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Die Erfindung bezieht sich auf eine Verankerungspatrone zur Befestigung einer Ankerstange o. dgl. In einem Bohrloch, bestehend aus einem rohrförmigen Aufnahmebehälter aus einem nach dem Einsetzen der Verankerungspatrone in ein Bohrloch durch Eintreiben der Ankerstange zerstörbarem Material, beispielsweise Glas, Keramik o. dgl. und im Aufnahmebehälter ein fliessfähiges, durch Beimengen eines Härters aushärtbares Harz und Füllstoffkörper, vorzugsweise Glaskügelchen, vorgesehen sind, wobei der Härter In mikroverkapselter Form vorgesehen ist, d. h., der Härter in Mikrokapseln eingeschlossen ist, sowie auf ein Verfahren zu deren Herstellung.
Verankerungspatronen sind in zahlreichen verschiedenen Ausführungsformen bekannt geworden (DE 39
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A1 ;Zahlreichen Ausführungsformen dieser bekannt gewordenen Verankerungspatronen Ist gemeinsam. dass zwei oder mehrere voneinander getrennte Behälter vorhanden sind, um die einzelnen Komponenten vorerst getrennt zu halten, z. B. durch ein Innen- und Aussenrohr oder durch eine Trennschicht in einem Aussenrohr.
Beim bestimmungsgemässen Einsatz dieser Verankerungspatronen muss die Ankerstange o. dgl. beim Setzen gedreht werden, damit die nach der Zerstörung des Aufnahmebehälters zusammentreffenden Komponenten intensiv vermischt werden. An der Ankerstange sind daher stirnseitig geeignete Formen auszubilden, die einen solchen Mischvorgang begünstigen. Da das Drehen der Ankerstange beim Setzen unabdingbar notwendig ist, können nur symmetrische Ankerstangen oder andere symmetrische Befestigungsmittel verwendet werden.
Bekannt sind ferner Verankerungspatronen für eine Schlagmontage, bel der die Härter und Harzkomponenten In einem Rohrkörper durch eine Trenn- oder Dichtschichte voneinander getrennt sind. Nachteilig ist hier, dass die Härterkomponente Immer einseitig angeordnet werden muss. Eine sandwichartige Anordnung von Härter und Harz wäre an sich technisch machbar, jedoch aus Kosten- und Funktionsgründen nicht sinnvoll, da die Schlagmontage durch die hier notwendig einzusetzenden Feststoffpartikel in den Trennschichten nicht mehr möglich wird. Die einseitige Anordnung der Härterkomponente bringt weiterhin eine Gefahr bei der Anwendung auf der Baustelle mit sich.
Es muss nämlich darauf geachtet werden, dass die Härterkomponente immer auf der Oberseite liegt und beim Setzen der Ankerstange u. dgl. durch das Harz hindurchgetneben wird, um so eine ausreichende Durchmischung der einzelnen Komponenten zu ermöglichen. Wird die Verankerungspatrone mit der Seite des Härters voraus in das Bohrloch gesteckt, so wird beim Setzvorgang das Durchmischen der Einzelkomponenten beeinträchtigt, so dass die Ankerstange bzw. das Befestigungselement nur geringe Lasten übertragen kann. ohne dass dies vom Anwender beim Setzvorgang bemerkt oder festgestellt werden kann.
Es Ist auch bekannt, zur Verankerung eines Befestigungselementes in Betonbauteilen (DE 29 10 083 Al) einen rohrförmigen Behälter aus einem durch Stauchung in Längsnchtung aufreissbaren Material zu verwenden, nämlich aus einem wendelförmig gewickelten Kartonrohr, dessen eine Stirnseite mit einem als Spntzkolben dienenden Deckel verschlossen ist und dessen andere Stirnseite mit einem aufreissbaren Verschluss versehen ist In diesem Behälter ist ein Harz untergebracht und Mikrokapseln, die einen Härter beinhalten.
Dieser rohrförmige Behälter wird an der Mündungsöffnung einer Bohrung angesetzt, in der das zu verankernde Befestigungselement festlegbar Ist, das drehend mittels einer Bohrmaschine durch diesen rohrförmigen Behälter durchgestossen wird, wobei das Harz und der mikroverkapselte Härter In die Bohrung durch das zu verankernde und sich drehende Befestigungselement hineingedrückt und gleichzeitig intensiv vermischt werden. Durch die intensive Vermischung durch das sich drehende Befestigungselement werden die den Härter enthaltenden Mikrokapseln gleichmässig Im Harz verteilt und aufgerissen.
Der Anteil des mikroverkapselten Härters bezogen auf die Harzmenge ist relativ klein. Aufgrund der
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und mikroverkapseltemnicht ausgeschlossen. dass sich der mikroverkapselte Härter Innerhalb des Harzes lokal begrenzt anhäuft. vor allem dann, wenn die Verankerungspatrone längere Zelt und evtl. unter ungünstigen thermischen Bedingungen gelagert werden muss.
Wird das zu verankernde Befestigungselement beim Setzen gedreht. so wird trotzdem der Innerhalb des Harzes evtl. lokal angehäufte mikroverkapselte Härter gleichmässig Im Harz verteilt
Würde eine solche Verankerungspatrone für eine Schlagmontage verwendet, so ISt beim Eintreiben des Befestigungselementes oder einer Ankerstange nicht gewährleistet, dass sich der mikroverkapselte Härter unter solchen Voraussetzungen gleichmässig im Harz verteilen kann mit der Folge, dass das Befestigungselement oder die Ankerstange Im Bohrloch nicht hinreichend festgehalten ist und nur In beschränktem Umfang belastet werden kann.
was jedoch beim Setzvorgang nicht bemerkt würde
Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, eine Verankerungspatrone Insbesondere für Schlagmontage zu schaffen, bel welcher ebenfalls mikroverkapselter Härter verwendet wird, diese Verankerungspatrone jedoch so auszugestalten, dass trotz des geringen Anteiles an mlkroverkapseltem Härter bezogen
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auf das vorhandene Harz eine möglichst gleichmässige Verteilung des Härters im Bohrloch und im Harz sichergestellt ist, um damit die volle Belastbarkeit des zu setzenden Befestigungselementes oder der zu setzenden Ankerstange zu gewährleisten. Erfindungsgemäss gelingt dies dadurch, dass zumindest der überwiegende Anteil des mikroverkapselten Härters der den Härter beinhaltenden Mikrokapseln an der Wand des Aufnahmebehälters festgelegt ist.
Ist nach einem weiteren erfindungsgemässen Merkmal zumindest der überwiegende Anteil des mikrover- kapselten Härters, der den Härter beinhaltenden Mikrokapseln an der Innenwand des Aufnahmebehälters festgelegt, so ist der mikroverkapselte Härter nicht nur gegen mechanische Einflüsse während der Lagerung und des Transportes bzw. des bestimmungsgemässen Einsatzes der Verankerungspatrone geschützt, sondern auch gegen Temperatureinflüsse. Solche Härter sind temperaturempfindlich und können bei allzu intensiver und allzu langer Wärmeeinwirkung hinsichtlich der für sie wesentlichen Eigenschaften erheblich beeinträchtigt werden.
Eine andere zweckmässige Ausführungsform sieht vor, dass zumindest der überwiegende Teil des mikroverkapselten Härters, der den Härter beinhaltenden Mikrokapseln an der Aussenwand des Aufnahmebehälters festgelegt ist. Hier ist zwar der mikroverkapselte Härter eher äusseren Einflüssen ausgesetzt, doch ist die Herstellung einer solchen Verankerungspatrone einfacher, was noch im folgenden erläutert werden wird.
Da der Ringspalt zwischen der Wandung eines Bohrloches und dem äusseren Mantel einer Verankerungspatrone nicht allzugross sein soll und andererseits darauf Bedacht genommen werden muss, dass sich nicht nur der mikroverkapselte Härter, sondern auch die Füllstoffkörper möglichst gleichmässig innerhalb des Ringspaltes verteilen, ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass der Durchmesser der Füllstoffkörper auf die Breite des von der Aussenwand der Verankerungspatrone und der Wand des sie aufnehmenden Bohrloches begrenzten Ringspaltes abgestimmt ist und max. 1/3 der Breite dieses Ringspaltes beträgt.
Das Verfahren zur Herstellung einer solchen Verankerungspatrone sieht vor, dass die Innenwand des rohrförmigen Aufnahmebehälters vorerst mit Harz benetzt wird und an diese Harzschichte der rieselfähige microverkapselte Härter angelegt und anschliessend der verbliebene Hohlraum des Aufnahmebehälters mit dem restlichen Harz und mit Füllstoffkörper aufgefüllt und dann verschlossen wird. Dies, wenn die den Härter beinhaltenden Mikrokapseln an der Innenseite des Aufnahmebehälters festgelegt werden Eine andere Verfahrensmöglichkeit sieht vor, dass der Aufnahmebehälter vorerst mit fliessfähigem Harz und mit Füllstoffkörpern gefüllt und anschliessend verschlossen wird. Der so befüllte und verschlossene Aufnahmebehälter wird dann In ein aushärtbares Harz getaucht und anschliessend in ein in einem Wirbelbett schwebende, mikroverkapselte Härter eingebracht.
Die in diesem Wirbelbett frei schwebenden Mikrokapseln legen sich dann an der beschichteten Aussenwand an Zweckmässigerweise werden hiefür Harze verwendet, die durch Lichteinfluss aushärtbar sind. Das ersterwähnte Verfahren ist zwar aufwendig, doch werden dadurch Verankerungspatronen erhalten, deren mikroverkapselte Härter sowohl gegen mechanische wie auch gegen thermische Einflüsse geschützt ist.
Das zweiterwähnte Verfahren ist in der Durchführung einfacher, doch ist die Anordnung des mikroverkapselten Härters an der Aussenwand des Aufnahmebehälters nicht ganz ohne Probleme
Bei der bestimmungsgemässen Verwendung der Verankerungspatrone wird zuerst der Mantel derselben mit dem aussen anhaftenden microverkapseiten Härter an die Bohrlochwand gepresst.
wobei die Microkapsein aufgebrochen und zerstört werden, wodurch der von der Mikrokapsel beinhaltende Härter freigelegt wird Die Harz-Füllstoffkomponente wird mit der durch Schläge zu setzenden Ankerstange In Richtung Bohrlochgrund getneben und kann dann durch den Ringspalt zwischen Befestigungselement (Ankerstange) und Bohrlochwand hindurch nach oben steigen, dabei wird durch die gleichmässige Härterverteilung an der gesamten Bohrlochwand eine intensive und gleichmässige Durchmischung aller Komponenten erzielt, ohne dass die Ankerstange dabei gedreht werden muss.
Ist der mikroverkapselte Härter an der Innenseite des Aufnähmebehälters festgelegt, so werden beim Eintreiben der Ankerstange bzw eines anders gearteten Befestigungselementes die Mikrokapseln ebenfalls aufgebrochen und zerstört mit den vorstehend erwähnten Folgen
Das erfindungsgemässe Herstellverfahren zeichnet sich dadurch aus, dass keine weiteren Stoffe, ausser den für die Funktion der Verankerung notwendigen für den Aufbau der Verankerungspatrone erforderlich sind Der einseitig verschlossene rohrförmige Aufnahmebehälter wird mit der erforderlichen Harzmenge gefüllt, der Aufnahmebehälter steht dabei aufrecht, so dass eine einfache Harzdosierung möglich 1St. Durch Drehen und seitliches Kippen des Aufnahmebehälters wird dann erreicht,
dass das Harz an der Innenwand bis auf ca 80 - 90% der jeweiligen Höhe die Wand benetzt. Die neselfählgen, den Härter umschliessenden Mikrokapseln werden eingefüllt. Durch Drehen des Aufnahmebehälters werden die Mlcrokapseln an der gesamten Innenwand mehr oder weniger gleichmässig verteilt und durch die Haftfähigkeit des Harzes
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