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Die Erfindung bezieht sich auf eine Kunststoffolie fur Bauzwecke, insbesondere zum Aufbau von GebÅaudefassaden, beispielsweise aus Butylkautschuk und gegebenenfalls mit einer vorzugsweise textilen Armierung
Folien dieser Art sind bekannt Ihre Stärke beträgt ca 0, 5 bis 1 mm. Beim Aufbau einer Gebäudefassade wird vor das Mauerwerk eine Wärmeisolierung angebracht Diese Wärmeisolierung wird mit der erwähnten Kunststoffolie abgedeckt Vor die Kunststoffolie wird dann eine Fassadenverkleidung angeordnet. Diese der Warmeisolierung vorgesetzte Kunststoffolie hat die Aufgabe, diese zu schützen, sie soll winddicht und schlagregendicht sowie durchschlagfest sein, andererseits soll sie dampfdurchlässig sein.
Ein Mass für die Dampfdurchlässigkeit ist der sogenannte u-Wert Je höher dieser Wert ist, um so dichter ist die Folie Diese bekannten Folien besitzen eine geschlossene Oberfläche. Der p-Wert beträgt für Folien dieser Art ca 52. 000 bis 98 000. Die Forderungen, die an solche Folien gestellt werden, sind gegensätzlich Einerseits sollen diese Kunststoffolien möglichst dicht sein, andererseits sollen sie dampfdurchlässig sein
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Folie der erwähnten Art so zu gestalten, dass sie diese zum Teil widersprüchlichen Anforderungen zu erfüllen vermag, dass sie einerseits wind- und schlagregendicht und durchschlagfest Ist, andererseits aber einen relativen niedrigen p-Wert aufweist, also eine hohe Dampfdurchlässigkeit besitzt.
Die Erfindung löst dieses komplexe Problem dadurch, dass die Kunststoffolie eine Vielzahl von Nadeldurchstichen aufweist.
Zweckmässig sind dabei die Nadeldurchstiche rastermässig in Zeilen und Reihen über die Oberfläche der Kunststoffolie verteilt angeordnet. Das Rastermass liegt zwischen 1, 5 und 6 mm Der Durchmesser der für die Nadeldurchstiche verwendeten Nadel beträgt ca. 0, 1 mm.
Wie Versuche mit dieser erfindungsgemässen Folie zeigen, werden durch die aufgezeigten Massnahmen die Werte fur die Winddichtigkeit und Schlagregendichtigkeit sowie jene für die Durchschlagfestigkeit gegenüber bekannten Folien nicht beeinträchtigt, jedoch wird der p-Wert ganz erheblich reduziert, und zwar auf 2 500. Diese erfindungsgemässe Folie besitzt daher eine hervorragende Dampfdurchlässigkeit, obwohl sie im übrigen gegen Wind und Regen dicht ist.
Aus dem japanischen Abstrakt JP 56-008 237 A ist eine Wärmedammplatte aus nicht untereinander verbundenen Zellen mit einer Vielzahl von durch Nadeln erzeugten Durchbruchsporen zur Regulierung des Feuchtigkeitsverhaltens bekannt. Diese Wärmedämmplatte wird in einer verputzten Wand eingesetzt, wobei ein Putzträger auf der Wärmedammplatte angebracht wird, der in der Folge mit einem Verputz versehen wird.
Ein Putzträger zusammen mit einem aufgebrachten Verputz bildet ohnehin eine winddichte und schlagregendichte Aussenverkleidung, so dass an eine darunterliegende Isolierplatte in dieser Hinsicht keine besonderen Anforderungen gestellt sind Die in Zusammenhang mit Folien zum Schutz einer dahinter liegenden Wärmeisolation angesprochenen Überlegungen kommen daher bei dieser nicht gattungsgemässen Einrichtung nicht zum Tragen.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert.
Es zeigen :
Fig. 1 einen vertikalen Schnitt durch den Aufbau einer Aussenmauer und
Fig 2 die Draufsicht auf die Kunststoffolie.
Fig. 1 veranschaulicht einen Vertikalschnitt durch eine aus Mauersteinen errichtete Mauer 1.
An der Aussenseite dieser Mauer 1 ist eine Wärmeisolation 2 angebracht, beispielsweise Platten aus Mineralfasern, wie sie im Handel angeboten werden. Zum Schutz dieser Wärmeisolation 2 ist nun eine Kunststoffolie 3 vorgehängt, die ihrerseits durch eine Fassadenverkleidung 4 geschützt ist. Diese Fassadenverkleidung kann aus Metallplatten bestehen, aus Holz oder auch anderen geeigneten Werkstoffen.
Wesentlich für die Kunststoffolie 3 ist nun, dass sie eine-zumindest optisch-geschlossene Oberfläche aufweist, dass sie aber eine Vielzahl von Nadeldurchstichen 5 besitzt Diese Nadeldurchstiche 5 sind über die gesamte Oberfläche der Folie rastermässig verteilt, wobei das Rastermass zwischen 1, 5 und 6 mm liegt. Die einzelnen Reihen der Nadeldurchstiche können auch gegeneinander versetzt sein. Der Durchmesser der für die Nadeldurchstiche verwendeten Nadeln beträgt ca. 0, 1 mm
Diese Nadeldurchstiche sind so klein, dass sie mit freiem Auge auf der in der Regel dunkel gefärbten Folie nicht erkennbar sind.
Selbst wenn die Folie gegen Licht gehalten wird, sind die Durchstiche kaum sichtbar Diese Nadeldurchstiche, die in grosser Zahl über die Oberfläche der
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Folie verteilt sind, beeinflussen die Werte der Folie für die Wind- und Schlagregendichtigkeit sowie für die Durchschlagfestigkeit nicht, reduzieren jedoch den J-Wert der Dampfdurchlässigkeit um ein ganz erhebliches und überraschendes Ausmass Wie umfangreiche Versuche zeigen, liegt der Wert für die Dampfdurchlässigkeit (u-Wert) bei dieser erfindungsgemassen Folie bei ca. 2 500 Dank dieser Massnahme kann die Qualität einer mit einer Fassade verkleideten Aussenmauer ganz erheblich verbessert werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kunststoffolie für Bauzwecke, insbesondere zum Aufbau von Gebäudefassaden, beispielsweise aus Butylkautschuk und gegebenenfalls mit einer vorzugsweise textilen
Armierung, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffolie eine Vielzahl von
Nadeldurchstichen aufweist.