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Die Erfindung betrifft eine Vomchtung zum Kennzeichnen von Leitungen gemäss den Merkmalen des Oberbegnffes von Anspruch 1.
Es ist bekannt, Leitungen (Kabel oder Rohrleitungen) dadurch zu kennzeichnen, dass um die Leitung ein Band oder ein Streifen gelegt wird, der beschriftbar ist. oder auf dem bereits eine Kennzeichnung, z. B. ein einem Kabel zugeordneter Code, aufgebracht ist. Diese bekannten Bänder oder Streifen müssen von Hand aus oder mit Spezialwerkzeugen zu einem Ring geschlossen werden, wozu verschiedene Verschlusssysteme bekannt sind. Dieses Schliessen der Bänder oder Streifen zu Ringen, welche die Leitung umgeben, ist zeitaufwendig und bedarf in den meisten Fällen eines Spezialwerkzeuges.
Die DE 30 13 761 Al zeigt eine Einrichtung zur Schlauchkennzeichnung, die als geschlossene. Im Querschnitt kreisrunde Hülse ausgebildet ist. Die bekannte Hülse wird auf einen Schlauchteil gesteckt. bevor dieser auch am zweiten Ende durch eine Presshülse mit einer Armatur verbunden wird. Da die bekannte Hülse keinen Schlitz aufweist, Ist ein nachträgliches Aufbnngen oder Abnehmen der Hülse nicht möglich.
Die CH 582 846 A5 offenbart eine starre, gebogene, rohrförmige Anordnung, um Schlauch leitungen In eine bestimmte vorgegebene Richtung umzulenken. Das Rohr ist mit einem Längsschlitz versehen, so dass das Rohr auf den Schlauch aufgeschnappt werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Vorrichtung zum Kennzeichnen von Leitungen zu schaffen, die einfach, rasch und ohne zusätzliche Werkzeuge auf einer Leitung angebracht werden kann.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Gattung gemäss den Merkmalen des kennzeichnenden Teiles von Anspruch 1 gelöst.
Bevorzugte und vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemässen Vomchtung sind Gegenstand der Unteransprüche.
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nngscheibenförmigen Grundkörpers als Beschnftungsfeld, auf dem grafische Symbole, Zahl- undloder Schriftzeichen zur Kennzeichnung des Kabels ebenso wie andere Codes (Strichcode u. dgl.) angebracht werden oder angebracht sein können. Auch das Aufkleben, Einprägen oder Gravieren von Kennzeichnungen auf den ringscheibenförmigen Grundkörper ist möglich.
Die Haltekraft der erfindungsgemässen Vorrichtung auf der Leitung wird verbessert, wenn der ringschei- benförmige Grundkörper, der eine beliebige Umnssform haben kann-meist wird er kreisrund ausgeführt sein ; er kann jedoch auch eine mehreckige Umrissform besitzen-an seinem Aussenumfang einen verstärkenden Wulst aufweist. Dieser Wulst kann einen kreisrunden Querschnitt haben. Andere Querschnittsformen, wie oval, quadratisch, rechteckig oder dreieckig sind ebenfalls denkbar.
Das Aufsetzen des ringscheibenförmigen Grundkörpers, der die Vorrichtung im wesentlichen bildet, gestaltet sich besonders einfach, wenn sich der Schlitz von aussen nach innen verjüngt. Die engste Steile des Schlitzes kann in einer bevorzugten Ausführungsform am inneren Ende des Schlitzes, an die mittlere Öffnung der Vorrichtung angrenzend angeordnet sein.
Das Aufweiten des ringscheibenförmigen Grundkörpers beim Ansetzen der Vorrichtung auf eine Leitung gestaltet sich einfach, wenn der ringscheibenförmige Grundkörper in wenigstens einem, vorzugsweise einem dem Schlitz gegenüberliegenden, Bereich elastisch dehnbar ausgebildet ist, so dass er etwa scharnierartig aufgeweitet werden kann, um die Breite des Schlitzes zu vergrössern. Bevorzugt wird diese Elasitzität dadurch erreicht, dass der ringförmige Grundkörper im dem Schlitz gegenüberliegenden Bereich mit Faltungen, Wellungen od. dgl. versehen ist.
Das scharnierartige Aufweiten des ringscheibenförmigen Grundkörpers beim Aufsetzen der Vorrichtung auf eine Leitung wird besonders vorteilhaft erreicht, wenn die Wellungen oder Faltungen von der mittleren Öffnung der Vorrichtung nach aussen hin aufeinander zu konvergieren (strahlenartiger Verlauf).
Nachstehend wird mit Bezugnahme auf die angeschlossenen Zeichnungen eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung als Ausführungsbeispiel erläutert. Es zeigt Fig. 1 die Vorrichtung in Draufsicht und Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie 11-11 von Fig. 1.
Im Ausführungsbeispiel ist die Vorrichtung ringscheibenförmig ausgebildet. Sie besitzt einen bis auf einen noch zu beschreibenden elastischen Bereich 10 flachen ringscheibenförmigen Grundkörper 1, der an seinem Aussenumfang durch einen Wulst 2 versteift ist.
Eine oder beide Flächen 3,4 des ringscheibenförmigen Grundkörpers 1 dienen als Feld für grafische Symboie, Zahlen und/oder Ziffern zur Kennzeichnung der Leitung, z. B. des Kabels. Die Symbole können durch Beschriften, Aufkleben von Schildern u. dgl. oder durch prägen (gegebenenfalls schon beim Herstellen der Vorrichtung) auf dem nngscheibenförmigen Grundkörper 1 angebracht werden. Es ist aber zusätzlich oder alternativ möglich, die Vorrichtung als Ganzes oder teilweise (z. B. den ringscheibenförmigen Grundkörper 1 und/oder den Wulst 2) farbig, gegebenenfals auch in mehreren Farben auzuführen, so
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dass durch die Farbe oder die Farben eine Kennzeichnung der Leitung erreicht wird.
Im Inneren des ringscheibenförmigen Grundkörpers 1 ist eine Öffnung 5 vorgesehen, In der bei auf eine Leitung aufgesetzter Vorrichtung die Leitung, z. B. das Kabel, aufgenommen ist.
Von der Öffnung 5 führt ein Schlitz 6 zum Aussenumfang 7 des Ringes, wobei der Schlitz 6 im entspannten, in Fig. 1 dargestellten Zustand des ringscheibenförmigen Grundkörpers 1 von aussen nach innen schmäler wird. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die breiteste Stelle des Schlitzes 6 im Bereich des Aussenumfanges 7 und die schmalste Stelle (Abstand der Ecken 17,18) des Schlitzes 6 im Bereich des Randes 8 der Öffnung 5 angeordnet ist. Durch den sich keilförmig verjüngenden Schlitz 6 ist das Aufsetzen der Vorrichtung auf eine Leitung besonders einfach, dies insbesondere, wenn die Breite des Schlitzes 6 im Bereich des Aussenumfanges 7 wenigstens so gross ist, wie der Durchmesser der Öffnung 5 im ringschel- benförmigen Grundkörper 1.
Um das Aufweiten des ringscheibenförmigen Grundkörpers 1 beim Aufsetzen desselben auf eine Leitung leichter zu gestalten, ist der ringscheibenförmige Grundkörper 1 in dem dem Schlitz 6 gegenüberliegenden Bereich 10 elastisch ausgebildet.
Die Elastizität im Bereich 10 kann durch verschiedene Massnahmen erreicht werden. Bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei welcher der ringscheibenförmige Grundkörper 1 im Bereich 10 wenigstens einmal aus seiner Ebene gewölbt ist. Es können auch mehrere Faltungen oder Wellungen 11, 12 und 13 vorgesehen sein, wie dies der Schnitt von Fig. 2 zeigt.
Die Fig. 1 und 2 zeigen weiters, dass sich die Wellungen 11,12, 13 von Innen nach aussen verjüngen, d. h. an Höhe und Breite abnehmen und aussen in den ringscheibenförmigen Grundkörper 1 oder in den Wulst 2 übergehen. Durch die gezeigte Ausführungsform des elastischen Bereichs 10 mit den drei Wellen 11,12, 13 kann der ringscheibenförmige Grundkörper 1 und sein Wulst 2 um eine im Bereich des Aussenumfanges 7 - im gezeigten Ausführungsbeispiel im Bereich des Randwulstes 2 - liegende, durch den Punkt 14 gehende Achse 20 scharnierähnlich aufgeweitet werden, wenn er auf eine Leitung aufgesetzt wird.
Nach dem Aufsetzen schnappt die Vorrichtung selbsttätig (elastisch, rückfedernd) wieder in die in Fig. 1 gezeigte Form und sitzt auf der Leitung fest.
Die Form der Wellungen 11, 12, 13 oder Faltungen im Bereich 10 ist für die Erfindung nicht wesentlich, es können die gezeigten gekrümmten Wellungen 11,12, 13 oder winkelige Wellungen bzw. Faltungen vorgesehen sein. Auch ist es denkbar im ringscheibenförmigen Grundkörper 1 mehrere voneinander unabhängige elastische Bereiche 10 vorzusehen.
In der Regel wird die Vorrichtung der Erfindung insgesamt aus elastisch verformbarem Werkstoff, z. B. aus Kunststoff gefertigt. Die Höhe und die Anzahl der Wellungen oder Faltungen richtet sich nach der Elastizität des verwendeten Werkstoffes.
Vorzugsweise ist der wegen der Wellungen 11,12 und 13 oder Falten elastische Bereich 10 so ausgebildet, dass der Abstand der beiden Wurzeln 15 und 16 der äussersten Wellungen 11 und 13 durch Aufweiten des ringscheibenförmigen Grundkörpers 1 auf einen Abstand vergrösserbar ist, der wenigstens dem Unterschied des Durchmessers der Öffnung 5 und dem Abstand der Punkte 17 und 18 am inneren Ende des Schlitzes 6 bei ungedehntem ringscheibenförmigen Grundkörper 1 (gemäss Fig. 1) entspricht.
Zusammenfassend kann die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel beispielsweise wie folgt dargestellt werden :
Eine ringscheibenförmige Vorrichtung zum Kennzeichnen von Leitungen, insbesondere von Kabeln, besteht aus einem einen Schlitz aufweisenden, ringscheibenförmigen Grundkörper, der an seinem Aussenumfang einen Wulst aufweist. Der Schlitz führt sich keilförmig verjüngend von aussen nach innen, bis zu einer Öffnung, in der eine Leitung aufgenommen ist, wenn die Vorrichtung auf die Leitung aufgesetzt ist. Dem Schlitz gegenüberliegend ist der ringscheibenförmige Grundkörper mit Wellungen versehen, die nach aussen hin schmäler und flacher werden und aussen in den Wulst übergehen.
Auf Grund des durch die Wellungen elastischen, dem Schlitz gegenüberliegenden Bereiches wird der ringscheibenförmige Grundkörper beim Aufschieben der Vorrichtung auf eine Leitung elastisch aufgeweitet und federt dann selbsttätig zurück, wobei die Vorrichtung auf der Leitung festgehalten wird. Auf dem ringscheibenförmigen Grundkörper können beliebige Kennzeichen angebracht sein oder angebracht werden.
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