AT413574B - Beschlag zur gegenseitigen schwenkverstellung zweier möbelteile - Google Patents
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Description
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AT 413 574 B
Die Erfindung bezieht sich auf einen Beschlag zur gegenseitigen Schwenkverstellung zweier Möbelteile mit zwei je einem Möbelteil zugeordneten Anschlagstücken, die gegeneinander verschwenkbar und senkrecht zur Schwenkachse verschiebbar gelagert sind, wobei zwischen den beiden Anschlagstücken ein Zwischenstück angeordnet ist, das mit den Anschlagstücken 5 einerseits über eine Verschiebeführung und anderseits über ein Drehlager in Verbindung steht.
Ein derartiger Beschlag für Kühlschranktüren ist beispielsweise aus der US 5 040 857 A bekannt. Um eine gute Dichtung zwischen Kühlschrank und Kühlschranktür gewährleisten zu können, wird die Tür beim Öffnen zunächst senkrecht von der Dichtfläche mittels der Verschie-io beführung abgehoben, die Verschiebeführung anschließend verriegelt und die Tür um die Schwenkachse aufgeschwenkt. Von Nachteil ist bei diesem bekannten Beschlag insbesondere, daß er sich im wesentlichen lediglich zum Anschlägen von Türen an einem Rahmen eignen und aufgrund der Baugröße und -art nicht in einfacher Weise als Beschlag zur gegenseitigen Schwenkverstellung beliebiger Möbelteile verwendet werden kann. 15
Weitere bekannte Beschläge gestatten es beispielsweise Möbel aus verschiedenen Möbelteilen zusammenzusetzen, welche Möbelteile dann je nach Bedarf relativ zueinander verstellbar über den Beschlag miteinander gekoppelt sind (DE 201 14 562 U1). Dazu sind ein erstes Anschlagstück zum Anbringen an einem ersten Möbelteil und ein zweites Anschlagstück zum Anbringen 20 an einem zweiten Möbelteil sowie eine Spannfeder vorgesehen, welche die beiden Anschlagstücke zueinander mit einer Federkraft beaufschlagt, wobei das erste Anschlagstück zum zweiten Anschlagstück zur Überwindung der Federkraft der Spannfeder zur Herbeiführung einer vorbestimmten Winkelstellung verdrehbar und verschiebbar verlagerbar ist. So können nach der DE 201 14 562 U1 zwei Möbelteile einer Sitzgarnitur auf einfache Weise in eine jeweils ge-25 wünschte Lage gebracht werden. Ein Anschlägen, insbesondere der Kanten bzw. Ecken des bewegten Möbelstückes, an einer Wand oder an dem zweiten Möbelteil kann damit allerdings kaum vermieden werden, was einerseits die Leichtgängigkeit der Verstellbewegung verringert und anderseits gegebenenfalls zu Beschädigungen an den Möbelteilen oder an der Wand führen kann. 30
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Beschlag der eingangs geschilderten Art zu schaffen, der sowohl eine leichtgängige als auch eine exakt wiederholbare Verstellbewegung der beiden Möbelteile zueinander gewährleistet, wobei ein Anschlägen des bewegten Möbelteiles am feststehenden Möbelteil bzw. an einer an das Möbelteil angrenzenden Wand als Folge 35 einer Verstellbewegung sicher vermieden werden können soll.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß das Zwischenstück mit den beiden Anschlagstücken abwechselnd verriegelbar ist und die Verschiebeführung aus einem zwischen dem Zwischenstück und dem zugehörigen Anschlußstück angelenkten Gelenkparallelogramm 40 besteht.
Die Anschlagstücke sind dabei je einem der beiden Möbelteile zugeordnet bzw. an diesem befestigt, und es ist zwischen dem einen Anschlagstück und dem Zwischenstück die Verschiebeführung und zwischen dem anderen Anschlagstück und dem Zwischenstück das Drehlager 45 angeordnet, so daß es möglich ist die Verschiebebewegung und die Schwenkbewegung unabhängig voneinander, also ohne gegenseitige Beeinflussung, vorzunehmen. Mit dem erfindungsgemäßen Beschlag kann einer der beiden Möbelteile beispielsweise zuerst vom anderen der beiden Möbelteile bzw. von einer Wand weggeschoben werden, worauf erst dann eine Drehbewegung zwischen den beiden Möbelteilen zugelassen wird, wenn dies ohne ein Anschlägen so des bewegten Möbelteiles am feststehenden Möbelteil bzw. an der Wand möglich ist. Zu diesem Zweck ist das Zwischenstück mit den beiden Anschlagstücken abwechselnd entweder manuell oder automatisch verriegelbar, so daß es gewährleistet ist, daß stets nur eine jeweils zugelassene Bewegung zwischen den beiden Möbelteilen möglich ist, und daß das bewegte Möbelteil in keiner Phase der Schwenk- bzw. Schiebebewegung über die hintere Längsseite 55 bzw. die in seiner Grundstellung mit dem feststehenden Möbelteil bündige Querseite hinaus- 3
AT 413 574 B ragt. Eine konstruktiv besonders einfacher und robuster sowie leichtgängiger Beschlag wird mit der aus einem zwischen dem Zwischenstück und dem zugehörigen Anschlußstück angelenkten Gelenkparallelogramm bestehende Verschiebeführung erhalten. 5 Um eine besonders einfache und sichere Funktion des Beschlages zu gewährleisten kann es vorteilhaft sein, daß die Verriegelung in einer anschlagbegrenzten Verschiebestellung und einer dieser anschlagbegrenzten Verschiebestellung zugeordneten Drehstellung des Zwischenstückes gegenüber den beiden Anschlagstücken zwischen dem Zwischenstück und den Anschlagstücken umschaltbar ist. Damit kann vorzugsweise sichergestellt werden, daß ein Um-io schalten der Verriegelung erst dann möglich ist, wenn ein Anschlägen des bewegten Möbelteiles am feststehenden Möbelteil bzw. an der Wand nicht mehr möglich ist. Zur Unterstützung der Verriegelung zwischen dem Zwischenstück und dem verschwenkbaren Anschlagstück bzw. um eine definierte Kraft aufwenden zu müssen, um die Verschwenkbewegung einleiten zu können, kann es von Vorteil sein, wenn in der verriegelbaren Drehstellung zwischen dem Zwischenstück 15 und dem gegenüber diesem Zwischenstück verschwenkbaren Anschlagstück eine zusätzliche Federrast vorgesehen ist.
Besonders einfache Konstruktionsverhältnisse ergeben sich, wenn im Zwischenstück ein in Richtung der Schwenkachse verschiebbar gelagerter, abwechselnd in eine Rastausnehmung 20 der beiden Anschlagstücke bzw. des Gelenkparallelogramms eingreifender Sperrstift als Verriegelungseinrichtung vorgesehen ist, welche wechselweise die Verschwenkbewegung oder die Verschiebebewegung sperrt bzw. freigibt.
Soll ein automatisches Umschalten der Verriegelungseinrichtung beispielsweise in der an-25 schlagbegrenzten Verschiebestellung erfolgen, kann der Sperrstift an einem Ende eine mit der zugehörigen Rastausnehmung des einen Anschlagstückes zusammenwirkende Anlauffläche aufweisen und kann der Sperrstift im Verriegelungssinn dieser Rastausnehmung durch eine Feder beaufschlagt sein. 30 In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles schematisch dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Beschlag in seiner Grundstellung in Draufsicht,
Fig. 2 den Beschlag aus Fig. 1 in einer anschlagbegrenzten Verschiebestellung, 35 Fig. 3 den Beschlag aus Fig. 1 in einer der anschlagbegrenzten Verschiebestellung zugeordneten Drehstellung,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV aus Fig. 1 in vergrößertem Maßstab,
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V aus Fig. 2 in vergrößertem Maßstab,
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI aus Fig. 3 in vergrößertem Maßstab, 40 Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie Vll-Vll aus Fig. 1 in vergrößertem Maßstab und
Fig. 8 bis 10 ein Montagebeispiel des erfindungsgemäßen Beschlages zwischen zwei Möbelteilen.
Die Erfindung betrifft einen Beschlag 1 zur gegenseitigen Schwenkverstellung zweier Möbelteile 45 2, 3 mit zwei je einem Möbelteil 2, 3 zugehörigen Anschlagstücken 4, 5 die gegeneinander verschwenkbar und senkrecht zur Schwenkachse S verschiebbar gelagert sind. Das Anschlagstück 5 ist dabei lediglich strichpunktiert angedeutet, um eine Sicht auf den Schwenk- und Verschiebemechanismus zu gestatten. Zwischen den beiden Anschlagstücken 4, 5 ist ein Zwischenstück 6 angeordnet, das mit den Anschlagstücken 4, 5 einerseits über eine Verschiebe-50 führung 7 und anderseits über ein Drehlager mit der Schwenkachse S in Verbindung steht, wobei das Zwischenstück 6 mit den beiden Anschlagstücken 4, 5 abwechselnd verriegelbar ist. Die Verschiebeführung 7 besteht aus einem zwischen dem Zwischenstück 6 und dem zugehörigen Anschlußstück 5 angelenkten Gelenkparallelogramm 8, daß einerseits am Zwischenstück 6 über Lager 9 gelagert ist und in das anderseits das am Möbelteil 3 befestigbare Anschlages stück 5 mittels nicht näher dargestellter Zapfen in Ausnehmungen 10 ersetzbar ist. Um ein
Claims (5)
- 4 AT 413 574 B Einsetzen des Anschlagstückes 5 in die Ausnehmungen 10 des Gelenkparallelogramms zu vereinfachen sind die beiden Schenkel des Gelenkparallelogramms 8 über ein Koppelglied 11 miteinander verbunden. In den in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Stellungen des Beschlages 1 sind den einzelnen Verschiebelagen jeweils Anschläge 12 zugeordnet, die für definierte Endla-5 gen der Verschiebe- bzw. der Verschwenkbewegung sorgen. In einer anschlagbegrenzten Verschiebestellung und einer dieser anschlagbegrenzten Verschiebestellung zugeordneten Drehstellung des Zwischenstückes 6 gegenüber den beiden Anschlagstücken 4, 5 (Fig. 2) ist die Verriegelung zwischen dem Zwischenstück 6 und den io Anschlagstücken 4, 5 umschaltbar. Die Verriegelung bildet dabei ein im Zwischenstück 6 in Richtung der Schwenkachse S verschiebbar gelagerter, abwechselnd in eine Rastausnehmung 13, 14 des Anschlagstückes 4 bzw. des Gelenkparallelogramms 8 eingreifender Sperrstift 15. Dieser Sperrstift 15 weist an einem Ende eine mit der zugehörigen Rastausnehmung 13 des einen Anschlagstückes 4 zusammenwirkende Anlauffläche 16 auf, und ist im Verriegelungssinn 15 mit dieser Rastausnehmung 13 durch eine Feder 17 beaufschlagt. In Fig. 4 ist dargestellt, wie der Sperrstift 15 eine Drehbewegung zwischen Zwischenstück 6 und Anschlagstück 4 sperrt und dabei eine Bewegung des Gelenkparallelogramms 8 freigegeben ist, wie dies bei einer Bewegung aus der in Fig. 1 dargestellten Grundstellung in die in Fig. 2 20 dargestellte Verschiebestellung der Fall ist. In der anschlagbegrenzten Verschiebestellung (Fig. 2 und 5) kommt die Rastausnehmung 14 des Gelenkparallelogramms 8 über dem Sperrstift 15 zu liegen und wird der Sperrstift in Folge der folgenden Drehbewegung zwischen Zwischenstück 6 und Anschlagstück 4 in Richtung der Schwenkachse aus der Rastausnehmung 13 heraus in die Rastausnehmung 14 verlagert. Dadurch wird die Verschiebebewegung zwischen 25 Zwischenstück 6 und Gelenkparallelogramm 8 gesperrt und die Drehbewegung zwischen dem Anschlagstück 4 und dem Zwischenstück 6 freigegeben. Zusätzlich ist zwischen dem Anschlagstück 4 und dem Zwischenstück 6 eine Kugelrast 18 vorgesehen. Zwischen den bewegten Teilen sind mehrere Gleiter 19 angeordnet, um den Verschleiß des Beschlages 1 zu vermindern. 30 Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 8 bis 10 ist der erfindungsgemäße Beschlag 1 zwischen zwei Möbelteilen 2, 3 insbesondere zwischen zwei rechteckigen Arbeitsplatten angeordnet, wobei die beiden Möbelteile 2, 3 in Fig. 8 mit ihren Breitseiten 20, 21 bündig aneinander anschließen. Um ein Verschwenken der beiden Möbelteile 2, 3 zueinander ohne ein Anstoßen 35 des bewegten Möbelteiles 3 am feststehenden Möbelteil 2 gewährleisten zu können, wird das bewegte Möbelteil 3 zuerst aus der Grundstellung (Fig. 8) in seine Verschiebestellung (Fig. 9) verschoben, wonach das bewegte Möbelteil erst in seine verschwenkte Stellung (Fig. 10) verlagert wird. Mit der Erfindung ist gewährleistet, daß die Austragung bzw. Verschiebe- oder Verschwenkbewegung des bewegten Möbelteiles 3 nur über eine Längsseite 22 und eine Quersei-40 te 23 des feststehenden Möbelteiles 2 erfolgt, wobei das bewegte Möbelteil 3 in keiner Phase der Bewegung über die Breitseite 20 bzw. die Längsseite 24 des feststehenden Möbelteiles 2 ragt. 45 Patentansprüche: 1. Beschlag zur gegenseitigen Schwenkverstellung zweier Möbelteile mit zwei je einem Möbelteil zugeordneten Anschlagstücken, die gegeneinander verschwenkbar und senkrecht zur Schwenkachse verschiebbar gelagert sind, wobei zwischen den beiden Anschlagstü-50 cken ein Zwischenstück angeordnet ist, das mit den Anschlagstücken einerseits über eine Verschiebeführung und anderseits über ein Drehlager in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück (6) mit den beiden Anschlagstücken (4, 5) abwechselnd verriegelbar ist und die Verschiebeführung (7) aus einem zwischen dem Zwischenstück (6) und dem zugehörigen Anschlußstück (5) angelenkten Gelenkparallelogramm (8) 55 besteht. 5 AT 413 574 B
- 2. Beschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einer anschlagbegrenzten Verschiebestellung und einer dieser anschlagbegrenzten Verschiebestellung zugeordneten Drehstellung des Zwischenstückes (6) gegenüber den beiden Anschlagstücken (4, 5) die Verriegelung zwischen dem Zwischenstück (6) und den Anschlagstücken (4, 5) umschalt- 5 bar ist.
- 3. Beschlag nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der verriegelbaren Drehstellung zwischen dem Zwischenstück (6) und dem gegenüber diesem Zwischenstück (6) verschwenkbaren Anschlagstück (4) eine zusätzliche Federrast (18) vorgesehen ist. 10
- 4. Beschlag nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Zwischenstück (6) ein in Richtung der Schwenkachse (S) verschiebbar gelagerter, abwechselnd in eine Rastausnehmung (13, 14) der beiden Anschlagstücke (4, 5) bzw. des Gelenkparallelogramms (8) eingreifender Sperrstift (15) als Verriegelungseinrichtung vorgesehen ist. 15
- 5. Beschlag nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrstift (15) an einem Ende eine mit der zugehörigen Rastausnehmung (13) des einen Anschlagstückes (4) zusammenwirkende Anlauffläche (16) aufweist und im Verriegelungssinn mit dieser Rastausnehmung durch eine Feder (17) beaufschlagt ist. 20 Hiezu 3 Blatt Zeichnungen 25 30 35 40 45 50 55
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|---|---|---|---|---|
| US5040857A (en) * | 1990-05-21 | 1991-08-20 | Maytag Corporation | Door hinge assembly for a refrigerator cabinet |
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2003
- 2003-01-10 AT AT262003A patent/AT413574B/de not_active IP Right Cessation
Patent Citations (1)
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| US5040857A (en) * | 1990-05-21 | 1991-08-20 | Maytag Corporation | Door hinge assembly for a refrigerator cabinet |
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