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Die Erfindung betrifft ein zweiachsiges Lauf- bzw. Triebdrehgestell für ein Schienenfahrzeug mit in einem Drehgestellrahmen radial einstellbaren Radsätzen, wobei diese mittels zweier, je zwei Achslager verbindende, zwei Steuerstangen und einen zwischen diesen vorzugsweise lotrecht angeordneten, dreieckig
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wobei die beiden Mittelhebel der Z-verbandartigen Gestänge etwa quer zur Fahrtnchtung des Schienenfahrzeuges verlaufende Drehachsen aufweisen und miteinander durch ein quer zur Fahrtrichtung angeordnetes Verbindungselement gekoppelt sind.
Zur Verbesserung des Kurvenlaufes von Schienenfahrzeugen ist die radiale Einstellbarkeit der Achsen notwendig. Um gleichzeitig in der Geraden gute Laufgütewerte bei hoher Fahrgeschwindigkeit zu erreichen, empfiehlt sich, die radiale Einstellung der beiden Radsätze mittels eines Steuergestänges in gegenseitige Abhängigkeit zu bringen. Es gibt bereits eine Reihe derartiger Lösungen, wie z. B. das Kreuzankerdrehge- stell nach Scheffel. Die Lösungen befassen sich vorwiegend mit Laufdrehgestellen, insbesondere bei Güterwagen ; es gibt jedoch bereits einzelne Anwendungen bel Triebdrehgestellen.
Ein Drehgestell der eingangs erwähnten Art ist durch die US 4 660 476 A bekannt geworden Bei dieser Konstruktion sind die belden Mittelhebel der Z-Verbände um eine etwa quer zum Fahrzeug verlaufende Drehachse schwenkbar gelagert.
Weiters ist bekannt, ein Z-verbandartiges Gestänge sowohl mit waagrecht als auch mit senkrecht liegender Drehachse zu verwenden. Die Anwendung mit waagrecht liegender Drehachse ist der EP A 221 667 A2 zu entnehmen. Hiebei ist eine auf Torsion und Biegung beanspruchte Biegestange vorgesehen, welche auch eine verwindungssteife Ausführung des Mittelhebel des Z-Verbandes verlangt
Aufgabe der gegenständlichen Erfindung ist die Schaffung einer Verbindung der Z-Verbände der beiden Drehgestellselten über einen Mechanismus, der sich einerseits konstruktiv freizügig anordnen und anderseits auch mit ausreichender Steifigkeit dimensionieren lässt. Diese Steifigkeit Ist besonders dann wichtig, wenn die Raddurchmesser nicht genau gleich sein sollten.
Diese Aufgabe wird bei einem Drehgestell der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass das Verbindungselement ein etwa mittig zwischen den bel den Radsätzen am Drehgestellrah- men um eine horizontale, in der Fahrtrichtung gelegene Achse schwenkbar gelagerter Hebel 1St. an dem die beiden Mittelhebel über Pendelstangen angeschlossen sind.
Der Vorteil der erfindungsgemässen Anordnung gegenüber der Konstruktion nach der US-4 660 476 A besteht darin, dass einerseits die beiden Drehgestellseiten miteinander derart gekoppelt sind, dass die Drehbewegung der Radsätze um eine Hochachse erfolgt, die genau durch die Radsatzmitte verläuft. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass durch die an sich in welten Grenzen beliebige Länge der Pendeln der Hebel in einer beliebigen Höhe des Drehgestelles angeordnet werden kann und dadurch verschiedene Einbautelle, wie Motor, Drehzapfen u. ä umgangen werden können.
Um zwei Radsätze führen zu können und gleichzeitig die belden Bewegungen zu koordinieren Ist nach
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einen Arm eines als Achslager ausgebildeten doppelarmigen Hebels angelenkt sind, der mit seinem anderen Arm an ein Ende eines Lenkers angelenkt ist, der mit seinem drehgestellseitigen Ende an einem Längsträger des Drehgestellrahmens angelenkt ist.
Durch die DE 36 10 987 A 1 ist wohl bekannt geworden, dass die Steuerstangen der Z-verbandartigen Gestänge im wesentlichen waagrecht verlaufen und mit ihrem einen Ende an einem Arm eines doppelarmigen Hebels angelenkt sind. der als Achslager ausgebildet ist. Bei dieser Konstruktion ist ein einachsige Drehgestell vorgesehen, wobei die Steuerstangen an eigene doppelarmige Hebel angeschlossen sind Diese Konstruktion Ist nur geeignet, einen einzigen Radsatz zu führen.
Weitere Merkmale werden anhand der Zeichnungen näher erläutert, in welchen Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt sind. Es zeigen Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung eines ersten Ausführungsbeispieles des erfindungsgemässen Drehgestelles in vereinfachter Form und die Fig. 2 bis 4 weitere Ausführungsformen des gegenständlichen Drehgestelles in Seitenansicht In vereinfachter Dartel- lung.
Das erfindungsgemässe Drehgestell besitzt einen H-förmigen Rahmen 37 mit zwei In der Fahrtrichtung gelegenen Längsträgern 38, 39, welche durch einen mittigen Querträger 40 verbunden sind An den Enden der Längsträger 38, 39 sind Achslager 1-4 gelagert, in welchen die beiden Radsätze 26. 27 gelagert sind Die Achslager 1, 2 bzw. 3, 4 Jeder Drehgestellseite sind durch je ein Z-verbandartiges Gestänge 41 bzw 42 gesteuert, weiches einen vertikal liegenden, um eine im wesentlichen horizontal und quer zur Fahrtrichtung In den Lagern 21, 22 bzw 23, 24 gelagerte Achse 17 bzw. 18 drehbaren Zwischenhebel 28 bzw. 29 aufweist.
welcher vorzugsweise dreiecksförmig ausgebildet ist und an zwei Ecken über je eine Stange 13,
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es wesentlich, die Mittellage der Achsen genau herzustellen" was durch Einstellvorrichtung (z. B. Spannschlösser) an den Anlenkstangen 13-16 bewirkt werden kann. Hiebei sind die Lager 21-24 mit den
Längsträgern 38, 39 verbunden und die Stangen 13-16 an den belden Enden gelenkig angeschlossen.
An der dritten Ecke sind die bei den Zwischenhebel 28, 29 der beiden Drehgestellseiten durch pendelartig aufgehängte Verbindungsstangen 5,6 an einen Hebel 25 angelenkt, welcher die beiden Zwischenhebel 28, 29 verbindet und um eine in der Drehgestell-längsmitte gelegene Achse 30 schwenkbar gelagert ist, welche am Querträger 40 in den Lagern 31,32 gelagert 1St. Die Zug- und Bremskräfte werden durch die längsliegenden Stangen 13 - 16 der Z-verbandartigen Gestänge 41, 42 aufgenommen und durch die Lager 21 -24 in den Drehgestellrahmen 37 eingeleitet.
Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel des Drehgestelles ist der Drehgestellrahmen 37 auf den Achslagern 1 - 4 über Schraubenfedern 43-46 gelagert.
Selbstverständlich können im Rahmen der Erfindung verschiedene konstruktive Änderungen vorgenommen werden So kann der Hebel 28 bzw 29 jede andere als dreleckförmige Gestalt annehmen Weiters kann der Anlenkpunkt der Pendelstange 5,6 zum Hebel 25 an jeder beliebigen Stelle am Umfang des Hebels 28 bzw. 29 liegen, wie Fig. 2 zeigt. Dadurch kann das Übertragungsgestänge den Platzverhältnissen angepasst werden. Weiters kann der auf Biegung beanspruchte Hebel 25 bei entsprechender Auslegung seiner Höhe ausreichend steif dimensioniert werden. Die Übertragung der Antriebs- und Bremskräfte erfolgt über den Z-Verband und wird im Mittellage des Dreieckhebels an den Lagerstellen 21, 22. 23, 24 direkt in den Drehgestellrahmen 37 eingeleitet.
Das Übertragungsgestänge, bestehend aus den Stangen 5, 6 und dem Hebel 25, ist - soferne die Längskräfte an allen vier Achslagern gleich sind-von diesen Kräften frei.
Das Gestänge vermittelt lediglich den Ausgleich zwischen der linken und der rechten Drehgestellseite und bewirkt die notwendige Gegensinnigkeit der Bewegung der bel den Radsätze 26, 27.
Ein Z-Verband, weicher unmittelbar auf die Achslager einwirkt, kann fallweise den Nachteil haben, dass Einfederungsbewegungen des Drehgestelles das Steuergestänge beeinflussen und zu Fehleinstellungen der Radsätze führen. Dieser allfällige Nachteil kann nach einem weiteren Merkmal der Erfindung durch näherungsweise waagrechte Anordnungen der Steuerstangen vermieden werden, da bel dieser Anordnung die Einstellfehler aufgrund von vertikalen Achsbewegungen nur mehr von zweiter Ordnung, also vernachlässigbar sind.
Eine derartige Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes zeigt Fig. 3.
Bei dieser konstruktiven Ausgestaltung sind zusätzlich Lenker 35, 36 vorgesehen, die einerseits am Längsträger 38 bzw. 39 und andererseits an einem Hebel des als zweiarmiger Hebel ausgebildeten Achslagers 1 bzw. 2 bzw. 3 bzw. 4 angelenkt ist, während der zweite Hebel dieses Achslagers an der Stange 13 bzw. 14 bzw. 15 bzw. 16 angelenkt ist. Hiebei sind alle Achslager, von welchen nur die Achslager 3 und 4 dargestellt sind, mit seitlich abstehenden Federhaltern 47, 48 versehen, auf welchen der Drehgestellrahmen 37 über jeweils ein Federpaar gelagert 1St. wobei nur das Federpaar 45', 45" und 46', 46" dargestellt ist.
Eine weitere Möglichkeit zur Verhinderung der vorerwähnten Fehleinstellungen besteht in einer schwingenartigen Ausbildung der Achslager, wie sie in Fig. 4 dargestellt ist. Bei dieser Ausführungsform des Drehgestelles sind die Achslager 1 - 4, von welchen nur das Achslager 3 und das Achslager 4 dargestellt ist, In Schwingen gelagert, welche über Pendelstangen mit dem Drehgestellrahmen bzw. dem Längsträger desselben gelenkig verbunden sind. Im vorliegenden Falle sind lediglich die Pendelstangen 33 und 34 in den Achslagern bzw. Schwingen 3,4 dargestellt. Hiebei wirken die Steuerstangen 13 - 16, von welchen lediglich die Steuerstangen 15 und 16 dargestellt sind, vorzugsweise In der Nähe des Schwingenlagers 49 auf das jeweilige Achslagersystem ein.
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