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Die Erfindung betrifft eine Faltbordwand für LKW Aufbauten, die in Richtung Fahrbahn abklappbar ist und aus mahreren übereinander angeordneten Elementen besteht, welche durch Scharniere schwenkbeweglich miteinander verbiniden sind.
Um einen LKW - Aufbau, insbesondere einen Sattelauflieger, auf beiden Seiten zu verschlie- ssen, gibt es verschiedenste Systeme mit Planen, Schiebeplanen und Bordwänden, die jedoch sehr unkomfortabel und aufwendig zu bedienen oder nicht flexibel genug sind, um verschiedenste Transportaufgaben zu lösen.
Weiters sind aus der AT 305792B und der EP 007680A1 eine nach unten faltbare Bordwand bekannt, die beide eine sehr aufwendige Mechanik benötigen, wobei die Verschliesshöhe mit ca.
2m begrenzt ist, da höhere Elemente im geöffneten Zustand den Boden berühren würden und beim Beladen und Einfedern des Fahrzeuges Schäden an den Bordwänden auftreten könnten.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, den Verschluss über eine Aufbauhöhe von 2, 70 m zu ermöglichen, da im modernen Güterverkehr diese Innenhöhe und seitliche Durchladehö- he notwendig ist.
Weiters sollte eine aufwendige Mechanik aus Herstellung-, Gewichts- und Wartungsgründen vermieden werden.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass zwischen den Elementen das Ab-, und Aufklappen unterstützende Drehstabfedern vorgesehen sind.
Durch diese besondere Konstruktion ergibt sich die Möglichkeit, z. B. Sattelauflieger auf beiden Seiten ohne Plane zu verschliessen und das Ladegut vor Umwelteinflüssen zu schützen und einen sicheren Halt zu geben.
Ausserdem ist es möglich, das Dach mittels üblichem Schiebeverdeck und das Heck mittels Türen zu öffnen. Es ist auch möglich an der Seite eines Fahrzeuges z. B. 1, 2, 3, 4 oder 5 Faltbordwände anzubringen und diese wie üblich ein- und auszuhängen. Im geöffneten Zustand können die Rungen entfernt werden, dies ist beim Be- bzw. Entladen langer Güter erforderlich.
Es ist mitunter auch notwendig, nur die Hälfte oder ein Viertel des Fahrzeuges zu öffnen, auch das ist gegenüber anderen Systemen möglich. Weiters wird darauf verwiesen, dass beim Öffnen die Oberkante des mittleren Elementes durch einen Hebel, der in den Rungen geführt ist, in Richtung Fahrbahn verschoben wird, vom Ladegut abrückt und dadurch ein Blockieren des Systems vermieden wird.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigt :
Fig. 1 Die Faltbordwand im geschlossenen Zustand
Fig. 2 Die Faltbordwand im halb geöffneten Zustand
Fig. 3 Die Faltbordwand im geöffneten Zustand
Fig. 4 Das Scharnier mit der Drehstabfeder
Fig. 5 Die Ausführung der Rungen
Gemäss der Fig. 1, 2 und Fig. 3 ist ersichtlich, dass an der Unterkante der Bordwand eine herkömmliche, übliche und drehbare Lagerung 1 vorgesehen ist. Das untere Element 15 ist mit dem mittleren Element 4 über ein Scharnier 2 verbunden, in dem eine Drehstabfeder 3 sitzt, dessen Drehmoment bestrebt ist, die Elemente 4, 6, 15 in einer Linie zu halten (zu schliessen).
An beiden Enden der Oberkante des mittleren Elementes 4 befindet sich jeweils ein Hebel 5, dessen Aufgabe es ist, die Bordwand beim Öffnen mittels Rollen, die seitlich in die Führungen der Rungen eingreifen, nach unten zu führen und gleichzeitig Abstand vom Ladegut herzustellen.
Die Hebel 5 müssen weiters so gekrümmt sein, dass sie im geöffneten Zustand (Fig. 3) in den Aussenrahmen des Fahrzeuges und nicht mehr in den Rungen eingreifen, um ein Entfernen der Rungen zu ermöglichen ; ausserdem sollten sie den Abstand zwischen Aussenrahmen und mittlerem Element 4 so halten, dass ein vollständiges Offnen in Richtung Fahrbahn, also um 1800, möglich ist. Das mittlere und obere Element 6 sind ebenfalls mit einem Scharnier 7, in dem eine Drehstabfeder 8 angebracht ist, verbunden.
Das Drehmoment der Drehstabfeder 8 hat ebenfalls die Aufgabe, das obere Element 6 zu schliessen. An den beiden Enden der Oberkante des oberen Elementes 6 sind jeweils kurze Bolzen 10 angebracht, die kurz bevor die Bordwand verriegelt wird in die dafür vorgesehene Führung 9 in den Rungen (Fig. 5) gedrückt werden und beim völligen Schliessen der Bordwand in der Führung 9 nach oben gedrückt werden.
Weilers sollten die Führungen 11 in den Rungen (Fig. 5), die die beiden Hebel 10 des mittleren
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Elementes 4 aufnehmen, so ausgeführt sein, dass das mittlere Element 4 kurz vor dem Schliessen nach innen gedrückt wird. Die Drehstabfedern 3,8 in den Scharnieren (Fig. 4) sind an einem Ende mit einem 6-Kant 12 oder ähnlichem zu versehen, um gegebenenfalls eine Vorspannung der Drehstabfedern vorzunehmen. Ausserdem muss an den Enden der Scharniere jeweils eine Verschraubung 13 angebracht sein, die das Drehmoment auf die Elemente der Faltbordwand überträgt.
Empfehlenswert wäre eine leichte Verzahnung 14 in den Verschraubungen (Schelle) 13 und an den Enden der Drehstabfedern.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Faltbordwand für LKW-Aufbauten, die in Richtung Fahrbahn abklappbar ist und aus meh- reren übereinander angeordneten Elementen besteht, welche durch Scharniere schwenk- beweglich miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Ele- menten (4, 6, 15) das Ab- und Aufklappen unterstützende Drehstabfedern (3, 8) vorgesehen sind.