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! Gebäudemstattationen, m ! tBrandschutzklappen finden zum Absperren von Lüftungskanälen und insbesonders auch von Ausblasstutzen von Lüftungsgeräten Verwendung, um für eine begrenzte Zeit die Ausbreitung eines Brandes über die Lüftungsinstallation eines Gebäudes zu verhindern.
Bei bisher bekannten Brandschutzklappen werden Verschlussteile aus Metallplatten zum Absperren des Luftweges verwendet, die scharnierartig gelagert sind. Der Nachteil dieser Verschlussteile aus Metall ist vor allem ihre gute Wärmeleitfähigkeit, die zur raschen Erwärmung dieser Platten und dadurch sehr schnell zum Verziehen führt, wodurch das Durchbrennen durch die Brandschutzklappe nach verhältnismässig kurzer Zeit nicht mehr verhindert wird.
Überdies können sich bel der schwenkbarer Lagerung der Platten durch Einrosten Schwierigkeiten beim Schliessen ergeben.
In der CH 498 996 A wird eine Brandschutzklappe beschrieben, die aus einem thermisch widerstandsfähigen Material, wie Keramik bestehen kann und die in einem Lüftungskanal in Öffnungsstellung an einer Auflage abgestützt oberhalb einer Durchtrittsöffnung für Luft angeordnet ist. Mit einem gegenüberliegenden Klappenanschlag wird eine Absperrwand gebildet, die im rechten Winkel zu der Längsnchtung des
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sche Stütze, die die Durchtrittsöffnung überspannt, durchgebrochen ist.
Nachteilig bei dieser Anordnung ist es, dass das keramische Material der Klappe schwierig mit der notwendigen Masshaltigkeit herzustellen ist, damit eine einwandfrei dichtende Auflage erreicht wird, besonders wenn keine Führung eine bestimmte Lage erzwingen kann. Dazu kommt die Lageungenauigkeit, die durch die nahezu 90. Lageänderung beim Übergang in eine waagrechte Verschlusslage entstehen kann.
Schliesslich muss die Stütze beim Durchbrechen vollständig aus dem Bereich der Auflage der Klappe entfernt sein, was nicht verlässlich eintreten muss.
Eine schlecht schliessende Klappe kann aber die an sie gestellten Anforderungen im Brandfall nicht erfüllen.
Aus der DE 39 27 013 A 1 ist eine Brandschutzklappe anderer Art zu entnehmen, die ebenfalls eine Schliessstellung im rechten Winkel zu der Längsrichtung des Lüftungskanals einnimmt und um eine Schwenkachse schwenkbar angeordnet ist.
Die Klappe kann unter Wirkung der Schwerkraft in die Schliessstellung verschwenken, wenn ein quer über die Durchtrittsöffnung gespanntes und gewichtsbelastetes Seil durchbrennt. Die Klappe ist nach einer gewissen Brandeinwirkung wärmegedämmt, sobald ein thermisch aufschäumendes Material reagiert hat.
Neben bereits vorher beschriebener Nachteile, die hier ebenfalls bestehen, ist ein dichtender Sitz der Klappe in Schliessstellung nicht unbedingt sichergestellt, weil das Aufschäumen vollständig gleichmässig geschehen müsste und weil eine entsprechende Zeit für die Entwicklung der Dämmschicht erforderlich ist, in der es bereit zum Verziehen der Metallunterlage kommen kann.
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Diese Aufgabe wird bei einer Brandschutzklappe der eingangs genannten Art mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teiles des Anspruches 1 gelöst.
Die Unteransprüche betreffen besonders vorteilhafte Ausführungen der Erfindung.
Die Anwendung eines Verschlussteiles in Form einer ebenen Verschlussplatte, aus einem feuerbeständi- gen, schlecht wärmeleitenden Material mit hoher Standfestigkeit gegen Verwerfen oder Durchbrennen, verbessert sehr wirkungsvoll die Sicherheit gegen das Ausbreiten von Bränden über die Lüftungsanlage eines Gebäudes mit einem sehr einfachen Mittel.
Die Wahl der Plattendicke ermöglicht bei dieser Gestaltung auf einfache Weise die Verwirklichung einer vorgeplanten Brandwiderstandszeit der Brandschutzklappe.
Die Wahl der Öffnungslage des Verschlussteiles waagrecht oder senkrecht kann je nach dem Verlauf des Lüftungskanals erfolgen, wobei die Durchtrittsöffnung vorteilhafterweise schräg zur Lotrechten angeordnet wird, um die Schwerkraft als Verschlusskraft verwenden zu können, sodass diese bei lotrechten oder waagrechten Lüftungskanälen in gleicher Weise schräg zu deren Längsrichtung angeordnet wird und die Lageänderung der Klappe wird auf unter 45 * verringert.
Zur Verbesserung der Widerstandszeit gegen Durchbrennen der Brandschutzklappe ist es vorteilhaft, auch die Absperrwand, in der die Durchtrittsöffnung liegt, und auch das mit dieser verbundene Absperrgehäuse aus feuerhemmenden, schlecht wärmeleitendem Material herzustellen oder dieses in Verbund mit metallischem Werkstoff zur Verbesserung der mechanischen Festigkeit zu verwenden.
Die Lagerung des Verschlussteiles muss sowohl in Öffungs- als auch in Verschlusslage stets einwandfrei hergestellt sein und die Anwendung einer einfachen Lagerung in Form einer Blechabwinkelung oder einer Blechtasche stellt dies hinreichend sicher, wobei der Rand des Verschlussteiles überdeckend auf den
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Rändern der Durchtrittsöffnung zur Auflage kommt und dadurch die Abdichtung sicherstellt.
Ebenso ist die Anwendung einer oder mehrerer Führungen für den Verschlussteil auf dem Weg von der Öffnungslage zur Verschlusslage von Vorteil, um durch die richtige Verschlusslage eine einwandfreie Abdichtung der Durchtrittsöffnung durch den Verschlussteil sicherzustellen. Diese Führung kann vorteilhafterweise aus Teilen des Gehäuses der Brandschutzklappe bestehen.
Die Anwendung eines eigenen Gehäuses ermöglicht einen raschen und fehlerfreien Einbau der Brandschutzklappe und bei Anbringung an der Einlassöffnung eines Lüftungskanals an einer Gebäudewand kann die Brandschutzklappe mit einem, mit dem Gehäuse verbundenen Flansch, von aussen an der Gebäudewand verschraubt werden.
Der Aufbau der Haitevorrichtung für den Verschlussteil mit einem zwischen Halteteil und Befestigungsteil eingeschalteten, auf erhöhte Temperatur ansprechenden, Erweichungs- oder Schmelzteil, der im Brandfall die Halterung des Verschlussteils freigibt, ist bereits bekannt, doch ergeben sich aus der Anwendung dieser Vorrichtung bei der erfinderischen Brandschutzklappe besonders vorteilhafte Ausführungsmöglichkeiten.
Bei in Öffungslage im wesentlichen lotrecht angeordneten Verschlussteilen, ist die Anwendung einer Feder, die das Lösen der Haltevorrichtung sicherstellt und die den Verschluss der Durchtrittsöffnung bewirkt, von entscheidendem Vorteil, wobei die Feder gleichzeitig auch die Aufrechterhaltung der Verschlusslage des Verschlussteiles bewirken kann.
Zur Verbesserung der mechanischen Festigkeit kann der Verschlussteil durch metallische Werkstoffe, z. B. Blech, oder verstärkende Einbauten versteift sein, die günstigerweise in Strömungsnchtung der Luft, hinter dem dämmenden Material, angeordnet und damit besser geschützt sind.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung zweier Ausführungbeispiele beschrieben. Es zeigt :
Fig. 1 eine Brandschutzklappe für die Anbringung in einem waagrechten Lüftungskanal, im Schnitt ;
Fig. 2 die Draufsicht auf die Brandschutzklappe, nach Fig. 1, mit dem Flansch angedeutet ;
Fig. 3 eine Brandschutzklappe für die lotrechte Anordnung eines Lüftungskanals, in ein Lüftungsgerät eingebaut, im Schnitt.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Brandschutzklappe ist für den Einbau in einen wenigstens annähernd waagrechten Lüftungskanal 3 vorgesehen.
Die Brandschutzklappe besteht aus einem Gehäuse 11 aus Blech, das eine waagrechte Oberseite 20 und eine schräg zur Lotrechten und zur Längsrichtung 10 des Lüftungskanals 3 ausgerichtete Absperrwand 6, in die eine rechteckige Durchtrittsöffnung 4 für die Luft eingearbeitet ist, umfasst.
Die Oberseite 20 und die Absperrwand 6 bilden miteinander ein taschenartiges Auflager 8 für den Verschlussteil 1 der Brandschutzklappe der aus einem keramikfaserverstärkten, feuerbeständigen Dämmstoff besteht und der an seinem anderen Ende von einer Haltevorrichtung 5 in waagrechter Öffnungslage gehalten ist. Seitlich ist das Gehäuse 11 mit Seitenwänden 21 verschlossen.
An der Vorderseite des Gehäuses sind die Wände 6, 20 und 21 mit einem Flansch 14 verschweisst, der an der Gebäudewand 22 befestigt ist und der eine EinlaBöffung 12 für die Luft freilässt und zu beiden Seiten der Einlassöffnung 12 mit Führungen 13 für den Verschlussteil 1 versehen ist.
Die Durchtrittsöffnung 4 in der Absperrwand 6 weist ebene Ränder 7 auf, die von der Fläche 9 der Absperrwand 6 gebildet sind und auf denen der Verschlussteil 1 in Absperrlage mit ebenen Rändern 2 dichtend aufliegt.
Die Halterung 5, die in Fig. 2 weggelassen ist, besteht aus einem Bügel 16, der unter den Verschlussteil 1 greift und diesen in der Öffnungslage hält und der aussen an dem Flansch 14 mit einer Verschraubung 23 befestigt ist.
Zwischen dem Halteteil 19 und dem Befestigungsteil 25 des Bügels 16 ist ein Erweichungs- oder Schmelzteil 17 aus Schmelzlot eingeschaltet, bei dessen Schmelzen die Halterung des Verschlussteiles 1 freigegeben wird, der dann unter der Wirkung der Schwerkraft in die Verschlusslage über der Durchtrittsöffnung 4 überführt wird.
In Fig. 3 ist bei einem, wenigstens annähernd, lotrecht verlaufenden Lüftungskanal (3') eine Brandschutzklappe eingebaut, bei der eine Absperrwand 6 die Druckseite eines Lüftungsgerätes 15 abschliesst und eine Durchtrittsöffnung 4 für die Luft frei lässt.
Der Verschlussteil 1 ist in Öffnungslage etwa lotrecht in einem Auflager 8', das zwischen einer Seitenwand 27 des Lüftergehäuses 28 und der Absperrwand 6 gebildet ist, stehend angeordnet und wird von einem Bügel 16 einer Haltevorrichtung 5 in dieser Lage gehalten, die an der Seitenwand 27 des Lüftungsgehäuses 28 befestigt ist.
Der Bügel 16 wird von einem Erweichungs- oder Schmelzteil 17 aus einem zwischengeschalteten Schmelzlotteil gehalten, das gleichzeitig eine, zwischen der Seitenwand 27 und dem Verschlussteil 1 angeordnete, vorgespannte Feder 18 festhält.
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Beim Abschmelzen des Schmelzlots, infolge einer entsprechend grossen Temperaturerhöhung, drückt die gelöste Feder 18 den Verschlussteil 1 in seine Verschlusslage, in der dieser über der Durchtrittsöffnung 4 dichtend zu liegen kommt, wobei der Verschlussteil 1 durch die Hinterwand 26 und die Vorderwand des Lüftergehäuses 28 bei der Bewegung in die Verschlusslage geführt ist.
Die Feder 18 kann so ausgelegt werden, dass sie in der Verschlusslage des Verschlussteiles 1 eine zusätzliche Verschlusskraft auf diesen ausübt, sodass dessen ebene Ränder 2 auf den ebenen Rändern 7 der Absperrwand 6 sicher dichtend gehalten sind.