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Die Erfindung betrifft einen zerlegbaren Verkaufspavillon mit einer geometrisch undefinierten Aussenkontur, insbesondere für Erdbeeren und Äpfel im Direktverkauf, der im wesentlichen aus einem Rumpf und einem flachen oder gewölbten Dach besteht.
Die Obst, insbesondere Erdbeeren, Äpfel sowie Gemüse und ähnliche Früchte anbauenden Landwirte versuchen heutzutage in verstärktem Masse, die Produkte direkt an den Endverbraucher zu verkaufen. Dies gilt insbesondere für Erdbeeren und Äpfel anbauende Landwirte. Diese stellen die Verkaufspavilions direkt am Erdbeerfeld, an der Obstplantage oder ausserhalb an Stellen mit starkem Publikumsverkehr auf.
Aus dem DE 89 07 056 U1 ist ein Verkaufsstand bekannt, der aus einem Unterteil und etwa gleichartigem Oberteil besteht, dessen Höhe ein klein wenig geringer ist als die des Unterteils. Um die Produkte zu verkaufen, muss die Höhe jedoch so gross sein, dass das Personal darin stehen kann. Ausserhalb der Saison muss derr Ver- kaufspavillon jedoch möglichst in einer Halle oder einem ähnlichen Gebäude gelagert werden. Bei dem vorbekannten Verkaufsstand ist deshalb das Oberteil gegenüber dem Unterteil verschiebbar. Dies erfolgt durch die beiden Teile verbindende Te-
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leskope. In der auseinandergefahrenen Stellung ist deshalb der Verkaufspavillon rundum offen.
Nachteilig ist bei dieser Ausführung, dass das Verkaufspersonal den Witterungseinflüssen ausgesetzt ist. Um dies zu verringern, wird dieser offene Bereich beispielsweise durch eine Plane oder dergleichen zugehängt. Dadurch wird das Aussehen empfindlich gestört. Der Hauptgrund für die auseinanderfahrbaren Teile besteht jedoch darin, dass bei Nichtgebrauch die Höhe reduziert werden kann, so dass der Raumbedarf verringert wird. Diese Massnahme ist jedoch nicht sonderlich wirkungsvoll, da eine sichere Stapelung der Verkaufspavillons aufgrund der undefinierbaren Aussenkontur nicht oder nur mit einem grossen Aufwand möglich ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verkaufspavillon der eingangs näher beschriebenen Art in konstruktiv einfacher Weise so auszubilden, dass der Raumbedarf bei der Lagerung wesentlich verringert wird, und dass mit Ausnahme einer Warenausgabeöffnung der Verkaufspavilion rundum geschlossen ist.
Die gestellte Aufgabe wird gelöst, indem der Rumpf aus mehreren, einen Bausatz bildenden Seitenwandformtellen besteht, deren Stossbereiche lösbar miteinander verbunden sind.
Da nunmehr der Verkaufspavillon aus einem Bausatz besteht, lässt er sich nach dem saisonbedingten Verkäufen in äusserst kürzester Zeit platzsparend zerlegen, da nur die die Stossbereiche verbindenden Verbindungselemente gelöst werden müssen.
Dies können beispielsweise Schrauben sein, die jedoch mit entsprechenden Elektrowerkzeugen schnell zu lösen sind. Ausserdem können sogenannte Schnefispannelemente Verwendung finden. Die einzelnen Seitenwandformteile lassen sich dann in einer Halle platzsparend stapeln. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Pavillon nur die Warenausgabeöffnung enthält, ansonsten rundrum geschlossen ist, auch wenn eine Tür oder Fenster im Rumpf vorgesehen sind, so dass das Verkaufspersonal den Witterungseinflüssen nicht ausgesetzt ist. Eine Stapelung ist ohne weiteres möglich, obwohl die einzelnen Seitenwandformteile von einer flachen Form abweichen. Notfalls müssen zwischen den einzelnen Teilen Distanzstücke gelegt werden.
Für die Gestaltung des Verkaufspavillons könnte beispielsweise die Form einer Erdbeere oder eines Apfels nachempfunden werden, jedoch in wesentlich vergrösserter Ausführung. Die Seitenwandformteile sind zweckmässigerweise aus einem Kunststoff hergestellt, da diese Materialien langlebig und witterungsbeständig sind. Die Aussenfläche ist zweckmässigerweise farbiich in einem Rotton, entsprechend einer reifen Erdbeere oder in der Farbe eines Apfels gehalten.
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Um der Form einer Erdbeere oder eines Apfels gerecht zu werden, ist vorgesehen, dass jedes Seitenwandformteil gegen die Vertikale derart geneigt ist, dass der Rumpf sich vom Dach zum Boden hin verjüngt. Dabei ist es dann besonders vorteilhaft, wenn der Querschnitt des Rumpfes in seiner Grundkontur kreis- oder ovalförmig ausgebildet ist. Damit das Verkaufspersonal bequem in das Innere des Verkaufspavillons gelangt, ist es dann zweckmässig, wenn die der Warenausgabeöffnung gegenüberliegende Seite flächig ausgebildet ist. In diesem Bereich könnte dann eine Tür angeordnet sein. Bei einer kreisförmigen Grundkontur würde sinngemäss zur Bildung dieses flächigen Bereiches ein Segment abgetrennt.
Gemäss einem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Seitenteile an einem aufrechte Streben aufweisenden Gerüst festgelegt sind. Die aufrechten, stangenförmigen Streben bilden einzelne Felder, die von jeweils einem Seitenwandformteil abgedeckt werden können. Gemäss einer anderen Ausführungsform könnten die Seitenränder jedes Seitenwandformteiles mit Verbindungsflanschen versehen sein. Die Verbindungsflansche von zwei angrenzenden SeitenwandformteiJen würden dann durch geeignete Verbindungselemente miteinander verbunden sein.
Damit der Ver- kaufspavillon nach Ende des täglichen Verkaufs für Unbefugte nicht mehr zugänglich ist, ist vorgesehen, dass der Rumpf zur Bildung einer Warenausgabeöffnung mit einer vorzugsweise schwenkbaren Klappe versehen ist, die gegebenenfalls um eine horizontale, dem Dach zugewandt liegende Achse schwenkbar ist. Die Klappe dient dann im geöffneten Zustand bei Regenwetter auch als Schutz für die Käufer.
Zweckmässigerweise ist das Dach als Schale ausgebildet, wobei die Öffnung in Richtung zum Boden zeigt, d. h. die Schale wird in umgekehrter Weise auf den Rumpf aufgesetzt. Die Höhe des Daches ist, bezogen auf die Gesamthöhe des Verkaufspavillons relativ gering. Die obere Fläche des Daches kann eben oder auch gewölbt sein.
Anhand der beiliegenden Zeichnungen wird die Erfindung noch näher erläutert. Es zeigen : Figur 1 einen erfindungsgemässen, zerlegbaren Verkaufspavillon in einer
Frontansicht mit Blick auf die Warenausgabeöffnung und Figur 2 das Gerüst für den Rumpf in einer perspektivischen Darstellung.
Der in der Figur 1 dargestellte Verkaufspavillon 10 hat eine Aussenkontur, die in vergrösserter Ausführung von einer Erdbeere abgeleitet wurde. Er besteht im wesentli- chen aus einem Rumpf 11, einem schalenförmigen Dach 12, einer die Warenausga-
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beöffnung 13 verschliessenden Klappe 14 und einer nicht dargestellten Tür, die der Warenausgabeöffnung gegenüberliegt. Die Klappe 14 ist durch drei Scharniere 15 am Rumpf 11 festgelegt. Der Rumpf besteht aus mehreren Seitenwandformteilen, die an den einander zugewandt liegenden Rändern miteinander verbunden sind. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind diese Seitenwandformteile an aufrechten Stangen 16 eines Gerüstes 17 in nicht näher dargestellter Weise befestigt.
Die Seiten- wandformteile 18 sind in der Figur 2 symbolisch durch die strichpunktierten Linien angedeutet. Die Seitenwandformteile 18 sind gewölbt, so dass der daraus gebildete Rumpf 11 annähernd in einem Kreisbogen verläuft. Gemäss der Darstellung nach der Figur 2 ist der Verkaufspavillon 10 an der der Warenausgabeöffnugn 13 gegenüberliegenden Seite durch eine Rückwand 19 verschlossen, die in nicht dargestéllter Weise mit einer Tür versehen ist. Im Gegensatz zu der dargestellten Ausführung könnte jedoch auch die Rückwand 19 entfallen und der Rumpf im wesentlichen einen Kreis beschreiben. Zwischen zwei aufrechten Stangen 16 könnte dann wiederum eine Tür vorgesehen sein. Die Figur 1 zeigt, dass sich der Querschnitt vom Dach 12 aus nach unten hin kontinuierlich verkleinert.
Das Gerüst 17 ist ausserdem mit sich kreuzenden Balken 20 ausgerüstet, um einen Fussboden aufzunehmen. Die Seitenwandformteile 18 können aus einem geeigneten Kunststoff, beispielsweise aus Polyester, gefertigt werden.
In nicht dargestellter Weise ist der Rumpf vorteilhaft mit mindestens einem herausnehmbaren oder schwenkbaren Fenster ausgerüstet, welches bzw. welche seitlich an einer oder an beiden Seiten der Warenausgabeöffnung angeordnet sind.
Dadurch wird nicht nur das äussere Erscheinungsbild des Verkaufspavillons aufgewertet, sondern im Inneren wird die Helligkeit erhöht, da üblicherweise der
Rumpf 11 des Verkaufspavillons und das Dach 12 aus einem lichtundurchlässigen
Material gefertigt sind. Zweckmässigerweise ist auf dem Dach 12 des Rumpfes 11 ein einem Stengel einer Erdbeere oder eines Apfels nachgebildeter aufrechter
Formkörper (21) fest oder lösbar angeordnet. Dadurch wird eine noch bessere naturgetreue Nachbildung erreicht. Die lösbare Anordnung bietet den Vorteil, dass der
Formkörper beim Stapeln des Daches 12 nicht stört.
Damit für den Käufer die Waren besser sichtbar sind, ist vorgesehen, dass der Verkaufspavillon im Inneren mit wenigstens einem Verkaufstresen ausgestattet ist, der bzw. die vorzugsweise ober- oder unterhalb der Warenausgabeöffnung 13 und/oder gegebenenfalls der Fenster angeordnet sind. Damit der Rumpf 11 des Verkaufspavilions 10 sehr fest steht, ist vorgesehen, dass dieser auf einen hölzernen oder metallischen Boden aufgestellt ist.
Ausserdem steht dann das Verkaufspersonal nicht auf dem Erdboden. Es sei noch
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erwähnt, dass die naturgetreue Nachbildung des Verkautspavillons selbstverständlich in einer äusserst vergrösserten Form erfolgt.