AT398766B - Verfahren zur intramolekularen oxidation von zwei -sh gruppen in einer peptidverbindung zu einer disulfidbrücke - Google Patents

Verfahren zur intramolekularen oxidation von zwei -sh gruppen in einer peptidverbindung zu einer disulfidbrücke Download PDF

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Description

AT 398 766 B
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur intramolekularen Oxidation von zwei -SH Gruppen in einer Peptidverbindung zu einer Disulfidbrücke, wobei man wenigstens ein Oxidationsmittel, welches -SH Gruppen zu Disulfidbrücken zu oxidieren vermag, in Wasser unter Rühren vorlegt, dann eine wässerige Lösung der zu oxidierenden Peptidverbindung mit einer Konzentration von 1 bis 100 mg Peptid pro ml Wasser langsam dosiert zugibt, die Reaktionsteilnehmer miteinander unter intensivem Rühren reagieren läßt und anschließend die rohe, eine Disulfidbrücke aufweisende Peptidverbindung aufarbeitet.
Das Prinzip der Festphasensynthese von Peptiden ist von R.B. Marrifieid zum Beispiel in "Angewandte Chemie", Band 97, (1985), Seiten 801 bis 812, beschrieben. Im "International Journal of Peptide and Protein Research", Band 25, (1985), Seiten 449 bis 474 beschreibt M. Bodanszky das Prinzip der Peptidsynthese in Flüssigphase.
Im europäischen Patent Nr. 38 516 wird eine Festphasensynthese eines Vasopressinderivates nach Marrifieid beschrieben, und in dem die Seiten 7 und 8 überbrückenden Abschnitt wird eine Oxidation erwähnt, bei dem das Oxidationsmittel zur Peptidverbindung hinzugegeben wird. Eine ähnliche Oxidation wird auch in der US-PS 4 148 787 und in "Collection Czechoslov.Chem.Comm.", Vol.31, (1966), Seiten 4581 bis 4591, beschrieben.
In der US-PS 4,093.610 wird bei einer Flüssigphasensynthese eine Oxidation mit Jod in einem niedrigen Alkanol oder in Essigsäure beschrieben.
Unter den in der DE-OS 2,723.453 und DE-PS 1,643.273 beschriebenen Bedingungen einer Oxidation werden auch Dimere entstehen, d.h. es bilden sich intermolekulare S-S-Brücken.
Auf die Problematik der intermolekularen Nebenreaktion ist auch von G.FIouret et al. im "IntJ.Peptide Protein Res.",13 (1979), Seiten 137 bis 141, hingewiesen worden.
Im übrigen sei auch auf folgende, zum Stand der Technik gehörende Literaturstellen verwiesen: K.Noda in "Int.J.Peptide Protein Res.", 19, (1982),Seiten 413 - 419; "Collection of Czechoslov.Chem.Comm.", Vol.32, (1967),Seiten 1250 bis 1257; Europäische Patentanmeldung Nr. 112 809, insbesondere Beispiel 1; US-PS 4,495.097; V.du Vigneaud et al., (1960), J.Biol.Chem.,Vol.235,Nr.12,Seiten 64 bis 66; Journal of the American Chemical Society,90:10, May 8,1968,Seiten 2577 - 2681; Von Friedrich Weygand et al Z.Naturforschg.176 Seiten 807 bis 810,B.Kamber et al, Helvetica Chimica Acta,Vol.83,Fasc.4 (1980) Seiten 900 bis 915.
Aus diesen Literaturstellen folgt, daß es bekannt ist, daß intramolekulare Reaktionen in der Regel von intermolekularen Reaktionen konkurrenziert werden, was jeweils zu normalerweise unbrauchbaren dimeren, trimeren usw., also polymeren Nebenprodukten führt. Dies ist umso ärgerlicher, wenn solche Nebenprodukte in einem fortgeschrittenen Stadium einer Synthese anfailen, denn so geht wertvolles, teures, veredeltes Material unnütz verloren.
Bislang hat man zumeist versucht, die intermolekulare Konkurrenzreaktion zu unterdrücken, indem man mit stark verdünnten Lösungen gearbeitet hat. Dies ist aber wirtschaftlich nicht vertretbar, weil große Mengen an Lösungsmittel benötigt werden und weil diese Lösungsmittel auch wieder abgedampft werden müssen, was mit einem hohen unwirtschaftlichen Zeit- und Energieaufwand verbunden ist. Letzterer Nachteil ist bei einem Verfahren der im ersten Absetz beschriebenen Art (Biopolymers, Band 17,1978,John Wiley & Sonsjnc. Seiten 1927 bis 1938; US-A 4 216 141) bekannt, wobei mit einer Ferricyanid-Oxidation in Lösung gearbeitet wird. Untersuchungen der Anmelderin haben aber gezeigt, daß dabei eine nur unbefriedigende Ausbeute erhalten wird und daß die verhältmismäßig lange Reaktionszeit (zumindest eine Stunde) für eine Verfahrensführung im industriellen Maßstab störend wirkt.
Schließlich ist es aus der US-A 4 271 068 bekannt, bei geschützten Cystein-Gruppen bei der Oxidation in Lösung zu arbeiten, wobei ähnliche Nachteile wie zuvor auftreten.
Es ist daher bis jetzt kein Verfahren zur intramolekularen Oxidation von zwei -SH Gruppen in einer Peptidverbindung bekannt geworden, bei dem die Konzentration und das Volumen des Lösungsmittels in einem vernünftigen ökonomischen Verhältnis zur zu oxidierenden Peptidverbindung und zur Verfahrensdauer derart stehen, daß hohe Ausbeuten bei einem Vermeidung unerwünschter Mebenprodukte erzielt werden. Anhand der bekannten Literatur mußte man annehmen, daß ein solches Verfahren überhaupt nicht möglich ist. Völlig überraschend wurde nun doch ein solches Verfahren gefunden.
Die Aufgabe, welche der Erfindung zugrundeliegt, besteht darin, ein Verfahren zu schaffen, mit welchem mit vergleichsweise geringen Mengen an Lösungsmittel die Verfahrensführung so gewählt werden kann, daß unerwünschte Konkurrenzreaktionen unterbleiben, wobei auch eine hohe Ausbeute erzielt werden zoll.
Das erfindungsgemäße Verfahren löst diese Aufgabe, ausgehend von einer Verfahrensführung der eingangs geschilderten Art, dadurch, daß das Oxidationsmittel zur Vermeidung einer intermolekularen Reaktion der Peptidmoleküle kovalent oder elektrostatisch an eine feste Phase gebunden ist, wobei die anfängliche Konzentration des Oxidationsmittels dem doppelten stöchiometrischen Überschuß der zu oxidierenden -SH Gruppen entspricht, und daß man die vermischten Reaktionsteilnehmer bis zu 30 Minuten 2
AT 398 766 B miteinander reagieren läßt.
Erstaunlicherweise entstehen mit dem erfindungsgemäßen Verfahren praktisch keine Produkte, die auf eine intermolekulare Reaktion schließen lassen würden. Es wurden weder Dimere noch Trimere usw. gefunden. Weiters werden mit dem erfindungsgemäßen Verfahren bei ökonomischer Verfahrensführung hohe Ausbeuten erzielt, welche in der Regei über 95%, meistens 99%, der Theorie betragen.
Im Rahmen der Erfindung kann die zu oxidierende Peptidverbindung beliebig viele -SH Gruppen enthalten, doch dürfen bei der erfindungsgemäßen Oxidation nur zwei miteinander reagieren; die restlichen -SH Gruppen müssen auf geeignete Art geschützt sein. Das im erfindungsgemäßen Verfahren verwendete Oxidationsmittel kann auch die Funktion eines Sauerstoff-Überträgers haben.
Vorzugsweise wird im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens so vorgegangen, daß der Zusatz der wässrigen Lösung der zu oxidierenden Peptidverbindung durch Einsprühen, langsames Einfließenlassen oder in an sich bekannter Weise durch Hinzutropfen erfolgt, vorzugsweise mit einer Geschwindigkeit von 10 bis 30 ml/Minute, insbesondere 20 ml/Minute. Diese Zugabegeschwindigkeit, insbesondere der Zutropfung, der zu oxidierenden Peptidverbindung zum vorgelegten Oxidationsmittel hängt ab zunächst von der Konzentration des Oxidationsmittels und dessen Reaktivität, weiters von der Konzentration der zu oxidierenden Peptidverbindung und von deren Reaktivität, ferner von der Temperatur, und schließlich vom Luftdruck (wegen Sauerstoffangebot). Die Zugabegeschwindigkeit kann vom Fachmann leicht mittels Vorversuchen ermittelt werden. Hiebei kann erfindungsgemäß die wässerige Lösung der zu oxidierenden Peptidverbindung insbesondere eine Konzentration von 1 bis 10 mg Peptid pro ml Wasser haben. Beispielsweise kann die Zugabegeschwindigkeit derart gewählt werden, daß 5g Peptidverbindung innerhalb von zwei Stunden oxidiert werden. Die Zugabe durch Hinzutropfen ist aus der US-PS 4 216 141 an sich bekannt, und zwar für die Zugabe einer Somatostatinlösung in Essigsäure zu einer Kaliumferrizyanidlösung in Wasser mit einem Gehalt an Ammoniumacetat.
Im Rahmen der Erfindung wird als Oxidationsmittel Benzochinon oder in an sich bekannter weise K3Fe-(CN)e, Jod oder Sauerstoff eingesetzt. Der pH-Wert beträgt zweckmäßig 5 bis 10, insbesondere 6,5 bis 8, die Verfahrenstemperatur beträgt zweckmäßig 1 bis 40 * C, insbesondere wird bei Raumtemperatur gearbeitet, vorzugsweise bei 20 bis 25 · C.
Es empfiehlt sich, durch intensives Rühren die zu oxidierende Peptidverbindung augenblicklich zu verteilen. Hiezu ist es gemäß einer Weiterbildung der Erfindung günstig, die wässerige Lösung der zu oxidierenden Peptidverbindung auf die ein Rotationsparaboloid beschreibende Flüssigkeitsoberfläche der gerührten, das Oxidationsmittel enthaltenden, wässerigen Lösung tropfen zu lassen.
Obwohl anzunehmen ist, daß die Reaktion augenblicklich erfolgt, ist es bevorzugt, die Reaktionsteilnehmer während längerer Zeit, d.h. bis zu 30 Minuten, miteinander reagieren zu lassen. Zweckmäßig werden vor der Aufarbeitung allenfalls vorhandene Salze entfernt, vorzugsweise mittels Ionenaustauschern, welche beispielsweise in Chromatographiesäulen gefüllt sind.
Zweckmäßig umfaßt die Aufarbeitung der Peptidverbindung eine Lyophilisation.
Das mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Rohpeptid kann auf irgendeine Art und Weise gereinigt werden, z.B. mittels Ionenaustauscher-Säulen, Gel-Chromatographie nach Molekulargewicht, Craig-Verteilung oder vorzugsweise mit einer neuen Methode zur Reinigung eines Rohpeptids mittels präparativer Mitteldruckflüssigkeitschromatographie. Diese Methode besteht darin, daß man das zu reinigende Peptid in möglichst konzentrierter Form auf eine Chromatographie-Säule aufträgt, die alkylierte hochkondensierte Polykieselsäure mit einer Korngröße von 20 bis 90 Mikrometer und mit einer Porengröße von 6 bis 30 nm als stationäre Phase enthält, und daß man dann bei einem Druck unter 40 bar mit einem mobilen Phase unter kombiniertem Zusatz zumindest eines Chelierungsmittels und zumindest einer stark polaren organischen Verbindung in geringer Konzentration eluiert und so das Gemisch auftrennt und das erhaltene Eluat fraktioniert. Für das erfindungsgemäße Verfahren können Peptidverbindungen verwendet werden, die sowohl mittels Festphasensynthese nach Merrifield ("Angewandte Chemie", Band 97 (1985), Seiten 810 bis 812) als auch in der Flüssigphasensynthese ("Int. J. Peptide Protein Res." 25, (1985), Seiten 449 bis 474) synthetisiert werden.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren können insbesondere folgende Peptide hergestellt werden: Terlipressin der Formel
Gly-Gly-Gly-Cys-Tyr-Phe-Gln-Asn-Cys-Pro-Lys-Gly-NHg .
Vasopressin und seine Derivate, Calcitonin sowie Somatostatin.
Es ist bevorzugt, mit dem erfindungsgemäßen Verfahren Terlipressin herzustellen. 3
AT 398 766 B
Entsprechende Strukturformeln sind beschrieben in: "Handbook of Biochemistry" C-164 bis C-188
Amino Acid Sequences of Proteins, C-265, Handbook of Biochemistry selected date for Molecular Biology, 2nd edition (1970), Editor: Herbert A.SOBER, PhD, veröffentlicht von: The Chemical Rubber Co., Cleveland, 5 Ohio, 44 128, und "Int. J. Peptide Protein Res." 15, (1980), Seiten 342 bis 354.
Die nachfolgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung erläutern.
Beispiel 1 io Oxidation zur Herstellung^ von Jerljpressin 3,5 g deblockiertes Peptid (hergestellt mittels Festphasensynthese) der Formel Gly-Gly-Gly-Cys-Tyr-Phe-Gln-Asn-Cys-Pro-Lys-Gly-NH2, gelöst in 2,5 I destilliertem Wasser, wurden mit 400 ml 3M NH4OH unter Stickstoff auf pH 7,5 titriert. Diese Lösung wurde zu einer Suspension von 1 Liter von wässeriger 1,8 15 mM K3 (Fe(CN)G), elektrostatisch gebunden an 80 g AG3 - X4A Ionenaustauscher Harz in seiner Chlorid-Form, pH 7,5, unter stetigem Rühren in einer Geschwindigkeit von 20 ml pro Minute zugetropft. Nach vollständiger Zugabe wurde die Reaktion noch 30 Min. reagieren gelassen. Anschließend wurde die Suspension mit 50%iger Essigsäure auf pH 5 titriert. Ausbeute an Terlipressin der Formel 20 Gly-Giy-Gly-Cys-Tyr-Phe-Gln-Asn-CyjS-Pro-Lys-Gly-NHg: 99,6% d.Th. Mittels HPLC-Analyse wurde festgestellt, daß das so hergestellte Produkt weder Dimere noch Trimere enthielt. Wird dieses Produkt mit der 10-fachen Menge Mannit versetzt und lyophilisiert, so wurden 25 in dieser galenischen Formulierung beim Wiederauflösen in Wasser keine Aggregate erhalten.
Beispiel 2
Oxidation zur Herstellung von Vasopressin 30
Nach dem Verfahren gemäß Beispiel 1 wurden 1 mM deblockiertes Peptid (hergestellt mittels Festphasensynthese) der Formel Cys-Tyr-Phe-Gln-Asn-Cys-Pro-Arg--Gly-NH2, welches die Struktur von Vasopressin hatte, aber noch 2 -SH Gruppen anstelle der Disulfidbrücke aufwies, mit 2,0 mM K3 (Fe(CN)6), elektrostatisch gebunden an 90 g Ionenaustauscher-Harz (AG3 - X4A) in seiner Chloridform, oxidiert. 35 Ausbeute von Vasopressin: 99,6 % d.Th.
Beispiel 3
Oxidation zur Herstellung von Calcitonin 40
Nach dem Verfahren gemäß Beispiel 1 wurden 1 mM deblockiertes Peptid, welches die Struktur von Calcitonin hatte, aber noch 2 -SH Gruppen anstelle der Disulfidbrücke aufwies, mit 3,0 mM 2,5-Dihydroxy-1,4-benzochinon, kovalent an Styrolharz gebunden, oxidiert, welches wie folgt hergestellt wurde: a) 100 g Aminomethyi-Polystyrolharz (0,2 mM/g) werden in 500 ml 5N Salzsäure suspendiert. Unter 45 Kühlen (unter 5*C) und Rühren addiert man 20 mMol Natriumnitrit (2,5 molare Lsg). Nach 10 Minuten bei 0-5 °C wird abfiltriert und das Harz zuerst mit 1N NaHC03-Lsg, dann mit H20 bis zur Neutralität gewaschen. b) 100 g diazotiertes (a) Aminomethyi-Polystyrolharz werden zu 20 mMol 2,5-Dihydroxy-1,4-benzochinon in 500 ml 2H NaOH unter Rühren bei 5-10’C zugegeben. Nach 5 Minuten wird abfiltriert und mit so Wasser, dann mit Ethanol gewaschen.
Die Zutropfgeschwindigkeit betrug nur 10 ml/min.
Ausbeute an Calcitonin: 99,6 % d.Th. · 4 55

Claims (8)

  1. AT 398 766 B Beispiel 4 Oxidation zur HersteNung von Sonnatostatin 5 Nach dem Verfahren gemäß Beispiel 1 wurden 1 mM deblockiertes Peptid, welches die Struktur von Somatostatin hatte, aber noch 2 -SH Gruppen anstelle der Disulfidbrücke aufwies, mit 3,1 mM 2,5 Dihydroxy-1,4-benzochinon, kovalent an Styrolharz gebunden, oxidiert, welches wie in Beispiel 3 beschrieben hergestellt wurde. Ausbeute an Somastostatin: 99,5 % d.Th. io Patentansprüche 1. Verfahren zur intramolekularen Oxidation von zwei -SH Gruppen in einer Peptidverbindung zu einer Disulfidbrücke, wobei man wenigstens ein Oxidationsmittel, welches -SH Gruppen zu Disulfidbrucken zu oxidieren vermag, in Wasser unter Rühren vorlegt, dann eine wässerige Lösung der zu oxidierenden 75 Peptidverbindung mit einer Konzentration von 1 bis 100 mg Peptid pro ml Wasser langsam dosiert zugibt, die Reaktionsteilnehmer miteinander unter intensivem Rühren reagieren läßt und anschließend die rohe, eine Disulfidbrücke aufweisende Peptidverbindung aufarbeitet, dadurch gekennzeichnet, daß das Oxidationsmittel zur Vermeidung einer intermolekularen Reaktion der Peptidmoleküle kovalent oder elektrostatisch an eine feste Phase gebunden ist, wobei die anfängliche Konzentration des 20 Oxidationsmittels dem doppelten stöchiometrischen Überschuß der zu oxidierenden -SH Gruppen entspricht, und daß man die vermischten Reaktionsteilnehmer bis zu 30 Minuten miteinander reagieren läßt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatz der wässrigen Lösung der zu 25 oxidierenden Peptidverbindung durch Einsprühen, langsames Einfließenlassen oder in an sich bekannter Weise durch Hinzutropfen erfolgt, vorzugsweise mit einer Geschwindigkeit von 10 bis 30 ml/Minute, insbesondere 20 ml/Minute.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet daß die wässerige Lösung der zu 30 oxidierenden Peptidverbindung auf die ein Rotationsparaboloid beschreibende Flüssigkeitsoberfläche der gerührten, das Oxidationsmittel enthaltenden, wässerigen Lösung tropfen gelassen wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Oxidationsmittel Benzochin-on oder in an sich bekannter Weise K3Fe(CN)6, Jod oder Sauerstoff eingesetzt wird. 35
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man vor der Aufarbeitung allenfalls vorhandene Salze entfernt, vorzugsweise mittels Ionenaustauschern, welche beispielsweise in Chromatographiesäulen gefüllt sind.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zu oxidierende Peptidverbindung einer Reinigung mittels präparativer Mitteldruckflüssigkeitschromatographie dadurch unterworfen wird, daß man das zu reinigende Peptid in möglichst konzentrierter Form auf eine Chromatographie-Säule aufträgt, die alkylierte hochkondensierte Polykieselsäure mit einer Korngröße von 20 bis 90 Mikrometer und mit einer Porengröße von 6 bis 30 nm als stationäre Phase enthält, daß 45 man dann bei einem Druck von unter 40 bar mit einer mobilen Phase unter Zusatz zumindest eines Chelierungsmittels und zumindest einer stark polaren organischen Verbindung in geringer Konzentration eluiert und so das Gemisch auftrennt und das erhaltene Eluat fraktioiert.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufarbeitung eine 50 Lyophilisation umfaßt.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Peptid, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Terlipressin der Formel 55 61v-Gly-Glv-Cys-Tyr-Phe-Gln-Asn-CysrPro-Lys-Gly-NH0, Vasopressin, Calcitonin und Somatostatin, herstellt. 5
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