<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung bezieht sich auf einen Koffer zur Aufnahme eines stossempfindlichen elektri- schenielektronischen Gerätes, wie insbesondere eines Notebooks, umfassend einen das Gerät haltenden Unterteil und einen Oberteil, wobei im bei geschlossenem Koffer über dem Gerät liegenden Bereich des Oberteiles zumindest ein Dämpfungselement angeordnet ist, welches sich lediglich über Abschnitte des Bereiches erstreckt und in zumindest einem, bei geschlossenem Koffer über zumindest einer druckunempfindlichen Zone des Gerätes liegenden Bereich angeordnet ist.
Koffer zur Aufnahme eines stossempfindlichen elektrischen/elektronischen Gerätes, wie insbesondere eines Notebooks, umfassend einen das Gerät haltenden Unterteil und einen Oberteil, wobei im bei geschlossenem Koffer über dem Gerät liegenden Bereich des Oberteiles zumindest ein Dämpfungselement angeordnet ist.
Der Vorteil von tragbaren Computern wie Laptops oder Notebooks liegt in erster Linie darin, dass sie aufgrund ihrer kleinen Bauform auch ausserhalb von Büro- oder Kanzleiräumlichkeiten eingesetzt werden können. In aller Regel wird für einen ordnungsgemässen Betrieb aber nicht nur der Computer allein sondern werden zusätzlich ein oder mehrere Pheripheriegeräte, wie Drucker, externes Netzteil zum Anschluss des Computers an das Spannungsversorgungsnetz, CDs, Disketten und dergleichen benötigt. Um all diese Utensilien gemeinsam und geordnet transportieren zu können sind bereits Koffer bekannt, deren Innenraum zur geordneten Aufnahme des Computers und der notwendigen Zusatzgeräte ausgestaltet ist.
Da Laptops und Notebooks, genauer gesagt insbesondere deren Festplatten bzw. deren Bildschirme, sowie die meisten ihrer Zusatzgeräte besonders empfindlich gegen mechanische Beanspruchungen sind, brauchen diese unbedingt eine stoss- und erschütterungssichere Verpakkung. Die in den besagten Koffern angeordneten Halterungen für das Notebook bzw. für andere stossempfindliche Geräte müssen daher entsprechend gut dämpfend konstruiert sein.
Diese Halterungen sind im Unterteil des Koffers angeordnet und stellen in erster Linie sicher, dass die im Koffer-Unterteil angeordneten Geräte nicht In der Ebene des Koffer-Unterteiles verrutschen können bzw. nehmen in Richtung der Kofferunterteil-Ebene verlaufende, auf das Notebook einwirkende Kräfte auf.
Zum Transport des Notebooks wird der Koffer geschlossen, d. h. der Oberteil des Koffers auf den Unterteil aufgelegt. Ein solcher geschlossener Koffer hat eine relativ kleine Aufstandfläche im Vergleich zu seiner Höhe, womit die Gefahr gegeben ist, dass der Koffer umkippt. Trifft der Koffer bei einem solchen Umkippen auf die Seitenwand des Ober- oder Unterteiles auf, treten quer zur Kofferebene verlaufende stossförmige Kräfte auf, die auf das Notebook einwirken und dieses erschüttern. Auch beim Auflegen des geschlossenen Koffers auf eine Auflagefläche, wie z. B. einen Tisch, zwecks Inbetriebnahme des Notebooks oder beim Wegnehmen des Koffers aus dieser Lage treten ebenfalls die erörterten, quer zur Kofferebene verlaufenden, das Notebook erschütternde Kräfte auf.
Diese Kräfte versuchen jeweils, das Notebook aus dem Kofferunterteil zu lösen und in Richtung des Koffer-Oberteiles zu bewegen. Das Auftreffen des Notebooks am Koffer-Oberteil kann zu Beschädigungen desselben führen. Selbst wenn die erörterten Kräfte nicht ausreichend hoch sind, um besagte Bewegung hervorzurufen, haben sie jedenfalls Erschütterungen des Notebooks zur Folge, welche ebenfalls mechanische Beschädigungen an diesem hervorrufen können.
In Vermeidung dieser Beschädigungsgefahr ist es bereits bekannt, im Oberteil des Koffers ein Dämpfungselement anzuordnen, das sich über die gesamte, dem Oberteil benachbarte Oberflache des Notebooks erstreckt und bei geschlossenem Oberteil federnd am Notebook anliegt.
Solche, sich über die gesamte vom Oberteil eines Koffers aufgespannte Fläche erstreckende Dämpfungselemente sind in anderen Zusammenhängen bereits aus folgenden beiden Dokumenten bekannt : In der US-PS-3 811 562 wird ein Waffenkoffer beschrieben, der wie ein herkömmlicher Koffer einen Unterteil und einen gelenkig mit diesem verbundenen Oberteil aufweist. Sowohl im Unterteil als auch im Oberteil sind dämpfende Schaumstoff-Einlagen vorgesehen, welche sich jeweils über die gesamte, von Unter- bzw. Oberteil aufgespannte Fläche erstrecken.
Die FR-A1-2 266 474 zeigt einen Koffer zum Transport von nicht näher definierten Gegenständen. Um die in den Unterteil dieses Koffers eingelegten Gegenstände gegen Verschiebungen zu sichern, weiche diese bei Bewegung des Koffers ausführen würden, ist im Oberteil des Koffers eine sich über die gesamte, vom Oberteil aufgespannte Fläche erstreckende, aufblasbare Tasche
<Desc/Clms Page number 2>
vorgesehen. Bei geschlossenem Koffer drückt diese Tasche - wenn sie mit Luft gefüllt ist-die Gegenstände gegen die Bodenplatte des Koffer-Unterteiles, womit die Gegenstande im Koffer fixiert sind.
Zu bedenken ist aber, dass im Bereich besagter, dem Koffer-Oberteil benachbarter NotebookOberfläche dessen Bildschirm angeordnet ist, der als Flachdisplay, z. B. als LCD (Liquid-CrystalDisplay) oder als FED (Field Emission Display) ausgebildet ist. Derartige Flachbildschirme weisen Glasscheiben auf, welche lediglich entlang ihres Berandungsbereiches im Notebook-Gehäuse eingespannt und damit sehr empfindlich gegen mechanische Belastungen sind, die im Bereich ihres Zentrums auf sie ausgeübt werden. Die erörterten vollflächigen Dämpfungselemente im Koffer-Oberteil üben aber gerade solche, im Bereich des Display-Zentrums angreifende Kräfte auf das Notebook aus, sodass die Gefahr einer Beschädigung des Displays relativ hoch ist. Zusätzlich dazu sind derartige vollflächige Dämpfungselemente nur mit einem entsprechend grossen Materialaufwand herstellbar.
In Vermeidung dieser Nachteile ist es bereits bekannt, im Oberteil des Koffers kleinflächige Dämpfungselemente vorzusehen und diese in jenen Bereichen des Oberteiles anzuordnen, die sich bei geschlossenem Koffer über druckunempfindlichen Zonen des Notebooks befinden.
Insbesondere Notebooks, in der Regel aber auch die meisten anderen stossempfindlichen Geräte, die in einem erfindungsgemässen Koffer untergebracht werden können, sind in ihren Randbereichen besonders druckunempfindlich, weil sie dort Seitenwände aufweisen, welche die obere und untere Deckplatte des Gerätegehäuses miteinander verbinden. Besagter Bereich, in welchem die Dämpfungselemente anzubringen sind, sind also in der Regel die über den Geräte-Seitenkanten liegenden Bereiche.
Bei der eben erörterten, bereits bekannten Koffer-Bauweise sind die Dämpfungselemente wie folgt konstruktiv aufgebaut : Es ist ein starrer Teller in Gestalt einer Metallscheibe vorgesehen, auf dessen dem Notebook zugewandter Oberflache eine Schaumstoffauflage festgelegt ist. Auf der anderen Oberfläche des Tellers, weiche dem Notebook abgewandt ist, ist ein Gewinde festgelegt, das in eine im Koffer-Oberteil drehfest befestigte Schraubenmutter eingreift. Damit kann durch Drehung des Tellers der Abstand des Dämpfungselementes vom Koffer-Oberteil auf verschiedene Notebook-Dicken eingestellt werden.
Mit einer solchen Konstruktionsweise der Dämpfungselemente können nur relativ schlechte Dämpfungswerte erreicht werden, weil sich die Schaumstoffauflage aufgrund ihrer ebenen, d. h. vollflächig durchgängigen Oberfläche und relativ flachen Ausgestaltung nur wenig komprimieren lässt.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Koffer der eingangs erwähnten Art anzugeben, dessen im Oberteil angeordnete Dämpfungselemente bessere Dämpfungseigenschaften aufweisen.
Gemäss einer ersten erfindungsgemässen Lösung wird dies dadurch erreicht, dass das Dämpfungselement aus einem Schaumstoffblock besteht und dass die dem Gerät zugewandte Oberfläche des Dämpfungselementes mit voneinander beabstandeten Anformungen bzw. Erhebungen versehen ist.
Diese zueinander beabstandet angeordneten Anformungen bzw. Erhebungen können durch Einwirkung von Druckkräften wesentlich besser komprimiert werden als vollflächig durchgängige Auflagen, weil das Material der einzelnen Anformungen beim Komprimieren in die neben ihnen liegenden, von Schaumstoff freigehaltenen Abstände hineingedrückt werden kann. Mit einer solchen Ausgestaltung sind daher wesentlich bessere Dämpfungswerte als mit vollflächigen
Schaumstoffauflagen erreichbar.
Gemäss einer ersten Variante kann vorgesehen sein, dass die Anformungen bzw. Erhebungen der dem Gerät zugewandten Oberfläche des Dämpfungselementes leistenförmig und über den gesamten Abstand zwischen zwei Rändern des Dämpfungselementes durchgehend ausgebildet sind.
Solcherart ausgestaltete Anformungen bzw. Erhebungen sind einfach herstellbar und weisen die erfindungsgemass zu erreichenden guten Dämpfungswerte auf.
Nach einer zweiten Variante kann vorgesehen sein, dass die Anformungen bzw. Erhebungen der dem Gerät zugewandten Oberfläche des Dampfungselementes als einzelne, hügelförmige
Anformungen ausgebildet sind.
<Desc/Clms Page number 3>
Derartige Anformungen bzw. Erhebungen weisen ein etwas geringeres Volumen auf und sind daher noch besser komprimierbar.
Es hat sich als günstig erwiesen, dass das Verhältnis des Abstandes zwischen zwei benachbarten Anformungen bzw. Erhebungen der Dämpfungselement-Oberfläche und der Höhe dieser Anformungen bzw. Erhebungen im Bereich zwischen 0, 5 und 2 liegt, da hiermit besonders gute Dämpfungswerte erreichbar sind.
In weiterer Ausgestaltung dieser ersten erfinderischen Lösung kann vorgesehen sein, dass der Abstand zwischen zwei benachbarten Anformungen bzw. Erhebungen Im Bereich zwischen 7 und 15mm liegt.
Damit wird eine ausreichend gute Komprimierbarkeit des Dämpfungselementes erreicht.
In diesem Zusammenhang kann weiters vorgesehen sein, dass die Höhe der Anformungen bzw. Erhebungen im Bereich zwischen 7 und 15mm liegt.
Damit sind ausreichend weite Verformungen des Dämpfungselementes sichergestellt.
Gemäss einer möglichen Ausführungsform dieser erfinderischen Lösung kann vorgesehen sein, dass das Dämpfungselement im Grundriss gesehen rahmenförmig ausgebildet Ist und im bei geschlossenem Koffer über den Seitenkanten des Gerätes liegenden Bereich angeordnet ist.
Die meisten stossempfindlichen elektrischen/elektronischen Geräte, insbesondere die vorzugsweise in einem erfindungsgemässen Koffer anzuordnenden Notebooks, weisen im Bereich ihrer Seitenkanten Wandungen auf, weiche dem Gerät in diesen Bereichen besonders hohe mechanische Stabilität verleihen.
Die von den erfindungsgemäss in diesen Bereichen angeordneten Dämpfungselementen auf das Gerät ausgeübten Abstützkräfte können daher besonders gut vom Gerät aufgenommen werden, bzw. können umgekehrt Erschütterungen des Gerätes besonders gut auf die Dämpfungselemente übertragen werden
Eine zweite erfindungsgemässe Lösung der oben angeführten Aufgabe liegt darin, dass das zumindest eine Dämpfungselement eine quer zur Ebene des Oberteiles verschiebbar gehaltene Kappe sowie einen elastischen Bauteil umfasst, der einerends am Oberteil und andererends an der Kappe anliegt und diese Kappe bei geschlossenem Koffer federnd gegen das Gerät drückt.
Diese, vorzugsweise aus einem weichen Material, wie z. B. Kunststoff, hergestellte Kappe verhindert ein direktes Anliegen des elastischen Bauteiles, der-wie unten näher erörtert - bel- spielsweise durch eine Schraubenfeder gebildet sein kann, am Gerät und unterbindet damit ein Zerkratzen oder ähnliche mechanische Beschädigungen der Geräteoberfläche durch den elastischen Bauteil.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Dämpfungselement einen am Oberteil festgelegten Rahmen aufweist, in welchem die Kappe quer zur Ebene des Oberteiles verschiebbar gelagert ist.
Damit ist erreichbar, dass die Kappe relativ exakt in Richtung quer zur Kofferebene verschoben wird und nicht bzw. nur geringfügig seitlich ausweichen kann. Weiters wird durch Kappe und Rahmen der elastische Bauteil eingeschlossen und weitgehend vor Verschmutzungen geschützt.
In diesem Zusammenhang kann vorgesehen sein, dass der Rahmen Anschläge aufweist, welche die Bewegungsbahn der Kappe begrenzen.
Hiermit kann ein allzu weites Abstehen der Kappe vom Oberteil vermieden werden.
Gemäss einer ersten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der elastische
Bauteil durch eine Schraubendruckfeder gebildet ist.
Nach einer anderen, bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der elastische Bauteil durch einen Schaumstoffblock gebildet ist.
Derartige Bauteile sind sehr einfach mit den für die gegenständliche Anwendung notwendigen
Federkräften bzw. Härten herstellbar bzw. werden sogar als Standardbauteile angeboten und müssen daher nicht gesondert hergestellt werden, was insgesamt zu einer einfachen und raschen
Fertigung des erfindungsgemässen Koffers beiträgt.
Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beigeschlossenen Zeichnungen, in welchen besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele dargestellt sind, näher beschrieben. Dabei zeigt :
Fig. 1 einen erfindungsgemässen Koffer zur Aufnahme eines stossempfindlichen Gerätes im geöffneten Zustand im Schrägriss mit einer ersten Möglichkeit der Anordnungsweise des zumindest einen Dämpfun9selementes 9 ;
Fig. 2 den Koffer gemäss Fig. 1 in derselben Darstellung mit mehreren kleinflächigen Damp-
<Desc/Clms Page number 4>
fungselementen 9 ;
Fig. 3 den Koffer gemäss Fig. 1 in derselben Darstellung mit klein- und grossflachigen Damp- fungselementen 9 ;
Fig. 4 einen vertikal geführten Schnitt durch ein zweite erfindungsgemässe Ausführungsform eines Dampfungselementes 9 ;
Fig. 5a eine erste erfindungsgemässe Ausführungsform eines Dämpfungselementes 9 im Grund- riss ; Fig. 5b den Schnitt entlang der in Fig. 5a eingezeichneten Linie A-A und
Fig. 5c die erste erfindungsgemässe Ausführungsform eines Dämpfungselementes im Grundriss mit einer anderen konstruktiven Ausgestaltung der oberflächlichen Anformungen bzw. Erhebungen.
Die Idee der Erfindung bezieht sich auf die dämpfende Halterung eines stossempfindlichen elektrischenlelektronischen Gerätes 1 innerhalb eines Koffers. In Fig. 1 ist ein solcher Koffer zur Aufnahme eines dämpfend zu haltenden Gerätes 1 sowie eines weiteren, nicht notwendigerweise dämpfend zu haltenden Gerätes 2 dargestellt.
Das Hauptanwendungsgebiet eines solchen Koffers liegt in der dämpfenden Aufnahme von Notebooks, welche besonders stossempfindliche, aber auch sehr häufig Transporten unterworfene Geräte sind. Es wird daher in der nachstehenden Beschreibung bzw. in den beigeschlossenen Zeichnungen lediglich ein solches Notebook als dämpfend zu haltendes Gerät 1 dargestellt. Dies ist aber keineswegs einschränkend zu verstehen, es kann vielmehr jedes stossempfindliche Gerät, beispielsweise ein Drucker, der das in den Zeichnungen neben dem Notebook 1 liegende Gerät 2 bildet, ein Messgerät, ein Oszilloskop, Programmierterminals für SPS und dergleichen in einem erfindungsgemäss ausgestalteten Koffer aufgenommen und dämpfend gehalten werden.
Der Koffer kann desweiteren wie bereits in der Einleitung erwähnt auch zur Aufnahme weiterer Geräte und Zubehörteile ausgebildet sein bzw. wäre es auch denkbar, im Koffer nur ein Gerät, also das Notebook 1 oder den Drucker 2 anzuordnen. Bei Anordnung mehrerer Geräte im Koffer kann jedes dieser Geräte dämpfend gehalten sein.
Der in Fig. 1 dargestellte Koffer umfasst wie ein herkömmlicher Koffer einen Unterteil 3 und einen Oberteil 4, die gelenkig miteinander verbunden sind. Das Notebook 1 und der Drucker 2 sind im Unterteil 3 angeordnet. Der Koffer kann lediglich zum Transport dieser Geräte dienen, d. h. für den Betrieb werden diese aus ihm entnommen, oder auch eine ständige Halterung für diese Geräte sein, sodass zum Betreiben von Notebook 1 und Drucker 2 der Koffer lediglich geöffnet wird.
Die dämpfende Halterung des Notebooks 1 erfolgt durch Halteklammern 5, die mittels jeweils eines elastischen Bauteiles 6 federnd gegen das Gehäuse des dämpfend zu haltenden Gerätes 1, in den Zeichnungen also gegen das Notebook-Gehäuse, drückbar sind.
Die Art und Weise der Halterung des Notebooks 1 im Unterteil 3 des Koffers ist für die gegenständliche Erfindung aber irrelevant und kann deshalb in jeder beliebigen anderen Weise erfolgen.
Die gegenständliche Erfindung bezieht sich darauf, bei geschlossenem Koffer auftretende, in Richtung quer zur Kofferebene verlaufende Kräfte - symbolisiert durch den Doppelpfeil 7 - aufzunehmen und damit vom Notebook 1 abzuleiten.
Hierfür sind in jenem Bereich 8 des Oberteiles 4, welcher bei geschlossenem Koffer über dem Notebook 1 liegt, ein oder mehrere Dämpfungselemente 9 angeordnet Diese Dämpfungselemente 9 sind wie bereits aus dem Stand der Technik bekannt, nicht vollflächig über besagten Bereich 8 ausgebildet, sondern erstrecken sich lediglich Ober Abschnitte dieses Bereiches 8. Wesentlich ist weiters die genaue Plazierung dieser Dämpfungselemente 9 innerhalb des Bereiches 8 : Dieses zumindest eine Dämpfungselement 9 ist lediglich in zumindest einem solchen Bereich 8'ange- ordnet, der bei geschlossenem Koffer über zumindest einer druckunempfindlichen Zone des Notebooks 1 liegt.
Insbesondere Notebooks, in der Regel aber auch die meisten anderen stossempfindlichen Geräte, die in einem erfindungsgemässen Koffer untergebracht werden können, sind in ihren Randbereichen besonders druckunempfindlich, weil sie dort Seitenwände aufweisen, welche die obere und untere Deckplatte des Gerätegehäuses miteinander verbinden. Der Bereich 8', in welchem die Dämpfungselemente 9 anzubringen sind, ist in der Regel also der über den Geräte-Seitenkanten liegende Bereich.
Ist nur ein einziges Dämpfungselement 9 vorgesehen, ist dieses - wie in Fig. 1 dargestellt - im
<Desc/Clms Page number 5>
Grundriss gesehen rahmenförmig ausgebildet und im bei geschlossenem Koffer über den Seitenkanten des Notebooks 1 liegenden Bereich angeordnet.
Genauso ist es möglich, mehrere separate Dämpfungselemente 9 mit kleineren Abmessungen vorzusehen und diese in den bei geschlossenem Koffer über zwei einander gegenüberliegender Seitenkanten des Notebooks 1 liegenden Bereichen anzuordnen (vgl. Fig. 2).
Anzahl und Grösse dieser Dämpfungselemente 9 ist grundsätzlich frei wählbar, es muss bei dieser Auswahl aber darauf geachtet werden, dass das Ziel der Erfindung, nämlich die dämpfende Halterung des Notebooks 1 durch Abstützung desselben lediglich in druckunempfindlichen Zonen, erreicht wird.
Desweiteren ist die Gestalt des Grundrisses der Dämpfungselemente 9 frei wählbar, so wie in Fig 2 dargestellt, können diese im Grundriss gesehen beispielsweise oval ausgebildet sein. Auch denkbar ist, die Dämpfungselemente 9 verschiedenartig auszubilden und z. B. wie in Flg. 3 dargestellt, im Bereich einer ersten Notebook-Seitenkante zwei ovale Dämpfungselemente 9 vorzusehen, im Bereich der gegenüberliegenden Seitenkante hingegen ein einziges Dämpfungselement 9 anzuordnen und dieses leistenförmig, sich im wesentlichen über die gesamte Länge der betreffenden Seitenkante erstreckend auszubilden.
Unabhängig von der geometrischen Gestalt der Dampfungselemente 9 bestehen diese im einfachsten Fall lediglich aus einem Schaumstoffblock.
Erfindungswesentlich und bei jeder der angeführten Ausführungen des Grundrisses der Dämpfungselemente 9 vorzusehen ist die konkrete, nachstehend erörterte Gestaltung dieses Schaumstoffblockes. Wie am besten aus Fig. 5b hervorgeht, ist jene Oberfläche des Schaumstoffblockes, welche dem Notebook 1 zugewandt ist, mit voneinander beabstandeten Anformungen bzw. Erhebungen 90 versehen. Unter dem Begriff "Anformungen" werden in diesem Zusammenhang separate Bauteile verstanden, die auf der Dämpfungselement-Oberfläche festgelegt, beispielsweise aufgeklebt sind. Unter "Erhebungen" werden hingegen aus dem Material des Dämpfungselementes herausgeformte, also einstückig mit der Dampfungselementoberfläche ausgebildete Teile verstanden.
Mit diesen Anformungen bzw. Erhebungen 90 soll die dem Notebook 1 zugewandte Oberfläche des Dämpfungselementes 9 mit Unterbrechungen versehen werden, zur Erreichung weichen Zweckes die genaue Ausgestaltung dieser Anformungen bzw. Erhebungen 90 an sich beliebig ist.
Grundsätzlich sind zwei, in Fig. 5a und Fig. 5c dargestellte Varianten denkbar :
Gemäss Fig. 5a sind die Anformungen bzw. Erhebungen 90 leistenförmig ausgebildet und über den gesamten Abstand zwischen zwei Rändern des Dämpfungselementes 9 durchgehend ausgebildet. In der Darstellung der Fig. 5a erstrecken sich diese Leisten zwischen den Breitseitenkanten des Dämpfungselementes 9, also in der in Fig. 5a gezeichneten Lage von unten nach oben. Es wäre aber auch denkbar, die Leisten um 900 versetzt anzuordnen, sodass sie in Fig. 5a von links nach rechts verlaufend erscheinen würden.
Vereinfacht ausgedrückt ist gemäss Fig. 5a die Oberfläche des Dämpfungselementes 9 wellenförmig gerillt ausgebildet. Die genaue Gestalt dieser wellenförmigen Anformungen 90 ist nun wieder frei wählbar, sodass die Anformungen bzw. Erhebungen 90 als rechteckige Leisten oder so wie In Fig. 5b dargestellt im Schnitt gesehen ähnlich einem Rundgewinde ausgebildet sein können
In der Variante gemäss Fig. 5c erstrecken sich die Anformungen bzw. Erhebungen 90 nicht durchgängig zwischen zwei Rändern des Dämpfungselementes 9 sondern sind als kleinflächige Anformungen bzw. Erhebungen 90, beispielsweise als Zylinder, Quader od. dgl. ausgebildet.
Bevorzugterweise werden diese Anformungen bzw. Erhebungen 90 pyramidenförmig ausgestaltet, wobei jeweils die Spitzen wie auch sämtliche Seitenkanten (also sowohl die GrundflächenSeitenkanten als auch die die Grundfläche mit der Spitze verbindenden Seitenkanten) abgerundet sind, sodass einzelne, voneinander beabstandete hügelförmige Anformungen bzw. Erhebungen 90 entstehen.
Als günstig hat sich bei beiden Ausführungsformen erwiesen, das Verhältnis des Abstandes a zwischen zwei benachbarten Anformungen bzw. Erhebungen 90 der Dämpfungselement-Oberfläche und der Höhe h dieser Anformungen bzw. Erhebungen 90 als im Bereich zwischen 0, 5 und 2 liegend zu wählen. An konkreten Abmessungen können sowohl für den Abstand a zwischen zwei benachbarten Anformungen 90 als auch für die Höhe h der Anformungen 90 bzw.
Erhebungen 7 bis 15mm angegeben werden
<Desc/Clms Page number 6>
Gemäss einer anderen erfindungsgemassen und in Fig.4 dargestellten Ausführungsmöglichkeit der Dämpfungselemente 9 ist vorgesehen, dass diese Dämpfungselemente 9 eine quer zur Ebene des Oberteiles 4 verschiebbar gehaltene Kappe 10 sowie einen elastischen Bauteil 6 umfassen, der einerends am Oberteil 4 und andererends an der Kappe 10 anliegt. Der elastische Bauteil 6 drückt damit die Kappe 10 bei geschlossenem Koffer federnd gegen das Gerät 1, wobei der elastische Bauteil 6 geringfügig komprimiert wird.
Die dadurch erfolgende Vorspannung des elasti- schen Bauteiles 6 ist aber so gering, dass der Bauteil 6 noch weiter durch auf das Notebook 1 einwirkende Kräfte bei Bewegung des Koffers zusammengedrückt werden kann und besagte Kräfte damit vom Notebook 1 abgeleitet werden können.
Im einfachsten Fall kann diese Kombination aus Kappe 10 und elastischem Bauteil 6 so realisiert sein, dass die Kappe 10 am elastischen Bauteil 6 befestigt, beispielsweise angeschraubt oder aufgeklebt ist und der Bauteil 6 selbst andererends am Oberteil 4 befestigt ist.
Gemäss dem in Fig. 4 dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiel umfasst das Dämpfungelement 9 weiters einen Rahmen 11, der am Oberteil 4 festgelegt ist und eine Durchbrechung 12 aufweist, in welcher die Kappe 10 quer zur Ebene des Oberteiles 4 verschiebbar gelagert ist.
Die Berandung der Rahmen-Durchbrechung 12 bildet einen oder mehrere Anschläge 13, weiche die Bewegungsbahn der Kappe 10 begrenzen, was in der Weise erreicht wird, dass die Kappe 10 im unterhalb der Durchbrechung 12 liegenden Bereich Anformungen 14 aufweist, die über die Berandung des die Durchbrechung 12 durchsetzenden Kappenteiles hinausragen und somit an besagten Anschlägen 13 zur Anlage kommen können.
Bei geöffnetem Koffer drückt der elastische Bauteil 6 die Kappe 10 auch gegen diese Anschläge 13, bei geschlossenem Koffer wird durch die Anlage der Kappe 10 am Gerät 1 die Kappe 10 in den Rahmen 11 hineinverschoben.
Der elastische Bauteil 6 kann grundsätzlich beliebige Bauform aufweisen, er könnte beispielsweise durch einen Gummiblock oder durch eine Blattfeder bzw. durch eine Vielzahl von parallel zueinander verlaufenden Blattfedern oder Tellerfedern gebildet sein. Es hat sich allerdings als am günstigsten erwiesen, den elastischen Bauteil 6 durch eine Schraubendruckfeder oder einen Schaumstoffblock zu bilden.
Aufgrund der in Fig. 4 dargestellten Kombination aus elastischem Bauteil 6, Kappe 10 mit Anformungen 14 und Rahmen 11 mit Anschlägen 13 ist es nicht mehr notwendig, den elastischen Bauteil 6 mit dem Oberteil 4 bzw. mit der Kappe 10 zu verbinden. Es reicht vielmehr aus, Kappe 10 und elastischen Bauteil 6 unverbunden in den Rahmen 11 einzusetzen und diesen am Oberteil 4 festzulegen. Wie weiter oben erläutert, drückt der elastische Bauteil 6 die Anformungen 14 der Kappe 10 ohnehin gegen die Anschläge 13 des Rahmens 11, womit eine formschlüssige Verbindung besagter Komponenten erreicht wird.
In den beigeschlossenen Zeichnungen nicht dargestellt, aber trotzdem möglich ist es, eben erörterte Dämpfungselemente 9 zusätzlich auch im Bereich des Druckers 2 anzuordnen, damit auch dieser gegen Verschiebungen gesichert ist bzw. auf ihn einwirkende, in Richtung des Doppelpfeiles 7 gerichtete Kräfte abgeleitet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Koffer zur Aufnahme eines stossempfindlichen elektrischenielektronischen Gerätes (1), wie insbesondere eines Notebooks, umfassend einen das Gerät (1) haltenden Unterteil (3) und einen Oberteil (4), wobei im bei geschlossenem Koffer über dem Gerät (1) liegenden
Bereich (8) des Oberteiles (4) zumindest ein Dämpfungselement (9) angeordnet ist, welches sich lediglich über Abschnitte des Bereiches (8) erstreckt und in zumindest einem, bei geschlossenem Koffer über zumindest einer druckunempfindlichen Zone des Gerätes (1) liegenden Bereich (8') angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfung- element (9) aus einem Schaumstoffblock besteht und dass die dem Gerät (1) zugewandte
Oberfläche des Dämpfungselementes (9) mit voneinander beabstandeten Anformungen bzw. Erhebungen (90) versehen ist.