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Die Erfindung betrifft eine Klemmvorrichtung, bevorzugt für ein Stahl-Seil.
Durch die US 4 337 553 A, US 4 528 727 A und US 4 106 589 Patente sind Klemmelnrlchtm- gen bekannt geworden, die jedoch zu kleine Durchmesser bei ihren gezeigten Umlenkrollen aufweisen und die nur fur Kunststoff-oder Gewebeseile geeignet sind. Die Rillen der kleinen Umlenkrollen sind zwangsweise den dicken Kunststoff- oder anderen Gewebeseilen angepasst und für Stahlselle ungeeignet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Klemmeinrichtung zu schaffen, bei denen die Nachteile des Standes der Technik nicht vorhanden sind.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird durch die Kennzeichen des Anspruches 1 angegebenen Merkmale gelöst
Wie bekannt ist, benötigen Stahlseile um nicht verletzt, nicht geknickt zu werden, entgegen Kunststoff- oder Gewebeseilen, bei Klemmung und Umlenkung, das Zwanzigfache des SeilDurchmessers. Für die Klemmung muss ein geeignet geformtes und hartes Bett vorhanden sein.
Die Erfindung erfüllt alle Voraussetzungen zur vollen Schonung des Stahl-Seiles (nur mehr Seil genannt) und Ist für harteste Beanspruchung desselben geeignet. Die Handhabung der Klemmvorrichtung Ist konstruktionsbedingt besonders einfach.
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(1)eingearbeitet. Die exakte Deckung beider Langlöcher Ist durch den Einrast-Sperrbolzen (6) ges 1- chert, welcher auf dem Schwenkhebel (4) gefedert angebracht ist und dieser gleichzeitig In oder aus der Sperrbohrung (16) der Grundplatte (1) gerückt oder wieder eingerückt (Sperrstellung) wird. Durch diesen Sperrbolzen (6) wird der Gegendruck für das Andruckstück(10) gesichert Da sich die
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Karabiner eingehakt werden und dieser verhindert zusätzlich bei jeder Belastung das Wegschwenken des Hebels (4).
Das Klemmstück (8) erleichtert das Einlegen des Stahl-Seiles (13) In die Keilnut des Klemmringes (2'). Der Stützbolzen (12) weist das unten auslaufende Stahl-Seil (13) ab.
Der Sperrbolzen (6) hat eine verjüngte Stelle am Schaft, die sich mit der Einlauf-Öffnung der Sperr-Bohrung (16) in der Grundplatte (1) deckt. Der Schwenkhebel (4) wird durch den Druck auf den Einrast-Sperrbolzen (6) aus der Sperr-Bohrung (16) der Grundplatte (1) entrastet und kann ausgeschwenkt werden. Das aus dem Abseil-Gerät kommende überlange Seil (13) legt mann knapp unter dem Gerateboden In die Klemm-Vorrichtung ein. Man beginnt oben am Klemmstück (8) und legt dort das nach unten hängende Seil (13) vorne in die Kellnut des grundplattenseitigen Klemm- ringteiles(2') ein, fuhrt es unten nach rückwärts weiter und wieder nach oben in den 2. Ringteil.
In diesem vorne wieder nach unten weiter, bis die Seil-Schlinge vollendet ist. Nun drückt man den Einrast-Sperrbolzen(6) gegen seine Feder und schwenkt gleichzeitig den Hebel (4) so weit ein, bis der Sperrbolzen (6) in der Hebel (4) -Endstellung in die Sperr-Bohrung (16) einrastet. Sogleich
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che Seil (13), bis ein spürbarer Druck erreicht ist.
Durch den Stützbolzen (12) wird das Seil (13) nach rückwärts weggewiesen. Nun wird ein Karabiner durch die beiden sich deckenden Einhäng-Langlöcher(5) eingehakt, welcher sodann belastet werden kann. Durch das Gewicht der Last wird das Seil(13) automatisch in die Keilnut des Klemm- ringes (2') gezogen und sodann, bedingt durch beide Nutschrägen, fester geklemmt. Das Andruck- stück (10) drückt das Seil(13), unter der Mitte des Klemmringes (2) befindlich, in die Keilnut ein und hält dieses klemmend gegen Verrutschung fest.
Das spätere LÖSEN der Vorrichtung vom Seil (13) ist sehr einfach. Man entfernt den Karabiner aus den Einhäng-Löchern (5), verdreht die Andruckschraube (11) nach links, sodass das Andruck- stück (10) nicht mehr das Seil (13) in die Keilnut presst. Nun drückt man nur auf den Sperrbolzen (6) und schwenkt gleichzeitig den Schwenkhebel (4) nach rechts aus der Grundstellung aus. Das nun bereits entlastete Seil (13) entnimmt man entgegen dem Uhrzeigersinn geführt aus der Keilnut des Klemmringes (2'). Durch eine geringe Rechtsverdrehung der Vorrichtung kann man das Seil (13)
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oben aus dem Klemmstück (8) leicht und problemfrei entnehmen. Das nun wieder entlastete StahlSeil (13) hängt unverformt & unbeschädigt nach unten.
Erläuterung zu den Figuren 1-5 :
Es zeigt Fig. 1 die Klemmvorrichtung von der Einleg-Seite für das Seil (13).
Flg. 2 zeigt den Klemmring (2') mit der Keilnut im Querschnitt.
Mit Fig. 3 wird die Stirnseite des Führungskörpers (2) für das Seil (13) gezeigt.
Fig. 4 zeigt den Einlauf- und die Arretierstelle (16) der Grundplatte (1) für den EinrastSperrbolzen (6) des Schwenkhebels(4).
Mit Fig. 5 wird der Umschlingungswinkel des Seiles (13) im Führungskörper (2) gezeigt.
Das Seil (13) wird in die Keilnut des Klemmringes (2') eingelegt. Dieses beschreibt eine Schlinge von ca. 400 , bedingt durch den gewindegangförmigen Nutenverlauf im Klemmring (2'), mit einer Gang-Länge von 1 1/2 Windungen. Fig. 5
Das Andruckstück (IO) drückt das Seil (13) mittels der Andruckschraube (11) in die Keilnut des Klemmringes (2') ein und hält es dort gegen Verrutschung fest. Fig. 1
Sobald die Vorrichtung belastet wird, wird das Seil (13) je nach Belastung in die Keilnut des Klemmringes (2') eingezogen. Dadurch ergibt sich ein gewichtbezogener Festsitz des Seiles (13) in der Keilnut. Da das Seil (13) durch das Andruckstück (IO) in der Keilnut festgepresst ist, so kann sich ein Seil-Rutsch bei Belastung nicht ergeben.
Dadurch wird bei höherer Belastung das Seil (13) umsomehr in die Tiefe der Keilnut des Klemmnnges (2'), durch eine lastbezogene kleinere Schlingenbildung, weiter eingezogen. Flg. 1
Auch bei Benützung der Klemm-Vorrichtung mit stets höchstzulässiger Belastung bleibt das Seil (13) nach der Entlastung und Entnahme aus derselben, der kerb- und kantenfreien SeilFührung wegen, total unbeschädigt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Klemmeinrichtung für ein Seil, gekennzeichnet durch einen mit einem keilnutförmigen
Querschnitt aufweisenden gewindegangförmigen Schraubennut versehenen Führungskör- per (2), wobei das Seil (13) in die Schraubennut eingelegt ist und den Führungskörper (2), der insbesondere als Klemmring (2') ausgebildet ist, um mehr als 360 , bevorzugt um 400 , bzw. 1 1/2 Ganglängen umschlingt, und durch eine zugeordnete Andruckvorrichtung (9) gegen Verrutschen festklemmbar ist.
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