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Die Erfindung bezieht sich auf eine Anhängevorrichtung für Zugfahrzeuge mit einer in einander zugekehrten Führungsnuten zweier Vertikalschienen höhenverstellbar abgestützten Kupplungsplatte, die eine Anhängekupplung trägt und durch Verrasten zweier zu den Vertikalschienen hin ausgerichteter, schiebebetätigbarer Riegelbolzen in Rastausnehmungen der Vertikalschienen verriegelbar ist, wobei die im Verriegelungssinn federbelasteten Riegelbolzen mittels einer gemeinsamen, an der Rückseite der Kupplungsplatte auf einem diese durchragenden Lagerzapfen der Anhängekupplung schwenkbar gelagerten und einen Handgriff aufweisenden Schwenkscheibe im Entriegelungssinn betätigbar sind.
Um die Kupplungshöhe eines Zugfahrzeuges auf die jeweiligen Anhänger oder anzukuppelten Arbeitsmaschinen und -geräte abstimmen zu können, werden die Anhängekupplungen an einer höhenverstellbaren Kupplungsplatte einer am Fahrzeugrahmen angebauten Anhängevorrichtung montiert, welche Kupplungsplatte in verschiedenen Höhenlagen verriegelbar ist.
Zur Vermeidung eines mühsamen und auch gefährlichen Verriegelns mit losen Steckbolzen od. dgl. wurden bereits verschiedene Verriegelungskonstruktionen vorgeschlagen, die eine Betätigung von Riegelbolzen über Schwenkhebel ermöglichen, und aus der AT 001 287 U ist auch schon eine Anhängevorrichtung bekannt, bei der zur Betätigung der im Verriegelungssinn federbelasteten, entgegengesetzt zueinander ausgerichteten Riegelbolzen eine mit einem Handgriff bestückte Schwenkscheibe auf dem die Kupplungsplatte durchragenden Lagerzapfen der Anhängekupplung schwenkverstellbar lagert, welche Schwenkscheibe von einer Kreisbahn um die Schwenkachse abweichende Führungsschlitze zum Eingriff von schwenkachsparallelen Betätigungsstiften der Riegelbolzen aufweist.
Es entsteht eine Art Kulissenführung, durch die ein Verschwenken der Schwenkscheibe in eine gegengleiche Verschiebebewegung der Riegelbolzen umgewandelt wird, so dass sich eine einfach handhabbare Verriegelung ergibt, die sich auch bereits durchaus bewährt hat. Allerdings ist diese Verriegelungskonstruktion in ihrer Montage etwas aufwendig, die Schwenkscheibe bedarf eines grösseren Schwenkwinkels, um den erforderlichen Verschiebeweg der Rtegelbolzen sicherzustellen und nicht zuletzt ist die Verriegelungskonstruktion verschmutzungsanfällig.
Bei einer anderen bekannten Anhängevorrichtung (EP 0 016 317 A1) ist die Schwenkscheibe auf der Vorderseite der Kupplungsplatte auf einem Lagerzapfen schwenkbar gelagert, wobei die Schwenkscheibe und die Riegelbolzen miteinander über Lenker antriebsverbunden sind. Schwenkscheibe, Lenker und Riegelbolzen sind hintereinander angeordnet, was eine erhöhte Bautiefe dieser Anhängevorrichtung mit sich bringt, die ausserdem aufgrund der an der Vorderseite der Kupplungsplatte angeordneten Schwenkscheibe einen entsprechenden Fertigungsaufwand erfordert.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Anhängevorrichtung der eingangs geschilderten Art zu schaffen, die sich bei geringer Baugrösse rationell zusammenbauen lässt, schmutzunempfindlich ist und schon mit vergleichbar geringen Stellwegen ihres Handgriffes zu einer funktionssicheren Verriegelung bzw. Entriegelung führt.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass die Schwenkscheibe und die Riegelbolzen in an sich bekannter Weise miteinander über Lenker in Verbindung stehen, dass die Lenker in der Schwenkscheibenebene radial ausserhalb der Schwenkscheibe verlaufen und einerends mit einem abgewinkelten zylindrischen Anlenkkopf in umfangseitig offene Lageraugen der Schwenkscheibe um eine zur Schwenkscheibenachse parallele Schwenkachse schwenkbewegbar eingreifen und andernends, wie an sich ebenfalls bekannt, über eine Lagerbohrung und einen zur Schwenkscheibenachse parallelen Betätigungsstift an den Riegelbolzen angelenkt sind. Die Schwenkscheibe lässt sich ohne Schwierigkeiten auf dem Lagerzapfen der Anhängekupplung aufsetzen und Schwenkscheibe und Lenker bzw.
Lenker und Riegelbolzen können mit wenigen Handgriffen ineinandergesteckt bzw. miteinander drehbar verbunden werden, so dass eine sehr leicht montierbare Konstruktion vorliegt. Darüber hinaus wird durch die aussen an der Schwenkscheibe angreifenden Lenker schon eine kleine Schwenkbewegung der Schwenkscheibe in einen ausreichend gro- ssen Verstellweg der Riegelbolzen umgewandelt, wodurch bereits geringe Stellbewegungen des Handgriffes der Schwenkscheibe zum Ent- und Verriegeln ausreichen und eine einfach und bequem handhabbare Anhängevorrichtung entsteht. Da es keine Schlitz- oder Kulissenführungen gibt und durch die Relativbewegung zwischen Lenker und Schwenkscheibe sich ansetzender Schmutz immer wieder beseitigt wird, kommt es zu einer weitgehend schmutzunempfindliche Verriegelungkonstruktion, die sich damit auch durch ihre Funktionssicherheit auszeichnet.
Aufgrund der in der
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Schwenkscheibenebene angeordneten Lenker wird auch eine platzsparende Bauweise erreicht, die sich gut an die beengten Raumverhältnisse im Anhängebereich eines Zugfahrzeuges anpassen lässt.
Weisen die Lenker eine der Schwenkscheibe zugekehrte, zwischen den endseitigen Anlenkstellen konkav verlaufend Längsseite auf, können sich die Lenker beim Betätigen der Schwenkscheibe mehr oder weniger an den Scheibenumfang anschmiegen, was die Kompaktheit der Konstruktion weiter vergrössert.
Um die Sicherheit der Verriegelung zu garantieren, gibt es meist für die Schwenkscheibe od. dgl. eine zusätzliche Sperreinrichtung. Weist daher wenigstens ein Lenker eine Sicherungsbohrung oder eine randseitige Sicherungsausnehmung zum Eingriff eines in der Kupplungsplatte sitzenden Sicherungsstiftes auf, ist auf einfache Weise eine solche Schwenksperre durch eine Lagefixierung des Lenkers über den Sicherungsstift gewährleistet.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigen
Fig. 1 und 2 eine erfindungsgemässe Anhängevorrichtung in teilgeschnittener Rückansicht bzw. in teilgeschnittener Draufsicht.
Eine Anhängevorrichtung 1 zum höhenrichtigen Ankupplen von Anhängern, Arbeitsmaschinen u. dgl. weist zwei in nicht weiter dargestellter Weise an einem Zugfahrzeug angebaute Vertikalschienen 2 auf, die einander zugekehrte Führungsnuten 3 mit einer Mehrzahl von Rastausnehmungen 4 bilden. In diesen Führungsnuten 3 ist eine Kupplungsplatte 5 höhenverstellbar abgestützt, die eine Anhängekupplung 6 trägt, wobei die Anhängekupplung 6 mit einem Lagerzapfen 7 eine Lagerbohrung 8 der Kupplungsplatte 5 durchragt.
Zur Verriegelung der Kupplungsplatte 5 in den verschiedenen Höhenlagen gibt es zwei einander entgegengesetzt ausgerichtete Riegelbolzen 9, die zum Verrasten mit den Rastausnehmungen 4 der Vertikalschienen 2 verschiebbar in horizontalen Führungsbohrungen 10 der Kupplungsplatte 5 sitzen und über eine Verriegelungsfeder 11 im Verriegelungssinn federbelastet werden. Zur Betätigung der Riegelbolzen 9 ist eine mit einem Handgriff 12 ausgestattete Schwenkscheibe 13 an der Rückseite der Kupplungsplatte 5 direkt am Lagerzapfen 7 der Anhängekupplung 6 schwenkbar gelagert und mit den Riegelbolzen 9 über zwei Lenker 14 verbunden.
Diese Lenker 14 liegen in der Schwenkscheibenebene radial ausserhalb der Schwenkscheibe 13 und greifen einerends mit einem abgewinkelten zylindrischen Anlenkkopf 15 in umfangseitig offene Lageraugen 16 der Schwenkscheibe 13 um eine zur Schwenkscheibenachse A parallele Schwenkachse S schwenkbewegbar ein und sind andernends über eine Lagerbohrung 17 und einen zur Schwenkscheibenachse A parallelen Betätigungsstift 18 seitlich an den Riegelbolzen 9 angelenkt. Die Betätigungsstifte 18 durch ragen Längsschlitze 19 der Führungsbohrungen 10, so dass einerseits der Verstellweg der Riegelbolzen 9 über die Länge des Längsschlitzes begrenzt ist und sich anderseits eine Verdrehsicherung für die Riegelbolzen ergibt.
Um eine kompakte Bauweise zu erreichen, bilden die Lenker 14 eine der Schwenkscheibe 13 zugekehrte konkave Längsseite 20, womit sie sich gut an den Scheibenaussenrand anschmiegen können.
In Verriegelungsstellung ist die Schwenkscheibe 13 mit ihrem Handgriff 12 gegenüber einer Vertikalen durch die Schwenkscheibenachse A im Verriegelungssinn winkelversetzt, so dass zum Entriegeln der Kupplungsplatte 5 die Schwenkscheibe 13 mit ihrem Handgriff 12 in die Vertikale zu verschwenken ist, wodurch über die Lenker 14 die Riegelbolzen 9 entgegen der Kraft der Verriegelungsfedern 11 aus den Rastausnehmungen 4 zurückgezogen werden und die Kupplungsplatte 5 freigegeben ist. Ausserdem kommt dabei der Handgriff 12 genau oberhalb der Schwenkscheibenachse zu liegen und befindet sich oberhalb des Schwerpunktes der Kupplungsplatte bzw. der Anhängekupplung.
In dieser Entriegelungsstellung lässt sich daher über den Handgriff 12 die Anhängekupplung 6 problemlos der Höhe nach verstellen, worauf ein Loslassen des Handgriffes 12 aufgrund der Federbelastung der Riegelbolzen 9 wieder zu einem Einrasten der Riegelbolzen 9 in die nächste Rastaussparung 4 und damit zum selbsttätigen Verriegeln führt.
Zur zusätzlichen Sicherung der Verriegelungsstellung ist an der Kupplungsplatte 5 ein federbelasteter Sicherungsstift 21 vorgesehen, der in Verriegelungsstellung mit einer Sicherungsbohrung 22 der Lenker 14 verrastet und damit eine Betätigung der Riegelbolzen 9 über die Schwenkscheibe 13 bzw. den Handgriff 12 verhindert.