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Hahn, besonders für dickflüssige Stoffe, Säuren und dergl.
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Die meisten Hahnkonstruktionen leiden an dem Ubelstande unvollkommener Abdichtung. indem möglichst breite und lange Gleitflächen angewendet werden müssen, was die Reibung und Abnützung, insbesondere bei der oftmals bedingten Verwendung weicherer Metalle, vergrössert und ein festes Anziehen des Kükens notwendig macht, so dass dieses schwer beweglich
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Der den Gegenstand der Erfindung bildende Hahn gewährleistet dagegen bei vollkommener Abdichtung und möglichst verminderter Reibung eine bleibend leichte Beweglichkeit und bietet die Möglichkeit der Anbringung einer säure-und laugenbeständigen Auskleidung, sowie einer Schmierung der metallenen Gleitflächen und der Anordnung einer Dichtung ausserhalb des Bereiches der durchtretenden Flüssigkeit, so dass er insbesondere für dickflüssige Flüssigkeiten, für Säuren und dergl. geeignet ist.
Zu diesem Zweck besteht der Hahn aus einem zylindrischen, zweiteiligen Gehäuse, dessen Küken an seiner Umfläche mit der Innenfläche des Gt'bäuses mittels Ringrippen und Ringnuten in Eingriff steht, von denen die letzteren auch zur Aufnahme des Dichtungsmateriales eingerichtet sind. Die Gleitflächen zwischen den Rippen und Nuten sind von aussen zu schmieren.
Die Zeichnung veranschaulicht mehrere Ausführungsformen von Hähnen, welche z. B. zum
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derartigen Hahnes dar, Fig zeigt einen lotrechten, rechtwinklig zur Drehungsebene des Kükens geführten Mittelschnitt. Die Fig. 3 und 4 veranschaulichen ebensolche Schnitte durch zwei weitere Ausführungsformen von Hähnen.
Das Gehäuse ist zylindrisch geformt und mit überall gleich weiter Durchströmöffnung 1 versehen. Es besteht aus zwei lösbar miteinander verbundenen Teilen 2 und 3. die die zur Auf- nahme des Hahnkükens 4 dienende Höhlung bilden. Bei der Anordnung nach Fig. 1 sind die beiden Gehäuseteile) und 3 beispielsweise durch einen Scharnierbolzen 5 und durch Schrauben 6 lösbar miteinander verbunden.
Das Hahnküken 4 ist gleichfalls zylindrisch geformt und besitzt eine diametrale Bohrung 7.
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flüssiger Stoffe nicht erschwert wird.
Die Umfläche des Hahnkükens steht mittels Ringrippen 8 und Ringnuten 9 mit der entsprechend geformten Innenfläche des Hahllgehäuses bezw. dessen Teilen 2 und 3 in Eingriff.
Die Abdichtung des Hahnkükens nach aussen erfolgt durch in gegenüberstehenden Ringnuten des Gehäuses und Hahnkükens eingesetzte Dichtungsringe 10 aus säure-und laugenbeständigem Material.
Durch diese Anordnung wird erzielt, dass die Flächenreibung beim Drehen des Hahnkükens hauptsächlich nur auf die Gleitflächen der Dichtungsringe 10 verlegt wird, während die Reibung zwischen Metallflächen nahezu vollständig vermieden ist. Das Hahnküken braucht daher niemals ausgebessert und nachgeschliffen zu werden, sondern es ist nur nötig, dieDichtungsringe 10, deren Gleitflächen sehr schmal sein können, von Zeit zu Zeit auszuwechseln, was nur geringe Zeit in Anspruch nimmt.
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Die aufeinander gleitenden Metallflächen zwischen den Rippen und Nuten des Kükens und Gehäuses können gegebenenfalls mit konsistenten Fetten geschmiert werden, die aus Schmier- vasen 11 zugeführt werden können. Das in den Ringfugen zwischen den beiden Teilen befindliche Fett dient nicht allein zur Verminderung der Reibung, sondern dichtet auch diese Fugen ab und verhindert das Anhaften der durch den Hahn fliessenden Säure oder Lauge an den betreffenden Stellen der Metallteile.
Die zu schmierenden Flächen können ausserhalb der Dichtungsringe bezw. die letzteren innerhalb der äusseren Ringrippen 81 des Gehäuses angeordnet sein (Fig. 2), oder die Dichtungsringe 10 sind ausserhalb dieser Ringrippen 81 (Fig. 3) angeordnet, in welchem Falle die zu schmierenden Flächen zwischen den Dichtungsringen und der Hahnbohrung 1, 1, 7 liegen.
Das Hahnküken 4 kann (Fig. 4) an dem dem Hahnhebel abgewendeten Ende zu einem
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Um zu verhindern, dass die durch den Hahn fliessende Substanz aus dem Einströmstutzen des Gehäuses in die Fugen zwischen diesem und dem Küken gelangen und längs der Umfläche des letzteren in den Abströmstutzen des Gehäuses durchsickern kann, wie dies durch die Pfeile in den Fig. 1 und 2 angedeutet ist, können in der Innenwand der das Küken enthaltenden Gehäusehöhlung zwei querliegende Dichtungsstreifen 1-1 (Fig. 1, 2) vorgesehen sein, die den inneren zylindrischen Teil des Kükens längs Erzeugender berühren.
An Stelle der zu beiden Seiten der Hahnbohrung angeordneten Dichtungsstreifen kann auch ein einziger, diese Bohrung vollständig umgebender Dichtungsring 15 angeordnet sein (Fig. 1 und 2). Derartige Dichtungen können auch zunächst demAusströmstutzen angebracht sein.
Die Bohrungen des Hahngehäuses und des Kükens können im Bedarfsfalle mit Blei oder einem anderen säure-und laugenbeständigen Material ausgekleidet werden (Fig. 4).
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1. Hahn, besonders für dickflüssige Substanzen, gekennzeichnet durch ein zylindrisches. zweiteiliges Gehäuse (2, 3) dessen Küken (4) an seiner Umfläche mit der Innenfläche des Gehäuses mittels Ringrippen und Ringnuten in Eingriff steht, von welchen die letzteren auch zur Auf- nahme des Dichtungsmaterials eingerichtet sind, derart. dass letzteres ausserhalb des Bereiches der 1' durch tretenden Substanz liegt.