu   befürchtende   böswillige Behandlung durch den Lenker ausgeschlossen und ein Nichtfunktionieren des Apparates wird sofort erkannt. 



   Ein weiterer Vorzug des Apparates ist seine   Solidität,   Einfachheit und Billigkeit. 



  Allfällige Reparaturen können rasch, billig und irgendwo mit Hilfe von Ersatzstücken ausgeführt werden, ohne dass es notwendig ist, den Apparat oder sogar den Wagen dem Konstrukteur in seine Werkstätte   zurückzusenden.   Der Apparat kann leicht an jedem Automobil angebracht werden. 



   Der Apparat funktioniert mit einer grossen Genauigkeit ; er erfüllt ausserdem alle Anforderungen, welche die   Behörden   an einen Kootrollapparat zu stellen berechtigt sind und kann er durch sein Prinzip auch die   Antomobilbesitzer   befriedigen. Dem Publikum wird er auch als   Warnsignal grosse Dienste   leisten und die Automobilistes   schützt   er vor ungerechter Bestrafung oder vor   Haftbarkeit   für Unfälle, die sie nicht verschuldet. 



   Die Apparate können leicht plombiert werden, sie sind durch eine Schutztrommel gegen Staub geschützt und können durch irgend einen rotierenden Bestandteil mit Hilfe einer Transmission oder unter Weglassung einer solchen zum Beispiel direkt durch das Rad in Aktion gesetzt werden. 



    PATENT-ANSPRÜCHE :  
1. Vorrichtung zum Anzeigen der Geschwindigkeit von Fahrzeugen und zum Warnen noter Verwendung akustischer Signale, dadurch gekennzeichnet, dass die Signale andauernd oder mit kurzen Unterbrechungen während der zulässigen (erlaubten) Geschwindigkeit ertönen, während die Überschreitung dieser Geschwindigkeit durch Aufhören der Töne erkennbar gemacht wird. 
 EMI2.2 


Claims (1)

  1. zum Beispiel Glocken-oder rohrartige Flächen, bei denen die Zentrifugalkraft das Anschlagen einer ebenfalls rotierenden Masse von einer gewissen Umdrehungsgeschwindigkeit an verhindert.
AT47387D 1909-08-28 1909-08-28 Vorrichtung zum Anzeigen der Geschwindigkeit von Fahrzeugen und zum Warnen unter Verwendung akustischer Signale. AT47387B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT47387T 1909-08-28

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT47387B true AT47387B (de) 1911-04-10

Family

ID=3567741

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT47387D AT47387B (de) 1909-08-28 1909-08-28 Vorrichtung zum Anzeigen der Geschwindigkeit von Fahrzeugen und zum Warnen unter Verwendung akustischer Signale.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT47387B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2791625B1 (de) Sensorvorrichtung und verfahren zur positionserfassung sowie magnetelement für die sensorvorrichtung
DE4202583C1 (de)
AT47387B (de) Vorrichtung zum Anzeigen der Geschwindigkeit von Fahrzeugen und zum Warnen unter Verwendung akustischer Signale.
DE224839C (de)
EP0750178B1 (de) Verfahren zur Erkennung von Manipulationen an einer mit einem Impulsgeber durchgeführten Messung einer von einem Fahrzeug zurückgelegten Wegstrecke
DE2327015C2 (de) Elektronische Meßeinrichtung zur Beurteilung des Geräuschverhaltens von Zahnradgetrieben und zur Lokalisierung von Beschädigungen einzelner Zähne
EP0462435B1 (de) Anordnung zur Erfassung der Drehzahl eines rotierenden Bauteils
DE102007006833A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Auslösen von Aktionen
DE4229967A1 (de) Verfahren und Anordnung zur Ermittlung einer Querbeschleunigung eines Kraftfahrzeugs
WO2003070489A1 (de) Fahrzeugrad mit signalgeberfunktion
DE10227768A1 (de) Vorrichtung zur Ermittlung der Beschleunigung eines Fahrzeugrades
DE4035794C2 (de)
DE174090C (de)
DE1170445B (de) Verfahren und Einrichtung zum Ermitteln der Pfeilhoehe von Flachstellen an rollenden Eisenbahnraedern
DE3218093C2 (de) Elektronische Vorrichtung zur Kontrolle der Betriebsbedingungen eines Taxis
DE3002434C2 (de)
DE3040438C2 (de) Einrichtung zur Geschwindigkeitsüberwachung eines spurgebundenen Fahrzeugs
DE183735C (de)
AT503177A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur erfassung von radformen von schienenrädern
DE102020000448A1 (de) Verfahren zum Betrieb eines Fahrzeuges
DE2341317A1 (de) Warngeraet fuer strassenglaette und aquaplaning
DE722831C (de) Vorrichtung zur Zaehlung der unter UEberschreitung einer bestimmten Geschwindigkeitsgrenze zurueckgelegten Bewegungen, insbesondere der von einem Fahrzeug zurueckgelegten Kilometer
DE252901C (de)
DE2137957A1 (de) Geschwindigkeitsmesser mit zusaetzlichen akustischen signalen
DE1516669C (de) Ortliches Autobahnwarnsystem