AT400667B - Einrichtung zur gewinnung von samenzellen aus samenflüssigkeit - Google Patents
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- AT 400 667 B Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Gewinnung von Samenzellen aus Samenflüssigkeit, mit einem ersten Gefäß zur Aufnahme der Samenflüssigkeit und einem zweiten Gefäß zur Aufnahme der aus der Samenflüssigkeit abgetrennten Samenzellen, wobei die beiden Gefäße kommunizieren, wenn die Samenflüssigkeit mit Nährlösung überdeckt ist. 5 Bei der künstlichen Befruchtung werden üblicherweise die Samenzellen aus der Samenflüssigkeit abgetrennt, bevor sie in-vitro oder in-utero mit einer Eizelle in Kontakt gebracht werden. Durch diesen Trennschritt kann es zur Beschädigung der Samenzellen kommen. Es wurde bereits eine Einrichtung zur In-Vitro-Fertilisation mit einem Behälter für die Eizelle und einem Behälter für Samenflüssigkeit vorgeschlagen, wobei die Behälter kommunizieren, wenn Eizelle und Samen-io flüssigkeit mit Nährlösung überdeckt sind. Das Problem bei dieser praktisch noch nicht erprobten Einrichtung liegt darin, daß die Flüssigkeitsbrücke zwischen den beiden Behältern einfach durch jenen Teil der Nährflüssigkeit gebildet wird, welcher über den oberen Rand des inneren Behälters (welcher die Eizelle aufnimmt) übersteht. Besonders wenn die Behälter, etwa zum Mikroskopieren, bewegt werden, schwappt die Nährflüssigkeit zwischen den Teilbehältem über, sodaß nicht die Beweglichkeit der Spermien, sondern 15 äußere Einflüsse bestimmen, welche der Samenzellen zur Befruchtung führt. Mehrfachbefruchtungen sind nicht auszuschließen. Die Erfindung strebt eine möglichst große Annäherung an die natürlichen Verhältnisse an. Unter Vermeidung von schädlichen Abtrennungsschritten, wie Zentrifugieren, sollen also bevorzugt die beweglichsten Spermien zur Befruchtung zugelassen werden. 20 Erfindungsgemäß ist zwischen den Gefäßen eine Flüssigkeitsbrücke vorgesehen, deren Querschnitt durch feste Wände begrenzt ist. In der Zeichnung bezieht sich Fig. 1 auf den Stand der Technik, Fig. 2 und 3 sind Ausführungsbeispiele der Erfindung. Die bekannte Einrichtung nach Fig. 1 besteht aus einem Gefäß 1 zur Aufnahme von Samenflüssigkeit, 25 in weichem ein Gefäß 2 zur Aufnahme abgetrennter Samenzellen angeordnet ist. Überdeckt man die Samenflüssigkeit 8 mit Nährlösung 9, so gelangen einzelne Samenzellen in die Nährlösung. Der Transport der Samenzellen zur Eizelle 7 erfolgt jedoch nicht ausschließlich durch die Beweglichkeit der Samenzellen, sondern auch durch die makroskopische Strömung der Nährlösung. Gemäß der Erfindung sind die Gefäße 1 und 2 lediglich durch eine Leitung miteinander verbunden, in 30 welcher keine wesentliche Strömung stattfindet. Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist diese Leitung als Kapillarröhrchen ausgebildet. Die Nährlösung 9 im Gefäß 2 wird hier so hoch eingefüllt, bis durch Kapillarwirkung das ganze Röhrchen 3 gefüllt ist. Erhöht man anschließend das Niveau der Nährlösung 9 im Gefäß 1, so können sich wohl einzelne Spermien durch das Röhrchen 3 bewegen, es erfolgt jedoch keine Bewegung der Nährlösung als solcher zwischen den beiden Gefäßen. 35 Eine besonders zweckmäßige Art, eine Kapillarleitung herzustellen, zeigt Fig. 3: hier sind die beiden Gefäße 1 und 2 konzentrisch ineinander angeordnet. In das Gefäß 2 wird Nährflüssigkeit 9 gefüllt, in das Gefäß 1 wird Samenflüssigkeit 8 eingebracht. Anschließend wird ein den Rand des Gefäßes 2 U-förmig übergreifender Aufsatz 4 mit einem kürzeren äußeren Schenkel 6 und längeren inneren Schenkel 5 lose auf das Gefäß 2 aufgelegt. Durch Kapillarwirkung steigt die Nährflüssigkeit im Spalt zwischen Aufsatz 4 und 40 Gefäß 2 nach oben und überschichtet langsam die Samenflüssigkeit 8, bis der Flüssigkeitsstand an den Gefäßen 1 und 2 die gleiche Höhe erreicht hat. Die dargestellte Einrichtung dient zur In-Vitro-Fertilisation, wenn im Gefäß 2, weiches zur Aufnahme der abgetrennten Samenzellen dient, Eizellen 7 angeordnet werden. Soll die Befruchtung hingegen in-utero erfolgen, wird im Gefäß 2 keine Eizelle angeordnet und es erfolgt dort lediglich eine Sammlung gereinigter 45 Samenzellen. in zahlreichen Versuchen wurde festgestellt, daß mit der dargestellten Einrichtung auch aus stark kontaminierter Flüssigkeit reine Samenzellen gewonnen werden können. Darin liegt ein wesentlicher Vorteil gegenüber bekannten Verfahren, bei welchen Samenflüssigkeit mit einer Nährlösung überdeckt und die Nährlösung nach Anreicherung mit Samenzellen abgesaugt wird (swim up-Methode). Es wird vermutet, daß so das bessere Ergebnis darauf zurückzuführen ist, daß gemäß der Erfindung die Spermien einen Weg zurückzuiegen haben, welcher wesentlich größer ist als jene Strecke, die in vergleichbaren Zeiten (Größenordnung 1 Stunde) von Bakterien aufgrund von Diffusionsvorgängen zurückgelegt werden. Patentansprüche 1. Einrichtung zur Gewinnung von Samenzellen aus Samenflüssigkeit, mit einem ersten Gefäß zur Aufnahme der Samenflüssigkeit und einem zweiten Gefäß zur Aufnahme der aus der Samenflüssigkeit abgetrennten Samenzellen, wobei die beiden Gefäße kommunizieren, wenn die Samenflüssigkeit mitift ifi-n 'S sj i i A ft : !;ϋ; ::% : « itl· »! I /‘ft !',:v 1 :ift :j|ft i&i ft* i-:!z -ft ft2 55 AT 400 667 B Nährlösung überdeckt ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Gefäßen (1,2) eine Flüssigkeitsbrücke vorgesehen ist, deren Querschnitt durch feste Wände begrenzt ist.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände der Flüssigkeitsbrücke eine Kapillarleitung bilden.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeitsbrücke durch ein Röhrchen (3) gebildet ist (Fig. 2).
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeitsbrücke durch einen den Rand des zweiten Gefäßes (2) U-förmig umgebenden Teil (4) gebildet ist, wobei das zweite gefäß (2) in bekannter Weise im ersten gefäß (1) angeordnet ist.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der innere in das zweite gefäß (2) ragende Schenkel (5) des U-förmigen Teils (4) länger ist als der in das erste Gefäß (1) ragende äußere Schenkel (6).
- 6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet daß die Wände der Flüssigkeitsbrücke voneinander einen Abstand zwischen 0,1 mm und 1 mm aufweisen.
- 7. Verwendung einer Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 6 zur In-Vitro-Fertilisation, mit der Maßgabe, daß im zweiten Gefäß (2) eine Eizelle (7) angeordnet wird. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen3
Priority Applications (8)
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Family Applications (1)
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1993
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| Publication number | Publication date |
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| ATA201993A (de) | 1995-07-15 |
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