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Die Erfindung betrifft ein Aufnahmegerät für Papier-Wasserzeichen, auch solchen, die in Büchern vorkommen.
Die wichtigsten Vorteile des Gerätes gegenüber ähnlichen, vorhandenen Apparaten sind : Das beschriebene Gerät ist durch seinen leichten Aufbau geeignet, auch auf wertvollen alten Büchern verwendet zu werden, wobei zur Schonung der Bindung, wenn am Anfang oder Ende des Buches gearbeitet werden soll, geeignete Unterlagen anzuwenden sind (Fig. 5).
Der einfache Aufbau gestattet es ausserdem, das Gerät zerlegt in einem Aktenkoffer unterzubringen und somit in jeder Bibliothek, nach Absprache mit dessen Leiter, zu verwenden. Wenn auf die Möglichkeit des leichten Transportes kein Wert gelegt wird, kann eine weitere Vereinfachung in der Weise erfolgen, dass gemäss Fig. 1 die Grundplatte (8) kleiner gehalten und mit dem Gehäuse (1) fest verleimt wird, wodurch die Verstrebungen (5) und die zugehörigen Verschraubungen entfallen.
Gegenüber anderen, bereits bestehenden bzw. patentierten Lösungen, weist das beschriebene Gerät wesentliche, grundlegende Neuerungen auf, denn die vergleichbaren Geräte können aus folgenden Gründen die gestellten Ansprüche nicht erfüllen : 1. Einige Geräte sind nur für Auflicht konstruiert und daher für Kopien der Schrift, nicht aber für Wasserzeichen-Aufnahmen geeignet. 2. Geräte, welche eine Durchleuchtung der Papiere in senkrechter Stellung ermöglichen würden, sind nur entweder für Briefmarken oder für Banknoten ausgeführt und von der Grösse und Aufstellung her nicht geeignet, eine ganze Buchseite so zu durchleuchten, dass sie fotografiert werden könnte. 3.
Leuchtkästen, die eine entsprechende Grösse aufweisen, können nur flach liegend verwendet werden und sind daher nur für Einzelblätter oder Bogen, nicht aber für die Durchleuchtung von Buchseiten geeignet, weil das Buch dabei unzulässig beansprucht würde.
Bekannte Aufnahmegeräte wie EP 604 384 A, US 5 035 393 A, US 4 880 327 A und US 4 466 593 A besitzen keine Beleuchtung und können daher für die Betrachtung von Wasserzeichen nicht verwendet werden.
Weiters sind Vorrichtungen bekannt, welche mit Auflicht arbeiten, wie DE 41 13 594 A 1, US 5 025 535 A oder US 3 784 304 A.
Wasserzeichen, die nur im Durchlicht zu erkennen sind, können daher nicht wiedergegeben werden.
Weiters sind Geräte gemäss der EP 381 550 A oder GB 2 130 393 A konstruktionsbedingt nicht für die Durchleuchtung von Buchseiten, sondern nur von Einzelblättern und US 4 793 070 A, GB 2 146 823 A sowie DE 37 20 284 A 1 nur für Briefmarken und Banknoten geeignet.
Die Handhabung des Gerätes wird im folgenden anhand der Zeichnungen erläutert. Hiebei Zeigen Fig.
1 eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Einrichtung des Leuchtkörpers, Fig. 3 die Fixierung der Buchseite, die Fig.
4a bis 4c Konstruktionsdetails der erfindungsgemässen Aufnahmegeräte.
Das zusammengebaute Gerät wird, wie Fig. 1 zeigt, auf das aufgeschlagene Buch gestellt, die zu reproduzierende Seite vor die Scheibe (2) gelegt und die klare Plexischeibe (7) durch Haltewinkel (6) und (9) davor fixiert. Dadurch kommt die zu durchleuchtende Buchseite plan zwischen den beiden Scheiben zu liegen.
Sodann kann durch eine handelsübliche Spiegelreflexkamera auf Stativ, die gemäss der Fig. 1 aufgestellt und richtig justiert wird, das Wasserzeichen aufgenommen werden. Bei der Aufstellung des Fotoapparates ist, zur Vermeidung von Verzerrungen, darauf zu achten, dass er genau senkrecht zur aufzunehmenden Buchseite steht.
Er muss also, von oben gesehen, in der Symmetrieachse des Gerätes und von der Seite gesehen, mit seiner optischen Achse etwa in der halben Höhe des Durchleuchtungsgerätes genau waagrecht stehen (siehe Fig. 1).
Die genaue Entfernungseinstellung ist, sofem der Fotoapparat keine automatische Scharfeinstellung aufweist, von Hand aus vorzunehmen. Die Aufnahme des bei eingeschalteten Leuchten (3) im Durchlicht sichtbaren Wasserzeichens erfolgt mit dem im Fotoapparat eingebauten automatischen Belichtungsmesser und, zur Vermeidung von Erschütterungen, mittels Drahtauslöser.
Sollte eine Buchseite länger sein als 260 mm (was bei alten Querformaten vorkommt) und daher oben über das Gehäuse hinausstehen, ist der Haltewinkel (9) wegzulassen und die klare Plexischeibe (7) mit einem Finger an die Buchseite anzupressen (siehe Fig. 3a). Wenn eine Buchseite die Breite des Gerätes von 320 mm überschreitet, wird in ähnlicher Weise, wie vorher beschrieben, einer der Winkel (6) weggelassen und die klare Plexischeibe (7) an dieser Stelle durch Fingerdruck an die Buchseite angepresst (siehe Fig. 3b).
Das Durchleuchtungsgerät für Wasserzeichen besteht gemäss Fig. 2 aus einem möglichst leichten Gehäuse (1) von mindestens 260 x 320 x 55 mm Grösse, das zweckmässigerweise aus Sperrholz von 5 mm Stärke so verkeilt wird, dass die vordere Seite offen bleibt. Diese wird durch eine 2 mm starke PlexiMattscheibe (2) abgeschlossen, die auf das Gehäuse geschraubt wird, damit im Bedarfsfall die Leuchten für eine eventuelle Auswechslung zugänglich sind. In das Gehäuse sind auf der Rückwand, möglichst tief
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unten, und im oberen Abschlussbrett jeweils mindestens 10 Löcher (1a) und (1b) mit etwa 6 mm Durchmesser zu bohren, um eine Durchlüftung des Gehäuses und damit einen Wärmestau durch die Abwärme der Lampen zu vermeiden.
Weiters sind an beiden Seitenteilen unten und oben Schraubenmuttern M5 (1 c) und (1 d) in geeigneten Bohrungen verdrehungssicher einzukleben.
Um das Gehäuse standsicher, aufrecht stehend zu fixieren. wird gemäss Fig. 1 zuerst eine Bodenplatte (8), ebenfalls aus Sperrholz mit 5 mm Stärke in der Grösse von 320 x 280 mm, mit geeigneten Winkeln versehen und mit Schrauben M5 an den unteren Muttern (1c) festgeschraubt. Sodann werden zwei dünne Holz-, Metalloder Kunststoffleisten (5) mit einer Breite von 15 mm und einer Länge von 345 mm mit den Muttern (1d) und den hinteren Winkeln der Bodenplatte verschraubt. Die Bohrungen der Leisten (5) von 6 mm Durchmesser sind so zu plazieren, dass die Bodenplatte (8) mit dem Gehäuse (1) einen rechten Winkel bildet. Dadurch entsteht eine stabile und doch sehr leichte Dreiecksversteifung.
Es ist besonders darauf zu achten, dass alle Teile, die mit den meist sehr wertvollen und alten Büchern und Papieren in Berührung kommen, sorgfältig abgerundet und, wo dies möglich ist, mit Filz beklebt werden, damit Beschädigungen vermieden werden. Innen ist das Gehäuse (1)-ausser der Plexi-Abdeckung (2) - mit Stanniol oder Alu-Folie zu bekleben, um die Reflexion und gleichmässige Ausleuchtung zu verbessern.
In das Gehäuse werden sodann mehrere handelsübliche Leuchtstoffröhren, je 4 W, in einem Abstand von nicht mehr als 50 mm eingebaut (3). [Je geringer der Abstand, um so gleichmässiger wird das aufzunehmende Wasserzeichen ausgeleuchtet.] Diese Leuchten haben das Vorschaltgerät bereits eingebaut und weisen die Masse gemäss Fig. 4a auf. Sie werden mit bereits vorhandenen Bohrungen auf dem Boden des Gehäuses (1) festgeschraubt, elektrisch parallel geschaltet und über ein Kabel mit Stecker (4) an eine Steckdose 220 V-angeschlossen.
Auf den beiden Seitenflächen des Gehäuses (1) werden zur Befestigung von zwei Haltewinkeln (6), an den in Fig. 2 bemassten Stellen (6a), zwei weitere Muttern M5 eingearbeitet. An diesen werden die Winkel (6) angeschraubt, so dass eine glasklare Plexischeibe (7) von 2 mm Stärke eingesetzt werden kann, die durch einen weiteren Winkel (9), der in gleicher Weise wie die Winkel (6) an der Obersette des Gehäuses (1) befestigt ist, an die matte Plexischeibe (2) angedrückt wird.
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