<Desc/Clms Page number 1>
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Walze für eine Papiermaschine, insbesondere für eine Papiertrocknungsvorrichtung, welche Walze eine Achse und eine Oberflächenstruktur auf- weist, die mit Hilfe von Stützelementen oder dgl. mit der Achse verbunden ist, wobei die Offenheit der Oberflächenkonstruktion der Walze grösser ist als 10%.
Ferner bezieht sich die Erfindung auf eine Trocknergruppe mit Einzelsiebführung für eine Pa- piermaschine mit Trockenzylindern, mindestens einer Umkehrwalze und einem Sieb.
Wie aus dem Stand der Technik bekannt ist, werden in Multizylindertrocknern von Papierma- schinen Doppelsiebführungen und/oder Einzelsiebführungen angewendet. In der Doppelsiebfüh- rung haben die Trockenzylindergruppen zwei Siebe, von denen das eine von oben und das andere von unten die Bahn gegen beheizte Zylinderflächen pressen. In der Doppelsiebführung hat die Bahn zwischen den Reihen von Trockenzylindern, die gewöhnlich horizontale Reihen sind, freie und ungestützte Strecken, die anfällig gegen Flattern sind, was Bahnrisse verursachen kann, und zwar insbesondere in Trocknungsphasen, in denen die Bahn immer noch relativ feucht und daher von geringer Festigkeit ist.
Daher ist in den letzten Jahren immer mehr Gebrauch von der Einzel- siebführung gemacht worden, in der jede Gruppe von Trockenzylindern lediglich ein Trockensieb aufweist, auf dem abgestützt die Bahn durch die gesamte Gruppe derart läuft, dass das Trocken- sieb die Bahn auf die Trockenzylinder gegen die beheizten Zylinderflächen presst, wogegen an den Umkehrzylindern oder -walzen zwischen den Trockenzylindern die Bahn an der Seite der Aus- senseitenkrümmung verbleibt. Somit sind in einer Einzelsiebführung die Trockenzylinder ausser- halb der Siebschleife und die Umkehrzylinder oder -walzen innerhalb dieser Schleife platziert.
In den sogenannten Normalgruppen mit Einzelsiebführung sind die Trockenzylinder in der oberen Reihe und die Umkehrzylinder oder -walzen in der unteren Reihe platziert, wobei gleichermassen in den sogenannten Umkehrgruppen mit Einzelsiebführung die Trockenzylinder in der unteren Reihe und die Umkehrzylinder oder -walzen in der oberen Reihe platziert sind.
In den aus dem Stand der Technik bekannten Trockenvornchtungen kommt das Trockensieb und die Papierbahn von einem vorangegangenen Trocknungselement, beispielsweise einem Kon- takttrockensaugzylinder, auf einen Umkehrsaugzylinder oder dgl. als ein gerader Verbundlauf, in welchem Falle ein geschlossener Keilraum zwischen dem Trockenzylinder und der Fläche des letztgenannten Saugzylinders gebildet wird, welcher Keilraum nachfolgend auch Einlassspalt genannt wird. Der sich bewegende Trockenzylinder und die Fläche des Saugzylinders neigen dazu, einen Druck in dem Keilraum zu erzeugen.
Dies erzeugt wiederum eine Druckdifferenz, die sich auf die auf dem Trockensieb abgestützt platzierte Papierbahn auswirkt, welche Druckdifferenz die Tendenz zeigt, die Papierbahn von dem Trockensieb zu separieren und Probleme der Betriebs- fähigkeit, Falten und sogar Bahnrisse erzeugt. Andererseits besteht, um die Effizienz von Trockner- partien zu verbessern, ein Bedarf, immer kompaktere Trocknerpartien zu verwenden, in denen die Kontakttrockenzylinder und die Saugzylinder möglichst nahe aneinander platziert sind. All diese Faktoren erhöhen zusammen mit den steigenden Bahngeschwindigkeiten die Druckprobleme im Einlassspalt.
Wie aus dem Stand der Technik bekannt ist, findet in einer Einzelsiebführung der Transfer der Papierbahn von einem Umkehrsaugzylinder auf einen Kontakttrockenzylinder gewöhnlich derart statt, dass die Bahn mit Hilfe eines durch einen Gebläsekasten oder dgl. erzeugten Unterdruck- feldes auf dem Sieb abgestützt ist. Die Anmelderin vertreibt Gebläsekästen mit dem Handelsnah- men "UNO-RUN-BLOW-BOXTM" wobei bezüglich der Betriebsweise dieser Kästen auf die US 4 516 330 A der Anmelderin und auf das entsprechende FI-Patent 65 460 verwiesen sei.
Mit Hilfe dieser Lösungen kann die Papierbahn von einem Trockenzylinder auf einen Umkehrsaugzy- linder übergeführt werden, und zwar bei derzeit angewendeten Papiermaschinenlaufgeschwindig- keiten von weniger als 1600 m/Min
In den aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen ist auch versucht worden, das Prob- lem bezüglich der Druckspitze im Einlassspalt mit Hilfe von Saugwalzen, von Saugabschnitten bei Walzen und mit Hilfe von Saugkästen unterschiedlicher Arten sowie mit Hilfe von Kombinationen von Walzen und Saugkästen zu beseitigen, mit deren Hilfe es jedoch nicht möglich gewesen ist, die in dem Einlassspalt gebildete Druckspitze zu beseitigen.
Aus dem Stand der Technik ist bekannt, dass, um die Bahn in Kontakt mit der Fläche eines Umkehrzylinders oder einer -walze zu halten, ein Unterdruck ausreichend ist, der die sich aus der Zentrifugalkraft ergebende Kraft uberwindet. Dieser erforderliche Druck kann mit Hilfe der nachfol-
<Desc/Clms Page number 2>
genden Gleichung berechnet werden: p = Pv-U2
R
P = Druck N/m3
Pv = Basisgewicht der Bahn in kg/m2
U = Umfangsgeschwindigkeit in Meter pro Sekunde
R = Zylinderradius in Metern
In Abhängigkeit von der Laufgeschwindigkeit der Maschine und vom Gewicht der Bahn ist der erforderliche Druck von einer Grössenordnung von 100 bis 200 Pa. Somit bestand ein Problem der Steuerung des in dem Einlassspalt gebildeten Druckes. Es war auch möglich, den nachteilhaften Druck mit Hilfe von Nuten und Bohrungen an der Walze zu reduzieren.
Allerdings ist es mit Hilfe dieser Vorgänge nicht möglich geworden, eine umfassende Lösung für die sich aus dem Druck in dem Einlassspalt ergebenden Probleme zu schaffen.
Bezüglich des mit der vorliegenden Erfindung zusammenhängenden Standes der Technik sei auf die US 3 259 961 A verwiesen, in der die Zellenkonstruktion gemäss der in dem Patent be- schriebenen Lösung einen Druck in dem Einlassspalt erzeugt, da diese zu der Drehbewegung senkrechte Wände aufweist.
Aus dem Stand der Technik sind auch zahlreiche andere Walzen mit einer offenen Oberflä- chenkonstruktion bekannt (siehe z. B. US 3 773 614 A, US 3 589 033 A, US 3 139 379 A und US 3 957 087 A), die jedoch alle nicht das Problem des zu hohen Druckes im Einlassspalt zufrie- denstellend lösen.
Ferner sei beispielsweise auf die Patentveröffentlichungen der Anmelderin, US 4 202 113 A, US 4 441 263 A, FI 93 876 und F1 83 680, verwiesen, in denen Lösungen der vorbeschnebenen Art beschrieben sind, wobei in diesen allerdings auch keine Lösung für die sich aus dem Druck in dem Einlassspalt ergebenden Probleme vorgeschlagen wurde.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Weiterentwicklung des oben be- schriebenen Standes der Technik und einer gleichartigen Technologie zu schaffen, so dass die Probleme, die mittels des engen keilförmigen Einlassspaltbereichs in der Führung der Bahn verur- sacht werden, weitgehend gelöst werden können.
Die wichtigste Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Betnebsfähigkeit in einer Einzelsiebfüh- rung derart zu verbessern, dass die nachteilige Druckbildung in dem Einlassspalt verhindert wird.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine kompaktere Trockner- gruppe in einer Papiermaschine zu schaffen.
Mit Hinblick darauf, die obengenannte Zielsetzung und jene, die später ersichtlich werden, zu erreichen, ist die erfindungsgemasse Walze für eine Papiertrockenvorrichtung hauptsächlich da- durch gekennzeichnet, dass die Innenkonstruktion der Walze als offener Zwischenraum ausgebil- det ist und dass das Verhältnis der Länge des offenen Zwischenraumes im Inneren der Walze in Richtung des Durchmessers der Walze zum Durchmesser der Walze 1.10 bis 1:1,5 und vorzugs- weise 1 :4 1:2 beträgt.
Auf der anderen Seite ist die eingangsgenannte Trocknergruppe gemäss der Erfindung haupt- sachlich dadurch gekennzeichnet, dass in einem Taschenraum zwischen den Trockenzylindern, der Umkehrwalze und dem Sieb em Gebläsekasten vorgesehen ist, mit dessen Luftströmung im wesentlichen der gesamte Taschenraum einem Unterdruck unterworfen ist.
Die Konstruktion der erfindungsgemässen Walze ist offen, vorzugsweise schlitzförmig offen, wodurch eine Druckbildung in dem Einlassspalt verhindert wird Sowohl die Oberflächenkonstrukti- on als auch die Innenkonstruktion der Walze ist im wesentlichen derart offen gebildet, dass die mit dem Sieb zugeführte Luftströmung in das Walzeninnere eintritt und sich dort mit einer Geschwin- digkeit dreht, die langsamer ist als die Drehzahl der Walze, und aus dem Walzeninneren als eine Luftströmung aus dem Auslassspalt mit dem Sieb austntt. Während sich die Walze dreht, erzeugt die Walzenkonstruktion eine intensive Luftemstromung, wodurch die Walze wie ein Durchstro- mungsgebläse arbeitet.
Die Stromung in das Walzeninnere findet hauptsachlich durch die Wirkung der mittels der
<Desc/Clms Page number 3>
Zentrifugalkraft im Bereich des öffnenden Spalts erzeugten Ausströmung statt. Ein Taschenraum, der in einer zweckmässigen Weise für die Luft geöffnet ist, die in den Zwischenräumen in der offenen, insbesondere schlitzartigen Oberflächenkonstruktion vorhanden ist, erzeugt einen Geblä- seeffekt nach aussen, woraus sich ergibt, dass Luft vom Bereich des schliessenden Spalts ent- sprechend in das Walzeninnere strömt.
Im Walzeninneren strömt Luft bei einer Geschwindigkeit, die deutlich langsamer ist als die Drehzahl der Walze, da die Ausbildung von Zentrifugalkraft durch den Effekt der innenseitigen Offenheit der Walze verhindert wird, in welchem Falle sich die im Walzeninneren vorhandene Luft nicht mit gleicher Geschwindigkeit wie die Walze dreht.
Gemäss einem bevorzugten beispielhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung wird die offene Konstruktion mit Hilfe einer plattenförmigen Oberflächenkonstruktion und mit Hilfe einer im Inneren offenen Form erzielt, in der die Offenheit der Oberflächenkonstruktion grösser als 10%, vorzugs- weise grösser als 20% ist.
Erfindungsgemäss wird die Walze vorzugsweise bei einer Emzelsiebführung in einer Papier- maschine verwendet. Der Durchmesser der erfindungsgemässen Walze ist vorzugsweise wesent- lich geringer als die Durchmesser mehrerer aus dem Stand der Technik bekannter Ausführungs- formen von Umkehrwalzen und -zylinder, in welchem Falle die Walze dicht an die Kontakttrocken- zylinder platziert werden kann, und dies zusätzlich eine kompakte Anordnung der Trocknergruppe gestattet, wodurch eine sehr kompakte Trocknerpartie erzielt wird. Die erfindungsgemässe Walze ist auch zweckmässig zur Anwendung als eine Papierleitwalze, wenn die Ausbildung einer Luft- schicht zwischen der Walzenfläche und dem Papier ein Problem ergibt.
Erfindungsgemäss kann, um eine Druckbildung in dem Bereich des Taschenraumes zu verhin- dern, ein Gebläsekasten der dgl. in Verbindung mit der Walze vorgesehen werden, um einen Luft- eintritt in den Taschenraum zu verhindern. Dies kann mit Hilfe eines Kastens bewerkstelligt wer- den, der mit Hilfe des Gebläseprinzips oder mit Hilfe einer Hemm-Dichtung arbeitet, beispielsweise mit Hilfe eines Passivkastens, mit dessen Form die freie Fläche der Walze in zwei Teile unterteilt wird, d. h. in ein Ausblasteil und in ein Einströmteil
Nachstehend ist das erfindungsgemässe Verfahren ausführlicher anhand der Figuren in der beigefügten Zeichnung beschrieben, wobei die Erfindung keinesfalls lediglich auf die in den Veran- schaulichungen beschriebenen Einzelheiten beschränkt sein soll.
Es zeigen: - Fig. 1 eine schematische Veranschaulichung einer beispielhaften Ausführungsform der Wal- ze gemäss der Erfindung, wonach die Walze mit einer Absaugung versehen ist, - Fig. 2 eine schematische Veranschaulichung einer weiteren beispielhaften Ausführungsform der Walze gemäss der Erfindung, - Fig. 3A eine Betriebsanwendung einer erfindungsgemässen Walze, - Fig. 3B eine zweite Betriebsanwendung einer Walze gemäss der Erfindung, wobei in Verbin- dung mit der Walze ein Gebläsekasten in dem Taschenraum angebracht ist, - Fig. 3C eine weitere Betriebsanwendung einer erfindungsgemässen Walze, in der ein Pas- sivkasten in Verbindung mit der Walze in dem Taschenraum angebracht ist, - Fig.
4A eine schematische Veranschaulichung von mit einer erfindungsgemässen Anordnung in Beziehung stehenden Messergebnissen des Unterdruckes an der Siebfläche ohne einem
Gebläsekasten, - Fig. 4B eine schematische Veranschaulichung von mit einer erfindungsgemässen Anordnung in Beziehung stehenden Messergebnissen des Unterdruckes an der Einlassfläche des Sie- bes unterhalb eines Geblasekastens, - Fig. 5A bis 5B eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen Walze, - Fig. 6A bis 6C weitere Ausführungsformen einer erfindungsgemässen Walze, - Fig. 7 eine schematische Veranschaulichung einer Anordnung zur Anwendung in Verbindung mit einer erfindungsgemässen Walze, - Fig. 8 eine schematische Veranschaulichung einer beispielhaften Ausführungsform einer er- findungsgemässen Walze in einer Betriebsanwendung derselben.
Gemäss Fig. 1 hat die erfindungsgemässe Walze 10 eine Achse 11und Achslagerungen 12. In der beispielhaften Ausführungsform der Erfindung gemäss Fig. 1 ist die Walze 10 mit einer Absau- gung versehen und die in der Achse 11 der Walze 10 gebildeten Saugöffnungen sind mit 21 be- zeichnet. Die Walzenachse 11 ist hohl, wobei der Mantel der Achse 11 mit 20 bezeichnet ist und der Saugraum im Inneren der Achse mit 19 bezeichnet ist. Durch das Ende 19A steht der Saug-
<Desc/Clms Page number 4>
raum 19 der Achse 11 der Walze 10 mit einer Unterdruckquelle in Verbindung.
Erfindungsgemäss ist die Oberflächenkonstruktion der Walze offen ausgebildet worden, indem der Mantelteil 13 der Walze aus plattenartigen, kreisförmigen Ringplatten 18 zusammengesetzt worden ist, die in einem Abstand zueinander platziert sind und die in der Mitte offen sind sowie mit Hilfe von Befestigungs- stangen 15A, 16A, 17A miteinander verbunden sind, die durch die Enden der an dem Stützelement
14 angeordneten Arme 15,16, 17 gehen. Somit ist die Walzenkonstruktion 10 sehr offen, da zwi- schen jeweils zwei Ringplatten 18 ein Raum verbleibt, und zwar in gleicher Weise wie auch zwi- schen dem Aussenumfang der Stützelemente 14 und dem Innenumfang der Ringplatte 18 ein offener Bereich 27 verbleibt. Die Stützelemente 14, mit deren Hilfe die Ringplatten 18 miteinander verbunden sind, sind an der Achse 11befestigt.
Das Volumen des offenen Bereiches 27 beträgt 20 bis 80%, vorzugsweise 40 bis 70% des Volumens der Walze 10.
Die Stützelemente 14 sind an jedem Ende der Achse 11 platziert und entlang der Walzenlänge derart zweckmässig beabstandet, dass sich die Stützstangen 15A, 16A, 17A, die an den Armteilen 15, 16, 17 der Stützelemente 14 angebracht sind, durch alle Ringelemente 18 erstrecken, wodurch die Ringelemente 18 eine Walze 10 bilden, die eine offene Oberflächenkonstruktion und eine offe- ne Innenkonstruktion hat und die - hauptsächlich aufgrund von Befestigungs- und Festigkeitsfakto- ren - mit einer Achse 11versehen ist.
Die in Fig. 2 gezeigte, beispielhafte Ausführungsform gleicht der in Fig. 1 gezeigten, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf entsprechende Teile beziehen. In dieser beispielhaften Ausführungs- form der Erfindung ist die Walze 10 allerdings nicht mit einer Absaugung versehen, so dass die Achse 11massiv ist, wobei Fig. 2 auch die Achslagerung 12 an jedem Ende der Achse 11zeigt.
Der Durchmesser D der Walze 10 beträgt 500 bis 1500 mm, vorzugsweise 600 bis 1000 mm, wobei der Anteil des offenen Innenbereiches DS 20 bis 80%, vorzugsweise 40 bis 70%, des Durch- messers D der Walze beträgt. Die Offenheit der Oberflächenkonstruktion der Walze 10 ist grösser als 10%, vorzugsweise grösser als 20%.
Fig. 3A zeigt eine erfindungsgemässe Walze in einer erfindungsgemässen Betriebsanwendung als eine Umkehrwalze in einer Trocknergruppe mit Einzelsiebführung. Die zu trocknende Papier- bahn W kommt von dem Trockenzylinder 30, dessen Drehsinn mit S bezeichnet ist, abgestützt auf dem Sieb 35 auf die Umkehrwalze 10, wobei die Bahn an der Seite der Aussenseitenkrümmung und das Sieb 35 gegen die Umkehrwalze 10 anliegend platziert ist. Von der Umkehrwalze 10 werden das Sieb 35 und die zu trocknende Papierbahn W auf den nächsten Trockenzylinder 31 geleitet. Der zwischen den Zylindern 30,31 und der Umkehrwalze 10 sowie dem Sieb 35 verblei- bende Raum T wird als Taschenraum bezeichnet.
Die erfindungsgemässe Walze 10 hat den Effekt, dass der sich mit dem Sieb 35 bewegende Luftstrom 11, intensiv in das Innere der Walze 10 gesaugt wird und von der anderen Seite der Walze 10 als der Luftstrom 12 aus der Walze ausge- stossen wird und aus dem Taschenraum T entlang des Siebes 35 strömt.
Vorzugsweise beträgt das Verhältnis des Durchmessers DC des Trockenzylinders 30,31 zum Durchmesser der Walze 10 1:1 bis 4:1 und vorzugsweise 2:1 bis 3:1.
Fig. 3B zeigt eine beispielhafte Ausführungsform der Erfindung, die der Fig. 3A ähnlich ist, wo- bei ein Gebläsekasten 37 im Taschenraum T angebracht worden ist. Der vom Gebläsekasten kommende Luftstrom ist mit P bezeichnet. Mit Hilfe dieser Anordnung ist erreicht worden, dass im wesentlichen der gesamte Taschenraum T mit einem Unterdruck beaufschlagt wird.
Fig. 3C zeigt eine beispielhafte Ausführungsform der Erfindung, die der Fig 3A ähnlich ist, wo- bei, um die Luftströme in dem Taschenraum T massgenauer zu machen und um den Taschenraum T mit Unterdruck zu beaufschlagen, ein Passivkasten 39 vorgesehen worden ist, mit dessen Hilfe die freie Fläche der Walze 10 in zwei Teile unterteilt wird, d. h. in ein Einströmteil und in ein Aus- blasteil.
Fig. 4A zeigt eine schematische Veranschaulichung von Versuchsergebnissen in einem Ver- such mit einer erfindungsgemässen Anordnung in einer Installation gemäss der Fig. 3A. Die Achse Y stellt den Unterdruck dar, während die Achse X den Abstand vom schliessenden Spalt darstellt.
Die Kurven 45 und 46 veranschaulichen den Unterdruck an der Siebfläche. Die als durchgezogene Linie angedeutete Kurve 45 veranschaulicht ein Versuchsergebnis, in welchem die Geschwindig- keit 1500 m/Min betrug, während die gestrichelte Linie 46 ein Versuchsergebnis bei einer Ge- schwindigkeit von 1800 m/Min veranschaulicht. Wie aus den Kurven 45,46 hervorgeht, wird der Unterdruck grösser, wenn die Geschwindigkeit grösser wird. Ferner ist der Unterdruck in der Nahe
<Desc/Clms Page number 5>
des schliessenden Spaltes grösser, was darlegt, dass die Strömung ausgehend von dem Spalt in die Walze stattfindet.
Fig. 4B zeigt eine schematische Veranschaulichung von Versuchsergebnissen in einem Ver- such mit einer erfindungsgemässen Anordnung in einer Installation gemäss Fig. 3B. Die Achse Y stellt den Unterdruck dar, während die Achse X den Abstand vom schliessenden Spalt darstellt.
Die Kurven 41, 42, 43, 44 veranschaulichen den Unterdruck an der Einlassfläche des Siebes unter- halb des Gebläsekastens. Die als durchgezogene Linie gezeichneten Kurven 41,43 veranschauli- chen ein Versuchsergebnis, bei dem die Geschwindigkeit 1500 m/sek betrug, während die gestn- chelten Linien 42,44 ein Versuchsergebnis bei einer Geschwindigkeit von 1800 m/Min veran- schaulichen Die Kurven 41,42 veranschaulichen eine Situation, in der das Gebläse des Gebläse- kastens nicht eingeschaltet worden ist, wobei die Kurven 43,44 eine Situation veranschaulichen, in der das Gebläse des Gebläsekastens eingeschaltet worden ist. Fig. 4 zeigt, dass der Unterdruck in dem Taschenraum mit grösserer Geschwindigkeit grösser wird, was im Gegensatz zu Normalwal- zen- und Saugwalzenlösungen steht.
Die Fig. 5A bis 5B zeigen eine beispielhafte Ausführungsform der Erfindung, wonach eine Wal- ze 10A mit einer offenen Konstruktion aus Längsstangen oder aus einem Netz 51 zusammenge- setzt ist, die mit Hilfe von Zwischenringen 52 und Endringen 53 derart miteinander verbunden sind, dass eine offene Oberflächenkonstruktion und ein zwischen der Achse 152 und der Oberflächen- konstruktion der Stützwalze verbleibender Zwischenraum 54 erzielt werden.
Die Fig 6A bis 6C zeigen schematische Endansichten unterschiedlicher erfindungsgemässer Walzen. Die Walze 10C gemäss Fig. 6A ist aus separaten Scheiben 56 zusammengesetzt. Die in Fig. 6B gezeigte Walze 10D ist aus Scheiben 57 zusammengesetzt, die mit Hilfe von Öffnungen 58 leichter gemacht worden sind. Diese Scheibenkonstruktionen 57 können als die Ringplatten 18 in den Fig. 1 und 2 gezeigten Walzen verwendet werden. Die in Fig. 6C gezeigte Walze 10E ist aus einem Blech 59 gebildet, das im Prinzip wie ein geripptes Rohr ausgebildet ist, wobei es, wie in Fig. 7 gezeigt, mit einer gebogenen Fläche 59E versehen werden kann. In den Fig. 5A bis 6C gezeigten Ausführungsformen beträgt der Durchmesser der Walze 10A bis 10E 500 bis 1500 mm, vorzugsweise 600 bis 1000 mm, wobei die Offenheit grösser ist als 10%, vorzugsweise grösser ist als 20%.
Fig. 8 zeigt eine Anordnung entsprechend der beispielhaften Ausführungsform gemäss Fig. 3B in einer Einzelsiebführung in einer Trocknerpartie, wobei der schraffierte Bereich den Bereich des Unterdruckes darstellt, der in Verbindung mit der Walze 10 und dem Taschenraum T durch die Wirkung der Walze 10 und des Gebläsekastens 37 erzeugt worden ist. Wie aus der Figur hervor- geht, befindet sich unterhalb des Gebläsekastens 37 und innerhalb der Walze 10 der gleiche Druck aufgrund der offenen Konstruktion.
Vorhergehend ist die Erfindung lediglich anhand einiger bevorzugter beispielhafter Ausfüh- rungsformen beschrieben worden, wobei die Erfindung allerdings keinesfalls strikt auf die Einzel- heiten der Ausführungsbeispiele begrenzt sein soll. Vielerlei Variationen und Abwandlungen sind innerhalb des in den folgenden Patentansprüchen definierten Bereiches der erfinderischen Idee moglich.