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Die Erfindung betnfft ein Verfahren zum Ein- und Abschalten der Netzspannung einer in einer Abschalteinrichtung vorgesehenen Steckdose, in welche der Netzstecker emes elektrischen Gerats einsteckbar ist, wobei die Abschalteinrichtung uber emen Netzstecker mit der Netzspannung verbindbar ist und die Abschalteinrichtung eine Schalteinheit zum Verbinden der Steckdose mit der Netzspannung und zum Trennen der Netzspannung von der Steckdose und emen Infrarotempfanger aufweist Em derartiges Verfahren zum Ein- und Abschalten der Netzspannung und eine derartige Ab- schaltvornchtung sind bereits bekannt und dienen zur Verringerung der Stand-by-Leistung von Geräten im Stand-by-Betneb,
welche üblicherweise im Bereich von 5 bis 30 Watt liegt und daher emen nicht unbedeutenden Energieverbrauch darstellt Die Abschalteinrichtung uberwacht dazu den Strom des angeschlossenen Gerätes Sinkt dieser unter einen vorgegebenen Schwellenwert ab (der zwischen dem Strom im aktiven Zustand des Gerätes und dem Stand-by-Strom liegt), so offnet die Abschalteinrichtung nach einer gewissen Zeit (z B 1 Minute) eine Schalteinheit und trennt dadurch die Netzspannung vom angeschlossenen Gerat Die Abschalteinrichtung weist weiters emen Infrarotdetektor auf Erhalt dieser em beliebiges Infrarotsignal über einen Zeitraum, der langer ist als em Vorgabewert (beispielsweise 2 Sekunden),
so wird die Schalteinheit geschlossen und dem Gerat wird wiederum die elektrische Spannung zugefuhrt
Aufgabe der Erfindung ist es, ein verbessertes Verfahren der eingangs genannten Art bereit- zustellen, bei dem die Abschaltvorrichtung selektiv auf die IR-Fernbedienung bzw die Taste der IR-Fernbedienung anspricht, keine Schaltschwellwerte festgelegt werden müssen, bei dem die Taste der IR-Fernbedienung zum Ein- und Ausschalten des Gerätes nur kurzzeitig betätigt werden muss und welches weiters auch bei Geraten ohne Stand-by-Modus bzw bei Geraten, welche nicht fernbedienbar sind, anwendbar ist
Erfindungsgemäss gelingt dies bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch, dass in einem an sich bekannten Lernzyklus von einem Mikroprozessor der Abschalteinrichtung ein vom Infrarotempfanger empfangenes Infrarotsignal,
welches von einer IR-Fembedienung durch Betatigen einer von ihren Tasten ausgesandt worden ist, ausgewertet wird und ein diesem Infrarotsignal entsprechender Code als Steuercode für die Schalteinheit gespeichert wird und dass bei einem nachfolgend vom Infrarotempfanger empfangenen Infrarotsignal dieses vom Mikroprozessor ausgewertet wird und gepruft wird, ob es dem gespeicherten Steuercode entspncht, und falls dies zutrifft, die Schalteinheit vom Mikroprozessor geschlossen wird, falls sie geöffnet ist, und geöffnet wird, falls sie geschlossen ist.
Das Öffnen und Schliessen der Schalteinheit erfolgt somit nur, wenn die bereits im Lernzyklus verwendete Taste der IR-Fernbedienung wiederum gedrückt wird Bei anderen Tasten dieser IR- Fernbedienung oder bei anderen Typen von IR-Fernbedienungen kommt es zu keiner Änderung des Schaltzustandes der Abschalteinrichtung Durch das erfindungsgemasse Verfahren wird die Verlustleistung von Geraten im Stand-by-Betneb minimiert und es können auch Gerate, die selbst nicht fernbedienbar sind, ferngesteuert ein- und ausgeschaltet werden
Aus der DE-OS 42 42 231 ist em Fernsteuersystem mit Zugriffssicherung bekannt, bei dem in einem Lemzyklus ein Identifikationscode in den Femsteuerempfänger einspeicherbar ist,
sodass in der Folge nur eine autorisierte Person die Funktionen des Empfängers ferngesteuert auslösen kann Diese Fernsteuereinrichtung ist aber keine Abschalteinrichtung der eingangs genannten Art mit einer über eine Schalteinheit schaltbaren Steckdose zur Aufnahme des Netzsteckers emes elektrischen Gerätes und einem Netzstecker zum Anschluss an die Netzspannung Auch dient bei der Einrichtung der DE-OS 42 42 231 der eingespeicherte Code als Identifikationscode zur Uberprüfung der Berechtigung, während bei der Abschalteinrichtung der Erfindung im Lernzyklus der Steuercode selbst eingespeichert wird Bei der Einrichtung der DE-OS 42 42 231 können weiters nur spezielle, für den dort gezeigten Fernsteuerempfanger geeignete Femsteuersender verwendet werden, hingegen kann für die Abschalteinrichtung der vorliegenden Erfindung ein (nahezu)
beliebiger IR-Fernsteuersender verwendet werden. Nur dadurch ist gewährleistet, dass eine solche Abschalteinrichtung im Nachhinein ohne Kenntnis des IR-Femsteuersenders realisiert werden kann
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden anhand der beiliegenden Zeichnung erläutert. In dieser zeigt:
Fig 1 em elektrisches Gerät, das in eine Abschalteinrichtung, die nach dem erfindungsge-
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massen Verfahren arbeitet, eingesteckt ist und Fig. 2 ein Blockschaltbild einer solchen Ab- schalteinrichtung
Wie in Fig 1 dargestellt, wird der Netzstecker 1 des ein- und abzuschaltenden elektrischen Gerats 2 in eine Steckdose 3 der Abschalteinrichtung 4 gesteckt. Die Abschalteinrichtung 4 ist uber einen Netzstecker 10 mit der Netzspannung verbindbar.
Weiters weist die Abschalteinrichtung 4 em Gehause 5 auf, in welchem ein Infrarotempfänger 6 und ein Taster 7 vorgesehen sind, die uber em Kabel 8 mit den übrigen Komponenten der Abschalteinrichtung 4 verbunden sind. Prinzipiell konnten auch der Infrarotempfänger 6 und der Taster 7 im Gehäuse der Abschalteinrichtung eingebaut sein Die Abschalteinrichtung 4 kann im Prinzip mit einer beliebigen IR-Fembedienung 9 angesteuert werden Wenn das zu schaltende Gerät selbst fernbedienbar ist, so wird man sinnvollerweise die zu diesem Gerät 2 gehörende IR-Fembedienung 9 verwenden.
Em Blockschaltbild der Abschalteinrichtung 4 ist in Fig. 2 gezeigt Die am Netzstecker 10 anliegende Netzspannung ist über eine Schalteinheit 11 der Steckdose 3 zuführbar oder von der Steckdose 3 trennbar. Die Schalteinheit 11kann von einem Mikroprozessor 12 geschlossen oder geöffnet werden. Dem Mikroprozessor 12 werden als Eingangssignale die Signale vom Infrarotempfänger 6 und vom Taster 7 zugeführt.
Zur Bereitstellung der Versorgungsspannung für den Mikroprozessor 12 und fur den Infrarotempfänger 6 ist ein Netzteil 13 vorgesehen
Die Funktion ist nun die folgende: Nach dem Einstecken des Netzsteckers 10 der Abschalt- einrichtung 4 in eine Steckdose, welche unter Netzspannung steht, wird zunächst ein Lernzyklus durchgeführt Dazu wird vom Benutzer eine gewünschte Taste der IR-Fembedienung 9 gedrückt und das ausgesandte Infrarotsignal 14 auf den Infrarotempfänger 6 genchtet Das vom Infrarotempfanger 6 empfangene Infrarotsignal 14 wird vom Mikroprozessor 12 ausgewertet und em dem Infrarotsignal 14 entsprechender Code wird gespeichert.
Dazu kann einerseits der interne RAM-Speicher des Mikroprozessors 12 verwendet werden, andererseits kann vorgesehen sein, einen externen Speicherbaustein (z. B. auch EEPROM) zu verwenden
Empfängt der Infrarotempfanger 6 in der Folge erneut em Infrarotsignal 14, so wird dieses vom Mikroprozessor 12 ausgewertet und mit dem Code des gespeicherten Signals verglichen. Im Falle der Gleichheit betätigt der Mikroprozessor 12 die Schalteinheit 11, so dass diese, falls sie bisher geöffnet war, nunmehr geschlossen wird, und falls diese bisher geschlossen war, nunmehr geöffnet wird.
Ein Umschalten der Schalteinheit 11kann weiters auch über den Taster 7 manuell durchgeführt werden
Falls mit der Abschalteinrichtung 4 ein ferngesteuertes elektrisches Gerat 2, das einen Stand- by-Modus aufweist, beispielsweise em Fernsehapparat, ein- und ausgeschaltet werden soll, so ist es günstig, wenn im Lernzyklus die vorhandene Stand-by-Taste der IR-Fernbedienung des Gerats 2 verwendet wird Wird dann das eingeschaltete Gerät 2 über die Stand-by-Taste der IR-Fembe- dienung 9 abgeschaltet, so wird das Gerät von der Abschaltvorrichtung 4 durch das Offnen der Schalteinheit 11 völlig vom Netz getrennt.
Die sonst im Stand-by-Modus auftretende Verlustlei- stung, welche meist im Bereich 5 bis 30 Watt liegt, wird dadurch grossteils vermieden, da nur noch die sehr stromsparend ausgelegte Elektronik der Abschalteinrichtung 4 am Netz bleibt Zum Einschalten des Geräts wird zunächst wieder die Stand-by-Taste der IR-Fernbedienung 9 betätigt, worauf das Gerät durch das Schliessen der Schalteinheit 11in den Stand-by-Modus versetzt wird Alle nachfolgend gesendeten Infrarotsignale 16 werden vom elektrischen Gerat 2 in gewohnter Weise interpretiert.
Eine weitere Funktion der Abschalteinrichtung 4 besteht darin, dass bei geöffneter Schalteinheit 11 diese vom Mikroprozessor 12 von Zeit zu Zeit, beispielsweise alle 12 Stunden, für eine kurze Zeit, beispielsweise einige Zehntel Sekunden, geschlossen wird. Dadurch wird verhindert, dass im RAM des elektrischen Geräts gespeicherte Informationen, wie bestimmte eingestellte Spei- cherplätze, verlorengehen.
Die Durchführung eines neuen Lemzyklus, d. h. das Löschen des in der Abschalteinrichtung 4 eingespeicherten Codes, der einem bestimmten Infrarotsignal entspricht, und das Einspeichern eines neuen Codes kann auf unterschiedliche Arten vorgesehen sein. Eine erste Möglichkeit ware, dass dazu die Abschalteinrichtung 4 von der Netzspannung getrennt wird, worauf die im RAM eingespeicherten Informationen verlorengehen und nach dem neuerlichen Verbinden der Abschalteinrichtung mit der Netzspannung ein neuer Lernzyklus durchgeführt werden kann. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass ein Schalter an der Abschalteinrichtung 4 umgeschaltet wird
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