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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Bedienen eines elektrischen Küchenherdes, der mehrere Einrichtungen zum Kochen bzw. Backen mit einem den zu bedienenden Einrichtungen gemeinsamen Bildschirm aus Flüssigkristallen und mit einem zugehörigen Bedienungsfeld aufweist, dessen Schaltfelder eine Steuereinrichtung für die einzelnen Einrichtungen über einen Rechner ansteuern.
Elektrische Küchenherde, die beispielsweise mehrere Kochstellen, ein Backrohr und eine Einrichtung zum Erwärmen von Speisen mit Hilfe von Mikrowellen aufweisen, werden üblicherweise mit Hilfe von Dreh- und Druckschaltern gesteuert, die den einzelnen Einrichtungen zum Kochen bzw. Backen zugeordnet smd. Diese im allgemeinen in Bedienungsfeldern für die einzelnen Einrichtungen angeordneten Schalter erlauben die Vorgabe bestimmter Temperatur- bzw. Leistungsbereiche für die jeweiligen Einreichungen, wobei über ein Zeitglied gegebenenfalls auch die Einschaltzeit vorgewählt werden kann. Nachteilig bei diesen bekannten elektrischen Küchenherden ist allerdings, dass wegen der jeder Einrichtung zugeordneten, räumlich voneinander zu trennenden Bedienungsfelder die Handhabung und Bedienung eines solchen Küchenherdes unübersichtlich wird, insbesondere wenn es gilt, die Ein- bzw.
Ausschaltzeiten vorzugeben. Dazu kommt, dass in vielen Fällen der zeitliche Temperaturverlauf an den Garverlauf der einzelnen Speisen angepasst werden sollte, was jedoch mit den herkömmlichen Herdsteuerungen kaum möglich ist.
Bei einem Mikrowellenherd mit einer Grilleinrichtung ist es schliesslich bekannt (EP 0 482 578 A1), der Grilleinrichtung und der Mikrowelleneinrichtung einen gemeinsamen Bildschirm aus Flüssigkristallen zuzuordnen, doch werden diese Einrichtungen über ein gemeinsames Bedienungsfeld bedient, das gesondert vom Bildschirm vorgesehen ist. Die Steuerung der Kocheinrichtungen erfolgt über ein Programm, das in Abhängigkeit von emem ausgewählten Rezept aus einem Speicher ausgelesen wird Diese Auswahl erfolgt über das Bedienungsfeld, dessen Schaltfelder durch Schalttasten unveränderbar vorgegeben sind. Nachteilig bei diesem bekannten Mikrowellenherd ist wiederum, dass die unterschiedlichen Einrichtungen nicht in einfacher Weise über angepasste Bedienungsfelder betätigt werden konnen, weil hiefür nur ein gemeinsames Bedienungsfeld zur Verfügung steht.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Bedienen eines elektrischen Küchenherdes der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, dass in einfacher und übersichtlicher Weise die Steuerung der einzelnen Einrichtungen zum Kochen bzw Backen vorgenommen werden kann
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass der Bildschirm aus Flüssigkristallen mit einer Abdeckung aus einer durchsichtigen, druckempfindlichen und bei einer Druckbeanspruchung ihren elektrischen Widerstand ändernden Folie versehen ist, die eine über eine Auswerteschaltung mit dem Rechner verbundene Eingabeeinheit mit über eine Menüanzeige vorgegebenen,
durch eine Druckbelastung der Folie betätigbaren Schaltflächen zum Auslesen eines der betätigten Schaltfläche zugeordneten Programms aus einem Programmspeicher für die Steuerprogramme der jeweils den einzelnen Einrichtungen zugeordneten, unterschiedlichen Bedienungsfelder in den Rechner bildet, und dass die Schaltfelder des jeweils zufolge des ausgelesenen Steuerprogramms auf dem Bildschirm angezeigten Bedienungsfeldes aus durch das Bedienungsfeld vorgegebenen Schaltflächenbereichen der druckempfindlichen Folie des Bildschirms bestehen.
Durch das Vorsehen eines den einzelnen Einrichtungen gemeinsamen Bildschirms, auf dem die Bedienungsfelder für die einzelnen Einrichtungen nacheinander oder nebeneinander aufgerufen werden können, um die zu betätigende Einrichtung über ihr Bedienungsfeld anzusteuern, wird eine übersichtliche und vorteilhafte Bedienung der einzelnen Einrichtungen zum Kochen und Backen möglich, wenn dafür gesorgt ist, dass nicht nur die einzelnen Bedienungsfelder auf dem Bildschirm abrufbar sind, sondern auch über den Bildschirm einfach bedient werden können.
Zu diesem Zweck wird der Bildschirm als sogenannter Touch-Screen aufgebaut, der zur Bildwiedergabe über einen Rechner angesteuerte Flüssigkristalle aufweist, die mit einer durchsichtigen, druckempfindlichen und bei einer Druckbeanspruchung ihren elektrischen Widerstand ändernden Folie abgedeckt sind, so dass bei einer Druckbeanspruchung der Folie aufgrund der Änderung der sowohl in einer Längs- als auch in einer Querrichtung angelegten elektrischen Spannung die Koordinatenlage der ortlichen Druckbelastung der Folie über eine Auswerteschaltung eindeutig bestimmt werden kann. Zum Aufrufen des für die zu betätigende Einrichtung erforderlichen Bedienungsfeldes bildet die druckempfindliche Folie eine Eingabeeinheit mit Schaltflächen, die über eine Menü-
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anzeige bildlich vorgegeben sind.
Bei einer Druckbelastung der für die ausgewählten Einrichtungen vorgesehenen Schaltflächen kann somit über den an die Auswerteschaltung der druckempfindlichen Folie angeschlossenen Rechner ein Auslesebefehl an einen Programmspeicher ausgegeben werden, der die Steuerprogramme für die Bedienungsfelder der einzelnen Einrichtungen enthält.
Über das in den Rechner eingelesene Steuerprogramm für die jeweils ausgewählte Einrichtung wird nicht nur die bildliche Darstellung des ausgewählten Bedienungsfeldes über die Flüssigkristalle des Bildschirmes, sondern auch die Zuordnung der über eine Druckbelastung der druckempfindlichen Folie erhaltenen Steuersignale zu den Einrichtungsfunktionen gesteuert, die aufgrund der örtlichen Bildschirmanzeige beeinflusst werden sollen. Mit Hilfe einer an den Rechner angeschlossenen Steuereinrichtung für die einzelnen Einrichtungen können somit die einzelnen Einrichtungen über das auf dem Bildschirm wiedergegebene Bedienungsfeld einfach betätigt werden, indem die programmbedingt vorgegebenen Schaltflächenbereiche beispielsweise durch Fingerdruck beaufschlagt werden.
Mit den vorgeschlagenen Massnahmen werden ausserdem vorteilhafte Voraussetzungen geschaffen, den zeitlichen Temperatur- bzw. Leistungsverlauf für einzelne Einrichtungen vorzugeben, weil ja das Bedienungsfeld für diese Einrichtungen mit einer Zeit- und einer Temperatur- bzw.
Leistungsachse versehen werden kann, so dass der gewünschte zeitliche Temperatur- bzw. Leistungsverlauf in das durch die beiden Achsen bestimmte Koordinatensystem über die druckempfindliche Folie eingezeichnet werden kann. Der eingezeichnete, über die Flüssigkristallanzeige bildlich wiedergegebene Temperatur- bzw. Leistungsverlauf kann dann als Sollwertvorgabe für die Steuereinrichtung ausgewertet werden, über die die einzelnen Einrichtungen entsprechend der Sollwertvorgabe angesteuert werden.
Der Bildschirm kann selbstverständlich auch zur Anzeige der jeweiligen Ist-Werte der für die Steuerung der einzelnen Einrichtungen massgebenden Werte ausgenützt werden. Das Vorsehen eines Bildschirmes eröffnet auch die Möglichkeit, zusätzliche Daten anzuzeigen, wenn der Rechner in an sich bekannter Weise an einen Datenspeicher für über einen Datenträger einlesbare Daten angeschlossen wird und die Auswertung bzw. Anzeige dieser Daten programmbedingt steuert.
Damit können nicht nur Kochrezepte auf dem Bildschirm wiedergegeben, sondern auch Sollwerte für die Steuerung einzelner Einrichtungen in Abhängigkeit von den ausgewählten Rezepten vorgegeben werden, wobei über Menüabfragen bestimmte Randbedingungen über den Bildschirm zusätzlich eingegeben werden können, wie dies beispielsweise für Mengenangaben erforderlich ist.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Bedienen eines elektrischen Küchenherdes in einem schematischen Blockschaltbild,
Fig. 2 ein mögliches auf einem Bildschirm anzeigbares Bedienungsfeld und
Fig. 3 ein weiteres auf dem Bildschirm abrufbares Bedienungsfeld in einer schematischen An- sicht.
Wie in der Fig. 1 vereinfacht angedeutet ist, können verschiedene Einrichtungen 1 zum Kochen bzw. Backen, beispielsweise verschiedene Kochstellen, ein Backrohr, eine Mikrowelleneinrichtung u. dgl. mittels einer Steuereinrichtung 2 angesteuert werden, und zwar über einen gemeinsamen Bildschirm 3, der einerseits eine Anzeigeeinheit 4 und anderseits eine Eingabeeinheit 5 umfasst. Die Anzeigeeinheit 4 wird durch Flüssigkristalle gebildet, die von einer druckempfindlichen Folie der Eingabeeinheit 5 abgedeckt ist. Da der elektrische Widerstand dieser Folie in einer Längs- und einer Querrichtung von der Druckbelastung der Folie im Bereich der jeweiligen Längs- bzw. Querrichtung abhängt, kann jede Druckbelastung der Folie über eine Spannungsänderung zwischen zwei einander bezüglich der Längs- bzw.
Querrichtung gegenüberliegenden Punkten örtlich in einer Auswerteschaltung 6 erfasst und davon Steuersignale abgeleitet werden, die in einem angeschlossenen Rechner 7 verarbeitet werden. Wird über den Rechner 7 die Anzeigeeinheit 4 im Sinne der bildlichen Wiedergabe von Schaltflächen oder Schaltflächenbereichen angesteuert, wofür unter Umständen eine gesonderte Steuerstufe 8 vorgesehen wird, so kann bei einer Druckbelastung der die Anzeigeeinheit 4 abdeckenden Folie im Bereich einer solchen angezeigten Schaltfläche oder eines solchen Schaltflächenbereiches ein Steuersignal erzeugt werden, das eindeutig der Schaltfunktion zugeordnet werden kann, die durch die angezeigte Schaltfläche bzw. durch den angezeigten Schaltflächenbereich bestimmt wird.
Dies kann zunächst für das Abrufen eines Bedie-
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nungsfeldes 9 auf den Bildschirm 3 anhand eines Menüs aus Schaltflächen 10erreicht werden, wie dies in der Fig. 2 angedeutet ist. Durch ein Antippen einer der Schaltflächen 10 wird das Bedienungsfeld 9 der diesem Schaltfeld 10 zugeordneten Einrichtung 1 angezeigt. Über das der angetippten Schaltfläche 10 zugehörige Steuersignal wird nämlich ein Programmspeicher 11 für die Steuerprogramme der den einzelnen Einrichtungen 1 zugehörigen Bedienungsfelder 9 angewählt, um das ausgewählte Steuerprogramm in den Rechner 7 zu laden, der nicht nur die Flüssigkristallanzeige 4 im Sinne der bildlichen Wiedergabe des Bedienungsfeldes 9 ansteuert, sondern auch die den abgebildeten Schaltflächenbereichen 12 entsprechenden Folienbereiche den bildlich angegebenen Funktionen zuordnet.
Damit wird es in einfacher Weise möglich, über das jeweilige Bedienungsfeld 9 die zugehörige Einrichtung 1 zu betätigen, und zwar mit Hilfe des Rechners 7, der mit der Steuereinnchtung 2 über eine entsprechende Signalübertragungsstrecke 13 verbunden ist.
Nach der Fig. 2 des dargestellten Ausführungsbeispieles wurde die Schaltfläche 10a für das Backrohr betätigt, dessen Bedienungsfeld 9 am Bildschirm 3 angezeigt wird. Kennzeichnend für dieses Bedienungsfeld 9 ist, dass die Backrohrtemperatur über einer in Minuten angegebenen Zeitachse vorgegeben werden kann. Zu diesem Zweck kann in das durch die Temperatur- und die Zeitachse gebildete Koordinatensystem ein gewünschter Temperaturverlauf auf dem Bildschirm durch einen Stift oder mit dem Finger eingezeichnet werden, wobei der eingezeichnete Temperaturverlauf über die druckempfindliche Folie der Eingabeeinheit den zeitlichen Sollwertverlauf für das Backrohr an den Rechner 7 weitergibt. Über zusätzliche Schaltflächenbereiche 12 können ausserdem die Schaltintervalle für einen Heisslufteinsatz oder den Einsatz einer Mikrowelleneinrichtung vorgegeben werden.
Weitere Schaltflächenbereiche sind für das Umschalten zwischen einem Brat- und einem Backvorgang vorgesehen. Ausserdem ist es möglich, über eine Bildumschaltung 10b andere Darstellungen des Bedienungsfeldes 9 oder andere Anzeigen abzurufen.
In der Fig. 3 ist eine solche mögliche Bildumschaltung für vier durch je eine Herdplatte gebildete Kochstellen gezeigt. In einem Anzeigefeld 14 sind die einzelnen Platten mit den jeweiligen Temperatur-Ist-Werten ersichtlich. Über die den einzelnen Platten zugehörigen Schaltflächen 12 können die jeweiligen Sollwert-Temperaturen eingestellt werden, wobei über Ein- und Ausschaltflächen die Platten ein- und ausgeschaltet werden können. Ausserdem können über Umschaltflächen 12a zwischen einer temperaturbezogenen Handsteuerung und einer mengenbezogenen Automatiksteuerung der Platten umgeschaltet werden, die anhand der eingegebenen, in Liter angezeigten Menge die Kochzeit für eine voreingestellte Temperatur programmbedingt vorgibt, wie dies für eine Kochplatte angedeutet ist.
Sind die einzelnen Einrichtungen 1 über die Bedienungsfelder 9 entsprechend angesteuert worden, so übernimmt der Rechner 7 im Zusammenwirken mit der Steuereinrichtung 2 programmbedingt die Steuerung der angewählten Einrichtungen 1 unter Berücksichtung der Soll-Wert-Vorgaben. Der Ist-Wert der Temperatur der einzelnen Gerate wird dabei über Temperaturfühler 15 überwacht, so dass über einen Soll-Istwertabgleich eine genaue Temperaturführung der Einrichtungen 1 in herkömmlicher Weise möglich wird. Die Zeitvorgabe wird durch ein Zeitglied 16 erreicht, das dem Rechner 7 zugehört.
Zur Verarbeitung bzw. Anzeige zusätzlicher Daten kann eine weitere Eingabeeinheit 17 vorgesehen werden, die über eine Auswerteschaltung 18 an den Rechner 7 angeschlossen ist, um die über die Eingabeeinheit 17 eingelesenen Daten in einem hiefür vorgesehenen Datenspeicher 19 abzulegen und bei Bedarf aufrufen zu können. Über diese Eingabeeinheit 17 können Datenträger in den Datenspeicher 19 ausgelesen werden. Damit wird es z. B. möglich, Rezepte zu laden, die am Bildschirm 3 ausgegeben werden, um die Einrichtungen 1 in Abhängigkeit von den ausgewählten Rezepten steuern zu können. Entsprechende Randbedingungen, wie die Anzahl der Personen, für die gekocht werden soll, können über den Bildschirm eingegeben werden, so dass über die entsprechend gestalteten Rezeptprogramme die Steuerung der dabei zum Einsatz kommenden Einrichtungen 1 automatisch vorgegeben werden kann.
Die über das Rezept vorgeschlagenen Werte können selbstverständlich an entsprechende Verhältnisse angepasst werden, weil die über die Flüssigkristallanzeige 4 bildlich wiedergegebenen Werte unmittelbar über die druckempfindliche Folie der Eingabeeinheit 5 abgeändert werden können.
Um die Ablesbarkeit der Flüssigkristallanzeige 4 zu verbessern, kann selbstverständlich der Bildschirm 3 mit einer Beleuchtungseinrichtung 20 versehen sein, die über den Rechner 7 gesteu-
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ert werden kann.
PATENTANSPRÜCHE:
1. Vorrichtung zum Bedienen eines elektrischen Küchenherdes, der mehrere Einrichtungen zum Kochen bzw. Backen mit einem den zu bedienenden Einrichtungen gemeinsamen
Bildschirm aus Flüssigkristallen und mit einem zugehörigen Bedienungsfeld aufweist, des- sen Schaltfelder eine Steuereinrichtung für die einzelnen Einrichtungen über einen Rech- ner ansteuern, dadurch gekennzeichnet, dass der Bildschirm (3) aus Flüssigkristallen mit einer Abdeckung aus einer durchsichtigen, druckempfindlichen und bei einer Druckbean- spruchung ihren elektrischen Widerstand ändernden Folie versehen ist, die eine über eine
Auswerteschaltung (6) mit dem Rechner (7) verbundene Eingabeeinheit (5) mit über eine
Menüanzeige vorgegebenen, durch eine Druckbelastung der Folie betätigbaren Schaltflä- chen (10) zum Auslesen eines der betätigten Schaltfläche (10)
zugeordneten Programms aus einem Programmspeicher (11) für die Steuerprogramme der jeweils den einzelnen
Einrichtungen (1) zugeordneten, unterschiedlichen Bedienungsfelder (9) in den Rechner (7) bildet, und dass die Schaltfelder des jeweils zufolge des ausgelesenen Steuerpro- gramms auf dem Bildschirm (3) angezeigten Bedienungsfeldes (9) aus durch das Bedie- nungsfeld (3) vorgegebenen Schaltflachenbereichen (12) der druckempfindlichen Folie des
Bildschirms (3) bestehen.