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Die Erfindung betrifft eine Airbagvorrichtung für ein Fahrzeug, mit zumindest je einem Gasgenerator, einem durch diesen Gasgenerator aufblasbaren Gaskissen und einer mit dem Gasgenerator zu dessen Auslösung verbundenen ersten Sensoreinrichtung, wobei zwischen dem oder jedem Gasgenerator und dem oder jedem davon aufblasbaren Gaskissen eine Regeleinrichtung für den Gasvolumenstrom eingebaut ist, welche mit einer zweiten Sensoreinrichtung zur Feststellung von Hindernissen im vorbestimmten Ausbreitungsbereich des Gaskissens In Verbindung steht, welche Sensoreinrichtung zur Abgabe dem Hindernis
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einer Airbagvorrichtung für Fahrzeuge.
Airbagvornchtungen in Fahrzeugen, insbesondere in Personenkraftfahrzeugen, sind sehr wirksam bezüglich des Schutzes von in der normalen Position auf dem jeweiligen Sitz im Fahrzeug befindlichen Personen. Dabei wird auch besonderes Augenmerk auf den zeitlichen Verlauf der Ausbreitung des Gaskissens gelegt, um optimalen Schutz zu bieten. Beispielsweise kann ein zuerst langsames Entfalten und anschliessend schnehstmögi ! ches Aufblasen zur vollen Grösse, allerdings mit unveränderlichem und nicht beeinflussbarem Verlauf, durch eine als Zündverzögerer zwischen einem zentralen Anzünder und der Brennkammer zur Gaserzeugung wirkende Verbindungsleitung erzielt werden, wie dies in der DE-OS 40 19 877 geoffenbart ist.
Ein besonders wirksamer Schutz ist gegeben, wenn, beispielsweise zur Anpassung an den Unfallverlauf, das Aufblasen des Airbags gesteuert wird. So ist etwa in der US-Patentschrift 5, 320, 382 ein System beschrieben, bel dem mehrere separate Druckquellen mit immer grösseren Gasvolumina vorhanden sind und bel Bedarf nacheinander in den Airbag abgeleitet werden können. Die Anzahl der betätigten Druckquellen wird über einen Beschleunigungssensor gesteuert. Auch bei der DE-OS 40 41 049 steuert ein Beschleunigungssensor zumindest ein Ventil, vorzugsweise je ein Ventil in mehreren Öffnungen vom Gasbehälter zum Airbag, um den Airbag im Anpassung an den Unfallverlauf beispielsweise in Stufen aufblasen zu können.
Dagegen kann es aber gerade durch den Airbag zu Verletzungen kommen, die ohne diesen nicht passiert wären, wenn der Airbag ausgelöst wird, während sich die zu schützende Person in einer sogenannten "Out-off"-Position befindet, d. h. in einer von der normalen Position, für die der Airbag ausgelegt ist, abweichenden Stellung. Selbst beim System der US-Patentschrift 5, 366, 242, bei der das Aufblasen des Gaskissens In Abhängigkeit von Umgebungstemperatur, Gewicht der Autoinsassen und Längsposition der Sitze gesteuert wird, ist keine Berücksichtigung einer"Out-off"-Position vorgesehen und ist die Vorrichtung auch nicht zur raschen Anpassung des Aufblasens des Gaskissens an diese von der normalen Position der Fahrzeuginsassen abweichenden Position geeignet.
Auch bei gegen die Fahrtrichtung auf dem Beifahrersitz montierten Kindersitzen kann oft die vom ausgelösten Airbag ausgeübte Kraft zu gross sein und das mitfahrende Kind verletzen. Daher sind Systeme geschaffen worden, bei welchen ein Sensorsystem die jeweilige Position der zu schützenden Person oder die Grösse von Kindersitzen od. dgl. erkennt und davon abhängig verschiedene Treibsätze zündet, die so angelegt sind, dass die Schutzwirkung des Airbags noch vorhanden ist, aber kein zusätzlicher Personenschaden durch die extrem hohe Ausbreitungsgeschwindigkeit des Airbags entsteht. Diese Lösungsansätze habe aber den Nachteil, dass dafür verschiedene Treibsätze bzw. Gasgeneratoren, ähnlich der US-Patentschrift 5, 320, 382, und eine aufwendige Erkennungssensorik vorgesehen sein müssen und dass die Einstellvorrichtungen relativ langsam reagieren.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, eine Airbagvorrichtung zu schaffen, die unter Vermeidung der Nachteile des Standes der Technik bei möglichst einfacher und funktionssicherer baulicher Ausführung ein Höchstmass an Schutz für die Benutzer des Fahrzeugs bietet, gleich in welcher Stellung sie sich im Moment der Auslösung des Airbags befinden, insbesondere indem möglichst rasch eine Einstellung des Aufblasvorganges des Airbags auf die in dessen Ausbreitungsbereich befindlichen Gegenstände bezüglich Lage und/oder Grösse, Gewicht, Beschaffenheit od. dgl. erfolgt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Regeleinrichtung zur Einstellung von zumindest zwei diskreten, unterschiedlichen Durchlassquerschnitten ausgelegt ist. Durch diese Ausführung des Systems kann die Sensorik stark vereinfacht werden und es ist zum sicheren und für die Personen verletzungsgeschützten Funktionieren auch nur mehr ein Gasgenerator notwendig.
Wenn ein Hindernis im Ausbreitungsbereich des Airbags festgestellt wird, beispielsweise eine sich in einer "Out-off"-Position befindliche Person, wird dies vor oder während der Ausbreitung des Gaskissens ermittelt und die Ausbreitungsgeschwindigkeit und/oder die Ausbreitungsdimension durch Abregelung in schnell einstellbaren diskreten Abstufungen berücksichtigt, wobei der Aufwand und Zeitverbrauch für die Einstellung weitestge- hend minimiert ist, da nur diskrete Zustände mit vordefinierter Auswirkung auf den Gasvolumenstrom eingenommen werden können.
Sicher Ist aber eine umso feinere Abstufung der Ausbreitungsgeschwindig- keit des Gaskissens möglich, umso mehr unterschiedliche Durchlassquerschnitte realisierbar sind, wobei aber mit dieser Anzahl auch die Komplexität, Baugrösse und das Gewicht der Regeleinrichtung steigt, sodass ein vernünftiger Kompromiss zwischen Anzahl der Regelstufen und der Baugrösse bzw. Funktionssicherheit eingegangen werden sollte.
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Gemäss einem weiteren Erfindungsmerkmal weist die Regeleinrichtung zumindest ein den freien Durchlassquerschnitt zumindest einer Durchströmöffnung veränderndes, bewegbares Element auf, wodurch eine sehr kleine Dimensionierung der Regeleinrichtung, die somit platzsparend und leicht sein kann, möglich wird.
Um eine möglichst rasche und funktionssichere Auslösung der Querschnittsveränderung zu gewährleisten Ist gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass zumindest die Bewegung des Elementes zur Querschnittsverkleinerung der Durchströmöffnung der Regeleinrichtung durch pyrotechnische Auslösung erfolgt, vorzugsweise auch die Bewegung des Elementes zur Querschnittsvergrösserung der Durchströmöffnung der Regeleinrichtung durch pyrotechnische Auslösung erfolgt.
In baulich sehr einfacher und damit auch kostengünstiger Welse ist das Element als normal auf die Achse der Durchströmöffnung bewegbarer, im wesentlichen ebener Schieber ausgeführt. Dabei müssen lediglich einfach herstellbare Platten in ebenfalls sehr einfach herauszuarbeitenden, vorzugsweise geraden Führungen verschiebbar gehalten werden, um bei bzw. nach der Verschiebung die gewünschte Querschnittsverengung und damit die Anpassung des Gasvolumenstroms zu erhalten.
Gemäss einer ersten alternativen Ausführungsform ist dabei vorgesehen, dass das Element als um eine Achse verschwenkbare, im wesentlichen ebene Platte ausgeführt 1St, wobei die Achse in einem Randbereich der Platte vorgesehen, normal auf die Platte und parallel zur Achse der Durchströmöffnung onentiert ist. Diese Ausführungsform gestattet durch entsprechende Formgebung des in den freien Querschnitt eingeschwenkten Randbereiches des Elementes einen sanfteren - bel konvexer Randgestaltung - oder abrupten - bel konkavem Rand - Querschnittsübergang und eine entsprechende Regelcharakteristik.
Gemäss einer weiteren erfindungsgemässen Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Element als um eine Achse verschwenkbare, im wesentlichen ebene Platte ausgeführt ist, wobei die Achse normal auf die Achse der Durchströmöffnung orientiert ist. durch einen Randbereich parallel zur Platte verläuft und vorzugsweise ausserhalb der maximalen freien Durchströmöffnung angeordnet ist Wenn dabei vorzugsweise die Platte In der Offenstellung der Strömungsrichtung des Gases entgegenragt, wird der Schliessvorgang durch den Gasvolumenstrom noch unterstützt und beschleunigt und die Platte während des Aufblasens des Gaskissens durch den Gasstrom selbst sicher in der zweiten, einen Teil der Durchströmöffnung abdeckenden Endstellung gehalten.
Für das Öffen des Elementes zum Freigeben der kompletten Durchströmöffnung ist dabei allerdings eine grössere Kraft erforderlich als bei den zuvor beschnebenen Ausführungsformen.
Gemäss einer wieder anderen Ausführungsform ist das Element als um eine Achse verschwenkbare, Im wesentlichen ebene Platte ausgeführt, wobei die Achse normal auf die Achse der Durchströmöffnung orientiert ist, durch einen im wesentlichen mittigen Bereich parallel zur Platte verläuft und vorzugsweise durch den Durchströmquerschnitt verläuft. Diese Ausführungsform in Art von Jalousie-Elementen bietet einen-je nach genauer Position der Drehachse - ausgewogenen Kraftaufwand für das Verengen bzw. das Frei geben des Durchströmquerschnitts.
Um eine einfache Regelvorrichtung zu schaffen, mit der dennoch rasch Veränderungen des Durchströmquerschnitts in grossem Ausmass durchgeführt werden können, ist vorgesehen, dar zumindest zwei Elemente vorhanden sind, die in zumindest einer Stellung, vorzugsweise einer Endstellung, vorzugsweise unterschiedliche Querschnittsflächenanteile des Durchströmquerschnitts abdecken. Mit zwei Elementen sind zumindest drei unterschiedliche Querschnittsflächen einstellbar, wenn die beiden Elemente unterschiedliche Flächen abdecken - durch unterschiedlich weites Einschwenken oder Einschieben, durch unterschiedliche Formgebung oder Fläche, etc. - sind sogar vier verschiedene Abstufungen möglich.
Dabei ist die maximale Einstellzeit durch nur das langsamere bzw. weiter zu bewegende Elemente gegeben, da das andere Element im Bedarfsfall ja gleichzeitig betätigt und zumindest gleich schnell in den Durchströmquerschnitt gebracht werden kann.
Eine in der Praxis als vorteilhaft ermittelte Abstufung wird erzielt, wenn zwei Elemente vorgesehen sind, von welchen eines zwischen 5% und 25% der freien Querschnittsfläche, vorzugsweise 15%, und das zweite zwischen 15% und 45% der freien Querschnittsfläche, vorzugsweise 30%, abdeckt. Damit ist sehr rasch und sicher eine Einstellung des Gasvolumenstroms in vier Abstufungen zu erzielen, die bis zu 70% des freien Durchströmquerschnitts reicht, wobei vorzugsweise 15%-Schritte vorgesehen sind und vier Stufen mit 100%, 85%, 70% und 65% Öffnungsquerschnitt vorgesehen sind.
Damit bei teilweise abgedecktem Durchströmquerschnitt kein unzulässiger Überdruck im System entsteht, ist vorteilhafterweise gemäss einem weiteren Erfindungsmerkmal vorgesehen, dass die Regeleinrichtung zumindest eine Ablassöffnung für zumindest einen Teil des vom Gasgenerator kommenden Gasvolumenstroms aufweist.
Um bel freier Ausbreitungsmöglichkeit des Airbags dessen Wirkung völlig unbehindert zu lassen, ist die Ablassöffnung In Abhängigkeit von der Stellung des den freien Durchlassquerschnitt zumindest einer Durchströmöffnung verändernden, bewegbaren Elementes und/oder der zweiten Sensoreinrichtung zur
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Feststellung von Hindernissen Im vorbestimmten Ausbreitungsbereich des Gaskissens öffenbar. Wenn die Durchströmöffnung also nicht verkleinert wird, bleibt auch die Ablassöffnung geschlossen, es kann auch kein Gas ins Äussere gelangen und der Airbag wird mit der gesamten Gasmenge aufgefüllt.
Um sich den Aufwand für das Öffnen der Ablassöffnung im Ernstfall zu ersparen und somit die Regeleinrichtung einfacher, kleiner und funktionssicherer auszuführen, ist vorteilhafterweise die Ablassöff- nung immer durchlässig und schliesst deren Achse mit der Achse der Durchlassöffnung einen vorzugsweise stumpfen Winkel ein, ist insbesondere normal darauf orientiert. Bei nicht verkleinerter Durchströmöffnung strömt die weitaus grösste Menge an Gas an der Ablassöffnung vorbei-umso besser, je mehr sich der die Achse der Ablassöffnung von der Richtung der Gasströmung unterscheidet-und nur im Fall eines Druckaufbaus durch Abdecken zumindest eines Teils des Durchströmquerschnittes führt dieser erhöhte Druck zu einem Ausströmen eines Teils des Gases durch die Ablassöffnung.
Die eingangs gestellte Aufgabe wird weiters bei einem Verfahren zum Betreiben einer Airbagvorrichtung für Fahrzeuge, bei der sensorausgelöst durch zumindest einen Gasgenerator zumindest ein Gaskissen aufgeblasen wird, wobei weiters ermittelt wird, ob Hindernisse im vorbestimmten Ausbreitungsbereich des Gaskissens vorhanden sind, und wobei der in das Gaskissen geblasenen Gasvolumenstrom in Abhängigkeit vom Ergebnis dieser Ermittlung eingestellt wird, dadurch gelöst, dass der Gasvolumenstrom in diskreten Abstufungen eingestellt wird. Der Regelaufwand kann im Falle diskreter Abstufungen sehr gering und der apparative Aufwand trotz sehr schneller Reaktionszeit entsprechend gering gehalten werden.
Vorteilhafterweise wird dabei der Durchlassquerschnitt für den Gasvolumenstrom in diskreten Schritten eingestellt, was die einfachste Möglichkeit zur Erzielung der gewünschten Abstufung des in den Airbag geleiteten Gasvolumenstromes ist.
Um mit wenigen Schritten bzw. Abstufungen einen für die Praxis nützlichen Einstellbereich abdecken zu können, wird gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung der freie Durchlassquerschnitt für den Gasvolumenstrom In vorzugsweise drei diskreten Schritten von jeweils zwischen 5% und 25%, vorzugsweise 15%, verändert.
Die erforderliche rasche, funktionssichere und einfache Bewirkung der erforderlichen Querschnittsveränderung ist gemäss einem weiteren Erfindungsmerkmal dadurch gewährleistet, dass der Durchlassquerschnitt durch vorzugsweise pyrotechnisch ausgelöste Elemente verändert wird, zumindest im Falle der Verkleinerung dieses Querschnitts. Selbstverständlich ist vorteilhafterweise auch für die Vergrösserung des Durch- strömquerschnittes diese pyrotechnische Auslösung der beweglichen Elemente anwendbar.
Unzulässiger Überdruck im System bei zum Teil abgedeckter Durchströmöffnung für das vom Gasgenerator kommende Gas kann vermieden werden, wenn zumindest ein Teil des vom Gasgenerator kommenden Gasvolumenstroms im Falle eines verkleinerten Durchlassquerschnitts in die Umgebung des Gaskissens abgeleitet wird.
In der nachfolgenden Beschreibung sollen bevorzugte Ausführungsbeispiele des Erfindungsgedankens unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen einer der Erfindung gemässen Regeleinrichtung näher erläutert werden.
Dabei zeigt die Fig. 1 a einen schematischen Schnitt durch eine Ausführungsform der erfindungsgemäBen Regeleinrichtung mit zwei Schiebern, Fig. 1 b ist eine schematische Seitenansicht der Einrichtung von Fig. 1a, Fig. 2 ist eine Ansicht einer zweiten Ausführungsform der Regeleinrichtung mit verschwenkbaren Schiebern, Fig. 3 ist eine schematische Ansicht des Funktionsprinzips mit zwei um mittige Achsen verdrehbaren Klappen und Fig. 4 ist eine schematische Ansicht einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemässen Regeleinrichtung mit zwei um randseitig angeordnete Achsen verschwenkbaren Klap- pen.
In Fig. 1 ist mit dem Bezugszeichen 1 das Gehäuse einer erfindungsgemässen Regeleinrichtung bezeichnet, die zwischen zumindest einem Gasgenerator und dem davon im Ernstfall aufzublasenden
Gaskissen, dem eigentlichen Airbag, eingebaut ist. Diese allgemein bekannte Anordnung des gesamten
Airbag-System ist hier nicht dargestellt worden. Der Gasstrom kann das Gehäuse 1 durch die Durchström- öffnung 2 passieren. An einer Stelle entlang der Durchströmöffnung 2 sind im Gehäuse 1 zwei Führungska- näle 3 und 4 für je einen Schieber 5 und 6 herausgearbeitet. Die Schieber 5 und 6 sind im wesentlichen ebene Platten mit im wesentlichen rechteckigem Umriss. Die Führungskanäle 3 und 4 können auch gegeneinander in Richtung der Gasströmung versetzt sein.
In der Fig. 1a sind die Schieber 5 und 6 in ihrer
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die vor der Auslösung des Airbags vorliegt und die auch bei normalem Betrieb des Airbags ohne Hindernissen od. dgl. in seinem Ausbreitungsraum beibehalten wird.
Wenn aber durch eine - nicht dargestellte - Sensoreinrichtung ein derartiges Hindernis, etwa eine in
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oder 6. um den In das Gaskissen gelangenden Gasvolumenstrom in diskreter Abstufung zu vermindern. Zu diesem Zweck wird ein oder werden beide Schieber 5 und 6 durch Treibladungen 7 und 8 in den Führungen 3 und 4 in eine zweite Endstellung gebracht, in der sie In die Durchströmöffnung hineinragen und so den freien Querschnitt vermindern. Um eine ungehinderte und schnelle Verschiebung der Schieber zu gewährleisten, sind am Ende der Führungskanäle 3 und 4, welches der zweiten Endstellung entspricht, Entlüftungsöffnungen 9 im Gehäuse 1 vorgesehen, durch welche die von den Schiebern 5 und 6 verdrängte Luft entweichen kann.
Die Treibladungen 7 und 8 zur rasch ansprechenden und schnell und sicher wirkenden pyrotechnischen Auslösung der Schieber 5 und 6 werden durch Anlegen von Steuersignalen an zumindest einen der Anschlüsse 10, 11 und 12 gezündet, wobei durch geeignete Kombination - abhängig von der erforderlichen Verminderung des Gasvolumenstroms, welche ihrerseits von der Lage, Beschaffenheit, Grösse, etc. des Hindernisses im Ausbreitungsraum des Gaskissens ist- eine Verkleinerung des Durchströmquerschnittes In
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che Formgebung, Grösse oder Anordnung der einzelnen Schieber 5 und 6 jeder Schieber einen unterschiedlichen Querschnitt abdeckt. In einem derartigen Fall ist es mit nur zwei Schiebern möglich, vier unterschied- liche Durchströmquerschnitte zu realisieren.
Ein Beispiel dafür ist die Fig. 1 a, bei welcher die Durchström- öffnung 2 etwas aussermittig zwischen den beiden Führungskanälen 3 und 4 verläuft, sodass der freie Durchströmquerschnitt etwas weiter auf der Seite des Führungskanals 4 liegt und der zugehörige Schieber 6 In seiner zweiten Endstellung mehr Fläche abdeckt als der Schieber 5 in seiner Endstellung. In Fig. 1 Ist die Durchströmöffnung 2 soweit aussermittig angeordnet, dass der Schieber 5 15% des ursprünglichen freien Durchströmquerschnitts abdeckt und der Schieber 6 30% dieses Querschnitts.
Beide Schieber 5 und 6 gemeinsam können daher 45% des anfänglichen freien Querschnitts abdecken, womit sich vier Einstellstufen der Regeleinrichtung zu 100%, 85%, 70% und 55% der ursprünglichen freien Durchströmöffnung und damit auch des In das Gaskissen gelangenden Gasvolumenstroms ergeben Selbstverständlich können derartige Abstufungen auch durch unterschiedliche Grösse oder Formgebung der Schieber 5 und 6 in ähnlicher Weise erhalten werden.
Die Zündung der einzelnen Schieber 5 und 6 erfolgt beim dargestellten Beispiel durch Anlegen eines Signals an die Anschlüsse 10 und 11 zur Auslösung nur des Schiebers 5, an die Anschlüsse 11 und 12 für nur den Schieber 6 und an alle drei Anschlüsse 10,11 und 12 für die Auslösung beider Schieber 5 und 6.
Die Schieber 5 und 6 selbst sind zur Erzielung eines sanfteren Übergangs bei der Abregelung des Querschnitts der Durchströmöffnung 2 an ihrem dieser Durchströmöffnung zugewandten Randbereich mit einer abgerundeten Einführ- und Dämpfkante 5a bzw. 6a versehen.
In der schematischen Seitenansicht der Fig. 1 b ist weiters eine der vorteilhafterwelse vorgesehenen Abströmöffnungen 13 erkennbar, welche vorzugsweise in Richtung des Gasstromes (durch den Pfeil G symbolisiert) vor dem ersten Schieber angeordnet ist. Der bei Querschnittsverminderung der Durchström- öffnung 2 überschüssige Anteil des Gasvolumenstroms kann durch diese zumindest eine Abströmöffnung 13 ins Freie entweichen, sodass ein unzulässiger Überdruck in der Regeleinrichtung selbst oder auch im gesamten Airbag-System vermieden wird.
In Fig. 1 b sind auch die etwas gegenüber den Führungen 3, 4 versetzten Zündkammern 14 zur Aufnahme der Treibladungen 7,8 erkennbar. Nicht dargestellt sind hingegen die vorteilhafterweise auch zum Zurückbringen der Schieber 5 und 6 in die erste Anfangsstellung vorgesehenen zweiten Treibladungen, die dann gezündet werden, wenn das Hindernis im Ausbreitungraum des Airbags während dessen Aufblasvorgang verschwindet oder in ausreichender Weise nachgibt und der weitere Aufblasvorgang mit voller Wirkung fortgesetzt werden soll. Dafür muss rasch der Durchströmquerschnitt wieder vergrössert werden, wofür ebenfalls die pyrotechnische Auslösung von Vorteil ist.
Eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemässen Regeleinrichtung ist in Fig. 2 in einer schematische Ansicht aus Richtung des Gasstroms dargestellt. Dabei sind in einem Gehäuse 15 zwei beispielsweise sichelförmige Schieber 16 und 17 in entsprechenden Aufnahmen 18 und 19 um parallel zur Achse der Durchströmöffnung 20 verlaufenden Schwenkachsen 21 und 22 verschwenkbar angeordnet. Die Schwenkachsen 21 und 22 liegen einander vorteilhafterweise bezüglich der Achse der Durchströmöffnung 20 im wesentlichen gegenüber. Aufgrund der im wesentlichen der Form des Randes der Durchströmöffnung 20 geschwungenen Randgestaltung der Schieber 16 und 18 weisen diese eine sehr harte, abrupte Regelcharakteristik auf, die aber andererseits für eine sehr rasche Abdeckung einer möglichst grossen Querschnittsfläche nötig ist.
Wieder kann durch unterschiedlich weites Einschwenken der Schieber 16 und 17 und/oder durch unterschiedliche Fläche bzw. unterschiedlich weiten Abstand der Schwenkachsen 21,22 von der Durchströmöffnung 20 erreicht werden, dass die beiden Schieber 16 und 17 verschieden grosse Anteile des freien Durchströmquerschnitts abdecken. Bei dem in Fig. 2 dargestellten Beispiel ist mit dem Schieber 16 eine
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Querschnittsverminderung um 22% möglich, mit dem Schieber 17 eine solche um 38% und mit beiden Schiebern gemeinsam eine Querschnittsverkleinerung um 60%.
Auch in dem Beispiel der Fig. 2 ist die vorzugsweise vorgesehene pyrotechnische Auslösung der Schieber 16 und 17 dargestellt, welche durch Zündkapseln 23 die Schieber sehr rasch und sicher in den freien Durchströmquerschnitt einschwenkt. Zusätzlich ist in Flg. 2 als Beispiel eine vorteilhafte Variante zum raschen Freigeben der Durchströmöffnung 20, d. h. zum Zurückschwenken der Schieber 16 und 17 in ihre erste Endstellung, dargestellt. Dazu sind in den Schiebern 16 und 17 entsprechend dem Schwenkradius und-weg gebogene Ausnehmungen oder Schlitze 24 ausgearbeitet und je eine Nase oder ein Zapfen 25 von der Innenseite des Gehäuses 15 ragt in diese Ausnehmung 24 hinein.
Ein Ende der Ausnehmung 24 und der besagte Zapfen 25 bilden in der zweiten, eingeschwenkten Endstellung der Schieber 16 und 17 eine Art Zündkammer, in der wieder Zündkapsein 26 - befestigt am Ende der Ausnehmung 24 oder am Zapfen 25 gehalten - liegen. Bel Zündung der Zündkapseln 26 sorgt der im Raum innerhalb der Ausnehmung 24 und des Zapfens 25 entstehende Druck für die schnelle Rückschwenkung der Schieber 16 und 17.
Ein alternatives Pnnzip zur Verkleinerung des Querschnitts der Durchströmöffnung einer Regelvorrichtung für Airbagvorrichtungen zeigt schematisch die Fig. 3. Hier sind wieder im wesentlichen ebene Platten 31,32 mit vorteilhafterweise einfach herzustellendem, rechteckigem Umriss vorgesehen, die aber um Achsen 33 verschwenkbar sind, die normal auf die Achse 34 der Durchströmöffnung (symbolisch durch den Kreis 30 angedeutet) orientiert sind und im wesentlichen mittig durch die Platten 31,32 verlaufen. Zur Querschnittsverminderung der Durchströmöffnung 30 und damit zur Verringerung des in das Gaskissen gelangenden Gasvolumenstroms werden die Platten 31, 32 in Art einer Jalousie um die Achsen 33 verschwenkt.
Auch hier kann durch unterschiedliche Fläche der Platten 31, 32, durch unterschiedliche Anordnung in Bezug auf die Achse 34 der Durchströmöffnung 30 oder auch durch unterschiedlich weite Schwenkbarkelt um die Achsen 33 für jede der bel den Platten 31,32 ein unterschiedliches Ausmass der Abdeckung der Durchströmöffnung eingestellt werden. Obwohl dies nicht dargestellt ist, erfolgt die Auslösung und vorzugsweise auch die Rückstellung der Platten 31,32 wieder vorzugsweise durch pyrotechnische Auslösung über Zündkapseln od. dgl.
Eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemässe Regeleinrichtung für Airbagvorrichtungen ist schematisch in Fig. 4 dargestellt und umfasst ein Gehäuse 40 mit einer Durchströmpassage 41 für den durch den Pfeil G symbolisierten Gasstrom vom Gasgenerator zum Gaskissen. Im Gehäuse 40 sind zwei im wesentlichen ebene Platten 42 und 43 als die Durchströmöffnung im Bedarfsfall zum Teil abdeckende Klappen vorgesehen, welche jeweils um eine randseitig gelegene und normal auf die Achse der Durchströmpassage gelegene Achse 44 verschwenkbar sind.
In der ersten Endstellung, in der die Klappen 42,43 noch nicht den freien Durchströmquerschnitt beeinflussen, sind sie entgegengesetzt der Richtung der Gasströmung G ausgerichtet, sodass nach der vorzugsweise vorgesehenen pyrotechnischen Auslösung die Gasströmung die Schliessbewegung der jeweiligen Klappe 42,43 unterstützt und diese automatisch geschlossen hält. Die auch bei dieser Ausführungsform vorteilhafterweise vorgesehenen Ablassöffnungen für die überschüssigen Anteile des Gasvolumenstroms sind nicht dargestellt. Falls vorhanden sind diese Ablassöffnungen aber vorteilhafterweise in Strömungsrichtung des Gases vor den Achsen 44 der Klappen
42,43 vorgesehen und sind durch diese Klappen 42, 43 abgeckt und somit verschlossen, wenn die Klappen
42, 43 In der die Durchströmpassage freigebenden Stellung sind.
Erst nach Verschwenken der Klappen 42,
43 zur Verengung des freien Querschnitts der Durchströmpassage werden diese Ablassöffnungen freigege- ben. Damit ist in diesem Fall sichergestellt, dass im ungeregelten Betrieb der Airbagvorrichtung wirklich das gesamte Gasvolumen in das Gaskissen gelangt und erst bei geregeltem Betrieb die Ablassöffnungen freigegeben sind.
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