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Die Erfindung bezieht sich auf einen Kleiderständer gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Üblicherweise weisen solche Kleiderständer einen oder mehrere Tragarme auf, die beispielsweise von an einer Wand des Aufstellungsraumes befestigten Halteelementen gehalten sind. Dabei ergibt sich jedoch der Nachteil, dass nur relativ wenige Tragarme vorgesehen werden können und ein solcher Kleiderständer relativ viel Platz erfordert und in ästhetischer Hinsicht keine grösseren Gestaltungsmöglichkeiten bietet.
Die US-949 066 A zeigt einen Wäschetrockenständer mit wegklappbaren, abstehenden Tragarmen, die über mit Löchern versehenen, achsial geführten Scheiben in verschiedenen Winkelstellungen und Höhen an einer Säule festlegbar sind. Dabei sind mehrere Tragarme jeweils In einer horizontalen Ebene zusammengefasst, wodurch immer Wäschestücke aus verschiedenen Ebenen in Überlappung geraten können. Daraus ergibt sich eine nicht sehr übersichtliche Aufhängung, sodass erst umständlich nach dem gewünschten Wäschestück gesucht werden muss.
Weiters Ist aus der US-3 310 180 A ein zerlegbarer Kleiderständer aus mehreren miteinander verbundenen, rohrförmigen Abschnitten zu entnehmen, der auf ein Trägerkreuz gestützt 1St. Die einzelnen Abschnitte im oberen Tell des Ständers welsen jeweils lösbare Verbindungselemente zur Aufnahme der Tragarme und weiterer Bestandteile auf. Eine grosse Anzahl von Kleidungsstücken kann aber mit diesem Ständer nicht übersichtlich getragen werden.
Die US-3 522 889 A offenbart einen Wäschetrockner mit Tragarmen und einem zentralen Stab, der zwischen einer oberen und einer unteren Wand eingespannt werden kann. Dabei durchdringt der zentrale Stab einen Ring, welcher seinerseits die radial abstehenden Tragarme hält, die in einer honzontalen Ebene liegen. Um bel vollem Wäscheständer ein Wäschestück aufzufinden, müssen alle einzelnen Tragarme abgesucht werden, da diese sich in vertikaler Richtung gegenseitig überdecken.
Aus der FR-2 574 274 A3 ist ein Ständer für Bekleidung oder Wäsche bekanntgeworden, die eine Säule, welche aus mehreren, miteinander verbindbaren Rohrabschnitten zusammengesetzt ist, und in vertikaler Richtung gegeneinander versetzte, verschwenkbare Tragarme aufweist, die auf Spindeln angeordnet sind, welche in der Ständerachse zwischen den Rohrabschnitten verschraubt sind. Aus der Verschwenkbarkeit der Tragarme um die Ständerachse ergibt sich allerdings der Nachteil, dass die Tragarme sich je nach Beladung mit Bekleidungsgegenständen in ihrer Lage von selbst verstellen können.
Somit werden leichte Bekleidungsgegenstände durch ein grosses voluminöses Kleidungsstück auf den beweglichen Tragarmen zusammengeschoben, wodurch sich sehr leicht ein Einklemmen der leichten Bekeldungsgegen- stände zwischen den Tragarmen der darunterliegenden Ebenen ergeben kann, sodass diese zerknittert oder beschädigt werden können.
Ziel der Erfindung ist es, einen Kleiderständer der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, mit dem die vorstehenden Nachteile überwunden werden können und der sich durch einen geringen Platzbedarf und ein ästhetisch ansprechendes Aussehen auszeichnet, wobei die Kleidungsstücke auch bei grosser Anzahl übersichtlich angeordnet und schnell auffindbar sein sollen. Weiteres Ziel ist es, auch verschieden grosse Bekleidungsstücke aufhängen zu können, ohne dass es dabei zu einer gegenseitigen Beeinflussung der Hängepositionen derselben kommt.
Erfindungsgemäss wird dies bei einem Kleiderständer der eingangs erwähnten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 erreicht.
Durch die vorgeschlagenen Massnahmen ergibt sich der Vorteil, dass auf den radial abstehenden und in Draufsicht gesehen, miteinander Winkel einschliessenden Tragarmen relativ viele Kleidungsstücke abgelegt und aufgrund der Höhenversetzung der Tragarme die gesuchten Kleidungsstücke schnell aufgefunden werden können.
Durch die Merkmale des Anspruches 2 ergibt sich der Vorteil einer sehr sicheren Halterung der Säule, sodass sich kein Problem im Hinblick auf die Standfestigkeit des erfindungsgemässen Kleiderständers ergibt.
Eine in konstruktiver Hinsicht besonders einfache Lösung ergibt sich durch die Merkmale des Anspruches 3.
In dieser Hinsicht können weiters die Merkmale des Anspruches 4 vorgesehen werden, wodurch sich ein sehr kompakter Aufbau des Kleiderständers ergibt.
Durch die Merkmale des Anspruches 5 ergibt sich der Vorteil einer sehr einfachen Montage der Tragarme, wobei an deren vorstehenden Enden weitere Kleidungsstücke direkt oder mittels eines Hakens aufgehängt werden können.
Durch die Merkmale des Anspruches 6 und des Anspruches 7 ergibt sich der Vorteil einer In ästhetischer Hinsicht sehr ansprechenden Gestaltung und einer Mehrfachnutzung des Kleiderständers, da einerseits eine Sitzgelegenheit, z. B. während des Anzlehens von Schuhen, und eine Abstellfläche, z. B. für Handschuhe, Handtaschen u dgl. sowie für Hüte geschaffen wird. Ausserdem wird durch die vorgeschlagenen Massnahmen auch eine entsprechende Lagefixierung der grösseren Haltearme und der Sitzplatte erreicht.
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Durch die Merkmale des Anspruches 8 ergibt sich eine sichere Festlegung der gegenseitigen Lage der Haltearme, die vorzugsweise aus Massivholz hergestellt sein können.
Grundsätzlich sind die Haltearme nicht unbedingt erforderlich. Es können die Tragarme auch dierkt an
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nienförmig gewundenen Stegen versehen sein, in denen die Tragarme gehalten sind.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung naher erläutert. Dabei zeigen :
Fig. 1 eine Ausführungsform eines erfindungsgemässen Kleiderständers,
Fig. 2 ein Detail des Kleiderständers in grösserem Massstab,
Fig. 3 schematisch den Aufbau der Säule des Kleiderständers,
Flg. 4 schematisch die Festlegung des obersten Teiles des Kleiderständers an einer Wand und
Fig. 5 schematisch einen Haltearm mit Tragarm.
Der Kleiderständer weist eine Säule 1 auf, von der Tragarme 2 radial abstehen, wobei die einzelnen Säulen-Anschlussstellen dieser Tragarme 2 in verkehrter Richtung gegeneinander versetzt sind. Gemäss Fig. 1 Ist Jede Versetzung so gewählt, dass die Anschlussstellen im wesentlichen entlang einer Schraubenlinie angeordnet sind. Alternativ kann dieser Verlauf zwei gegenläufigen Schraubenlinien entsprechen, oder jedenfalls derart gewählt sein, dass die von übereinander liegenden Tragarmen herabhängenden Kleidungsstücke einander nicht behindern, also frei herabhängen können.
Die Säule 1 ist In einem Fussteil 3 gehalten, der mit einer Tasse 4, insbesondere eine Tropftasse für einen Schirmständer, versehen sein kann. Im untersten Bereich des Kleiderständers sind breitere krelsseg- mentförmige Ablagen 5 und eine ebenfalls kreissegmentförmige Sitzplatte 6 angeordnet, wobei an der Sitzplatte 6 ein Bügel 7, z. B. für einen Schirmständer, gehalten sein kann, der an den radial verlaufenden Seitenwänden der Sitzplatte befestigt ist.
Oberhalb der Sitzplatte 6 sind im wesentlichen U-förmige Haltearme 8 angeordnet, in denen die Tragarme 2 gehalten sind. Die Erfindung ist nicht auf diese Form der Haltearme, bzw. auch nicht auf diese selbst beschränkt, so können die Tragarme durchaus auch direkt in bzw. an der Säule angebracht sein. In Pulthöhe von ca. 80 bis 100cm und in Überkopfhöhe ist je ein kreissektorförmiger Haltearm 9 angeordnet, die als Abstellfläche für Handschuhe, Handtaschen, oder auch ein Telefon, bzw. für Hüte dienen. Dabei sind diese kreissektorförmigen Haltearme 9 zweckmässig z. B. mittels Dübel in einer Wand des Aufstellungsraumes in ihrer Lage festgelegt. Dabei können in einer Seitenwand Bohrungen vorgesehen sein, die zur Aufnahme von in der Wand gehaltenen Dübeln dienen. Weiters ist ein Deckteil 10 vorgesehen.
Der Aufbau der Säule 1 ist schematisch in der Fig. 3 dargestellt. Dabei ist der Fussteil 3 mit einer abgesetzten Bohrung 11 versehen, in der eine mit einer Stirnplatte 12 versehene Zugstange 13 gehalten ist.
Auf dieser Zugstange 13 sind Abstandhalter 14, die Ablagen 5, die Sitzplatte 6, die Haltearme 8, krelssektorförmigen Haltearme 9 und der Deckteil 10 aufgefädelt, wobei die genannten Teile voneinander durch Abstandhalter 14 distanziert sind. Die Abstandhalter 14 sind mit den angrenzenden Teilen in ihrer gegenseitigen Lage mittels Dübel 15 fixiert, die in entsprechende Bohrungen dieser Teile eingesetzt sind.
Dabei sind die Haltearme 8 vorzugsweise mit entlang einer eine von der Zugstange 13 durchsetzen Bohrung 16 konzentrisch umgebenden Kreislinie in regelmässigen Abständen angeordneten Bohrungen 17 zur Aufnahme der Dübel 15 versehen (Fig. 5). Dadurch ist eine rasterartige Vorgabe der Versetzung der Säulen-Anschlussstellen möglich. Ist eine solche Vorgabe nicht gewünscht, reichen Dübellöcher, vorzugsweise zwei, in fest vorgegebener Position.
Wie aus der Fig. 4 zu ersehen ist, weist der Deckteil 10 ebenso wie der Fussteil 3 eine abgesetzte Bohrung 18 auf, in die die Zugstange 13 hineinragt. Dabei ist auf die mit einem Gewinde versehene Zugstange 13 eine Unterlagscheibe 19 aufgeschoben, wobei mittels der Mutter 20 die erforderlichen Spannkräfte aufgebracht werden. Alternativ zur Zugstange 13 kann auch ein Seil, oder dergleichen Spannvorrichtung, Verwendung finden. Wie aus der Fig. 4 zu ersehen ist, weist die Unterlagscheibe 19 einen Ansatz 27 auf, der in einer Ausnehmung 28 des Deckteils 10 verläuft und mit einem in einer Wand 29 gehaltenen Dübel 30 verbunden ist.
Wie aus der Fig. 5 zu ersehen ist, ragen die Tragarme 2, die parallel zum Steg 21 der Haltearme 8 verlaufen, In eine Bohrung 22 des mit der Bohrung 16 versehenen Schenkels des Haltearmes 8 hinein. Dabei ist zur Klemmung des Tragarmes in der Bohrung 22 eine zu dieser senkrecht verlaufende Bohrung 23 zur Aufnahme einer Klemmschraube (nicht dargestellt) versehen, wobei diese Bohrung 23 m von einem Distanzhalter 14 überdeckten Bereich des Haltearmes 8 angeordnet 1St.
Die Tragarme 2 durchsetzen die zweiten Schenkel 24 und ragen aus diesen hervor. Dabei ist der aus dem Haltearm 8 vorragende Bereich des Tragarmes mit einer Kerbe 25 versehen, die zur Aufnahme eines Kleiderhakens dient. Auf den Tragarmen 2 sind S-förmige Haken 25 eingehängt, was das Aufhängen der Kleidungsstücke erleichtert. Die kreissektorförmigen Haltearme 9 sind mit an einer radial verlaufenden Seitenwand angeordneten Ausnehmungen 26 versehen, in denen die Tragarme 2 verlaufen.